Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Mein Freund hat Depressionen bitte um Rat

Letzte Nachricht: 12. Mai um 7:43
07.05.21 um 13:45

Hallo liebe Mitglieder. Ich bin eine Stille mitleserin und wende mich nun mit meinen eigenen Problem an Euch.

Ich bin seit 09.01 diesen Jahres in einer Beziehung mit meinen Freund, diese Beziehung ist ehrlich und einfach nur toll.

Zudem Problem

Mein Freund 30 Jahre alt, hat Phasen weiße Depressionen, mal geht es ihm gut und dann taucht er unter.

Vorletzten Sonntag war noch alles oki und ab Sonntag Abend hörte ich nichts mehr von ihm, ich voller Sorge mehrmals geschrieben, keine Antwort. Ich war Tagelang am weinen ,habe kaum geschlafen. Ich habe am Mittwoch (letzten) gesehen, dass er auf Facebook online war. Ich habe ihm geschrieben und versucht anzurufen ohne Erfolg. Am letzten Freitag nach dem ich mehrmals geschrieben habe, hat er dann geantwortet, dass er psychisch und Körperliche Schmerzen hat und zur Zeit mit niemandem Reden mag. Er sagte, er wünschte er wäre anders, damit ich wegen ihn nicht leiden müsste. 😓 Ich hatte einen Tag vorher mit seinen besten Freund gesprochen, der mir das mit dem Depressionen bestätigt hat und sagte, nicht mal er oder seine Eltern kommen an ihn ran. Ich hatte dann noch Zwei Nachrichten bekommen, wo er gesagt hat, dass ihm die Arbeit (aushilfe) gut tun würde und auch ablenken würde. Und das er sich entschlossen hat, eine ambulante Therapie zu machen. Er wollte dieses oder nächstes Wochenende je nach Arbeit zu mir kommen, aber irgendwie kann ich ihn nicht mehr richtig glauben. Da ich gerade zur Zeit gar keine Antworten mehr bekomme, aber vielleicht schreibe ich auch zu viel. Zwei Nachrichten pro Tag. Es ist kein ran kommen an ihn. Ich habe Phasen, von Traurigkeit,  Wut und Hilflosigkeit in mir und weine sehr viel. Ich möchte mich noch nicht trennen, weil ich ein Gespräch brauche um eventuell eine Lösung für uns zu finden. Auch die Familie sagt, abwarten, weil sie meinen Freund sehr schätzen und mögen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie seit ihr damit umgegangen? Was kann,bzw soll ich tun.?Ich komme sehr schwer mit der Ignoranz klar. Ich bin so unsicher in allem, dass ich schaue, hat er sein Beziehungsstatus geändert, ist er noch in der Famiilien-Gruppe drin und Ja er ist es noch. Ich klammere mich an seiner Aussage fest, dass er dieses oder nächstes Wochenende her kommen will. Das noch alle seine Sachen bei mir sind, wie Schuhe, hygeneartikel und Klamotten. Ist das alles so richtig?

Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen. LG

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07.05.21 um 14:16

jamand mit einer psychischen Krankheit braucht Menschen in einer Umgebung, die damit klar kommen. Und das heißt vor allem anderen: die nicht persönlich nehmen, was nicht persönlich ist.

Stelle es Dir doch als körperlich Erkrankung vor. Wenn er wegen eines körperlichen Problems zu erschöpft wäre und sich zurück zieht, würdest Du dann auch davon ausgehen, dass das mit DIR zu tun hat und er nur DICH nicht sehen will? Wenn ja: Du solltest Dir auch Hilfe bei einem Therapeuten suchen.

Rückzugsphasen sind bei allen psychischen Erkrankungen normal und gehören dazu. Das hat mit Dir nicht das geringste zu tun. Wenn Du damit nicht umgehen kannst (und / oder willst), ist er der falsche Partner für Dich, eine Trennung wäre für Euch beide besser.
Vor allem: mach Dir bitte keine Illusionen. Auch wenn er eine Therapie beginnt, vergehen Monate bis zur Heilung. Oder Jahre. Schlimmstenfalls Jahrzehnte.

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07.05.21 um 14:55

hallo Nordstern,

Menschen, die zu Depressionen neigen, sind oft sehr angenehme und besondere Menschen. Teil des Problems ist, dass sie neigen, die Ursachen für Schwierigkeiten bei sich selbst zu suchen, nicht andere dafür verantwortlich zu machen. Das ist nach außen hin sehr angenehm, aber manchmal überfordern sie sich selbst damit und haben dann auch zu wenig Grenzen. Sie haben einen starken Wunsch, ein guter Partner zu sein. Aber da ist oft auch viel Scham. Sie fühlen sich selbst schuld an ihrer Depression, haben wenig Hoffnung, dass das besser werden könnte, spüren, dass andere mit ihnen leiden und fühlen sich dann schlecht. Deshalb neigen sie oft zum Rückzug. Aber das ist gefährlich. Denn im Rückzug wird die Krankheit schlimmer. Ein anderes Problem ist, dass sie zu verschämt und zu hoffnungslos sind, sich Hilfe zu suchen.

Eine Depression ist eine behandelbare Erkrankung. Es gibt effektive Psychotherapie, oft ist auch eine medikamentöse Therapie zumindest am Anfang sehr hilfreich, um aus dem Teufelskreis grüblerischer Gedanken rauszukommen. .

Zeichen der Wertschätzung, aber auch die Ermutigung, sich Hilfe zu suchen, können solchen Menschen helfen. Aber Du darfst auch nicht die Verantwortung für ihre Heilung vor lauter Nächstenliebe auf Dich nehmen. Sonst überforderst Du Dich, und er fühlt sich unter Druck weil er Dir zuliebe gesund werden möchte/muss. Er muss sich selbst um Hilfe kümmern, um eine Therapie. Dann kann es besser werden.

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11.05.21 um 13:20

Sind sogar wichtig, das Problem ist oft das hartnäckige Umfeld was immer wieder auf die Person einfällt.

Ein sensibler Empathische Mensch nimmt 3-4 mal mehr eindrücke auf als andere. 

Das will erstmal verarbeitet werden. 

Sieht er es geht allen schlecht zieht ihn das runter, also distanziert man sich. 

Weil als empath/sensibelchen affektiert man und wird auch schneller affektiert. 
Je nachdem wie bewusst der Umgang damit ist. 

Ich fange dann also auch noch an alle andren mit runter zu ziehen. 

Bin ich wieder gefestigt kann ich auch wieder raus. 

Die Sorge die bei euch entsteht nimmt er dann noch zusätzlich war  usw usw. 

Ein Menschlicher Teufelskreis entsteht.. 

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12.05.21 um 7:43
In Antwort auf

Sind sogar wichtig, das Problem ist oft das hartnäckige Umfeld was immer wieder auf die Person einfällt.

Ein sensibler Empathische Mensch nimmt 3-4 mal mehr eindrücke auf als andere. 

Das will erstmal verarbeitet werden. 

Sieht er es geht allen schlecht zieht ihn das runter, also distanziert man sich. 

Weil als empath/sensibelchen affektiert man und wird auch schneller affektiert. 
Je nachdem wie bewusst der Umgang damit ist. 

Ich fange dann also auch noch an alle andren mit runter zu ziehen. 

Bin ich wieder gefestigt kann ich auch wieder raus. 

Die Sorge die bei euch entsteht nimmt er dann noch zusätzlich war  usw usw. 

Ein Menschlicher Teufelskreis entsteht.. 

ja und gerade in dieser Hinsicht ist ein Mensch, der einen Rückzug immer persönlich nimmt, ein enormer Druck.

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