Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Mein "bester Freund" und ich

Mein "bester Freund" und ich

6. September 2008 um 21:25

Mein bester Freund und ich sind definitiv nur deshalb "beste Freunde", weil wir uns gegenseitig anziehend finden, aber beide verheiratet sind. Als Single würde aus uns auch kein Paar werden, aber wir hätten Sex miteinander. "Beste Freunde" ist ein verschwiegenes Deckmäntelchen sich möglichst häufig zu sehen und etwas gemeinsam zu unternehmen. Wir lieben beide unsere Partner und dass wir miteinander keinen Sex haben, ist lediglich moralische Kopfsache.

Sicher, ich habe noch einige männliche Bekannte mehr. Und das ist für mich bei diesem Thema ausschlaggebend: die Definition von "Freundschaft". Klar ruf ich auch mal andere Männer an, die mir sympathisch sind und quatsch `ne Runde, sicher geh ich auch mal mit anderen Männern ein Bier trinken - aber das sind dann nicht wirklich "Freunde". Eine tiefe Freundschaft, wie mit diesem Mann, hat sich nur dadurch entwickelt, dass eine Anziehungskraft vorhanden ist.

Ich glaube nicht daran, dass es eine wirkliche Freundschaft zwischen Mann und Frau gibt, wenn man sich nicht auch anziehend findet. Die Ausnahme: man hatte schon mal Sex miteinander, der Mann ist schwul/die Frau ist lesbisch...ansonsten nehme ich es wie Harry und Sally: am Ende kommt immer der Sex dazwischen (bzw. der Gedanke daran).

Ziege

Mehr lesen

6. September 2008 um 23:17

Nicht gut...
Ich schätze, bei Letzterem muss ich dir wirklich Recht geben: Man kann mit keinem Mann lange eng befreundet bleiben, ohne dass sich daraus mehr entwickelt, ob nun von einer Seite her oder von beiden Seiten.

Soll allerdings nicht heißen, dass ich gutheiße, dass du sehr wohl weißt, dass da eine starke Anziehungskraft zwischen dir und deinem 'besten Freund' besteht und du dir sehr wohl Sex mit ihm vorstellen könntest. Meinst du nicht, dass es irgendwann zum Sex zwischen dir und ihm kommen wird? Deinem Partner gegenüber ist es absolut nicht fair, dass du dich mit einem Mann trifft, der dich körperlich anzieht und andersherum und dass du rein aus 'moralischer Verpflichtung' heraus, nicht mit ihm ins Bett springst!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. September 2008 um 0:27
In Antwort auf piedad_11858415

Nicht gut...
Ich schätze, bei Letzterem muss ich dir wirklich Recht geben: Man kann mit keinem Mann lange eng befreundet bleiben, ohne dass sich daraus mehr entwickelt, ob nun von einer Seite her oder von beiden Seiten.

Soll allerdings nicht heißen, dass ich gutheiße, dass du sehr wohl weißt, dass da eine starke Anziehungskraft zwischen dir und deinem 'besten Freund' besteht und du dir sehr wohl Sex mit ihm vorstellen könntest. Meinst du nicht, dass es irgendwann zum Sex zwischen dir und ihm kommen wird? Deinem Partner gegenüber ist es absolut nicht fair, dass du dich mit einem Mann trifft, der dich körperlich anzieht und andersherum und dass du rein aus 'moralischer Verpflichtung' heraus, nicht mit ihm ins Bett springst!

Du hast ja Recht
und genau das ist ja auch mein Problem. Es ist nicht fair. Ich will mich auf kein Podest stellen...aber wir beweisen bei gegenseitiger Anziehung diese Moral und den Anstand seit etwa drei Jahren. Wir hatten bestimmt 100 Möglichkeiten, haben in natürlich unterschiedlichen Hotelzimmern nebenan geschlafen. Wir haben darüber geredet und respektieren jeweils unser eigenes Leben und vor allem unsere Partner. Mit "gutheißen" hat das Ganze nichts zu tun. Ich lebe nicht das Leben eines "Lebensabschnittspatner", ich mach mir zutiefste Gedanken über meine Mitmenschen und über mich selbst. Ich verabscheue unsere gesellschaftlche Schnelligkeit. Ich musste aber die Erfahrung machen, die schon in der Bibel steht: Werfe jemand den ersten Stein, der ohne Sünde ist.
Gefühle kann man nicht lenken...DAS ist mein Problem, meine Machtlosigkeit. Ich kämpfe trotzdem für meine Werte. Oberflächliche Gedanken wie "das ist nicht fair", "das darf nicht sein" oder "halte dich fern" sind mein täglich Brot.

Vielleicht, zum besseren Verständnis, ich kann mich nicht entziehen. Wir arbeiten zusammen. Die einzige Möglichkeit dazu wäre: Ich gebe meinen Beruf auf, wäre unglaublich unglücklich darüber und wir müssten unser Haus verkaufen. Warum? Ich bin glücklich in meinem Beruf, bin glücklich verheiratet...frag mich nur, wie mir das passieren konnte. Ob es mir irgendwann passiert, dass ich mit dem anderen ins Bett springe, das weiß ich nicht. Aber ich bin stolz darauf, so viel Moral zu haben mir jahrelang Gedanken sowohl über meinen Mann, den anderen Mann als auch über mich zu machen. Was bitte sind sonst Werte, an die man sich in den Zeiten, in denen es einem schlecht geht, in denen man nicht mehr denken kann, halten soll??

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. September 2008 um 16:36

AHA ...
Das mit der Freundschaft dies gibt es : zum Beispiel wenn man ein Kind zusammen hat ,
oder ?
Das andere ist tatsächlich sehr schwierig , obwohl ich eigentlich Freundschaft
haben könnte .
Aber leider muss ich mir manchmal Sachen anhören , obwohl dieser unterdessen
neue Freundinnen hat .
Ich denke dies ist deine Entscheidung , und wieso solltest keinen guten Freund
haben .

Das Umfeld spielt im Leben auch eine grosse Rolle



Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Teste die neusten Trends!
experts-club