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Mein Leben

1. Dezember 2019 um 17:33 Letzte Antwort: 3. Dezember 2019 um 12:07

Ich bin 37 Jahre alt und habe gerade zwei große Baustellen in meinem Leben, wo ich nicht weiterkomme. Das private und das berufliche Leben passen bei mir gerade beide nicht. Ich bin Single, habe keine Kinder und wünsche mir sehr einen Partner und Kinder. Seit April habe ich meine erste eigene Wohnung im Nachbarort meiner Eltern, bei denen ich bisher gelebt habe. Ich muss dazu sagen, ich habe bis auf 2-3 lockere Freundschaften keine Freunde. Bin also meisten alleine und unternehme daher viel mit meiner Mutter, sie ist meine beste Freundin mit der ich mich sehr gut verstehe und ergänze. Seit ich die Wohnung habe bin ich trotzdem viel bei meinen Eltern und immer im zwiespalt mit der Wohnung. Sie ist mir zu groß und liegt leider an einer Hauptstraße, mit dem Autolärm komme ich leider überhaupt nicht klar. Mir fällt es schwer mich von meinen Elltern,meinem Elternhaus, dem vertrauten zu lösen. Ich bin unter der Woche oft zuhause und auch die Wochenenden verbringe ich bei meinen Eltern. In meiner Wohnung überkommt mich immer die Einsamkeit und ich werde dann immer sehr traurig und hadere mit allem. In den letzten Wochen merke ich immer mehr, wie schlecht es mir in der aktuellen Situation geht. Auch bei der Arbeit geht es mir nicht gut. Ich fühle mich im Team nicht wohl und ausgeschlossen, gehe jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit und habe auch fast täglich Kopfschmerzen. Es geht mir psychisch gerade nicht gut, ich weine viel und bin mit allem überfordert. Ich habe zwar Hobbies, aber diese übe ich gerade mit wenig Freude aus. Auch unternehme ich immer weniger also sonst. Ich bin auf der Warteliste einer Therapeutin und habe mit ihr auch telefoniert. Sie meinte ich soll auf mein Gefühl hören und wenn es nicht anders geht zu meinen Eltern ziehen auch wenn es ein Rückschritt ist. Ich würde am liebsten zu meinen Eltern ziehen, aber mein Vater findet, ich solle es noch ein paar Wochen so lassen und mal "richtig" in meiner Wohnung leben und wohnen. Ich weiss nicht,was richtig ist. Ich komme mir gerade nicht Erwachsen vor, eher wie ein Kind, das von seinen Eltern beschützt werden möchte. Auch mein Beruf als Erzieherin füllt mich nicht aus aber ich weiss auch nicht, was ich sonst machen könnte. Was mit Tieren wäre schön, aber wohl eher unrealisisch aufgrund der Jobchancen. Immoment zweifle ich an meinem ganzen Leben und weiss nicht, wo anfangen und wie, damit ich endlich wieder glücklich sein kann. Ich habe Angst vor der Zukunft, und davor wenn meine Eltern mal alt sind und ich es immer noch nicht geschafft habe mein Leben in die Hand zu nehmen, Erwachsen zu werden. Habt ihr mir einen Rat? Danke.

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1. Dezember 2019 um 21:45

Hallo nicki82,

ich finde - du hast zu lange gewartet mit "ausziehen" von deinen Eltern, man macht es mit 20 oder 25.
Also, jetzt ist, wie es ist.
Ich würde jetzt auf deiner Stelle zu Eltern zurückziehen und versuchen deinen Angst (durch Therapie oder Meditation- das hilft übrigens mir) vor der Zukunft loszuwerden. Danach - Klarheit in deinem Kopf & Herz zu schaffen, um zu wissen - was willst du wirklich:  ich meine- welche andere Beruf, Familie oder nicht. Danach, wenn du es herausgefunden hast- auch machen. Also, Umschulung- deine Chancen abchecken, deine Eltern fragen, ob die dich finanz. unterstützen, Stelle suchen und es auch machen!; bei der Familienplanung- einfach den passenden Partner suchen, viele Leute treffen (egal ob durch Tinder oder andere Web-partnersuch-Seiten) und auch Abstriche machen, evt. ein Partner mit Kind etc. daten, denn du bist - nicht mehr jung!, also- nicht traurig sein und passiv, sondern - mit Ziel im Augen- machen!
Alles Gute,
Blaukorn21
 

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1. Dezember 2019 um 21:49

Liebe Nicky,

was du beschreibst ist irgendwie ganz typisch. Wahrscheinlich befindest du dich in einer Schleife und beist dir selber die ganze zeit in den eigenen Schwanz. Wenn du zum Beispiel unglücklich bei der Arbeit bist weil du keinen Anschluss zu deinen Kolleginnen findest liegt das ja nich an deinen Mitmenschen, sondern an dir selber. Du solltest aufhören dir selber Dinge einzureden und damit aufhören dich selber schlecht zu machen. Ich weiß das es schwer ist, aber du musst lernen dich selber zu motivieren neue dinge auszuprobieren und endlich mal anfangen zu leben. Versuch mal dich selber zu beeinflussen und mit Motivation schon morgens aufzustehen. Du brauchst zudem Ziele an denen du arbeiten kannst. Du könntest dir jeden Tag vornehmen mit mindestens 5 fremden Menschen zu reden oder sowas. Meiner Erfahrung nach liegt es meist an seinem eigenen mangelnden Selbstbewusstsein und der eigenen kleinen Grenzen die man sich selber setzt. Mach mal was verrücktes wie Marathon oder Fallschirm springen. Lg.

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2. Dezember 2019 um 1:21

Ich finde an aller erster Stelle steht jetzt für Dich: akzeptiere Deine aktuelle Situation. Sei lieb zu Dir und lass das Gefühl, dass es Dir im Moment einfach dreckig geht einfach mal raus und verurteile Dich deshalb nicht zusätzlich. Dass Du den "Absprung" aus der elterlichen Wohnung jetzt geschafft hast, ist einfach eine große Umstellung, lass Dir ein bißchen Zeit. Das war auf jeden Fall sehr wichtig für Dich, da bin ich ganz sicher. Und sie sind ja trotzdem für Dich erreichbar. Vergleich Dich mal nicht mit anderen - ja, die meisten ziehen wesentlich früher aus, aber was soll's, das ist eben so bei Dir. 
Du hast erkannt, dass einiges nicht gut läuft, dass es Dir schwer fällt auf eigenen Beinen zu stehen, richtig zu leben. Dann ist es eben jetzt mal so. Sei stolz, dass Du siehst, so geht es nicht weiter und Dir sogar schon Hilfe holst. Selbstvorwürfe machen es nur schlimmer. Verzweiflung hat selten zu etwas Gutem geführt.

Und Achtung, Du kannst nicht von heute auf morgen alles umkrempeln, ein völlig neuer Mensch werden, und das musst Du auch nicht. Das ist total unrealistisch und macht Dir zu viel Druck, und Du wirst Dich unterbewusst querstellen. Fang mit kleinen Schritten an, z. B. die Freundschaften versuchen auszubauen, indem Du die Initiative ergreifst. Vielleicht lädst Du sie zu einer kleinen Einweihungsfeier ein. Melde Dich z. B. in einer Online-Dating-App an, erstmal zum Reinschnuppern, und bestimmt macht es Dir dann sogar Spaß.

Mit dem Alter: setz Dich mal bitte nicht unter Druck. Willst Du jetzt wirklich auf Biegen und Brechen den nächst besten zeugungsfähigen Mann an Land ziehen? Oder willst Du lieber eine schöne Beziehung mit einem passenden, liebevollen Partner, mit dem Du Dir Zeit lässt Euch richtig kennenzulernen und Dein Leben ein bißchen zu ordnen? 
Das mit der biologischen Uhr ist leider so. Aber Du hast mit 37 immer noch etwas Zeit und kannst das auch mal mit Deiner Frauenärztin besprechen.
Aber mal eine provokante Frage: kam dieser Wunsch denn erst jetzt auf? Wenn es Dir so wichtig wäre, hättest Du Dich vielleicht schon früher darum gekümmert? Oder könnte es einfach Torschusspanik sein?

Du bist übrigens sehr wohl noch jung. Du bist eine junge Frau, die rechtzeitig merkt, dass sie jetzt mal anfangen will richtig zu leben, und das ist doch klasse, Du hast noch so viel vor Dir 😊

Ich glaube nicht, dass es gleich Fallschirmspringen oder eine andere Extremsportart sein muss 😉

Meditation kann ich Dir auch sehr empfehlen!

Wenn man anfängt, richtig zu leben, ist das nach meiner Erfahrung oft wie ein Dominoeffekt. Du machst eine kleine positive Erfahrung nach der anderen, und schon passiert wieder etwas Gutes, als ob einem das Schicksal unter die Arme greift. Dann ergeben sich zum Beispiel Job-Ideen, an die Du vielleicht noch gar nicht gedacht hast. Also immer mit der Ruhe, Schritt für Schritt in die richtige Richtung, dann läuft's bald wieder 😊

Wünsche Dir viel Kraft, Mut und alles Liebe! 💕

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3. Dezember 2019 um 7:18
In Antwort auf nicki82

Ich bin 37 Jahre alt und habe gerade zwei große Baustellen in meinem Leben, wo ich nicht weiterkomme. Das private und das berufliche Leben passen bei mir gerade beide nicht. Ich bin Single, habe keine Kinder und wünsche mir sehr einen Partner und Kinder. Seit April habe ich meine erste eigene Wohnung im Nachbarort meiner Eltern, bei denen ich bisher gelebt habe. Ich muss dazu sagen, ich habe bis auf 2-3 lockere Freundschaften keine Freunde. Bin also meisten alleine und unternehme daher viel mit meiner Mutter, sie ist meine beste Freundin mit der ich mich sehr gut verstehe und ergänze. Seit ich die Wohnung habe bin ich trotzdem viel bei meinen Eltern und immer im zwiespalt mit der Wohnung. Sie ist mir zu groß und liegt leider an einer Hauptstraße, mit dem Autolärm komme ich leider überhaupt nicht klar. Mir fällt es schwer mich von meinen Elltern,meinem Elternhaus, dem vertrauten zu lösen. Ich bin unter der Woche oft zuhause und auch die Wochenenden verbringe ich bei meinen Eltern. In meiner Wohnung überkommt mich immer die Einsamkeit und ich werde dann immer sehr traurig und hadere mit allem. In den letzten Wochen merke ich immer mehr, wie schlecht es mir in der aktuellen Situation geht. Auch bei der Arbeit geht es mir nicht gut. Ich fühle mich im Team nicht wohl und ausgeschlossen, gehe jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit und habe auch fast täglich Kopfschmerzen. Es geht mir psychisch gerade nicht gut, ich weine viel und bin mit allem überfordert. Ich habe zwar Hobbies, aber diese übe ich gerade mit wenig Freude aus. Auch unternehme ich immer weniger also sonst. Ich bin auf der Warteliste einer Therapeutin und habe mit ihr auch telefoniert. Sie meinte ich soll auf mein Gefühl hören und wenn es nicht anders geht zu meinen Eltern ziehen auch wenn es ein Rückschritt ist. Ich würde am liebsten zu meinen Eltern ziehen, aber mein Vater findet, ich solle es noch ein paar Wochen so lassen und mal "richtig" in meiner Wohnung leben und wohnen. Ich weiss nicht,was richtig ist. Ich komme mir gerade nicht Erwachsen vor, eher wie ein Kind, das von seinen Eltern beschützt werden möchte. Auch mein Beruf als Erzieherin füllt mich nicht aus aber ich weiss auch nicht, was ich sonst machen könnte. Was mit Tieren wäre schön, aber wohl eher unrealisisch aufgrund der Jobchancen. Immoment zweifle ich an meinem ganzen Leben und weiss nicht, wo anfangen und wie, damit ich endlich wieder glücklich sein kann. Ich habe Angst vor der Zukunft, und davor wenn meine Eltern mal alt sind und ich es immer noch nicht geschafft habe mein Leben in die Hand zu nehmen, Erwachsen zu werden. Habt ihr mir einen Rat? Danke.

Hallo Nicki,
du hast den ersten tollen Schritt geschafft in deinem Leben. Du bist selbständig geworden.

Nimm doch dieses Glück mal an. Ist doch herrlich, die erste eigene Wohnung. Du kannst bis Mittag nackig durch die Wohnung laufen. Du kannst dekorieren, wie sie dir gefällt. Du musst auf niemanden Rücksicht nehmen. 

Was hältst du von einem Haustier? Zwei Katzen vielleicht? Dann wärst du nicht alleine und kannst trotzdem die Tiere auch mal alleine lassen, weil sie pflegeleicht sind.

Und wenn du in deinem Beruf nicht glücklich bist, warum wechselst du dann nicht einfach. Es gibt x Kindergärten, die Personal brauchen.

Und noch was ganz wichtiges. Lass doch deine Eltern mal in Ruhe. Häng nicht die ganze Zeit bei ihnen rum. Sie haben auch mal eine Paarzeit ohne Kinder verdient. 

Du könntest sie ja Sonntags zum Essen einladen. 

Du könntest dich im Fitnessstudio anmelden oder zu einem VHS Kurs oder einem Verein beitreten.

So findest du auch keinen Partner. Ich habe auch eine Freundin, fast selbes Alter, die wohnt ebenfalls noch zu Hause. Die findet auch keinen Partner, ihr steht das schon an die Stirn geschrieben: "Ich wohne zu Hause, bin unzufrieden mit mir, mit meinen Job, mit meinen Leben! Wer will mich????"

Du musst dich selber mögen, dann kommt der Rest von ganz allein. 
 

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3. Dezember 2019 um 12:07
In Antwort auf nicki82

Ich bin 37 Jahre alt und habe gerade zwei große Baustellen in meinem Leben, wo ich nicht weiterkomme. Das private und das berufliche Leben passen bei mir gerade beide nicht. Ich bin Single, habe keine Kinder und wünsche mir sehr einen Partner und Kinder. Seit April habe ich meine erste eigene Wohnung im Nachbarort meiner Eltern, bei denen ich bisher gelebt habe. Ich muss dazu sagen, ich habe bis auf 2-3 lockere Freundschaften keine Freunde. Bin also meisten alleine und unternehme daher viel mit meiner Mutter, sie ist meine beste Freundin mit der ich mich sehr gut verstehe und ergänze. Seit ich die Wohnung habe bin ich trotzdem viel bei meinen Eltern und immer im zwiespalt mit der Wohnung. Sie ist mir zu groß und liegt leider an einer Hauptstraße, mit dem Autolärm komme ich leider überhaupt nicht klar. Mir fällt es schwer mich von meinen Elltern,meinem Elternhaus, dem vertrauten zu lösen. Ich bin unter der Woche oft zuhause und auch die Wochenenden verbringe ich bei meinen Eltern. In meiner Wohnung überkommt mich immer die Einsamkeit und ich werde dann immer sehr traurig und hadere mit allem. In den letzten Wochen merke ich immer mehr, wie schlecht es mir in der aktuellen Situation geht. Auch bei der Arbeit geht es mir nicht gut. Ich fühle mich im Team nicht wohl und ausgeschlossen, gehe jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit und habe auch fast täglich Kopfschmerzen. Es geht mir psychisch gerade nicht gut, ich weine viel und bin mit allem überfordert. Ich habe zwar Hobbies, aber diese übe ich gerade mit wenig Freude aus. Auch unternehme ich immer weniger also sonst. Ich bin auf der Warteliste einer Therapeutin und habe mit ihr auch telefoniert. Sie meinte ich soll auf mein Gefühl hören und wenn es nicht anders geht zu meinen Eltern ziehen auch wenn es ein Rückschritt ist. Ich würde am liebsten zu meinen Eltern ziehen, aber mein Vater findet, ich solle es noch ein paar Wochen so lassen und mal "richtig" in meiner Wohnung leben und wohnen. Ich weiss nicht,was richtig ist. Ich komme mir gerade nicht Erwachsen vor, eher wie ein Kind, das von seinen Eltern beschützt werden möchte. Auch mein Beruf als Erzieherin füllt mich nicht aus aber ich weiss auch nicht, was ich sonst machen könnte. Was mit Tieren wäre schön, aber wohl eher unrealisisch aufgrund der Jobchancen. Immoment zweifle ich an meinem ganzen Leben und weiss nicht, wo anfangen und wie, damit ich endlich wieder glücklich sein kann. Ich habe Angst vor der Zukunft, und davor wenn meine Eltern mal alt sind und ich es immer noch nicht geschafft habe mein Leben in die Hand zu nehmen, Erwachsen zu werden. Habt ihr mir einen Rat? Danke.

also wenn 82 dein geburtsjahr ist dann ... oh je ...

bitte bleib in deiner wohnung leben und mach die therapie bei deiner therapeutin. du musst wirklich erwachsen werden. such dir in ruhe einen neuen job. falls du keine abgeschlossene berufsausbildung hast, kannst du beim arbeitsamt eine umschulung beantragen. du könntest dann etwas mit tieren lernen  z.b. 

oder bring dich ehrenamtlich im tierschutz ein. du könntest im örtlichen tierheim arbeiten. putzarbeiten machen, mit den hunden spazieren gehen, katzen streicheln etc. das wird dir auch gut tun. halte dich bisschen in der natur auf, das gibt dir wieder aufschwung. 

aber versuche an dir zu arbeiten, kein kind mehr sein. irgendwann hast du keine eltern mehr oder deine eltern sind alt, dann brauchen sie dich. 

kopf hoch.

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