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Medis bei Angststörung oder nicht

13. Februar 2006 um 22:05 Letzte Antwort: 21. Februar 2006 um 15:34

Wollte mal eine neue Diskussion eröffnen über Medis bei einer Angststörung oder nicht.den ich lese es oft hier das es un die angst geht.also ich persönlich nehme keine medis.am anfang meiner krankheit war ich lieber in die psychatrie gegangen um es zu verstehen als medis zu nehmen die die angst blockieren.jede einzelne panikattacke habe ich durchlebt,dachte gleich bin ich tot.aber ich lebe noch.jetzt kämpfe ich fast ein jahr und es ist fast weg.ich fühle mich stark es ohne tabletten durchgezogen zu haben aber mich interessiert eure meineúng und wie ihr jetzt klar kommt.das einzigste was mir zu schaffen macht ist noch die angst vor der angst,obwohl ich ja weiß das nichts passiert.
ich freu mich über eure antworten

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14. Februar 2006 um 14:31

Hi
ich weiß zwar nicht, unter welcher angststörung du leidest aber ehrlichgesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass medis hier die lösung erster wahl sein können! denn sie unterdrücken die angst nur (und was ins unterbewusstsein verschoben wird, kommt meiner meinung nach IMMER und dann geballt heraus!!)

hast du es schonmal mit kognitiver verhaltenstherapie versucht???
soll bei vielen angststörungen ganz gut anschlagen und du lernst, mit deiner angst umzugehen.

lg und alles gute
kuke

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14. Februar 2006 um 23:06
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Hi
ich weiß zwar nicht, unter welcher angststörung du leidest aber ehrlichgesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass medis hier die lösung erster wahl sein können! denn sie unterdrücken die angst nur (und was ins unterbewusstsein verschoben wird, kommt meiner meinung nach IMMER und dann geballt heraus!!)

hast du es schonmal mit kognitiver verhaltenstherapie versucht???
soll bei vielen angststörungen ganz gut anschlagen und du lernst, mit deiner angst umzugehen.

lg und alles gute
kuke


Habe eine verhaltenstherapie erfolgreich abgeschlossen,aber ich finde das meiste lernt man wenn man wieder in sein gewohntes umfeld zurück geht und die angst durchsteht.wie gesagt komme gut klar aber die angst vor der angst ist noch da.kennst du dich aus mit angststörungen?

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15. Februar 2006 um 10:35
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Habe eine verhaltenstherapie erfolgreich abgeschlossen,aber ich finde das meiste lernt man wenn man wieder in sein gewohntes umfeld zurück geht und die angst durchsteht.wie gesagt komme gut klar aber die angst vor der angst ist noch da.kennst du dich aus mit angststörungen?

Nicht wirklich
habe vor ein paar jahren fachabi gemacht (psychologie/pädagogik als prüfungsfach) und mein facerat war eben über angststörungen und kognitive verhaltenstherapie.

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15. Februar 2006 um 10:36
In Antwort auf

Nicht wirklich
habe vor ein paar jahren fachabi gemacht (psychologie/pädagogik als prüfungsfach) und mein facerat war eben über angststörungen und kognitive verhaltenstherapie.

Sorry
muss natürlich FACERAT heißen !

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15. Februar 2006 um 10:37
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Sorry
muss natürlich FACERAT heißen !

Warum funktioniert das nicht????
f a c h r e f e r a t

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18. Februar 2006 um 20:06
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Warum funktioniert das nicht????
f a c h r e f e r a t

Achso
achso,leider nur ein referat,dachte du leidest selbst darunter.dann müsstest du auch wissen das es gründe für die angst gibt und an denen sollte man arbeiten.ich selbst bin ergotherapeutin,habe mit psychisch kranken zu tun.es ist was ganz anders drüber zu reden oder zu lesen als es selbst ertragen zu müssen

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20. Februar 2006 um 22:42

?
Klar ist das zu schaffen.ich habe 13 jahre mit der angst gelebt und sie ignoriert.und was ist,der ausbruch war heftig.und wer eine angststörung weiß das es einen grund gibt,die seele schreit nach hilfe ,deswegen die todesangst,psychosomatische schmerzen,angstgefühle.es geht hier nicht um eine angst wie vor spinnen,vorm fliegen,etc.traumatische erlebnisse die im unterbewusstsein schlummern und so nach aussen treten

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21. Februar 2006 um 9:16

Hallo emaisje,
ich habe - nachdem ich schon längere zeit in einer gesprächstherapie war - doch noch begleitend mit medikamenten angefangen - nachdem ich einen heftigen rückfall hatte. abends zum schlafen insidon, tagsüber 1 tabl. cipralex.
insidon konnte ich nach relativ kurzer zeit wieder ausschleichend absetzen - da hatteich mich soweit stabilisiert, dass ich nachts wieder so zur ruhe kam.
cipralex wird jetzt ausschleichend abgesetzt.

mir hat das cipralex auch dabei geholfen, mich wieder ganz auf die therapie einzulassen.

jetzt geht es mir gut - die therapie ist bald abgeschlossen und auch mit der geringen dosis cipralex geht es mir sehr gut. angstfrei, frei von panikattacken, frei von der angst vor der angst.

ich wünsche dir alles liebe
silvia

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21. Februar 2006 um 13:10

Mh...
...also ich denke so allgemein kann man das nicht sagen.
Ich bin der Meinung, daß durchaus manchmal Medikamente notwendig sind um erstmal zu sich zu kommen und stabil zu werden um sich dann mit der angst auseinander zu setzen.

Nur Medikamente zu geben ist aber nicht genug.
Es sollte auf jeden Fall gründlich aufgearbeitet werden!

Häufig stehen ja die angst nicht als einziges Problem im Mittelpunkt. Nach Zeiten großer Angst ist es nicht verwunderlich wenn viele Betroffene noch eine Depression bekommen.
Dann ist es nicht mehr nur die Angst die ihre aufmerksamkeit fordert!

Ich finde es echt beachtlich, daß du das alles aus dir selber heraus geschafft hast.
Darauf kannst du auch stolz sein.

Andere habe nicht die Kraft und ich denke da ist es gut daß es Medikamente gibt.

Man weiß nattürlich vorher nicht wer es mit und wer es ohne Medikamente schafft, daher muss man sich denke ich mit dem therapeuten gut abstimmen können.

Ich kann mir vorstellen, daß es gut ist zu wissen, daß man falls man es alleine nicht packt, man Medikamente zur Unterstützung bekommen kann.

Das sind jetzt so meine Gedanken zu dem
Thema.

LG,

goldrush

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21. Februar 2006 um 15:34

Ich nehme Medikamente...
Hallo emaisje!

Also bei mir hat alles mit einer Angststörung angefangen, hatte auch ständig Durchfall, konnte zum Schluss nichts mehr essen, stand ständig unter Strom und konnte auch nicht mehr schlafen. Kurz: Mir gings einfach beschissen. Zu guter Letzt bekam ich auch noch eine Depression... Ich lag zum Schluss nur mehr im Bett und wollte nicht rausgehen.

Mein Hausarzt hat mir Beruhingstabletten verschrieben, die mir aber überhaupt nix brachten, weil die Angst war ja da. Hab die Beruhingstabletten auch nur zwei Wochen genommen und dann damit aufgehört. Also von Schlaf- und Beruhigungstabletten halte ich überhaupt nichts!!

Auf jeden Fall ging ich dann zum Psychiater und der hat mir Anitdepressiva verschrieben. 50 mg am Tag, die antriebssteigernd wirken und 25 mg am Abend die dämpfend wirken. Anfangs war ich echt skeptisch, weil ja allein schon das Wort "Antidepressiva" total negativ balasted ist.

Trotz meiner Skepsis hab ich brav angefangen die Antidepressiva zu nehmen und es ging mir von Tag zu Tag besser. Meine Depression war weg, ich hatte endlich Kraft meiner Angst in die Augen zu schauen und begann schrittweise wieder in ein "normales" Leben zu finden.

Jetzt gehts mir super: Mein Schlaf ist perfekt, ich hab keine Verdauungsprobleme, ich hab endlich wieder einen gesunden Appetit und ganz wichtig...ich habe keine Angst mehr!!

Ich kann endlich mein Leben wieder geniesen und ich bin dankbar für jeden Tag den ich erleben darf!!

LG ellala

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