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Mein Leben überfordert mich

6. August um 19:41

Hallo Zusammen,

Zurzeit geht es mir nicht so gut. Kleine Dinge gehen mir sehr nahe habe ich gemerkt. Ich konnte schon immer nicht gut mit ,,kritik'' umgehen. Bzw. früher war es kein Problem und nach und nach merke ich das mich normalste Anweisungen oder so mega nah gehen.
Also z.B. hab ich heute kurz meiner Vermieterin angerufen, weil ich sie was fragen wollte. Bevor ich auflegte, meinte sie noch, das ich bei der Wäschewaschen achten sollte, das die Hundehaare entweder vor dem Waschen bei den Sachen entfernt werden oder die Maschine danach gesäubert wird. Daran hatte ich irgendwie nicht gedacht bzw. vergessen und das ist ja auch nicht schlimm, weil sowas jedem mal passieren kann. Allerdings hab ich mich danach so gefühlt als hätte mir jemand zusammen geschnautzt oder so. Und da ist mir dann aufgefallen, das mir kleinigkeiten schon sehr nah gehen was früher nie der Fall war.

Ich hatte es zwar in letzter Zeit nicht so gut und auch die nächsten Zeiten werden sehr schwer, da ein geliebter Mensch gehen wird und ich mich auch nicht auf den nächsten Tag freuen kann. Ich freue mich weder ins Bett zu gehen, noch jemanden zu treffen, noch dies oder jenes zu tun. Ich bin in Therapie und habe diese Woche wieder, worauf ich mich freue, um einfach mal Dinge loszuwerden. Allerdings ist es ja nur einmal die Woche und manchmal fehlt mir das schreiben mit jemanden dazwischen.

Ich finde es auch komisch, weil ich heute mit der Vermieterin geredet habe, habe ich jetzt sorgen, was meine Wohnung betrifft, obwohl ich ihr sorge halte, sie keine weiteren Schäden bekommen hat und ich auch nicht vor habe auszuziehen. Ich hatte allgemein diese Gefühle nicht. Es war nie so das ich mich nicht auf das Schlafengehen freute, wenn es mir nicht gut ging. Im Gegenteil, wenn es 18 Uhr war, wartete ich elend bis es 22 Uhr ist um ins Bett zu gehen. Jetzt ist es nicht so. Ich fühlte mich nie so stark schlecht, bzw. nur mal phasenweise. Und den Kontakt zu meinen Nahstehenden Menschen wollte ich immer noch haben. Und jetzt bin ich entweder genervt wenn mich jemand anschreibt aber gleichzeitig auch, wenn mir niemand schreibt.

Ich muss noch einige Dinge erledigen aber komme nicht voran. Jedesmal erinnere ich mich wieder daran dieses oder jenes tun zu müssen, aber ich kriege es nicht hin und es fühlt sich so an als hätte ich so viel zu tun, was gar nicht zu schaffen wäre, obwohl es eigentlich machbar wäre.

Ich weiss nicht so recht was los ist, und ich werde das natürlich auch meiner Therapeutin sagen. Ich hatte diese Phasen schon öfter allerdings das es so schlimm ist, noch nie. Ich fand es letztes mal schon elend, aber ich kann ja nicht in die Zukunft sehen und wissen, dass es noch schlimmer geht.

Und ich weiss einfach nicht was ich tun soll ausser mit meiner Therapeutin zu reden. Jemand anderen habe ich nicht und die Therapeutin alleine kann es nicht ersetzten. Und ich treffe immer wieder leute, gerade wenn man mit dem Hund unterwegs ist, aber ja. Ich weiss nicht was mir noch helfen könnte und was mit mir los ist.

Danke fürs durchlesen und Antworten.

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6. August um 21:34

wir könenn dir hier nicht helfen. nur deine therapeutin.

vielleicht bruchst du medikamente, vielleicht auch einen klinikaufenthalt.

nach schlechten zeiten, kommen immer bessere. kopf hoch!

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7. August um 17:32

Hallo lale,

du schreibst, dass du solche Probleme schon öfter hattest. Du hast offensichtlich auch eine Therapeutin. Nimmst du auch Medikamente?

Rede mal mit deiner Therapeutin darüber, vielleicht brauchst du ja andere Medikamente oder einfach eine andere Dosis? Und falls du noch keine nimmst, vielleicht bräuchtest du ja welche?

Als Außenstehende kann ich dir nur den einen Trost geben, dass du dir um deine Wohnung bestimmt keine Sorgen machen musst. Deine Vermieterin hat dich nur auf etwas hingewiesen. Wenn du in Zukunft einfach nach dem Waschen die Waschmaschine reinigst, wird es keine Probleme mehr geben.

Vielleicht magst du dir ja auch noch eine Selbsthilfegruppe suchen und diese aufsuchen? Du schreibst, dass es dir besser geht, wenn du mit deiner Therapeutin reden kannst. In einer Selbsthilfegruppe kannst du das auch, möglicherweise hilft dir das ja?

Alles Gute!
LG
Elisabeth

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7. August um 22:45
In Antwort auf truth-lies

Hallo lale,

du schreibst, dass du solche Probleme schon öfter hattest. Du hast offensichtlich auch eine Therapeutin. Nimmst du auch Medikamente?

Rede mal mit deiner Therapeutin darüber, vielleicht brauchst du ja andere Medikamente oder einfach eine andere Dosis? Und falls du noch keine nimmst, vielleicht bräuchtest du ja welche?

Als Außenstehende kann ich dir nur den einen Trost geben, dass du dir um deine Wohnung bestimmt keine Sorgen machen musst. Deine Vermieterin hat dich nur auf etwas hingewiesen. Wenn du in Zukunft einfach nach dem Waschen die Waschmaschine reinigst, wird es keine Probleme mehr geben.

Vielleicht magst du dir ja auch noch eine Selbsthilfegruppe suchen und diese aufsuchen? Du schreibst, dass es dir besser geht, wenn du mit deiner Therapeutin reden kannst. In einer Selbsthilfegruppe kannst du das auch, möglicherweise hilft dir das ja?

Alles Gute!
LG
Elisabeth

Hey, danke für deine Antwort. Ja selbsthilfegruppen sind ansich gut, aber ich hatte die erfahrung gemacht das oft auch beeinträchtige menschen mich runtergezogen haben. Ich meine entstehen ja auch freundschaften und ich brauche eigentlich gesunde leute die mich stärken können und nicht schwache die mit mir hinfallen.

und was die medikamente angeht, ja ich nehme welche und ja die dosis könnte ich vielleicht mal ansprechen und da erhöhen.

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8. August um 23:30

Liebe Lale,
erschüttert las ich deine Geschichte und die Beschreibung Deiner Sorgen.

Du bist gerade in einer schlimmen Phase der völligen Ausgebranntheit.
Keineswegs bist Du allein mit Deiner Problematik.

Manche Menschen kennen diese schreckliche Erschöpfung:
Die kleinsten Sorgenhügel werden zu unüberwindbaren Gebirgen. man hat kaum noch Kraft.
Die winzigste Kritik macht fertig.
Merkbefreite Kommentare (wie Du von Deiner Vermieterin berichtest) rauben die restliche Energie. Alles macht Angst oder nervt.
Du machst gerade viel durch, vor allem einen bevorstehenden Verlust.

Mein Rat ist folgender:
Nimm deine restliche Kraft zusammen, um alle Dinge zu regeln. Sei für den geliebten Menschen da, bis er geht. Du schaffst das!

Hiernach suchst Du Dir in Deiner Umgebung eine Klinik, die in Tiefenpsychologie was drauf hat. Du brauchst dringend eine Auszeit und Hilfe für Deine Seele.

Keineswegs werde ich meinen Vorrednern widersprechen, was einfache Therapien oder Medikation betrifft.
Doch meiner Meinung nach brauchst Du mehr als deckelnde Medikamente oder Psychologen-Gespräche, die 1x pro Woche stattfinden.

Liebe Lale, Du bist augenscheinlich ein Mensch, der sehr mitfühlend ist.
Solche Menschen sind was ganz besonderes.
Du hast das Recht darauf, dass es Dir wieder besser geht. Fordere es ein!

Ich wünsche Dir ganz doll viel Kraft!! Du packst das!

Liebe Grüße













 

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