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Mein leben lange geschichte

8. Januar 2015 um 4:57

Hallo. Ich bin isabell. Und ich bin neu hier in diesem forum.
Ich wusste nicht so recht wohin mit diesem thema. Ich möchte mal mit jemanden über das alles reden, jemanden der völlig uneingenommen ist. Ich suche grad wohl auch etwas bestätigung die ich dringend brauche. Vielleicht gibs aber auch gar nichts zu bestätigen. Klar hat jeder seine guten seiten, also wohl auch ich, aber ich wünsche mir so viel bestätigung, weil ich einen schweren weg hinter mir habe und habe den ich mit ach und krach nur meister, aber den ich meister. Fühlt euch aber bitte bitte nicht verantwortlich oder gezwungen mir warme worte zu schreiben, weil ihr liebe menschen seit. Ihr könnt ruhig hart zu mir sein.
Ja, also erstmal vielleicht, ich bin 25.
Ich wei absulut nicht wo ich anfangen soll, weil viele details wichtig sind um meinen weg zu sehen. Ich weiß nicht , ob ich in der gegenwart oder vergangenheit anfangen soll. Ich denke mit der vergangenheit. Aber bitte seht, dass ich hier nur bruchstücke erzählen kann. Ich meine ich hoffe ja das das hier jemand liest, und wie viel soll er lesen? ich muss also vieles weglassen das mich auch irgendwie geprägt und verändert hat usw.

Mit siebzehn zog ich von zuhause aus. Wurde nicht großartig geschlagen und auch nicht missbraucht. Hatte nur keine eltern die in irgendeiner weise für mich da waren, mich emotional vernachlässigt haben.habe vier geschwister. Hielt es zuhause nicht mehr aus, entwickelte eine atypische magersucht. Das heißt alle kriterien für eine magersucht wurden erfüllt, bis auf mein gewicht das trotz starker gewichtsabnahme nur leicht untergewichtig war. Zuhause spitze es sich zu und ich bin mit siebzehn ausgezogen in eine pädagogische wohngruppe für kinder und jugendliche.damals nur die diagnose atypische anorexie, selbst wenn in meinem entlassungsbericht im alter von siebzehnjahren das ich zu jener gruppe gehöre die gefährdet ist psychisch krank zu werden.find ich traurig.aber egal. Dann mit neunzehn eigene wohnung, wohngruppe und eigene wohnung weit weg von meiner familie. In dieser zeit in meiner wohnung hatte ich eine ambulante betreuerin zu der ich eine sehr starke emotionale bindung hatte und ging zur waldorfschule. Ich hatte schon immer probleme in der schule, da auch, aber nur innerlich erstmal und ich ging dort gern hin. Nach einer nicht diagnostizierten bingeeatingstörung folgte in meiner eigenen wohnung mit neunzehn eine bulimie.das heißt es waren nicht nur fressattacken, es war auch das freiwillige erbrechen der nahrung. Manchmal wochenlang gar nicht und manchmal mehrmals täglich. Wenn ich mich zu dick fand ging ich nicht zur schule.ich merkte das es weitergehen muss. Hatte sowieso schon lange eine ernährungsberaterin die mir zu einem klinikaufenthalt riet. Erst wollte ich nicht. Schließlich stellte ich die anträge für eine psychosomatische fachklinik für essstörungen.magersucht und bulimie. Ich hatte nur die bulimie mittlerweile. Normalgewicht. Gute figur. Die fachleute dort diagnostizierten nach zwei wochen eine schwere bulimie und...naja, eine borderlinepersönlichkeitsstöru ng. Um ein gängiges vorurteil entgegenzuwirken, nein, ich habe mir nicht die arme oder sonst was aufgeschnitten, nichts in die richtung, nur die bulimie. Meine symptome waren damals innere leere, stimmungsschwankungen, aufbrausend impulsives verhalten, essstörungen, schwarz weiß denken, sowieso das leben irgendwie in extremen, idealisierung und entwertung von anderen, jemand war meist ganz oben oder ganz unten bei mir. Ja, mehr weiß ich grad nicht. Zuerst lehnte ich die diagnise ab, aber sehr schnell habe ich mich damit regelrecht angefreundet. Ich war ja so froh das das alles einen namen hat, in den büchern fand ich mich so wieder. Freunde hatte ich eigentlich nie. Ich wusdze gar nicht wie beziehungen funktionieren. Ich hatte bis dahin immer sehr intensive beziehungen zu einzelnen leuten.so hatte ich erst lange zeit meine ambulante therapeutin und meinen lehrer den ich damals sehr empor gehoben hab und als diese erstmal nicht mehr waren meine damalige betreuerin birgit. In der klinik war ich natürlich trotzdem angepasst und hatte kontakte zu anderen essgestörten, wobei ich immer das küken war und irgendwie mitläufer, also in dem sinne das ich mich einfach an einzelnen orientiert habe.
In der klinik gab es die klinikleiterin. Ich denke noch oft, sehr sehr oft heute an sie sie hat mich sehr bewegt. Ich konnte so viel von ihr lernen. Sie hat den fokuss eigentlich nur auf meine borderlinestörung gerichtet, aber sie war gut.meine andeten ambulanten therapeuten haben keine diagnosen gestellt und fanden sie nicht wichtig. Das war auch eine gewisse zeit lang gut so aber dann wo es hart auf hart kam war es schon gut sich mit einer borderlinestörung auszukennen, was meiner meinung nach wenige können. Es ist ein so komplexes störungsbild und komplex reicht nicht als wort um diese störung zu definieren. Ebenso reichen meiner meinung nach auch nicht die bloßen symptome oder kriterien, aber ich denke das verstehen selbst nur wenige ärzte.diese klinikleiterin hat es erfassen können. Jedenfalls hatte ich das gefühl. Ich glaube gerne daran das es so war, zugegeben.
Ich musste den klinikaufenthalt nach zwei monaten abbrechen, musste, aber es war mir auch ganz recht. Also zurück in meine eigene wohnung. Ich hatte eine schöne wohnung. Tja, meine lehrer haben in einer lehrerkonferenz entschieden, dass ich die schule wegen zu vielen fehlzeiten nicht mehr besuchen darf. Es war die elfte klasse auf der waldorfschule. Ich hatte nur einen hauptschulabschluss.das war hart, noch härter aber war das ich meine einzige bezugsperson, meine betreuerin verlor. Ich stürzte innerlich ab. Da stand ich also ganz alleine. Ich wollte ja immer, aber so nach und nach verlor ich immer mehr das vertrauen. Ich lebte sehr in meiner welt, war auch irgendwie schwierig wenn ich beziehungen aufbaute. Ich bekam dann eine neue betreuerin, das jugendamt half mir. Erst ging es einfach so weiter. Ich in meiner wohnung und meine betreuerin die ich zwei mal die woche sah. ich arbeitete nicht und ging auch nicht zur schule, hatte eigentlich nur die bulimie. so verbrachte ich monate damit zu hungern, zu essen und zu kotzen. Und mit sport. kriegte ansonsten die selbstverständlichkeiten hin, wurde aber, was mir damals nicht bewusst war und wo ich auch keine einsicht drin gezeigt hätte, immer ängstlicher. Nach einem jahr war ich wieder in der klinik für essstörungen. Es war wahnsinnig schwer für mich den weg dort hin zu schaffen, weil ich in fast nichts und niemanden vertrauen hatte. Aber da war dieses fast. Es gab da jemanden. Die klinikleiterin. Nur wegen ihr ging ich dort wieder hin, schaffte es.
Ich bin rausgeflogen. Zuoft nicht in der therapie gewesen. Diagnose: borderlinepersönlichkeitsstöru ng, bulimie, soziale phobie. Die ärzte sagten ich bin emotional sehr instabil, massives angsterleben.
Ich weiß nicht was da mit mir passiert ist. Nach diesen zwei monaten war alles anders. Ich war erstmal eine ganz normale hübsche junge frau. Achso, nee heute bin ich nicht mehr so hübsch, aber damals sehr. In meinem profil ist auch eine facebookverbindung da könnt ihr euch mich ansehen. Naja gewicht macht schon viel aus, ich wog damals 25kilo weniger, bin jetzt etwas pummelig, hab aber auch keine essstörung mehr.
Ja, das alles ist eigentlich nur die abgekürzte vorgeschichte. Mein leben geriet nämlich erst so richtig, viollkommen aus den fugen als ich mit 22 meine wohnung kündigte ohne eine neue zu haben weil ich in die großstadt wollte und nur da eine richtige perspektive sah, was ich heute aber in meiner damaligen situation genauso sehe. Ich wusste nicht wie schwer es ist in der großstadt eine wohnung zu finden. Ich habe dann überein betreutes wohnen nachgedacht. Erstmal jedoch musste ich wohin. ich hatte niemanden zu dem ich konnte. Das frauenhaus um ort gab mir ein zimmer. Hm. Das löste in mir eine krise aus, die ärzte sprachen von einer akuten belastungsreaktion auf grund der wohngslosigkeit. Ich konnte mich schließlich wieder aufraffen.erstmal. ein paar monate lebte ich in diesem frauenhaus. Ich war ängstlich und mir war das auf engsten raum mit so vielen kindern und frauen zu viel. In dieser zeit wurde ich sehr mager, wieder die esstörung, das einzige was ich hatte, das hielt mich aber über wasser, meine betreuerin hatte mich schon lange aufgegeben.das zerstörte ganz viel in mir. Ich kam mir aber auch eine zeit lang ungeheuerlich stark vor das alles auszuhalten. Ich litt auch nicht so sehr wegen meiner magersucht, sie machte mich stolz und stark.anders als die bulimie früher. Mich hielten gedanken an jene klinikleiterin über wasser und was mich gleichermaßen fertig machte wie über wasser hielt waren meine sehr massiven paranoiden gedanken.ich fühlte mich nie niemals allein, dachte überall werde ich beobachtet unter der dusche, auf dem fahrrad, beim essen. Die leute im frauenhaus waren für mich nicht vertrauenswürdig, ich hatte immer das gefühl ich bin in falsche kreise geraten.ich erlebte es nicht als geschützt. Ich hatte da ja auch gar nichts zusuchen. Ich habe nie was mit jungs zu tun gehabt. Ich konnte gar keine verbindung mehr zu anderen herstellen. Ich kümmerte mich damals sehr um mein aussehen, war viel zu dünn, aber mein gesicht war trotzdem total hübsch, meine haare glänzten, meine augen leuchteten, man mag es kaum glauben wenn man mich heute sieht. Ich bin nicht hässlich, und wenn ich stark geschminkt bin und schöne klamotten trage seh ich auch wieder gut aus, aber eher normal. Jedenfalls war mein äußeres so meine einzige verbindung nach außen.
Lange hielt ich es aus mutterseelenallein in diesem frauenhaus.bewerbungen für eine wohngruppe liefen aber weil mein damals zuständiges amt mit der kostenzusage länger brauchte als das einer anderen bewerberin bekam sie und nicht ich den olatz. Aber ein bischen schuld bin ich schon es hat viel zu lange gedauert bis ich die anträge überhsupt gestellt hab.ich habs nicht hingekriegt. Zuviel an angst und schlechten erfahrungen stand um weg..
Irgendwann in diesem haus brach alles zusammen. Ich gab so aus dem nichts heraus die essstörung einfach auf und aß wieder bis ich ein normales gewicht erreicht hatte. Das machte mich aber immer unsicherer und wurde immer unkontrollierter ich kam da gar nicht mit. Ich schloß mich lange viele wochen in meinem zimmer ein und kam nicht raus. ehrlich gesagt stell ich es noch ein bischen harmlos dar, weil ich mich so dafür schäme. Niemand weiß davon. Es ging in dieser zeit darum die kurve zu kriegen. Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich das wusste darum gekämpft habe und es einfach nicht geschafft habe. Ihr mögt euch jetzt fragen was es heißt das ich das nicht geschafft habe. Ich sitze doch hier, habe ein handy, facebook, das was ihr über mich wisst, und schreibe sicher erstmal nichr wie eine die vom weg abgekommen ist. Diese zeit ist auch vorbei selbst wenn die angst und die unsicherheit mir noch im nacken sitzt. Tja , damals hab ich einfach nichts gemacht, nicht klar denken können, nicht gelebt, nur dahingelebt. Die zeit wo alles so zusammenbrach das waren vielleicht drei monate.
Irgendwann war ich tot.ich nenne es tot.ich traue mich kaum es zu sagen. Es ist heftig.es ist eine dunkle vergangenheit. Irgendwann aber packte ich meine sachen und fuhr nach hamburg in die psychiatrie. Man nahm mich auf. Ich konnte nicht vetrauen, immer noch keine verbindung herstellen, entwickelte mich rein oberflächlich wieder gut, verschwand von der station zu meinem bruder, alle sagten wie hübsch ich aussähe. Essen tat ich so gut wie gar nichts mehr. Niemand ahnte wusste was mit mir in diesen monaten passiert war. In der klinuk wussten sie um meine wohnungslosigkeit, sahen es aber nicht in ihrem aufgabenbereich mich un eine wohngruppe zu vermitteln. Disgnostizierten eine psychose. Glaube auch das ich das mal hatte.
Ich reiste ab. Ich hatte einfach keinerlei vertrauen in die ärzte die mich wieder auf die straße setzen wollten dann kann ich auch gleich gehen.
Ich hatte eine alte freundin bei der ich wohnen konnte. Sie war aber nie da und ihrer mitbewohnerin war es nicht recht das da eine psychischkranke wohnt.das löste auch wieder ganz viel in mir aus.ich wurde wieder psychotisch. Wieder zurück in die klinik. Andere station. Sie halfen mir in eine wohngruppe. Ich habe mich da nicht wohl gefühlt. Irgendwann wieder klinik. Gleichzeitig anträge für eine andere wohngruppe gestellt. Da hab ich den platz bekommen. Ich 23. dann ging es langsam ganz langsam berauf. Es war ein wohnhaus für psychisch kranke mit einem sehr strukturierten tages und therapieprogramm. Es war groß. Ich hatte elf mitbewohner.es war sehr streng dort.ich machte alles mit. Musste mich ja an irgendwas halten. Ich wollte ja auf den rechten weg geführt werden. Konnte nicht vertrauen aber der rahmen schien mir angemessen die leute waren nicht wie in meiner vergangenheit schlecht für mich. Ich hatte keine essstörung mehr. Mein aussehen und gewicht war mir egal. Ich wurde ziemlich dick.
Langsam lernte ich immer mehr zu vertrauen. Im letzten jahr habe ich wieder zwanzig kilo abgenommen.sehe wieder normal aus. Pummelig aber nicht richtig dick. Ich bin immer aktiver geworden.habe normale dinge znternommen. Ging feiern mit meinen mitbewohnern,einkaufen, fahrrad fahren, spazieren, schloss freundschaften auch wenn nicht alle hielten. Entwickelte mehr die fähigkeit zum zuhören, mich un andere reinfühlen, ging in die bücherei laß telefonierte schrieb lange briefe und und und. Bin kein bischen ängstlich mehr im kontakt.bin sehr sehr offen und sozial.sehr hilfsbereit. Ich bin nicht wieder zu erkennen. Das sage nicht nur ich.bin fast eine ganz normale junge frau.
Ich bin jetzt umgezogen. In eine weniger betreute wg.nein das war nicht freiwillig. Es lief nicht alles gut. Aber es ist gut so. Ich versuche jetzt mir ein normales leben aufzubauen. Meine arbeit in der gastronimie als servicekraft beginnt in zwei wochen.seit drei minaten wohne ich hier.zweiter arbeitsmarkt. Bitte verurteilt das nichr. Es ist nur der einstieg.meine betreuer sagen ich bin eine traumklientin. Ich arbeite mit, nehme freiwillig angebote wahr , vertraue mich den betreuern an, habe viel empatie, bin zuverlässig, kümmer mich um alles alleine um die arbeit, bun kontaktfreudig und sehr offen. Ja das bin ich alles kann aber auch sehr hart meine meinung sagen.
Ich fühle mich manchmal noch abgeschnitten mit dieser vergangenheit. Ich komme mir schäbig vor was ich nicht durchsickern lasse. Ich lächel sehr sehr viel und lächel auch gern und echt, wie soll ich das erklären, obwohl ich genauso weinen, heueln muss.
Ich habe gute seelen getroffen. Ihre vertrautheit hilft mir. Das verständnus das der eine für den anderen hat weil jeder weis wir sind nicht umsonst krank geworden. Falls das jetzt irgendwie bilderbuch mäßig klingt , meine entwicklung, es ist nicht so. Das leben ist schön aber genauso grausam. Es ist noch immer nicht leicht, aber ich hör jetzt hier auf. Vielen vielen dank wenn das jemand gelesen hat und mir was dazu sagen kann. Es gibt mir vielleicht sogar noch mehr vertrauen. Den das brauche ich... immernoch.

Isabell

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8. Januar 2015 um 16:37

Hallo celine
Hey, danke für deine antwort. Ich wollte mich per pn bei dir melden, bekomm das aber mit meinem handy nicht hin, deswegen antworte ich direkt im forum.
Was meinst du zu all dem?

Liebe grüße isabell

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