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Mein Freund hat Depressionen! Was tun?

26. Oktober 2005 um 19:10

Hallo ihr lieben!

Ich habe mich in einen tollen Mann verliebt und (beide um die 40)seit einigen Wochen ein Paar.

Anstatt glücklich zu sein und auf Wolke 7 zu sein, klagt mein Schatz über Kreislaufprobleme, heftige Gelenk- und Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit und Tablettenabhängigkeit. Er sieht eine Depression auf sich zukommen und meint, er sei Suizidgefährdet.

Ich weiß, dass er früher starke seelische Probleme hatte, die er teilweise auch mit Alkohol und Drogen gelöst hat.

Leider läßt er sich nicht behandeln. Er meint, eine Therapie hilft ihm im Moment nicht und Spritzen und Infusionen läßt er nicht zu.

Äußere Gründe (außer Stress) für seine Probleme finde ich nicht.

Er leidet sehr und darunter leide ich!

Was kann ich für ihn tun? Wie kann ich genug Geduld für ihn haben? Soll ich für ihn dasein und ihn trösten? Aufmuntern? Wie?

Oder ist das seine Masche und zieht er mich nur runter?

Bitte helft mir!

Danke!!!!!
Anonyma

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29. Oktober 2005 um 2:46

Also
Depressionen sind eine Krankheit. Streß wird nicht die Ursache dafür sein. Meistens liegt sowas in der Kindheit begründet. Sie brechen einfach aus auch ohne daß es einen direkten Zusammenhang gibt zu einem momentanen Erlebnis. Du solltest das sehr ernst nehmen,was dir dein Freund gesagt hat,auch die Suizidgefährdung. Er zieht dich nicht nur runter. Ein Mensch der Depressionen hat,hat ein total anderes Gefühlsempfinden,als ein normaler Mensch. Alles negative tritt verstärkt auf und positive Dinge gibt es nicht. So ein Mensch leidet mächtig unter diesen Depressionen. Dazu kommt eine absolute Perspektivlosigkeit und man hat auch keine Hoffnung,daß man irgendwann nochmal was positives erlebt. Darum wirst du es auch nicht schaffen ihn aufzuheitern. Er läßt sich nicht behandeln weil er in diesem Zustand denkt,daß ihm sowieso nicht zu helfen ist. Je länger so eine Depression anhält,um so größer wird die Suizidgefährdung. Er denkt,daß dieser Zustand nie aufhört. Trösten und aufmuntern bringt nichts. Versuche ihn davon zu überzeugen daß er sich behandeln läßt. Es gibt auch Tabletten gegen sowas. Wenn er das nicht will dann sei einfach nur für ihn da,aber dränge dich nicht auf. Wenn er Depressionen hat dann kann es sein,daß er oft einfach nichts zu sagen hat. Und wenn er was sagt,dann höre ihm einfach nur zu,egal was er sagt. Du darfst nichts machen was ihn noch mehr runter zieht. Wenn er also nur noch lustlos auf der Couch sitzt und nichts mehr macht,dann halte ihm das auf keinen Fall vor. Damit würdest du ihm nur zeigen wie unfähig er ist. Er fühlt sich so schon vollkommen unfähig und wenn du sowas zu ihm sagst kommt er sich noch überflüssiger vor. Sollte er über Suizid reden,dann mache nicht den Fehler,ihm zu sagen,daß er an sowas nicht denken soll. Er tut es trotzdem aber spricht es dann nicht mehr aus. Das macht es dann noch gefährlicher. Wenn er mal sagt,daß sein Leben keinen Sinn hat oder daß alles sinnlos ist,dann kann das ein Anzeichen dafür sein,daß er an sowas denkt. Diese körperlichen Symptome und die Appetitlosigkeit sind typisch für Depressionen.

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30. Oktober 2005 um 13:11

Freundschaft
Hallo anonym,

du stellst da sehr viele schwierige Fragen. Ich möchte dazu gern ein paar Gedanken loswerden.

Ich bin zunächst sehr erstaunt das Du sagst Du hast einen tollen Mann kennen gelernt und berichtest auf der anderen Seite von einer Erkrankung.

Ich kann mich schwer auf deinen Partner beziehen da ich stets von dem ausgehe der sich mit ein Problem an jemanden wendet.
Folgende Fragen gehen mir durch den Kopf:

Was war es das Du dich verliebt hast?

Das Problem scheint ja nicht verdeckt zu sein, mir kommt der Gedanke von helfen wollen.
Das kann man tun, die Gefahr besteht nur, und die beschreibst Du auch, das man mit runter gezogen wird. Somit verlagert sich das Problem des einen auch in den anderen, und das ist zunächst hinderlich in der Entwicklung.

Du schreibst weiter das er meint eine Therapie kann ihm nicht helfen, wie kommst du auf die Idee dann könntest Du ihm helfen?
Es gibt tatsächlich Phasen in denen man aufhört zu therapieren weil gelerntes zunächst umgesetzt werden muss, Pausen sind also oft wichtig. Wenn der Klient dann noch selbst sagt es hat momentan keinen Sinn, hat es das tatsächlich nicht, denn er ist dafür nicht offen, es kann also nichts ankommen.

Was kannst Du nun tun?
Ich denke wichtig ist, werde dir klar wo jeder von Euch steht. Mach dich frei von angst und übernehme nicht seine Probleme, abgrenzen ist da sehr wichtig, sonst verschwimmen die Probleme und das ist nicht hilfreich. Ich denke ein Fehler ist auch den anderen alles zu gewähren, jeder Mensch braucht Grenzen, das darf natürlich nicht in Anklagen geäßert werden, sondern lediglich in den eigenen Erwartungen am Leben.
Gib ihm Zeit für seine Tiefs aber bedaure ihn nicht, das ist nicht hilfreich. Versuche ihm zu helfen andere Wege zu finden damit umzugehen, wenn Du ihm helfen willst, gehe aber nicht über deine eigene Kraft, es darf sich nicht auf dich übertragen und du kannst nur geben was Du hast.

Wenn wir auf Menschen treffen hat es immer eine Bedeutung, werde dir klar warum ihr Euch begegnet seit.
Ich denke das wichtigste ist, das Du KLarheit in die Situation bringst.

Das waren lediglich meine Gedanken dazu, sehe es nicht als allgemein gültig, um zu helfen müsste man weitaus mehr wissen, ich habe lediglich auf deinen Text reagiert.
Ich wünsche dir Kraft in dieser Zeit

Silvia

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1. November 2005 um 7:32
In Antwort auf svinie

Also
Depressionen sind eine Krankheit. Streß wird nicht die Ursache dafür sein. Meistens liegt sowas in der Kindheit begründet. Sie brechen einfach aus auch ohne daß es einen direkten Zusammenhang gibt zu einem momentanen Erlebnis. Du solltest das sehr ernst nehmen,was dir dein Freund gesagt hat,auch die Suizidgefährdung. Er zieht dich nicht nur runter. Ein Mensch der Depressionen hat,hat ein total anderes Gefühlsempfinden,als ein normaler Mensch. Alles negative tritt verstärkt auf und positive Dinge gibt es nicht. So ein Mensch leidet mächtig unter diesen Depressionen. Dazu kommt eine absolute Perspektivlosigkeit und man hat auch keine Hoffnung,daß man irgendwann nochmal was positives erlebt. Darum wirst du es auch nicht schaffen ihn aufzuheitern. Er läßt sich nicht behandeln weil er in diesem Zustand denkt,daß ihm sowieso nicht zu helfen ist. Je länger so eine Depression anhält,um so größer wird die Suizidgefährdung. Er denkt,daß dieser Zustand nie aufhört. Trösten und aufmuntern bringt nichts. Versuche ihn davon zu überzeugen daß er sich behandeln läßt. Es gibt auch Tabletten gegen sowas. Wenn er das nicht will dann sei einfach nur für ihn da,aber dränge dich nicht auf. Wenn er Depressionen hat dann kann es sein,daß er oft einfach nichts zu sagen hat. Und wenn er was sagt,dann höre ihm einfach nur zu,egal was er sagt. Du darfst nichts machen was ihn noch mehr runter zieht. Wenn er also nur noch lustlos auf der Couch sitzt und nichts mehr macht,dann halte ihm das auf keinen Fall vor. Damit würdest du ihm nur zeigen wie unfähig er ist. Er fühlt sich so schon vollkommen unfähig und wenn du sowas zu ihm sagst kommt er sich noch überflüssiger vor. Sollte er über Suizid reden,dann mache nicht den Fehler,ihm zu sagen,daß er an sowas nicht denken soll. Er tut es trotzdem aber spricht es dann nicht mehr aus. Das macht es dann noch gefährlicher. Wenn er mal sagt,daß sein Leben keinen Sinn hat oder daß alles sinnlos ist,dann kann das ein Anzeichen dafür sein,daß er an sowas denkt. Diese körperlichen Symptome und die Appetitlosigkeit sind typisch für Depressionen.

Hallo...
...ihr Zwei!

Ich danke euch für eure Mühe!

Das hilft mir sehr weiter!

Liebe Grüße

Anonyma

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11. Mai 2013 um 21:54

Bin in selbiger Situation!
Obwohl der obige Post schon 8 Jahre her ist, würde mich mal interessieren, was draus geworden ist?
Bin auch in der selben Situation.

Hab ihn auch im Internet kennengelernt. Bin seit 3 Monaten mit ihm zusammen.
Habe ihn jedoch in einer nicht depressiven Phase kennengelernt, die sehr schön war. Wir haben uns beide gleichermaßen verliebt.
Den letzten Schub bekam er vor einem Monat.
Er muss Antidepressiva nehmen, die ihn lähmen. Wir haben keinen Sex, weil er aufgrund des Medikaments kein Verlangen hat.
Das ist nicht das Schlimmste für mich.
Das Schlimmste für mich ist, dass ich ihm fast NICHT HELFEN kann. Ich kann nur für ihn da sein. Aber dennoch wird es seine Krankheit nicht lindern. Liebe kann viel heilen, aber leider keine Depressionen.

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12. Mai 2013 um 0:42
In Antwort auf quantenengel

Bin in selbiger Situation!
Obwohl der obige Post schon 8 Jahre her ist, würde mich mal interessieren, was draus geworden ist?
Bin auch in der selben Situation.

Hab ihn auch im Internet kennengelernt. Bin seit 3 Monaten mit ihm zusammen.
Habe ihn jedoch in einer nicht depressiven Phase kennengelernt, die sehr schön war. Wir haben uns beide gleichermaßen verliebt.
Den letzten Schub bekam er vor einem Monat.
Er muss Antidepressiva nehmen, die ihn lähmen. Wir haben keinen Sex, weil er aufgrund des Medikaments kein Verlangen hat.
Das ist nicht das Schlimmste für mich.
Das Schlimmste für mich ist, dass ich ihm fast NICHT HELFEN kann. Ich kann nur für ihn da sein. Aber dennoch wird es seine Krankheit nicht lindern. Liebe kann viel heilen, aber leider keine Depressionen.

Liebe kann ganz sicher keine Depressionen heilen
und ja, Du kannst fast nichts tun.

Die Medis haben noch andere Nebenwirkungen - naja, eigentlich ist es die Wirkung: die meisten bügeln *alle* Gefühle - was mehr oder minder witzig ist. Wenn sie ihm helfen, achtet auf den Zeitraum, ansonsten vielleicht in eine andere Antidepressiva wechseln (einige gehen auf Serotonin, einige auf Dopamin, einige trizyklische sind noch im Rennen usw. - kommt auch darauf an, wo bei ihm da der Schwerpunkt der Depression liegt). Nach dem was Du beschreibst, könnte er im Moment etwas haben, was den Serotonin-Haushalt reguliert, ... naja, ich lehne mich nicht weiter aus dem Fenster, ich bin kein Arzt

Lass ihn das Tempo und den Weg bestimmen, frage ihn, wie Du ihm helfen kannst und womit Du ihn vielleicht ungewollt belastest. Seine Sicht auf die Welt ist im Moment unglaublich verzerrt, er sieht alles anders als Du - und als er selbst vor einiger Zeit. Was ihm früher gut tat, kann jetzt eine andere Wirkung haben - und es ist die Frage, ob er das sagt - hängt wohl auch davon ab, wie oft er da schon durch ist.

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14. Mai 2013 um 10:40

-
In so einer Situation muss man hart bleiben. Ich würde ihm ein Ulitimatum stellen. Entweder lässt du dich behandeln oder mach ich Schluss..

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29. September 2014 um 15:08

Valium gegen Depression ist toll.
Ich glaube dass die beste Losung gegen Depression Diazepam Valium ist.
Die Tabletten wirken ohne Probleme , sie geben sehr wenige Nebenwirkungen. Ich fuhle mich super wenn ich Diazepam einnehme.
Das Mittel konnte mir wirklich helfen und das freut mich. Ich kaufe Valium nur Online weil es günstiger ist. Bei www.weightlossmeds.biz gibt es kein Problem .

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29. September 2014 um 17:39

Dasein
es ist sicher nicht einfach mit jemandem zu sein der unter depression leidet aber wenn man sich liebt kann man zusammen alles überstehen..sei einfach für ihn da..

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