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Mein Freund nimmt mich nicht ernst

18. August 2006 um 0:34

Ich leide unter einer Art depressiven Verstimmung.
Seit Jahren/ Monaten/Wochen fuehle ich mich ausgelaugt,traurig,habe tagtaeglich Selbstmordgedanken (von denen mein Freund nicht weiss).
Ich weiss,es ist fuer andere nicht leicht, mit jemanden umzugehen,der Probleme dieser Art hat, vor allen Dingen,wenn aus Therapie momentan nicht in Frage kommt.

Mein Freund ist ein lieber Kerl,der ein gutes Herz hat.Er sagt mir immer wieder,wie wichtig es ihm ist,zu wissen,was in mir vorgeht.Da ich aber immer schon sehr verschlossen war und Dinge immer mit mir selber ausmachte,war ich waehrend des ersten Jahres unserer Beziehung voellig verschlossen,was ihn sehr frustriert hat. Nach und nach habe ich Vertrauen gefasst und mit ihm dareuber geredet, was in mir vorgeht oder wenn mich etwas in unserer Beziehung stoert.

Er ist eigentlich ganz lieb. Geht es aber darum, dass mich etwas an unserer Beziehung stoerte bzw indirekt an ihm),wurde das sofort nett,aber unumstoesslich zureuckgewiesen,so dass ich nach einiger Zeit angefangen habe,einfach den Mund zu halten,da ich lieber alleine fuer mich traurig bin als staendig gesagt zu bekommen,dass meine Gefuehle nur Unsinn sind.
Das wiederum bringt ihn auf die Palme.Aber ich habe ihm bisher nicht verstaendlich machen koennen,dass nur Reden nichts bringt, sondern auch Taten folgen muessen.Seine Grundidee,ueber alles zu reden zu wollen ist ja nicht schlecht,aber er denkt,dass es damit dann auch gut ist. Jedesmal,wenn ich sage,weshalb ich traurig bin,krieg ich ne Umarmung & ein liebevolles "Ach,das wird schon wieder,bin ja bei Dir" oder-wenn ich ueber unsere Beziehung rede-"Naja,das ist ja nur so,weil Du..." und so hab ich den schwarzen Peter.Und damit denkt mein Freund, die Sache ist gegessen.

Am Anfang der Beziehung hab ich den Fehler gemacht, ihm meine "Lebenphilosophie" mitzuteilen,naemlich, dass man einiges im Leben einfach akzeptieren muss,wenn man es nicht aendern kann.Dass ich damit aber nicht sowas meinte,hat er nicht gerafft.Nun benutzt er dieses Argument jetzt jedesmal,um moeglichst schnell aus einer unangenhmen Situation rauszukommen.

Auch stellt er seine Sachen ueber meine bzw laesst mich wissen,dass meine Gefuehle nichts wert sind.Beispiel:Ich habe letztes Semester meinen Stundenplan viel zu vollgeladenwar daher fast 4 Monate(!) dauergestresst (zusaetzlich zu meinen anderen Problemen),habe Tag und nach nur gelernt und HAusarbeiten geschrieben,die mir zum Teil sehr grossen Probleme bereitet haben,war psychisch und koeperlich mit der Welt fertig war,hab es aber trotzdem durchgehalten.
Kurz nach Ende meines Semesters hat er einen neuen Job als Informatiker, der Job ist sehr, sehr anspruchsvoll, zusaetzlich hat er noch ein paar prtivate Auftraege. Nach zwei Wochen war er so ausgelaugt, dass er mal ein WE nichts machte.Als ich dann zu ihm meinte,dass ich mich so 4 Monate lang gefuehlt hab&dass ich mir nicht einfach mal so ein WE frei nehmen konnte,ist er fast an die Decke gegangen, man koenne das gar nicht vergleichen,er stuende unter viel mehr Druck als ich jemals,weil es bei ihm der Job und bei mir das Studium waer.Im Prinzip hat er meine Gefuehle als nichtig abgestempelt,was mich sehr verletzt hat.

Auch scheint er sich bewusst zu sein,dass er eine gewisse Macht ueber mich hat, nicht im Sinne von koerperlich.Er bruellt er auch nie richtig.Aber in Situation,wo er evtl. zu recht sauer ist, dann nutzt er es aus, Recht zu haben und behandelt mich wie ein kleines Kind und macht mich nieder,z.b. habe ich vor kurzen fast unseren Parkettboden mit Spruehfarbe ruiniert,er war also zu recht sauer,er hat mich dermassen verbal fertig gemacht,waehrend ich heulend auf dem Fussboden rumrutschte,um die Farbe zu beseitigen.Das war mit Abstand eines der erniegrigsten Dinge in meinem Leben.

ok,lange Rede,kurzer Sinn:wie gehe ich damit um?Reden hat nicht wirklich viel gebracht, da es eh immer meine Schuld ist.Aber ich will nicht immer untergebuttert werden.

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20. August 2006 um 19:27

Mach was
hi also erstmal sind deine gefühle nicht minderwertig!sag mal ehrlich,glaubst du,dass die beziehung dir gut tut?schau wie er dich behandelt...das hast du nicht verdient!du hast eins meiner neuen mottos als deins angegeben,aktzeptiere...und das ist eine situation die du nicht akzeptieren musst.ich möchte mir nicht das recht rausnehmen und über eure beziehung urteilen,aber ist sie dir das wert?du bist eine eigenständige peersönlichkeit genauso wichtig wie er,mit bedürfnissen,genaoso wichtig wie seine...sag im das klipp und klar!und dann überleg ohne rücksicht was für dich das beste ist und ob er nicht eher ne putzfrau braucht!du bist für dein glück verantwortlich!und nimm dir zeit füpr ne therapie...viel mut und stärke lilly

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12. September 2006 um 14:59

Hi
Ich bin in der selben Situation wie du. Zwar leide ich nicht unter Depression, aber ich habe auch ein Freund, der "ein netter Kerl" ist, lieb und er versucht mich zu verstehen... Aber er versteht mich nicht. Ich bin oft traurig, weil ich meine Heimat vermisse und habe viel Stress an der Uni. Er nimmt mich nicht mehr ernst, er glaubt meine Gefühle seien "übertrieben", oft bekomme ich zu hören, dass ich "spinne". Ich weiß auch nicht wie ich mit allem umgehen soll. Er respektiert mich nicht, nimmt mich für selbstverständlich... es ist schrecklich. Aber lieb ist er immer, hat mich nie angeschrien oder so. Aber meine Gefühle stempelt er auch als nichtig ab. Kann Dir nicht helfen, da ich in der selben Situation bin wie du. Was soll man hier machen?

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27. Oktober 2008 um 13:09
In Antwort auf lilly547

Mach was
hi also erstmal sind deine gefühle nicht minderwertig!sag mal ehrlich,glaubst du,dass die beziehung dir gut tut?schau wie er dich behandelt...das hast du nicht verdient!du hast eins meiner neuen mottos als deins angegeben,aktzeptiere...und das ist eine situation die du nicht akzeptieren musst.ich möchte mir nicht das recht rausnehmen und über eure beziehung urteilen,aber ist sie dir das wert?du bist eine eigenständige peersönlichkeit genauso wichtig wie er,mit bedürfnissen,genaoso wichtig wie seine...sag im das klipp und klar!und dann überleg ohne rücksicht was für dich das beste ist und ob er nicht eher ne putzfrau braucht!du bist für dein glück verantwortlich!und nimm dir zeit füpr ne therapie...viel mut und stärke lilly

Etwas machen- nur wie???
hi,mir kommt das alles bekannt vor, mein fall ist jedoch weniger extrem, denke ich^^.ich habe eine fernbeziehung und es ist einfach so, dass letztlich meist er bestimmt, was geschieht.. in vielen dingen hab ichs leider nicht in der hand: ich kann zb leider nicht bestimmen, wann er kommt.. es kommt aber auch so ständig vor, dass er etwas machen möchte und dann auch tut-auch wenn ich das nicht gut finde (zb weil ich am we, wenn er kommt, möglichst viel zeit mit ihm verbringen möchte..).dann heißt es zwar immer "tut mir leid... aber es geht nicht anders.."weil ich dann meist nachgeben muss, macht mich das traurig und auch sauer auf mich selbst, weil ich mir das immer gefallen lasse...wenn ich ihm dann in einem intensiven gespräch klar mache, dass ich das so nicht mehr will, ist das für den moment gebongt, aber spätestens 2 wochen später kommt wieder irgendein mist...ich war schon so oft kurz davor zu sagen "geh und komm am besten nich wieder".. aber ich kanns einfach nich... ich weiß, das is bescheuert... aber ich hoffe eben noch, dass ich ihn endgültig "dazu bekomme", von vornerein auf meine bedürfnisse zu achten und nicht wie die axt im walde zu handeln..welche "einschlägige" aktion könnte dazu verhelfen ????gruß, saleo

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30. Oktober 2008 um 9:24

Welch
blöde Antwort zu sagen mach Schluß. Unmöglich was sich hier manche erlauben oder urteilen ohne die Menschen zu kennen.

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31. Oktober 2008 um 15:44

Ein paar Fragen
Hallo
na sicher scheints Du einiges durchzumachen und das ist bestimmt nicht leicht für Dich. Mann kann selbst nach deiner langen Darstellung der Tatsachen nicht einfach einen gescheiten Rat geben.

Ein paar Fragen hätte ich da schon, bin mir aber nicht sicher ob Du sie beantworten möchtest.

1. Woher weißt Du genau das Du Depression hast (nicht das Deine Symptome nicht dramatische wären, was sie sind, aber wie kommst Du auf Depression?

2. Zum anderen warum willst Du keine profesionelle therapeutische Hilfe?

3. Wie fühlt sich dein Freund in der Beziehug, warum meinst Du ist er bei Dir auch nach einem Jahr, obwohl Du findest, dass es nicht leicht mit Dir ist?

4. Zu der Situation mit dem WE frei nehmen. Warum hattest Du ihn den am dem Wochenende wo er sich frei nahm gesagt so hättest Du dich die letzten 4 Monate gefühlt? Was wolltest Du ihm damit sagen? Warum genau zu diesem Moment und nicht 1 Monat zuvor?

Wen Du einige dieser Fragen beantworten magst kann man sicher auch das ein oder andere mehr zu Deiner Situation sagen.

LG,
TM

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11. Mai 2011 um 7:51

Bei mir dasselbe
Theater!
Mein Freund behauptet sogar von sich selbst, dass er ja soooo lieb ist! -.- Im Grunde ist er das ja auch, aber immer an den falschen Stellen.
Morgens liest er seine Zeitung, statt mal ein Wort mit mir zu reden. Vorher, noch im Bett, starrt er missmutig an die Decke und kann nicht mal gescheit "Guten Morgen" sagen.
Er meinte, dass reden ihn morgens "stressen" würde. -.-

Mittags kommt er nach Hause und dann sollte idealerweise das Essen auf dem Tisch stehen, damit er um 10 vor 1 wieder loshetzen kann.

Abends kommt er nach Hause wann er will, mal um 17Uhr, mal um halb sieben, aber wehe man sagt was, dann heißt es: "Ich komme jeden Abend um die gleiche Zeit nach Hause!"

Ich verstehe dich sehr gut. Alles was man sagt, was einem wehtut, was einen wirklich stört, das sind Dinge über die man reden will und sogar soll, weil das traurige Schweigen sie stört. Aber das was man sagt, wollen sie eh nicht hören. Das stimmt dann ja alles gar nicht.
Veilleicht sollte man sich wirklich trennen, ich hab da schon oft drüber nachgedacht.
Aber letztendlich hab ichs nicht gemacht, weil ich mir eingeredet habe (!) dass es ja eigentlich doch ich bin, dass ich an allem Schuld habe und meine Beschwerden eh unberechtigt sind, weil ja dies und jenes für mich macht usw.
Letzten Endes muss man sowas wohl für sich entscheiden, wieviel man ertragen kann und will und was einem gut tut und was nicht.
Meine Lehrerin sagte einmal zu mir: "Umgeben Sien sich nur mit Menschen, die Ihnen gut tun."
Ich glaube, sie hatte absolut Recht damit.

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