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Mama verstorben - gehe nun bei Kleinigkeiten in ide Luft

14. Mai 2016 um 8:22 Letzte Antwort: 27. Mai 2016 um 14:34

Meine Mama ist die Woche verstorben, nicht unerwartet, sondern nach einem monatelangen Kampf gegen den Lungenkrebs. TRotzdem irgendwie doch unerwartet. Ich hatte alles vorbereitet, damit sie aus dem Krankenhaus zu mir entlassen werden kann und ich sie zuhause pflegen kann für ihre letzten Wochen, aber leider hat sie es nicht mehr geschafft und ich war noch nicht einmal bei ihr, als sie starb, was mich sehr traurig macht.
Ich weiß, ein jeder geht anders mit seiner Trauer um, Ich weine jeden Tasg und habe das Gefühl, dass mir ds hilft, ich kümmer mich allein um die Beerdigung, allerdings nicht ganz freiwillig, sondern hauptsächlich weil es sonst keiner tut. TRotzdem ist auch das irgendwie hilfreich, gibt es mir doch das Gefühl, dass ich noch was für meine Mama tun kann, auch wenn sie nicht mehr da ist..
Jetzt wollt ich mir gestern, nachdem ich ihre Sterbeurkunde unter TRänen abgeholt habe, etwas gutes tun und bin shoppen gegangen. Unter anderem das Kleid für ihre Beerdigung. Bevor ich nachhause fahren wollte, bin ich noch kurz zum Spar und da passierte es.
Ich spür, dass mir hinten wer mit dem Einkaufswagen reinfährt, denk zuerst noch nix, geh aber sicherheitshalber einen Schritt nach vorn. Da passierts nochmals und nochmal. Ich dreh mich um, gerade als sie, eine Frau um die 50, ein weiteres Mal Anlauf nimmt und sag "Obacht da steh ich". Da fängst sie an zu schimpfen, wobei ich nicht genau verstanden habe, was eigentlichj ihr Problem war, Irgendetwas von wegen sie komme nicht dran und langt nach dem Warentrenner, den sie zwischen unsere Einkäufe knallt. (Ich kann nur annehmen, dass sie sich geärgert hat, da ich das Ding nicht hinter meine drei Trümmerchen gelegt hatte, die ich einkaufen wollte.) Ich sag. "Na hallo, hier ist ja wirklich genug Platz für uns beide." Sie schimpft noch was und ich schüttel nur den Kopf, sage "Unmöglich" und wende mich ab. Einige Augenblicke später zahl ich per Bankomat, da fahrt sie mir doch glatt nochmal rein, während ich meinen Code eingeb. Ich zahl fertig, dreh mich zu ihr um und sage "Ich hoffe Sie krepieren an Diabetes, sie blöde, fette Wachtel!" Da hat sie nur noch ein Wiedersehen rausgebracht und ich bin gegangen.
Ich bin normalerweise echt nicht so, aber so eine Person noch dazu an dem Tag. Ich meine ich zucke momentan generell schnell aus. Normalerweise hätte ich auch diese Situation diplomatischer gelöst, aber ich konnte einfach nicht. Klar, die Pute konnte nicht wissen, was ich für einen Tag hatte, aber ein wenig Rücksicht auf andere Menschen ist doch auch nicht zu viel verlangt. Der langen Rede kurzer Sinn war, dass mich die ganze Situation dermaßen geärgert hat, dass mein ganzer "Ich-tu-mir-was-gutes-Tag" inm Eimer war. Ja, eigentlich ärger ich mich immer noch. Halb über die Frau und halb über mich selbst.

Wenn ich mich nicht grad ärger, weine ich und ich frag mich, was ich noch tun kann, um meine Trauer wenigstens kurz zu lindern. Das Schlimmste ist, dass ich normalerweise meine Mum angerufen und es ihr erzählt hätte, aber das kann ich ja nicht mehr. Und das ist wirklich ein Scheißgefühl.

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18. Mai 2016 um 17:30

Mein herzlichstes Beileid
Es tut mir sehr leid, dass Deine Mama verstorben ist.
Mein Lebensgefährte ist am 17.02.16 ebenfalls an Lungenkrebs verstorben. Diese Krankheit ist grauenvoll. Kann nachfühlen, wie es Dir geht. Musste die Beerdigung auch alleine organisieren, obwohl eine große Familie vorhanden ist.
Dass Du wegen der Frau aufbrausend gewesen bist, ist völlig normal. Man steht in dieser Zeit der Trauer einfach neben sich selbst. Wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit.

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19. Mai 2016 um 8:19
In Antwort auf direng_12910788

Mein herzlichstes Beileid
Es tut mir sehr leid, dass Deine Mama verstorben ist.
Mein Lebensgefährte ist am 17.02.16 ebenfalls an Lungenkrebs verstorben. Diese Krankheit ist grauenvoll. Kann nachfühlen, wie es Dir geht. Musste die Beerdigung auch alleine organisieren, obwohl eine große Familie vorhanden ist.
Dass Du wegen der Frau aufbrausend gewesen bist, ist völlig normal. Man steht in dieser Zeit der Trauer einfach neben sich selbst. Wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit.

Vielen Dank
Tut mir Leid, dass auch du so einen schweren Verlust erleben musst. Lungenkrebs ist wirklich furchtbar. Ja, die Beerdigung ist natürlich auch mein Bier, ein wenig wie bei dir, durchaus auch Familie vorhanden, ich bin nur die mittlere von drei Geschwistern. Trotzdem mach ich das. Ein bisschen hilfts mir ja auch, hab ich doch das Gefühl, ich könnte noch irgendwas für sie tun.
Danke jedenfalls für deine aufmunternden Worte!

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19. Mai 2016 um 19:55
In Antwort auf miren_12100520

Vielen Dank
Tut mir Leid, dass auch du so einen schweren Verlust erleben musst. Lungenkrebs ist wirklich furchtbar. Ja, die Beerdigung ist natürlich auch mein Bier, ein wenig wie bei dir, durchaus auch Familie vorhanden, ich bin nur die mittlere von drei Geschwistern. Trotzdem mach ich das. Ein bisschen hilfts mir ja auch, hab ich doch das Gefühl, ich könnte noch irgendwas für sie tun.
Danke jedenfalls für deine aufmunternden Worte!

Antwort
Bitte gerne. Ja, so kannst Du noch etwas für sie tun. Wie alt war Deine Mama denn (wenn ich fragen darf) und wann ist die Beisetzung?
Viele Grüße und bis bald.

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19. Mai 2016 um 20:22
In Antwort auf direng_12910788

Antwort
Bitte gerne. Ja, so kannst Du noch etwas für sie tun. Wie alt war Deine Mama denn (wenn ich fragen darf) und wann ist die Beisetzung?
Viele Grüße und bis bald.

Sie war
erst 59 und ich hab grad erst im Dezember mein erstes Kind bekommen. Sie hat sich so darauf gefreut Oma zu werden und ja ich weiß, ich sollte dankbar sein, dass sie das überhaupt noch erlebt hat, aber es fällt mir schwer.

Die Beisetzung ist am Dienstag.

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22. Mai 2016 um 18:03
In Antwort auf miren_12100520

Sie war
erst 59 und ich hab grad erst im Dezember mein erstes Kind bekommen. Sie hat sich so darauf gefreut Oma zu werden und ja ich weiß, ich sollte dankbar sein, dass sie das überhaupt noch erlebt hat, aber es fällt mir schwer.

Die Beisetzung ist am Dienstag.

In Gedanken bei Dir
Erst 59 ist zu früh zum Gehen. Mein Partner war gerade 65 geworden (finde ich auch zu früh).
Hauptsache, Deine Mama hat ihr Enkelkind kennen gelernt. Ich weiß, dass es Dir schwer fällt. Doch sie war bestimmt sehr glücklich darüber.
Für Dienstag wünsche ich Dir ganz viel Kraft und alles Gute.

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26. Mai 2016 um 8:57
In Antwort auf direng_12910788

In Gedanken bei Dir
Erst 59 ist zu früh zum Gehen. Mein Partner war gerade 65 geworden (finde ich auch zu früh).
Hauptsache, Deine Mama hat ihr Enkelkind kennen gelernt. Ich weiß, dass es Dir schwer fällt. Doch sie war bestimmt sehr glücklich darüber.
Für Dienstag wünsche ich Dir ganz viel Kraft und alles Gute.

Zu früh
ist 65 auch. Ich finde generell, dass es eine Gemeinheit ist, wenn man sein ganzes Leben arbeitet und dann noch vor oder auch kurz nach der Pensionierung gehen muss.

Den Partner zu verlieren ist mindestens ebenso hart wie die Eltern.Seit meine Mutter krank geworden ist, ist mir viel bewusster geworden, dass das Leben irgendwann endet und ich hab mir Gedanken darüber gemacht, auf wen ich keinesfalls verzichten könnte. Allein der Gedanke, dass mein Partner oder ich, eines Tages den jeweils anderen verlassen muss, ist schwer zu ertragen. Ich danke dir, dass du trotz des schweren Verlustes, den du ertragen musst auch noch die Kraft in dir findest, andere zu trösten!

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27. Mai 2016 um 14:34

Mein Beileid
hallo,
der Verlust einer geliebten Person ist immer mit Problemen verbunden, ich hoffe du meisterst die Situation.
Ich hatte es nicht allein geschafft und mir Hilfe geholt, psychologische Telefonberatung, war echt hilfreich, kostet natürlich was, ich denke aber war das geld wert.

Alles Gute

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