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Liegt Ursache wirklich in der Kindheit

3. März um 13:05

Hallo zusammen, ich hoffe sehr, dass ich hier etwas Hilfe bekomme, um selbstsicherer durchs Leben zu gehen. Versuche mich kurz zu fassen: mein Problem ist, dass ich immer das Gefühl habe weniger wert zu sein als andere, weniger liebenswert und immer die Angst dass ich meine Freunde verliere. Höre ich mal nichts von Ihnen oder sind sie mal irgendwie komisch dann beziehe ich das immer gleich auf mich, dass ich der Grund bin. Oder wenn eine freundin sich mit ihrem Sohn mal mit einer anderen Mutter auf dem Spielplatz trifft, so mache ich mir immer gleich ewig lang Gedanken warum sie denn nicht gefragt hat ob wir auch mit wollen. Obwohl es ja eigentlich normal ist, dass sie auch mal mit anderen was macht. Mein Debken übeträgt sich auch schon auf meine Kinder. Auch da denke ich immer, dass sie von anderen Kids weniger gemocht werden weniger beliebt sind als andere obwohl es gar keinen Hinweis darauf gibt. So jetzt ist es so, dass ich in der Kindheit so im Alter von 9-12 Jahren vom damaligen Freund meiner Mutter immer zu hören bekommen hab, dass ich nicht normal sei, ich sei psychisch krank u müsste dringend zum Psychologen und ich soll mal abwarten wenn ich groß bin steh ich mal ganz allein da. Er hat diese Dinge zu mir gesagt weil er wusste dass ich ihn nicht mag weil er meine Mutter immer runter geputzt hat( sie taugt nichts usw) auch das habe ich mitbekommen. Meine Frage nun, kann es sein dass ich diese komplexe u Probleme nun habe weil ich in der Kindheit so was immer gesagt bekommen hab? Und wenn ja wie kann ich dieses Denken ablegen wie kann ich selbstbewusster werden so dass ich nicht ständig Angst habe nicht mehr gemocht zu werden. Es zieht mich im Alltag nämlich ganz schön runter und ständig beziehe ich jeden schrägen Blick, jede schlechte Laune auf mich. Ich will das nicht mehr. Wer kann mir da helfen?
Danke fürs lesen, ist doch ganz schön lang geworden

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4. März um 19:55

Hallo snoop801,

ich bin kein Experte. Aber allein die Vorstellung, dass dir jemand vielleicht fast täglich gesagt hat, dass du, so wie du bist, nicht in Ordnung bist, ist erschreckend. Ich denke so etwas würde bei jedem Spuren hinterlassen. Soweit ich weiß, soll man auch wenn man mit Kindern spricht genau differenzieren. So sollte man nicht sagen "Du bist böse/nicht gut" sondern: "das was du getan hast, war nicht gut". Damit die Kinder zwischen ihrem Wesen und ihrem Handeln unterscheiden können und eben nicht den Eindruck bekommen, mit ihnen würde etwas nicht stimmen.
Stell dir mal vor es wäre andersrum gewesen. Wenn dir jemand oft gesagt hätte, dass so wie du bist in Ordnung und gut ist!
Natürlich sitzt so etwas tief und wahrscheinlich kostet es viel Arbeit und Mühe das Stück für Stück wieder aufzuarbeiten. Aber, dass du dir bei vielen Sachen schon bewusst bist, dass dein Denken stark von deinen Gefühlen beeinflusst wird und du es relativieren kannst, ist schon mal ein gutes Anzeichen. Wahrscheinlich hilft es, wenn du dich damit auseinander setzt und dir klar machst, woher die Gedanken kommen.
Ansonsten versuch es mal damit, dir selbst zu sagen oder aufzuschreiben, was du an dir magst und es dir oft vor Augen zu führen oder frag mal Freunde, was sie an dir mögen und versuche das mal anzunehmen.

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4. März um 20:01
In Antwort auf snoop801

Hallo zusammen, ich hoffe sehr, dass ich hier etwas Hilfe bekomme, um selbstsicherer durchs Leben zu gehen. Versuche mich kurz zu fassen: mein Problem ist, dass ich immer das Gefühl habe weniger wert zu sein als andere, weniger liebenswert und immer die Angst dass ich meine Freunde verliere. Höre ich mal nichts von Ihnen oder sind sie mal irgendwie komisch dann beziehe ich das immer gleich auf mich, dass ich der Grund bin. Oder wenn eine freundin sich mit ihrem Sohn mal mit einer anderen Mutter auf dem Spielplatz trifft, so mache ich mir immer gleich ewig lang Gedanken warum sie denn nicht gefragt hat ob wir auch mit wollen. Obwohl es ja eigentlich normal ist, dass sie auch mal mit anderen was macht. Mein Debken übeträgt sich auch schon auf meine Kinder. Auch da denke ich immer, dass sie von anderen Kids weniger gemocht werden weniger beliebt sind als andere obwohl es gar keinen Hinweis darauf gibt. So jetzt ist es so, dass ich in der Kindheit so im Alter von 9-12 Jahren vom damaligen Freund meiner Mutter immer zu hören bekommen hab, dass ich nicht normal sei, ich sei psychisch krank u müsste dringend zum Psychologen und ich soll mal abwarten wenn ich groß bin steh ich mal ganz allein da. Er hat diese Dinge zu mir gesagt weil er wusste dass ich ihn nicht mag weil er meine Mutter immer runter geputzt hat( sie taugt nichts usw) auch das habe ich mitbekommen. Meine Frage nun, kann es sein dass ich diese komplexe u Probleme nun habe weil ich in der Kindheit so was immer gesagt bekommen hab? Und wenn ja wie kann ich dieses Denken ablegen wie kann ich selbstbewusster werden so dass ich nicht ständig Angst habe nicht mehr gemocht zu werden. Es zieht mich im Alltag nämlich ganz schön runter und ständig beziehe ich jeden schrägen Blick, jede schlechte Laune auf mich. Ich will das nicht mehr. Wer kann mir da helfen? 
Danke fürs lesen, ist doch ganz schön lang geworden

Man sagt alle Ursachen bzw. Defizite die sich im Leben rausstellen kommen von der Kindheit . Selbst Burn-out Patienten sind im Grunde genommen "verpflichtet" sich bis ganz nach zurück zu bewegen und ihr Leben von Kind an aufzurollen .

Du darfst nicht vergessen er hat diese Dinge nicht nur zu dir gesagt, sondern deine Mutter auch angegriffen und das ist eine Vorbildwirkung die sich später genau so negativ auslegen kann . Im Endeffekt bist du doppelt belastet . Aus diesem Grund ratet man Frauen auch zur Trennung, selbst wenn die Kinder so ein VErhalten nur erleben müssen und davon nicht selbst betroffen .

Durch Sport kann man selbstbewusster werden - durch Erfolge und dadurch, dass man sich selbst sagt - man ist gut genug . 

Ansonsten sehe ich an den Ansätzen von mikk viel Gutes das du für dich aus seinem Beitrag rausholen kannst

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11. März um 7:16

Du hast recht. Das liegt in deiner Kindheit. Du konntest kein Selbstbewusstsein aufbauen, weil du immer in Frage gestellt und abgewertet wurdest und weisst jetzt nicht, was andere an dir schätzen können, weil du selbst dich nicht für wertvoll hältst. Aber du bist es!
Ich kenne das von mir selber auch, meine Mutter hat mich oft kleingemacht als ich noch Kind war und mein ganzes Selbstwertgefühl gründet sich eigentlich auf die wenigen Male, wo sie mir Selbstbestätigung gegeben hat und mir gesagt hat, dass ich gut sei und das war lange so, dass ich sehr abhängig von ihrer Meinung war, ohne dass ich das wollte, aber sie wusste immer, welche Knöpfe sie drücken musste, um mich kleinzukriegen oder mich auch aufzubauen.
Es ist bestimmt sehr schwierig für dich, aber du kannst es schaffen. Hast du einen Partner, der hinter dir steht und dich bestätigt oder stellt der dich auch eher infrage? 
Wichtig ist vor allem auch, dass du deinen Kindern das Gefühl gibst, dass sie gut sind, so wie sie sind und vorbehaltlos hinter ihnen stehst. Auch wenn du nicht wirklich daran glaubst, sag ihnen immer, dass sie toll sind und schön und dass dir egal ist, was andere denken.

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12. März um 6:16

Oh ja daran muss ich auf jeden Fall arbeiten, ich muss meine Kinder stärken damit sie später nicht die gleichen Probleme haben wie ich. Es fällt mir oft einfach nur schwer denn wie soll ich jemanden stärken wenn ich selbst nicht stark bin. 
Du schreibst, dass du lange selbst solche Probleme hattest(wg deiner Mutter). Wie hast du geschafft da heraus zu kommen? Gibt es vielleicht hilfreiche Bücher?
LG

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12. März um 8:55

Irgendwie ist das von selbst gekommen, aber es hat lange gedauert. Eigentlich, nachdem andere mir öfter gesagt haben, dass sie meine Mutter schwierig finden. Ich hab auf ihre Meinung nicht mehr so viel gegeben. 
Ich hatte aber auch das Glück,.dass mir andere oft gesagt haben, dass sie mich mögen und auch für Dinge gelobt haben. Und meine Mutter ja auch gelegentlich. Sooo schlimm war sie nicht. So was ist aber enorm wichtig, wenn es einem nicht gut geht, kann man sich daran erinnern und es stärkt dann.
Also lob deine Kinder, wann immer du kannst, sie werden dann das Gefühl bekommen, wertvoll zu sein. Daran muss ich auch noch arbeiten, ich schimpfe auch. 
Bücher gibt es bestimmt auch, weiss jetzt grad aber keine.

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