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Luisa mein sternenkind

11. März 2009 um 12:29

Hallo zusammen!

Meine Geschichte ist kaum zu glauben, aber ich muss sie mir irgendwie von der Seele schreiben.
Anfang Januar hat es bei mir angefangen mit sodbrennen und Übelkeit. Habe mir da noch nichts gedacht weil es mal kam und wieder ging. ende januar wurde es immer schlimmer und ich bekam auch einen blähbauch *grins*. meine arbeitkolleginnen sagten scherzhaft "ach Du bist bestimmt Schwanger".
Nachdem dass mit dem sodbrennen immer Schlimmer wurde und ich jetzt auch nicht mehr auf dem Bauch schlafen konnte, sondern nur noch auf der seite kaufte ich mir am 07.02.2009 in der drogerie einen schwangerschaftstest.
Machte diesen dann auch am folgenden Morgen und Siehe da positiv.
Montag morgen bin ich dann erstmal wie gewohnt arbeiten gegangen bat meine kolleginnen dann etwas früher gehen zu dürfen, da ich zum frauenarzt gehen wollte.
Natürlich durfte ich ......... scherzhaft sagte die eine "na du bist bestimmt schon im 9 monat"
Na nicht ganz!
Nun gut ich nachmittags zu Gyn "hier in duisburg war ich noch bei keinem war sonst in Köln"
Also rein zu Ihm. Er machte dann das übliche abtasten und sagt "na Sie sind aber nicht in den ersten wochen" *Schock*
Gut dann Ultraschall!
Nach langem schweigen dann die vorläufige diagnose "dass Kind hat einen offenen Rücken und überall wo Körper sein sollte ist Fruchtwasser Herz schlägt aber sehr stark(was ich auch auf dem Monitor sehen konnte" *schock*
Daraufhin muste ich mich erstmal Übergeben.
Mein Mann wurde reingeholt und darüber informiert. Mein gyn hat daraufhin mit der Klinik telefoniert wo ich direkt danach auch hingefahren bin.
Da angekommen wurde ich auch direkt von Chefarzt begrüsst. *alles ging so schnell*
Meinem Mann wurden schon die Papiere zur einweisung/anmeldung in die Hand gedrückt ich wurde direkt untersucht.
Feinultraschall bestätigten meine sorge "dass Kind ist Lebensunfähig"
Wir Weisen sie nun ein und dann leiten wir eine natürliche Geburt ein. Dass War der 09.02.2009
Am nächsten Morgen kam dann der Chefarzt vom vortag und erklärte mir die weiteren schritte. Ich bekam dann ab dem Nachmittag 3 x tägl. Zäpfchen vor den Muttermund gesetzt damit dieser weich wird und sich öffnet. PDA wurde gemacht.
Nach dem ersten bekam ich hohes fieber und schüttelfrost. Blut wurde mir entnommen und festgestellt das meine entzündungswete drastisch angestiegen sind.(Das Fruchtwasser hatte sich entzündet)
Nahrung behielt ich nicht im Körper und schlafen konnte ich bei all den immensen Schmerzen auch nicht. Mittwoch auf donnerstag bekam ich 2x die PDA nachgespritzt. endlich mal 2 std. schlafen. *wäre schön gewesen*
Donnerstagmorgen so gegen 7:30 wurde ich abgeholt zur untersuchung "der Chefarzt möchte Sie nochmal untersuchen" hiess es.
Ich wurde untersucht und dann ging es auf einmal wieder ganz schnell. Mein Mann wurde benachrichtigt, dass es losginge. Ich bekam angst.
Ich wurde an Wehentropfer angeschlossen und dann kam auch schon die erste Wehe.
Die Hebamme und eine Ärztin waren sehr bemüht mich anzufeuern. nach ca. 2 Std. wurde es auf einmal Hektisch. Mein Mann durfte nicht rein und der Chefarzt wurde gerufen. Der pobierte auch alles mögliche *was genau weiss ich nicht verstehe ja keine arzt sprache*
Nachdem ich mir die Seele aus dem Leib gepresst, (mich übergeben) habe , wurde auch noch hektisch nach einem anestisisten gerufen.
*Schock *
Ich musste ganz schnell in den Op. Nach einigen fragen über Gewicht , allergien usw. wurde ich auch schon in den Op gefahren. Als ich wieder zu mir kam war alles vorbei.
Keine vorfreude kein Baby kein gar nichts. Eine tiefe leere.
Meine Kleine Heißt Luisa und ist am 12.02.2009 zur Welt gekommen Sie war 37 cm und 1050 gramm (ich war bereits in der 21. /22woche)
Nun bin ich in Mutterschutz und weiss nicht wie oder was ich denken fühlen usw soll. Mein Mann ist bei mir und dass hilft mir sehr über den verlust unseres ersten Babys zu verarbeiten, aber der Schmerz ist einfach ssoooooooooooo grooss.

Ich möchte mich hier nun doch mal genz herzlich bei dem Klinikum duisburg-wedau bedanken. Besonders bei dem Hr. Dr. Pagels und der Hebamme Sarah die mir in dieser schweren Zeit so sehr geholfen haben durch Ihre ruhige art und auch durch Ihre Fürsorge und Fachwissen.
Danke und ich werde nächstes mal wiederkommen, aber diesesmal mit besseren Nachrichten versprochen

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12. März 2009 um 9:17

Ja es war so
Das Gewicht kann daher rühren, weil der ganze Körper aufgedunsen war mit Fruchtwasser . und die grösse -haben mir die Ärzte erklärt- könnte sein, weil mein Mann 2 meter gross ist und in seiner Familie die Babys alle so um die 60 - 67 cm gross waren und bis zu 10 pfund schwer bei der Geburt.

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12. März 2009 um 9:21

Danke
Danke für Deine anteilnahme. Ich hatte deinen Beitrag aufmerksam gelesen und ich finde er macht hoffnung. Danke nochmal. Und mein Mann gibt mir soviel Kraft das alles zu verarbeiten, dass es schon ein bisschen leichter ist darüber zu reden.

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28. März 2009 um 10:19

Ja leider
Hallo
Gestern kam der Opduktionsbericht und bestätigte, das was wir beim Ultraschall schon gesehen haben. Mein Mädchen hatte eine komplette Hautablösung am Rücken und am Hals. Deswegen war der ganze Körper auch mit Fruchtwasser gefüllt. Das Neuralrohr hat sich fast gar nicht gebildet. Und ein Geschlecht war von aussen nicht erkennbar. Innere Organe waren alle vorhanden. Aber nicht alle waren funktionsfähig. Hände und Füsse waren total Mißgebildet. Wäre nur ein kleiner funken der Hoffnung da gewesen hätte ich nicht so entschieden, aber auf dem ultraschall war das ganze schon ersichtlich.

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