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Mein fester Freund versteht mich nicht

3. August 2007 um 8:36

Hallo an alle *lange geschichte* lol!

Ich bin nun schon 3 Jahre mit meinem Freund zusammen, nie haben wir uns wirklich
groß gestritten oder vorgehabt uns zu trennen.

Gestern ging es mir gar nicht gut, da meine Familiäre Situation mich zurzeit
richtig, richtig schafft..
Ich hatte einen Nervenzusammenbruch und bat meinem Freund am Telefon das er bitte schnell mit dem Auto zu mir kommt,
da ich gestern wirklich dazu bereit war mir etwas anzutun.
Das ist wirklich ein Ausnahmefall gewesen, dass ich ihn so um hilfe gebeten habe..

Als ich mich vom heulkrampf beruhigt hatte, sagte er plötzlich ganz trocken und salopp:
" Ist ja eh fast jede paar Wochen das selbe mit dir "
ich dachte wirklich dass ich nicht richtig gehört habe..und war ins geheim etwas (?) geschockt..
Einige Zeit danach, am gleichen Tag, hatte er anscheinend die tolle Idee mir Dinge an den Kopf zu werfen die ihn an mir stören.
Er sagte ich sei wiedersprüchlich in den sachen die ich mir vornehme/ die ich sage (meine diät läuft z.B. nicht so wie er es sich wünschen würde) und dass er
mich nicht verstehen könne, dass ich meinen Inneren Schweinehund nicht überwinden kann.
Das ich bei manchen Frauen (Fernsehn/Zeitschrift) sage, dass ich sie nicht hübsch finde und das noch laut ausspreche obwohl er findet, dass sie nicht
enstellt sind und er nicht wüßte was ich habe.

Ich weiß selbst, dass ich Probleme habe und gebe diese auch zu aber im moment
muss ich mich andauernd vor ihm rechtfertigen, wieso ich dies nicht so mache
und warum ich das nicht anders machen könnte.
Was er anscheinend nicht logisch für sich verarbeiten kann, sieht er sofort als
Fehler an mir an..
Andauernd entschuldige ich mich auch noch für meine Fehler..

Ich hab mich gestern gefühlt als würde ich schon am Boden liegen und jemand
wirft noch Tonnenweise Steine nach mir

Ich weiß nicht wie ich darüber denken soll...

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3. August 2007 um 18:13

Hallo
Ich sehe das ein wenig anders. Ich denke, dass dein Hauptproblem in deiner familiären Situation zu suchen ist. Dies ist der Auslöser und du hast bei deinem Freund einen Anker und Schutz gesucht. Das kann ich gut verstehen!

Es stimmt allerdings, dass er sich damit überfordert fühlen muss und deine familiäre Situation wohl nicht erst seit gestern so ist. Er hat das offensichtlich schon länger beobachtet und mehr mitbekommen, als du gedacht hast. Nun hast du dir aber auch offensichtlich einen Freund gesucht, der "wie deine Familie" ist. Ich denke, dort wird es ähnlich sein: Sie nehmen dich nicht so, wie du bist. Ob du nun wirklich unter Gewichtsproblemen leidest oder ob dein Freund nur besondere Vorstellungen von Dünnsein hat, die quasi nicht zu erfüllen sind, das kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass du zwischen zwei Polen ständig hin und herschwankst und damit etwas versuchst zu kompensieren. Du schwankst zwischen deiner eigenen Identität und der Identität, die dir andere (Familie, Freund) "aufdrücken" wollen. Du möchtest es allen Recht machen und das funktioniert halt nicht. Diese Gradwanderung ist für dich absolut ungesund, weil es dich ja im Grund gar nicht mehr gibt. Suizid ist kein praktikabler Ausweg und du solltest wahrhaftig schnell etwas unternehmen. Das kannst du auch schaffen, du hast ja auch hier geschrieben.

Suche dir Hilfe bei einem Therapeuten, vielleicht einen systemischen Familientherapeuten, der mit dir zusammen diese Dinge aufklärt und anschaut. Gehe zu deinem Hausarzt und sprich den darauf an.

Viel Kraft und du kannst das, davon bin ich absolut überzeugt!

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3. August 2007 um 19:20

Danke
Ich danke euch wirklich für eure Antworten, ich denke ihr beide habt recht.
Das was Salbeitee geschrieben hat, dass ich versuche es allen recht zu machen,
stimmt zu 100%.

selbst mir ist es vorher nicht so aufgefallen, dass es doch so stark auschlaggebend ist, wie ICH mich fühle/gebe.
Professionelle Hilfe suche ich schon seid dem Ausbruch gestern.

Ich habe selbst bei einem Seelsorger angerufen ( das erste mal ) und habe ihm
meine Probleme geschildert. Er hatte mir dann eine Adresse gegeben an die ich mich
gewendet habe.
Ich denke, dass ich mir wirklich helfen lassen MUSS,
ich will meinen Freund nicht verlieren, denn er ist wirklich sowas wie meine
zweite Familie.

herzlichen Dank nochmal, ihr habt mir sehr weitergeholfen

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