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Mein Benedikt in meinem Herzen

5. Juli 2007 um 12:34 Letzte Antwort: 14. August 2007 um 10:32

Unser kleiner Sohn Benedikt ist am Dienstag um 7.25 Uhr in der 22 SSW tot geboren. Er hatte einen Chromosomenschaden, dessen Symmptome ihm immer Schmerzen und Qualen bereitet hätten, wäre er normal zur Welt gekommen. Die Ärzte haben ihm noch nicht mal eine Chance eingeräumt, leben zu können.
Benedikt hatte durch den Chromosomenschaden ein sehr großes Loch in der Herzwand, eine große Zyste im Kopf und auch verkrüppelte Fingerchen. Das waren allerdings nur die sichtbaren Befunde, etliche andere Beschwerden wären noch dazu gekommen.

Mein Sohn war unser zweites Wunschkind und ich bin unendlich traurig. Ich habe Benedikt bis 3 Stunden nach der Geburt bei mir gehabt, ihn geküsst und gestreichelt und ihn im Arm gehabt. Wir haben immer wieder alles an Benedikt angeschaut, so vollständig entwickelt und doch noch so winzig. So haben wir uns von ihm verabschiedet.
Die Klinik hat uns seine Geburtsdaten aufgeschrieben, und auch Fotos und Fußabdrücke gemacht und ein Geburtsbändchen. So kann ich mir meinen Kleinen immer wieder anschauen. Das hilft ein bisschen.

Ich vermisse ihn so schrecklich, auch wenn ich weiß, dass es Benedikt jetzt viel besser geht. Er wird immer in unseren Herzen einen ganz besonderen Platz haben.

Andrea, Mike und Alicia

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5. Juli 2007 um 13:51

Das tut mir...
wahnsinnig leid! Kann es gar nicht in Worte fassen...

Fühlt Euch gedrückt.

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5. Juli 2007 um 14:29

Liebe Andrea
Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich sitze hier und weine, denn es wird kaum jemanden geben außer mir, der weiß wie du dich fühlst. Ich weiß das es keine Worte gibt die dich jetzt Trösten können. Es tut mir so unendlich leid für dich. Aber du weißt nun das es deinem kleinen Engelchen gut geht, und er keine Schmerzen haben muß. Er ist jetzt ganz tief in deinem Herzen. Er wird immer bei seiner Mama sein und auf dich und seine Schwester aufpassen. Du hast einen ganz persönlichen eigenen Schutzengel. Es wird schwer sein aber du wirst es schaffen mit der Situation umzugehen. Ich dachte damals auch ich müsse sterben, vor Schmerz, Trauer, ja auch Wut. Und immer die frage warum? Warum ich? Warum mein Baby? Aber all das sind Sachen auf die du nie eine Antwort bekommen wirst. Bei mir sind es jetzt 5 Jahre das ich meinen Lukas in der 21 SSW geboren habe. 5 lange Jahre in denen nicht ein Tag vergangen ist an dem ich ihn nicht vermisst habe, nicht an ihn gedacht habe, nicht mit ihm geredet habe. Aber auch ich weiß, das es meinem Lukas im Himmel besser geht als hier--genau wie deinem Benedikt.

Andera ich wünsche dir und deiner Familie aus tiefstem Herzen Alles Gute und viel Kraft ich bin mir sicher das du es schaffen wirst mit deiner Trauer umzugehen und dein Schicksal anzunehmen. Ich umarme dich und drück dich ganz fest.
LG Steffi

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5. Juli 2007 um 15:10

Lieben herzlichen Dank
für eure tröstenden Worte. Das bedeutet mir wirklich sehr viel.

Hab euch alle lieb.
Fühlt euch auch von mir umarmt und gedrückt.

LG Andrea

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6. Juli 2007 um 11:08
In Antwort auf

Das tut mir...
wahnsinnig leid! Kann es gar nicht in Worte fassen...

Fühlt Euch gedrückt.

Mir fehlen die Worte...


*fühl dich ganz ganz feste gedrückt liebe Andrea*

auch ohne Worte sollst du wissen,das wir immer an dich und deinen kleinen Benedikt denken.

Sabrina

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13. Juli 2007 um 7:16
In Antwort auf

Mir fehlen die Worte...


*fühl dich ganz ganz feste gedrückt liebe Andrea*

auch ohne Worte sollst du wissen,das wir immer an dich und deinen kleinen Benedikt denken.

Sabrina

Es tut mir sooo leid
ich muss auch ganz schrecklich weinen!!!! es tut mir wirklich wahnsinnig leid!! ich wünsche dir bzw. euch viel kraft!!

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14. August 2007 um 10:32

Benedikt
Hallo Andrea, Mike und Alicia,
Eure Geschichte hat mich tief bewegt. Danke, dass ihr andere Menschen daran teilhaben laßt.
Freude empfinde ich darüber,dass ihr euch würdig verabschieden konntet, dass diese "vollständige" Seele nicht namenlos und unbeachtet blieb. Ich glaube fest daran, dass diese Seele sich euch ausgesucht hat und ihr
zur Erfüllung der Lebensaufgabe beigetragen habt. So ward ihr 22 Wochen lang Schicksalsgemeinschaft. Wenn die Trauer etwas vorbei ist, dann wünsche ich euch, dass ihr die Freude fühlen dürft, die es ja auch gab. Schön, dass ihr auch so eine einfühlsame Klinik gefunden habt.
Fühlt euch alle herzlich umarmt
Gruß Melike

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