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Mein erster Versuch....*T*

20. Januar 2012 um 20:03

Hallo


Ich versuche jetzt darüber zu schreiben, was 13 Jahre zurück liegt.
Es fällt mir wahnsinnig schwer, aber es zerfrisst mich. Es zerreist mich von innen nach aussen. Ich kneife mich, wenn die Gedanken daran zu stark werden. Jede Faser meines Körpers ist grade angespannt. Ich muss Pausen beim Schreiben machen um tief durch zu atmen.

Meine Mutter ihr damaliger Freund...er hat des öfteren nachts auf mich aufgepasst, als meine Mutter arbeiten war. Eines nachts.....Ich mach mir so Vorwürfe, weil es nicht der "typische" Missbrauch ist.. ich hätte mich wehren müssen...er hat gesagt, es ist normal, das machen alle Mädchen in meinem Alter und ich habe es zugelassen...wie konnte ich nur? ...Wir saßen auf der Couch und haben einen Disney-Film geguckt, er fing an mir zu sagen, das ich mich ausziehen soll...nur unten rum... Und während ich das zögerlich tat, hat er mir immer zugeredet, das es alle machen und zum groß werden dazu gehört. Die Bilder sind alle sehr verschwommen und ich kann mich nur an Bruchstücke erinnern. Er kniete sich vor mich und ich lag auf dem Sofa und sollte die Beine breit machen. Ich habe es gemacht,ich kann es bis heute nicht verstehen warum!!! dann fummelte er mit seinen Händen und seinem Mund da unten an mir rum. Normalerweise hätte ich mich wehren sollen, warum habe ich es nicht. Es ist nicht normal, das hätte ich doch wissen müssen. Ich kann mich nur an das eine mal erinnern....Es gibt aber auch nur insgesamt 3 Dinge an die ich mich bis zum 12 Lebensjahr erinnern kann und den Rest weiß ich nur von Erzählungen meiner Familie, wie schlecht mich meine Mutter behandelt hat. NAch diesem Vorfall bin ich paar Tage später zu den Nachbarn und habe denen gesagt, das er da dran war...Ich kam ins Heim, meine Mutter glaubte mir nie!
Im November letzten Jahren habe ich nochmal mit ihr gesprochen und ihr gesagt, das es stimmt und sie mir glauben soll. Es kam nichts von ihr, keine Entschuldigung und keine Umarmung oder ähnliches. Seitdem ist der Kontakt weg. Was vielleicht auch nicht so schlimm ist, denn vorher hatte ich im April letzten Jahren schonmal den Kontak abgebrochen und bin nur im November zu ihr hin um mit ihr darüber zu reden.

Nachdem ich damals ins Heim bin habe ich nicht mehr drüber gesprochen. Und so intim wie hier geschrieben habe ich auch noch nie, es fiel mir grade auch sehr schwer und ich weine dabei.
Ich habe mich endlich dazu durch gerungen mich an einer Therapie anzumelden, sie geht im April los.
Ich hoffe sie hilft mir. Denn seit ich mich diesem Problem angefangen habe zu stellen und nach meiner Kindheit forsche kommt es immer mehr zu Problemen in meiner Ehe, ich will weniger Sex, ekel mich momentan extrem vor Körpernähe, habe diese Scham und Ekelgefühl vor mir selber, als wäre es eben passiert, es ist wie damals, nur intensiver....Ich würde mich meinem gerne öffnen, er hat schon den Verdacht, ich hätte einen anderen. Ich weiß nur nicht wie ich es ihm sagen soll....

Ich finde es gut, das es hier so ein Forum gibt. Es geht mir auch grade bisschen besser, es war wie ein kleines VEntil. Ich musste es auch raus lassen, mein Mann will nach der Arbeit nachher noch mit mir essen und ich muss mich bis dahin noch in den Griff bekommen....

Lg Vaspo

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20. Januar 2012 um 21:14

Danke
Danke für deine Antwort. Mein Mann weiß das ein Missbrauch in der Vergangenheit vorliegt. Er weiß auch das ich eine Therapie machen will. Die Therapie ist eine Verhaltenstherapie, ich weiß aber nicht ob dies das richtige dafür ist. Ich war bei einer Therapeutin,die innerhalb einer Sitzung "feststellte" welche Therapie für mich das Beste wäre. Ich weiß zwar nicht ob das der richtige Weg ist, aber gut, ich probiere es. Ich weiß nämlich nicht, was ich unter einer Verhaltenstherapie verstehen muss. Ich denke mir dabei, das man lernt sich vernünftig zu benehmen und zu handeln, tut mir leid, klingt vielleicht doof, aber so genau habe ich mich noch nicht damit ausseinander gesetzt. Obwohl ich es eigentlich tun sollte.

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20. Januar 2012 um 23:14

Zeit
Wenn du es deinen freund sagen willst Lass dir zeit. wenn es dir hilft schreib ihn das in ein Brief zu schreiben ich habe es heute selbst, mein freund in ein Brief gesagt.

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22. Januar 2012 um 9:02

Therapie
Gut, ich habe nämlich auch gedacht, dass bei solchen Erlebnissen eine Traumatherapie empfohlen wird.
Ich werde mich nächste Woche direkt nochmal darum kümmern. Danke


Und mein Mann weiß jetzt alles, ich habe ihn das hier lesen lassen. Er hat es wohl ganz gut weg gesteckt.

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22. Januar 2012 um 10:43

Zur therapie
Eine traumatherapie wird erst gemacht wenn du dafür stabil genug bist ich habe letztes Jahr auch eine angefangen, der schuss ging nach hinten los ich war bzw. bin dafür nicht stabil genug. Mir wurde selbst jetzt erst mal eine Verhaltenstherapie empfolen.

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22. Januar 2012 um 13:06

Welche
Ich wsr bisher nur bei einer Therapeutin, die ein Gespräch mit mir hatte und mir das Gefühl gab " Stellen SIe sich nicht so an!" Das ist für mich ganz klar die falsche Adresse gewesen! So eine Ziege. Naja und sie hat dann gesagt, ich müsse zur Verhaltenstherapie, weil das kein Trauma sei. Wenn es für mich ein Trauma wäre, würde ich anders aussehen und sein! Also das fand ich so, es hat mich so wütend und traurig gemacht, jetzt immer noch. Nur weil ich nicht möchte, das mir mein Schicksal sozusagen auf die Stirn geschrieben steht und ich mich normal kleide und auch schminke...Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Ich kenne niemanden (soweit ich weiß) der ein ähnliches Schicksal trägt. Ich musste mir aber immer selber irgenwie helfen und (ich schweif ab^^)
Was ich damit sagen wollte ist, es ist schwer selber herauszufinden welche Therapie für einen am besten ist, für mich war aber von Anfang an klar, es ist ein (mein) Trauma und ich muss in eine dafür ausgelegte Therapie. Und wenn man zu einem Arzt geht, denkt man doch, er weiß es besser und macht das Richtige. Sie wollte mich sogar in eine stationäre Therapie unterbringen, was ich nicht wollte, da ich eine kleine Tochter zu Hause habe. Achso, mein Kind und mein Ehemann sind auch ein Zeichen dafür, das ich kein Trauma habe Ich wäre natürllich bereit für eine stationäre Unterbringung, wenn ich meine Tochter mitnehmen könnte.

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22. Januar 2012 um 14:40

Die spinnt
Die ist nach meiner meinung keine richtige ärztin. Was will die aussage bezwegen? Dann müsst jede/r von uns kein trauma haben. Wenn jenad in eine Beziehung ist wo ein trauma hat dann kein trauma hat ist ein unlogische ausage

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22. Januar 2012 um 18:32

Delfinchen
Sie hat es mir nicht direkt erklärt, als ich sie fragte, stellte sie mir eine Gegenfrage, ob ich ihr nicht glauben würde, schließlich ist sie die Ärztin. Ich sag ja die Frau spinnt. Ich werde mich wohl mal an meinen Hausarzt wenden, ihr kann ich vertrauen und bei ihr fühle ich mich ernst genommen. Vielleicht kann sie mir noch einen guten Traumatherapeuten empfehlen.

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23. Januar 2012 um 10:51
In Antwort auf veva_12565225

Delfinchen
Sie hat es mir nicht direkt erklärt, als ich sie fragte, stellte sie mir eine Gegenfrage, ob ich ihr nicht glauben würde, schließlich ist sie die Ärztin. Ich sag ja die Frau spinnt. Ich werde mich wohl mal an meinen Hausarzt wenden, ihr kann ich vertrauen und bei ihr fühle ich mich ernst genommen. Vielleicht kann sie mir noch einen guten Traumatherapeuten empfehlen.

Halte durch
Ich habe drei Therapeuten verschlissen, bis ich beim richtigen Psychiater war. Eine Tussi sagte mir, ich hätte Schmerzen, weil ich mir Vorwürfe mache. Auf den Therapeuten-Sektor tummeln sich halt auch schwarze Schafe. Halte durch und bestehe auf ordentlicher Behandlung. Ich drück dir die Daumen, dass du an einen ordentlichen Doktor kommst.
Alles Gute,
Nelly

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