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Liebe, Freundschaft und Höflichkeit, Mann & Frau

31. März 2010 um 22:36 Letzte Antwort: 14. Dezember 2010 um 15:08

Mir ist klar, daß die folgende Geschichte voller eigener Fehler ist. Allerdings glaube ich offen und ehrlich gegenüber einem Menschen, dem ich mich nahe fühlte, gewesen zu sein. Und sehe mich enttäuscht und sogar getäuscht. Und frage mich, wo genau ich meine Fehler begangen habe. Ich befürchte, bereits in dem Moment in dem ich sie zu schätzen begann.

Die grundsätzliche Geschichte: Wir sind Kollegen, und beide jeweils verheiratet. Vor ca. 2 Jahren begannen wir zu flirten, gemeinsam Kaffee zu trinken, Mittag zu essen, usw. Es ist mir schwer zu sagen wer damit begonnen hat, es hat sich so entwickelt. Sie ist eine intelligente, liebe und attraktive Frau, und es ist nicht schwer sie sympathisch zu finden. Kurz gesagt: Sie war genau mein Fall . Wobei ich meine Liebe zu meiner Frau nie verlor, es war lediglich plötzlich ein zusätzliches Gefühl in mir. Mir erschien das zwar seltsam, und ich hatte das zuvor nie erlebt. Aber es war so.

Die Flirterei stieg mir zu Kopf. Einmal standen wir, ohne Platznot, so nah beieinander, dass unsere Finger sich berührten, und keiner zog die Hand zurück. Ebenso ausgedehnte Gespräche über privates. Ich war immer eher ein Langsambegreifer wenn sich etwas anbahnte, und hier waren die Zeichen für mich überdeutlich.

Seit einigen Monaten ist sie in Elternzeit. Aus Interesse an ihr, und um den Kontakt zu erhalten, fragte ich, ob ich ihr Mails schreiben und anrufen dürfe. Ich fragte mehrfach, und bekam als aufmunternde Antwort immer, dass sie sich darüber freue, aber nicht antworten knne, weil sie mit dem Baby kaum Zeit habe. Das kenne ich aus eigener Erfahrung, und verstand es nur allzu gut.

Ich konnte nicht anders, und sprach sie zaghaft darauf an. Ich schrieb ihr dann sogar zwei sehr offene Mails, in denen ich ihr schließlich meine Gefühle offenbarte. Jedoch betonte ich stets, dass ich keine Affaire mir ihr wolle. Keiner von uns will sich aus den jetzigen Beziehungen trennen. Aber trotzdem ihr meine Gefühle offen sagen wolle, so wie es unter guten Freunden möglich sein muss, und alles andere hätte ich auch als Betrug an ihr und besonders an mir betrachtet. Ich war nichts anderes als offen und ehrlich. Ich war mir sicher, dass unser Kontakt gut genug sei, diese Offenheit zu vertragen. Letztenendes ist es doch nichts anderes als ein großes und ernst gemeintes Kompliment. Und wir hatten zuvor auch schon über privates und Gefühle gesprochen.

Die Reaktion war harsch: Nein, sie habe stets erwartet ich würde sie behandeln wie jeden anderen Kollegen(!). Und sie könne sich eine enge Freundschaft mit mir nicht vorstellen. Außerdem würde sie meine Mails und Anrufe, mit denen ich sie ca. einmal pro Woche zu erreichen versuchte seit sie in Elternzeit ist, "unnormal" finden. Was heißt "normal" in dem Fall? Aufdringlich wollte ich zumindest nie sein, sondern ich hatte, wie gesagt, sogar gefragt und aufmunternde Antworten erhalten. Allerdings habe ich ihr geglaubt, daß sie deshalb nicht antwortet, weil sie, wie sie sagte, keine Zeit habe, sich aber über meine Mails und Anrufe freue. Normalerweise hätte ich ja jemandem, der nicht antwortet, nicht weiter geschrieben.

Ab sofort hielt ich selbstverständlich Funkstille.

Einerseits trifft mich das, denn ich kann ihr Verhalten nicht nachvollziehen. Dass sie mich nicht liebt war mir klar, aber dass sie mich als normalen Kollegen behandeln will, scheint mir nach der Vorgeschichte wie eine fahrlässige Täuschung. Sie war eindeutig mehr als nur nett. Wobei sie das verneint, sie meint, sie sei lediglich höflich gewesen. Die Gespräche gingen klar über die mit einem durchschnittlichen Kollegen hinaus, und die allermeisten meiner Kollegen kenne ich nicht mal beim Namen, geschweige denn esse ich fast täglich zu Mittag mit jedem.

Andererseits macht es mir den "Ausstieg" einfach: Auf jeden, der freundlich tut, harsch abweist, verneint was offensichtlich war, und ausdrücklich höfliche Oberflächlichkeit wünscht, kann ich gut verzichten. Neulich war ich krank, und da schrieb sie mir doch noch eine gute Besserung.

Was aber in mir bleibt ist die Frage was das Ganze eigentlich sollte. Die meisten meiner Kollegen kenne ich nichtmal beim Namen. Den Fehler habe ich wohl begonnen, als ich Gefühle für sie entwickelte, obwohl sie es vielleicht nicht Wert ist. Und ich habe es nicht mal erkannt.

Wie klingt das für euch? Bin ich völlig blind und taub, oder ist euch das auch schonmal passiert? Was soll das?

Hat das noch irgendeinen Sinn?

Danke vorab.

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1. April 2010 um 22:21

Hi Brillengestell
... ich finde, es ist eine echt irre Geschichte !

Deine Gefühle kommen einfach in der Situation, sie versuche zu steuern ist quatsch, denn wofür haben wir sie denn ? Das ist doch gerade das Schöne im Leben, nicht nur mit dem Verstand rumlaufen, sondern leben was gelebt werden soll.

Ich finde es toll, wie du reagiert hast. Du hast dich ihr mitgeteilt, deine Gefühle offengelegt. Das dann so eine Reaktion folgt, kann ja kein Mensch ahnen. Aber sie hilft dir unbewußt auch aus der Sache sehr glimpflich rauszukommen, in dem sie eben das tut, was sie getan hat, dich in die Schranken weisen. Ich möchte nicht dran denken, was gekommen wäre, wenn du erstmal richtig heißgelaufen wärst, in die 100% Verliebtheits-Gefühle verfallen ?

Irre Geschichte, klasse Abgang, oder ?

Viele Grüße,

Fabi

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3. April 2010 um 18:02

Ähnliche situation
bin in einer ähnlichen situation. allerdings ich ohne kinder, er mit zwei. wir telefonieren täglich und schreiben sms. ich habe mich verliebt er sagte geht nicht. nach 3-monatiger funkstille haben wir wieder täglichen kontakt.
für mich wäre es besser es wäre bei der funkstille geblieben.

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6. April 2010 um 15:15
In Antwort auf an0N_1196043599z

Ähnliche situation
bin in einer ähnlichen situation. allerdings ich ohne kinder, er mit zwei. wir telefonieren täglich und schreiben sms. ich habe mich verliebt er sagte geht nicht. nach 3-monatiger funkstille haben wir wieder täglichen kontakt.
für mich wäre es besser es wäre bei der funkstille geblieben.

Ich leider auch...
bei mir war es nicht der Arbeitskollege, sondern im Freundeskreis. Ich vergeben, er vergeben. Momentan herrscht Funkstille und ich werde auf jeden Fall versuchen dies beizubehalten, so sehr es auch schmerzt. Ich frage mich warum es schmerzt, ich bin in einer gut laufenden Beziehung und trotzdem vermisse ich ihn.

@pati604
Ich kann es sehr gut nachvollziehn, das es besser für dich gewesen wäre. Mir geht es genauso

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6. April 2010 um 16:17
In Antwort auf renate_12532159

Ich leider auch...
bei mir war es nicht der Arbeitskollege, sondern im Freundeskreis. Ich vergeben, er vergeben. Momentan herrscht Funkstille und ich werde auf jeden Fall versuchen dies beizubehalten, so sehr es auch schmerzt. Ich frage mich warum es schmerzt, ich bin in einer gut laufenden Beziehung und trotzdem vermisse ich ihn.

@pati604
Ich kann es sehr gut nachvollziehn, das es besser für dich gewesen wäre. Mir geht es genauso

Für was?
ja, ich frage mich oft: welchen sinn gibt das, weshalb ist das so? bin immer der meinung alles im leben macht einen sinn. nur diesen sehe ich nicht .
seine familie ist jetzt im urlaub. morgen kommt er zu mir mittagessen und am donnerstag gehen wir zusammen in ein wellnesscenter.
mein mann weiss davon natürlich nichts. aber der verheiratete mann hat mich noch nie berührt. wir haben uns noch nie geküsst. ich frage mich oft, verwechsle ich freundschaft mit liebe? vielleicht ist es für ihn ja wirklich nur freundschaft.

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7. April 2010 um 10:20
In Antwort auf an0N_1196043599z

Für was?
ja, ich frage mich oft: welchen sinn gibt das, weshalb ist das so? bin immer der meinung alles im leben macht einen sinn. nur diesen sehe ich nicht .
seine familie ist jetzt im urlaub. morgen kommt er zu mir mittagessen und am donnerstag gehen wir zusammen in ein wellnesscenter.
mein mann weiss davon natürlich nichts. aber der verheiratete mann hat mich noch nie berührt. wir haben uns noch nie geküsst. ich frage mich oft, verwechsle ich freundschaft mit liebe? vielleicht ist es für ihn ja wirklich nur freundschaft.

Für was ?
Das sind ganz schön feurige Situationen, in die ihr reingeschliddert seid.
Als Aussenstehender können wir immer leicht sagen, was richtig wäre, da wir gefühlsmäßig nicht drinstecken. Wenn ich aber nur einen kleinen Moment überlege, was wohl alles herauskommt, wenn ihr euren Gefühlen nachgebt, dann ist alles, was vorher war noch problemlos.

Da denke ich an dich Pati, wenn du erstmal im Wellness ihm näher kommst, man unterhält sich, flirtet, berührt sich, dann ist es um einen geschehen, da gibt es dann kein Halten mehr. Freundschaft unter Mann & Frau klappt, aber doch selten, da meist ein Prickeln und Spannung dazukommen, Gefühle die einfach da sind, ohne sie kontrollieren zu können.

Wenn du eine intakte Beziehung führst, frage dich doch mal, wieviel du bereit bist für sie zu geben. Tritt ein anderer Mann in dein Leben, wie gerade geschehen und das ist nicht nur etwas sehr schönes, sondern auch übers Leben gesehen immer mal der Fall, dann liegt es an dir entweder immer wieder nachzugeben, oder eben tief in dir ein festes Gefühl zu haben, bis hier hin und nicht weiter, so schön es ist und so verlockend dein Gegenüber auch sein mag.

Denn was du zu hause hast (dein Mann, feste Beziehung) hat sicherlich einen ganz dicken Pluspunkt ... er steht hinter dir und ihr teilt eure Gefühle, die Beziehung ist im Gleichgewicht, ihr ergänzt euch und sie füllt dich !

Warum solltest du dies aufs Spiel setzen ?
Ist dies nicht so mit deiner jetztigen Beziehung, dann wird dir immer wieder jemand begegnen, der dein von dir empfundenes Gleichgewicht aus den Angeln hebt. Jetzt kannst du für dich eine Entscheidung treffen, die dir helfen wird, viele unangenehme Situationen in der Zukunft erst garnicht entstehen zu lassen.

Ganz liebe Grüße,

Fabi

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7. April 2010 um 22:58
In Antwort auf norina_12523151

Für was ?
Das sind ganz schön feurige Situationen, in die ihr reingeschliddert seid.
Als Aussenstehender können wir immer leicht sagen, was richtig wäre, da wir gefühlsmäßig nicht drinstecken. Wenn ich aber nur einen kleinen Moment überlege, was wohl alles herauskommt, wenn ihr euren Gefühlen nachgebt, dann ist alles, was vorher war noch problemlos.

Da denke ich an dich Pati, wenn du erstmal im Wellness ihm näher kommst, man unterhält sich, flirtet, berührt sich, dann ist es um einen geschehen, da gibt es dann kein Halten mehr. Freundschaft unter Mann & Frau klappt, aber doch selten, da meist ein Prickeln und Spannung dazukommen, Gefühle die einfach da sind, ohne sie kontrollieren zu können.

Wenn du eine intakte Beziehung führst, frage dich doch mal, wieviel du bereit bist für sie zu geben. Tritt ein anderer Mann in dein Leben, wie gerade geschehen und das ist nicht nur etwas sehr schönes, sondern auch übers Leben gesehen immer mal der Fall, dann liegt es an dir entweder immer wieder nachzugeben, oder eben tief in dir ein festes Gefühl zu haben, bis hier hin und nicht weiter, so schön es ist und so verlockend dein Gegenüber auch sein mag.

Denn was du zu hause hast (dein Mann, feste Beziehung) hat sicherlich einen ganz dicken Pluspunkt ... er steht hinter dir und ihr teilt eure Gefühle, die Beziehung ist im Gleichgewicht, ihr ergänzt euch und sie füllt dich !

Warum solltest du dies aufs Spiel setzen ?
Ist dies nicht so mit deiner jetztigen Beziehung, dann wird dir immer wieder jemand begegnen, der dein von dir empfundenes Gleichgewicht aus den Angeln hebt. Jetzt kannst du für dich eine Entscheidung treffen, die dir helfen wird, viele unangenehme Situationen in der Zukunft erst garnicht entstehen zu lassen.

Ganz liebe Grüße,

Fabi

Danke...
Ich muss schon sagen Fabi, das hat mich nocheinmal zum Nachdenken angeregt. Es stimmt, in der jetzigen Beziehung ist alles vertraut und natürlich hat mein Partner dicke Pluspunkte.
Ich schliesse mich dir voll und ganz an. Das dumme ist nur das man immer wieder mal einen Schubs von jemand Aussenstehenden braucht, obwohl das eigentlich nicht sein sollte. Ich weiss nicht wie es bei anderen ist, aber für mich kann ich sagen ich brauche diesen Anstoss. Das Problem von den meisten Menschen ist, das sie viel zu oft vergessen was Sie einander haben bzw. wie man eine gut gehende Beziehung pflegt. Die Werte von früher sind heute nicht mehr so vertreten und obwohl ich das tief in meinem Inneren weiss, wollte ich doch den Fehler machen.
In der jetzigen Beziehung weiß ich was ich habe und das möchte ich nicht aufs Spiel setzen.
Danke

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8. April 2010 um 12:22
In Antwort auf renate_12532159

Danke...
Ich muss schon sagen Fabi, das hat mich nocheinmal zum Nachdenken angeregt. Es stimmt, in der jetzigen Beziehung ist alles vertraut und natürlich hat mein Partner dicke Pluspunkte.
Ich schliesse mich dir voll und ganz an. Das dumme ist nur das man immer wieder mal einen Schubs von jemand Aussenstehenden braucht, obwohl das eigentlich nicht sein sollte. Ich weiss nicht wie es bei anderen ist, aber für mich kann ich sagen ich brauche diesen Anstoss. Das Problem von den meisten Menschen ist, das sie viel zu oft vergessen was Sie einander haben bzw. wie man eine gut gehende Beziehung pflegt. Die Werte von früher sind heute nicht mehr so vertreten und obwohl ich das tief in meinem Inneren weiss, wollte ich doch den Fehler machen.
In der jetzigen Beziehung weiß ich was ich habe und das möchte ich nicht aufs Spiel setzen.
Danke

Stimmt schon aber...
das stimm alles. und was fabi meint hat auch mich zum nachdenken gebracht.
fabi hat auf jedenfall recht und das was man hat muss man immer wieder pflegen. aber wenn in einer beziehung alles i.o. ist, dann kommt man doch gar nicht an den punkt wo eine drittperson noch platz hat.

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8. April 2010 um 14:54
In Antwort auf an0N_1196043599z

Stimmt schon aber...
das stimm alles. und was fabi meint hat auch mich zum nachdenken gebracht.
fabi hat auf jedenfall recht und das was man hat muss man immer wieder pflegen. aber wenn in einer beziehung alles i.o. ist, dann kommt man doch gar nicht an den punkt wo eine drittperson noch platz hat.

Stimmt auch wieder aber...
ich denke mal wenn man in einer Beziehung ist die schon länger hält, über..., sagen wir mal 5 Jahre und es kommt ein dritter, dann ist wieder was neues da, was unbekanntes der einem Schmetterlinge in den Bauch setzt . Wenn dann nur kleinste Unstimmigkeiten in einer bestehenden Beziehung vorhanden sind, lässt man sich leichter verleiten (also ich spreche von mir! was ich mir aber alles durch meinen Kopf gehen lassen)
Wie sieht es bei dir aus? Sind bei euch Unstimmigkeiten?

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8. April 2010 um 15:32
In Antwort auf renate_12532159

Stimmt auch wieder aber...
ich denke mal wenn man in einer Beziehung ist die schon länger hält, über..., sagen wir mal 5 Jahre und es kommt ein dritter, dann ist wieder was neues da, was unbekanntes der einem Schmetterlinge in den Bauch setzt . Wenn dann nur kleinste Unstimmigkeiten in einer bestehenden Beziehung vorhanden sind, lässt man sich leichter verleiten (also ich spreche von mir! was ich mir aber alles durch meinen Kopf gehen lassen)
Wie sieht es bei dir aus? Sind bei euch Unstimmigkeiten?

...
unstimmigkeiten gibt es bei uns eigentlich nicht. es ist eher so das wir einander nichts mehr zu sagen haben. ich bin eine lebhafte person und mein mann sehr ruhig. früher störte mich das nicht, aber jetzt immer wie mehr.
heute treffe ich mich mit meinem bekannten. das erstemal, dass ich mich gar nicht richtig freue. ich fühle mich so unsicher und weiss nicht ob ich fragen soll was das zwischen uns ist. für mich ist es mehr. es ist doch nicht normal das wir täglich telefonieren.
ich habe aber auch angst etwas kaputt zu machen.
was denkst du? nach dem ich ihm im sommer von meinen gefühlen erzählte hatten wir dann auf meinen wunsch abstand (3 monate) seit 5 wochen haben wir jetzt wieder täglichen kontakt. er kam wieder auf mich zu.

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8. April 2010 um 15:45
In Antwort auf an0N_1196043599z

...
unstimmigkeiten gibt es bei uns eigentlich nicht. es ist eher so das wir einander nichts mehr zu sagen haben. ich bin eine lebhafte person und mein mann sehr ruhig. früher störte mich das nicht, aber jetzt immer wie mehr.
heute treffe ich mich mit meinem bekannten. das erstemal, dass ich mich gar nicht richtig freue. ich fühle mich so unsicher und weiss nicht ob ich fragen soll was das zwischen uns ist. für mich ist es mehr. es ist doch nicht normal das wir täglich telefonieren.
ich habe aber auch angst etwas kaputt zu machen.
was denkst du? nach dem ich ihm im sommer von meinen gefühlen erzählte hatten wir dann auf meinen wunsch abstand (3 monate) seit 5 wochen haben wir jetzt wieder täglichen kontakt. er kam wieder auf mich zu.

....
Ich habe dadurch alles kaputt gemacht, wirklich... und das schmerzt... glaub mir, ich würde es gerne rückgängig machen.
ich würde dir raten, behalte es für dich, auch wenn du mehr empfindest. Ich weiss auch dass das ziemlich schwer ist, aber ich denke das man dadurch viel kaputt machen kann. Es ist im endeffekt deine Entscheidung. Ich wünsche es dir, das du es hinbekommst.

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8. April 2010 um 16:02
In Antwort auf renate_12532159

....
Ich habe dadurch alles kaputt gemacht, wirklich... und das schmerzt... glaub mir, ich würde es gerne rückgängig machen.
ich würde dir raten, behalte es für dich, auch wenn du mehr empfindest. Ich weiss auch dass das ziemlich schwer ist, aber ich denke das man dadurch viel kaputt machen kann. Es ist im endeffekt deine Entscheidung. Ich wünsche es dir, das du es hinbekommst.

...
vielen dank für deine antwort.
ich werde sehen wie es sich heute ergibt. irgendwie muss es ja mal ein ende geben.
seit einem jahr läuft es bei so. täglichen kontakt. ich möchte auch nicht so weiter machen.

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8. April 2010 um 16:46
In Antwort auf an0N_1196043599z

...
vielen dank für deine antwort.
ich werde sehen wie es sich heute ergibt. irgendwie muss es ja mal ein ende geben.
seit einem jahr läuft es bei so. täglichen kontakt. ich möchte auch nicht so weiter machen.

...
kein problem.
kannst ja später erzählen wie es gelaufen ist.
bis dann

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8. April 2010 um 18:42
In Antwort auf renate_12532159

...
kein problem.
kannst ja später erzählen wie es gelaufen ist.
bis dann

..wie ist es gelaufen ?
Hallo ihr beiden

das Problem im Leben ist, es gibt nichts ewiges, auch wenn wir es uns noch so oft wünschen und glauben, es wird immer eine Illusion sein.
Eine Partnerschaft ist immer (!) ein miteinander wachsen, ein ständiges sich verändern.
Zwei Menschen, egal ob Mann/Frau, Frau/Frau, oder Mann/Mann, die zusammen durchs Leben gehen, werden sich nach der "rosa-roten" Kennenlernzeit aneinander reiben müssen, ohne das kann keine Beziehung bestehen.
Ist es doch so gekommen, ist die Partnerschaft entweder eingeschlafen, oder beide reden nicht über das, was sie wirklich tief im Innern bedrückt.

Und immer wieder wird es vorkommen, dass ein anderer Mensch unseren Weg kreuzt und das Alte auf den Kopf stellt. Warum ?
Weil die Flügel im Bauch nicht ewig anhalten und die Routine Einzug hält in die Beziehung. Springen wir jetzt sofort drauf an, reißen wir alles Aufgebaute nieder und fangen von vorn an. Zuerst wieder mit der rosa-roten Brille, tolle Zeiten und Flügel im Bauch. Aber auch hier stellt sich nach einiger Zeit wieder Routine ein und so geht es weiter ...

Irgendwann, in einer stillen Stunde, sollten wir uns hinsetzen und mal ganz genau hinhören, was unser Herz wirklich möchte ...

Nein, nicht das ständige "Rosa-Rote", sondern wer genau hinhört merkt, dass wir uns etwas anderes wünschen : Kontinuität.
Eine Beziehung die es schafft, durch alle Fahrwasser des Lebens zu schippern, auch mit "scheiß"-Situationen in denen es nur so kracht, zurecht kommt und genau das verbindet diese zwei Menschen umso mehr, je länger sie in einer Partnerschaft zusammen sind.

Gehn wir dann wieder eine neue Beziehung ein, weil wir denken, der neue Partner bringt mich wieder zurück ins Leben, bleiben wir immer auf der selben Stufe stehen !

Was könnte eine Lösung sein ?
Bewußt werden, was für Euch in einer Beziehung wichtig ist. Zu Beginn der Partnerschaft war es ja sehr nah an den 100%, sonst wären wir ja nicht mit diesem Menschen zusammen gekommen (Ausnahmen sind halbherzige Liebschaften, die hier aber nicht gemeint sind). Wenn nach einiger Zeit die Luft raus geht (was fast immer der Fall ist), zusammen wieder frischen Wind einhauchen, miteinander reden über tiefe Wünsche und einen Nenner finden, welche Basis die Beziehung haben soll, nicht den Partner einfach leben lassen mit all seinen Marotten und Dingen, die er/sie hat schleifen lassen seit dem rosa-roten Beginn und selber verwelken wie eine nicht gegossene Pflanze !

Ganz liebe Grüße,

Fabi

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9. April 2010 um 13:05
In Antwort auf norina_12523151

..wie ist es gelaufen ?
Hallo ihr beiden

das Problem im Leben ist, es gibt nichts ewiges, auch wenn wir es uns noch so oft wünschen und glauben, es wird immer eine Illusion sein.
Eine Partnerschaft ist immer (!) ein miteinander wachsen, ein ständiges sich verändern.
Zwei Menschen, egal ob Mann/Frau, Frau/Frau, oder Mann/Mann, die zusammen durchs Leben gehen, werden sich nach der "rosa-roten" Kennenlernzeit aneinander reiben müssen, ohne das kann keine Beziehung bestehen.
Ist es doch so gekommen, ist die Partnerschaft entweder eingeschlafen, oder beide reden nicht über das, was sie wirklich tief im Innern bedrückt.

Und immer wieder wird es vorkommen, dass ein anderer Mensch unseren Weg kreuzt und das Alte auf den Kopf stellt. Warum ?
Weil die Flügel im Bauch nicht ewig anhalten und die Routine Einzug hält in die Beziehung. Springen wir jetzt sofort drauf an, reißen wir alles Aufgebaute nieder und fangen von vorn an. Zuerst wieder mit der rosa-roten Brille, tolle Zeiten und Flügel im Bauch. Aber auch hier stellt sich nach einiger Zeit wieder Routine ein und so geht es weiter ...

Irgendwann, in einer stillen Stunde, sollten wir uns hinsetzen und mal ganz genau hinhören, was unser Herz wirklich möchte ...

Nein, nicht das ständige "Rosa-Rote", sondern wer genau hinhört merkt, dass wir uns etwas anderes wünschen : Kontinuität.
Eine Beziehung die es schafft, durch alle Fahrwasser des Lebens zu schippern, auch mit "scheiß"-Situationen in denen es nur so kracht, zurecht kommt und genau das verbindet diese zwei Menschen umso mehr, je länger sie in einer Partnerschaft zusammen sind.

Gehn wir dann wieder eine neue Beziehung ein, weil wir denken, der neue Partner bringt mich wieder zurück ins Leben, bleiben wir immer auf der selben Stufe stehen !

Was könnte eine Lösung sein ?
Bewußt werden, was für Euch in einer Beziehung wichtig ist. Zu Beginn der Partnerschaft war es ja sehr nah an den 100%, sonst wären wir ja nicht mit diesem Menschen zusammen gekommen (Ausnahmen sind halbherzige Liebschaften, die hier aber nicht gemeint sind). Wenn nach einiger Zeit die Luft raus geht (was fast immer der Fall ist), zusammen wieder frischen Wind einhauchen, miteinander reden über tiefe Wünsche und einen Nenner finden, welche Basis die Beziehung haben soll, nicht den Partner einfach leben lassen mit all seinen Marotten und Dingen, die er/sie hat schleifen lassen seit dem rosa-roten Beginn und selber verwelken wie eine nicht gegossene Pflanze !

Ganz liebe Grüße,

Fabi

Es war sehr schön
hallo fabi
du hast vollkommen recht. und ich kämpfe seit 1.5 jahren gegen die schlechten gefühle in der ehe. habe mit meinem mann oft geredet. ich bin seine grosse liebe. er ist für mich ein guter freund. wenn ich denke was wäre wenn, dann ist es mir absolut nicht egal ihm weh zu tun. ich lasse mich von der rosaroten brille nicht blenden. bin sehr realistisch und stehe mit beiden beinen auf dem boden. aber wenn zu hause nichts geht, komme halt auch ich ins schwärmen. ja, ist keine entschuldigung.

also zu meinem treffen.
wir haben uns so gut verstanden, viel gelacht und geredet. genial! wie gesagt, bei uns läuft nix. nicht das ihr mir vorwürfe macht, betrogen habe ich meinen mann noch nie!!! mein bekannter und ich haben uns auch noch nie geküsst!!!
nach dem essen liefen wir noch umher und ich fragte ihn, weshalb wir nach dreimonatiger pause wieder einen so intensiven kontakt haben. (tägliche telefonate)
ich sagte ihm, dies sei doch nicht normal, was er bestätigte.

er sagte dann gleich, ich mag dich einfach sehr. wegen der familie, geschäft kann er nichts neues anfangen. dies würde für ihn den finanziellen ruin bedeuten. das stimmt!

tja, so ist es. er sagte nicht er sei in mich verliebt, aber diese aussage spricht doch schon dafür oder?
zwei menschen die mehr für einander empfinden und nicht zusammen sein dürfen. super!
wie es weiter geht wissen wir noch nicht.

was meint ihr dazu?

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9. April 2010 um 14:00
In Antwort auf an0N_1196043599z

Es war sehr schön
hallo fabi
du hast vollkommen recht. und ich kämpfe seit 1.5 jahren gegen die schlechten gefühle in der ehe. habe mit meinem mann oft geredet. ich bin seine grosse liebe. er ist für mich ein guter freund. wenn ich denke was wäre wenn, dann ist es mir absolut nicht egal ihm weh zu tun. ich lasse mich von der rosaroten brille nicht blenden. bin sehr realistisch und stehe mit beiden beinen auf dem boden. aber wenn zu hause nichts geht, komme halt auch ich ins schwärmen. ja, ist keine entschuldigung.

also zu meinem treffen.
wir haben uns so gut verstanden, viel gelacht und geredet. genial! wie gesagt, bei uns läuft nix. nicht das ihr mir vorwürfe macht, betrogen habe ich meinen mann noch nie!!! mein bekannter und ich haben uns auch noch nie geküsst!!!
nach dem essen liefen wir noch umher und ich fragte ihn, weshalb wir nach dreimonatiger pause wieder einen so intensiven kontakt haben. (tägliche telefonate)
ich sagte ihm, dies sei doch nicht normal, was er bestätigte.

er sagte dann gleich, ich mag dich einfach sehr. wegen der familie, geschäft kann er nichts neues anfangen. dies würde für ihn den finanziellen ruin bedeuten. das stimmt!

tja, so ist es. er sagte nicht er sei in mich verliebt, aber diese aussage spricht doch schon dafür oder?
zwei menschen die mehr für einander empfinden und nicht zusammen sein dürfen. super!
wie es weiter geht wissen wir noch nicht.

was meint ihr dazu?

"kaputt machen", und für mich geht es nun leichter
Es ist spannend eure Diskussion zu lesen, vielen Dank!

Die Frage mit dem "kaputt machen" habe ich mir auch gestellt. Habe ich mit meiner Offenheit dieses was-auch-immer da gewesen sein mag, zerstört? Und in pati604's Text die Antwort gelesen: Nein, ganz eindeutig nicht. Das was ich "zerstört" habe, hat so nicht (mehr) existiert. Verloren habe ich lediglich den Irrglauben eine Freundschaft zu haben.

Mir hätte so ein offenes und ehrliches Gespräch wie das von pati604 schon gereicht, um eine Liebesbeziehung ging es mir nicht. Sehr wohl aber um die Ehrlichkeit in etwas, wovon ich hoffte, es sei eine gute Freundschaft.

Durch mehrere Kolleginnen und Kollegen weiß ich mittlerweile, daß von "keiner Zeit" bei meiner "Problemfrau" keine Rede sein kann. Sie läd munter Leute zu Besuch ein, und übernachtet bei einer Freundin, samt Kind.

Sicher ist da mal mehr gewesen. Was ich ihr jedoch klar übel nehme, ist dass sie nicht den Schneid hatte, offen mit mir über meine und ihre Gefühle zu sprechen. Und mir einerseits zu sagen, sie freue sich wenn ich mich melde, mir dann aber nicht von sich aus mitzuteilen dass die Freude verflogen ist. Das grenzt an emotionalen Betrug.

Mir macht es das leichter als ihr es habt: Ich kann mich nun von jemandem, die offensichtlich kein Interesse an mir (mehr) hat, und die zudem die Fähigkeit fehlt, mit mir ehrlich und offen umzugehen, emotional leicht verabschieden. Sie war meine Gefühle leider nicht wert. Mich trifft nun nurnoch die Frage, warum ich so lange gebraucht habe um das zu begreifen.

Zur eigentlichen Frage, kann Offenheit zerstören? Ich meine, ganz klar nein! Denn eine gute Freundschaft oder Liebe erträgt und braucht(!) Offenheit. Und wenn die Offenheit die Bindung zerstört, dann war es weder eine gute Freundschaft, noch eine Liebe, und schlimmer, dem Gegenüber mangelt es möglicherweise an persönlicher Reife.

Ich habe, und würde jederzeit wieder, aussprechen was ich fühle. Und wenn es darüber zerbricht, dann war es nicht wert zu bestehen.

Pati604, ich kenne weder dich noch ihn, aber die Frage, ob er in dich verliebt ist, beantworte ich als Mann mit eindeutig "Ja!". Ob das gut ist, ist eine andere Frage. Du hast es jedenfalls schwieriger als ich, weil sich mein Gegenüber ohnehin als untauglich erwiesen hat.

Warum nicht eine Freundschaft pflegen? Du suchst doch eigentlich keinen neuen Partner? Trotzdem meine ich, dass in einer guten Freundschaft zwischen Mann und Frau die Frage, wie man zueinander steht, unbedingt beantwortet werden muss. Ich halte das für möglich, aber nur mit viel Offenheit und Ehrlichkeit. Dein Bekannter kann offensichtlich mit seinen Gefühlen umgehen, meine Kollegin dagegen nicht. So hast du vielleicht wirklich einen guten Freund gefunden, ich leider nicht.

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9. April 2010 um 14:21
In Antwort auf osbert_12150177

"kaputt machen", und für mich geht es nun leichter
Es ist spannend eure Diskussion zu lesen, vielen Dank!

Die Frage mit dem "kaputt machen" habe ich mir auch gestellt. Habe ich mit meiner Offenheit dieses was-auch-immer da gewesen sein mag, zerstört? Und in pati604's Text die Antwort gelesen: Nein, ganz eindeutig nicht. Das was ich "zerstört" habe, hat so nicht (mehr) existiert. Verloren habe ich lediglich den Irrglauben eine Freundschaft zu haben.

Mir hätte so ein offenes und ehrliches Gespräch wie das von pati604 schon gereicht, um eine Liebesbeziehung ging es mir nicht. Sehr wohl aber um die Ehrlichkeit in etwas, wovon ich hoffte, es sei eine gute Freundschaft.

Durch mehrere Kolleginnen und Kollegen weiß ich mittlerweile, daß von "keiner Zeit" bei meiner "Problemfrau" keine Rede sein kann. Sie läd munter Leute zu Besuch ein, und übernachtet bei einer Freundin, samt Kind.

Sicher ist da mal mehr gewesen. Was ich ihr jedoch klar übel nehme, ist dass sie nicht den Schneid hatte, offen mit mir über meine und ihre Gefühle zu sprechen. Und mir einerseits zu sagen, sie freue sich wenn ich mich melde, mir dann aber nicht von sich aus mitzuteilen dass die Freude verflogen ist. Das grenzt an emotionalen Betrug.

Mir macht es das leichter als ihr es habt: Ich kann mich nun von jemandem, die offensichtlich kein Interesse an mir (mehr) hat, und die zudem die Fähigkeit fehlt, mit mir ehrlich und offen umzugehen, emotional leicht verabschieden. Sie war meine Gefühle leider nicht wert. Mich trifft nun nurnoch die Frage, warum ich so lange gebraucht habe um das zu begreifen.

Zur eigentlichen Frage, kann Offenheit zerstören? Ich meine, ganz klar nein! Denn eine gute Freundschaft oder Liebe erträgt und braucht(!) Offenheit. Und wenn die Offenheit die Bindung zerstört, dann war es weder eine gute Freundschaft, noch eine Liebe, und schlimmer, dem Gegenüber mangelt es möglicherweise an persönlicher Reife.

Ich habe, und würde jederzeit wieder, aussprechen was ich fühle. Und wenn es darüber zerbricht, dann war es nicht wert zu bestehen.

Pati604, ich kenne weder dich noch ihn, aber die Frage, ob er in dich verliebt ist, beantworte ich als Mann mit eindeutig "Ja!". Ob das gut ist, ist eine andere Frage. Du hast es jedenfalls schwieriger als ich, weil sich mein Gegenüber ohnehin als untauglich erwiesen hat.

Warum nicht eine Freundschaft pflegen? Du suchst doch eigentlich keinen neuen Partner? Trotzdem meine ich, dass in einer guten Freundschaft zwischen Mann und Frau die Frage, wie man zueinander steht, unbedingt beantwortet werden muss. Ich halte das für möglich, aber nur mit viel Offenheit und Ehrlichkeit. Dein Bekannter kann offensichtlich mit seinen Gefühlen umgehen, meine Kollegin dagegen nicht. So hast du vielleicht wirklich einen guten Freund gefunden, ich leider nicht.

Danke für deine worte
hallo brillengestell. danke für deine worte. bin so dankbar, dass mich hier niemand verurteilt.

ja, dein gegenüber war alles andere als fair. auch wenn es nur freundschaft war, man ist immer ehrlich wenn es um gefühle geht. sie hat deine gedanken gar nicht verdient.

ich bin sehr froh, muss ich da keine angst haben und kann offen mit ihm reden. (natürlich war es mir etwas unangenehm) aber er reagierte super.
es freut mich sehr, das du als mann - brillengestell, denkst er ist in mich verliebt. ich weiss im moment nützt mir dies nichts und er sagt das ja auch nicht offen. ich denke er will sich auch schützen. aber wer weiss was die zeit noch bringt.
bin einfach froh wenn das ein aussenstehender mann so beurteilt.
einmal sagte mein bekannter wir seien nur kollegen. ich glaubte ihm dann schon nicht recht. war aber verunsichert.
es tut einfach gut wenn ich nicht an jemandem hänge und mich noch lächerlich mache wenn er nur freundschaft möchte. ich hoffe so du hast hier recht. danke

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5. Mai 2010 um 14:35
In Antwort auf an0N_1196043599z

Danke für deine worte
hallo brillengestell. danke für deine worte. bin so dankbar, dass mich hier niemand verurteilt.

ja, dein gegenüber war alles andere als fair. auch wenn es nur freundschaft war, man ist immer ehrlich wenn es um gefühle geht. sie hat deine gedanken gar nicht verdient.

ich bin sehr froh, muss ich da keine angst haben und kann offen mit ihm reden. (natürlich war es mir etwas unangenehm) aber er reagierte super.
es freut mich sehr, das du als mann - brillengestell, denkst er ist in mich verliebt. ich weiss im moment nützt mir dies nichts und er sagt das ja auch nicht offen. ich denke er will sich auch schützen. aber wer weiss was die zeit noch bringt.
bin einfach froh wenn das ein aussenstehender mann so beurteilt.
einmal sagte mein bekannter wir seien nur kollegen. ich glaubte ihm dann schon nicht recht. war aber verunsichert.
es tut einfach gut wenn ich nicht an jemandem hänge und mich noch lächerlich mache wenn er nur freundschaft möchte. ich hoffe so du hast hier recht. danke

Warum nur, warum?
So leicht es fällt in den Texten anderer hier das Offensichtliche zu erkennen und zu benennen, so schwer fällt das im eigenen Schlamassel.

Wie es für mich weiter ging: Ich dachte irgendwann, ich müsse zumindest soweit Gras darüber wachsen lassen daß wir uns nicht anstänkern wenn sie aus der Mutterzeit zurück kehrt. Also schrieb ich einige höfliche Zeilen, nach ca. 7 Wochen Pause. Und bekam einige Tage später ein paar ebenso höfliche Zeilen zurück. Dann war sie einige Tage später da um allen Kollegen in der Firma ihre Tochter vorzuführen. Ich kam auch und gesellte mich zum Rest der Menschentraube.

Soweit alles paletti. Sollte man meinen. Heute erfuhr ich beiläufig von einer Kollegin, daß sie mit ihr und einem anderen Kollegen essen war. Und das tut mir weh!
Ich kenne diese andere Kollegin gut, und es ist ihre beste Freundin. Soweit ich weiß und ihrem Verhalten entnehmen kann, weiß sie nichts. Dieser andere Kollege könnte jeder beliebige sein, und den hat vermutlich ihre beste Freundin mitgeschleift.

Es ist das enttäuschende Gefühl, verliebt gewesen und damit auf Resonanz gestoßen zu sein. Auf der gegenüber liegenden Seite ist die Resonanz erkaltet, aber sie hat mir dies nicht mitgeteilt. Und dann noch als beiläufige Bekanntschaft geleugnet und gemieden zu werden. Und anstatt mich angewidert abzuwenden versetzt es mir einen Stich! Das Leugnen schmerzt am meisten!
Jede einzelne andere Frau der ich mich je offenbart habe hat mich ehrlich und fair behandelt. Keine hat mich oder sich geleugnet. Obwohl natürlich nicht jede meine Gefühle im gleichen Maß erwidert hat.

Warum nur, warum? Warum kann ich lesen und begreifen wie offensichtlich die Lösung für mich selbst sein könnte, diese aber für mich selbst im Gefühl nicht begreifen? Warum musste ich der Reihe jemals angebetener und liebenswerter Frauen, die ich alle bis heute schätze, eine hinzufügen, die ich zwar anbete, deren Liebenswürdigkeit rational betrachtet aber fraglich ist? Ich hatte doch sonst ein gutes Gespür, zumindest glaubte ich das immer!

Und das, wo das doch alles völlig egal ist. Ich bin glücklich verheiratet, sie auch, ich habe meine Freunde... ?!?! Was geschieht mir da?

Na gut. Ich bin nicht ihre beste Freundin. Was für ein Blödsinn!

Ein Gruß an alle unglücklich Verliebten! Es ist wunderbar und grausam zugleich, und entbehrt jeder Logik! Sind wir reicher oder ärmer als die Nichtverliebten?

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10. Mai 2010 um 21:47
In Antwort auf osbert_12150177

Warum nur, warum?
So leicht es fällt in den Texten anderer hier das Offensichtliche zu erkennen und zu benennen, so schwer fällt das im eigenen Schlamassel.

Wie es für mich weiter ging: Ich dachte irgendwann, ich müsse zumindest soweit Gras darüber wachsen lassen daß wir uns nicht anstänkern wenn sie aus der Mutterzeit zurück kehrt. Also schrieb ich einige höfliche Zeilen, nach ca. 7 Wochen Pause. Und bekam einige Tage später ein paar ebenso höfliche Zeilen zurück. Dann war sie einige Tage später da um allen Kollegen in der Firma ihre Tochter vorzuführen. Ich kam auch und gesellte mich zum Rest der Menschentraube.

Soweit alles paletti. Sollte man meinen. Heute erfuhr ich beiläufig von einer Kollegin, daß sie mit ihr und einem anderen Kollegen essen war. Und das tut mir weh!
Ich kenne diese andere Kollegin gut, und es ist ihre beste Freundin. Soweit ich weiß und ihrem Verhalten entnehmen kann, weiß sie nichts. Dieser andere Kollege könnte jeder beliebige sein, und den hat vermutlich ihre beste Freundin mitgeschleift.

Es ist das enttäuschende Gefühl, verliebt gewesen und damit auf Resonanz gestoßen zu sein. Auf der gegenüber liegenden Seite ist die Resonanz erkaltet, aber sie hat mir dies nicht mitgeteilt. Und dann noch als beiläufige Bekanntschaft geleugnet und gemieden zu werden. Und anstatt mich angewidert abzuwenden versetzt es mir einen Stich! Das Leugnen schmerzt am meisten!
Jede einzelne andere Frau der ich mich je offenbart habe hat mich ehrlich und fair behandelt. Keine hat mich oder sich geleugnet. Obwohl natürlich nicht jede meine Gefühle im gleichen Maß erwidert hat.

Warum nur, warum? Warum kann ich lesen und begreifen wie offensichtlich die Lösung für mich selbst sein könnte, diese aber für mich selbst im Gefühl nicht begreifen? Warum musste ich der Reihe jemals angebetener und liebenswerter Frauen, die ich alle bis heute schätze, eine hinzufügen, die ich zwar anbete, deren Liebenswürdigkeit rational betrachtet aber fraglich ist? Ich hatte doch sonst ein gutes Gespür, zumindest glaubte ich das immer!

Und das, wo das doch alles völlig egal ist. Ich bin glücklich verheiratet, sie auch, ich habe meine Freunde... ?!?! Was geschieht mir da?

Na gut. Ich bin nicht ihre beste Freundin. Was für ein Blödsinn!

Ein Gruß an alle unglücklich Verliebten! Es ist wunderbar und grausam zugleich, und entbehrt jeder Logik! Sind wir reicher oder ärmer als die Nichtverliebten?

Kann die Offenlegung der Gefühle in ein
in einer Freundschaft nicht auch massive Probleme mit sich bringen wenn dieses erwidert werden?
Ich kann euren Gedankengängen folgen was die Offenheit anbelangt, aber kann es sich nicht ganz schnell zu einem Spiel mit dem Feuer entwickeln?? Ich stehe momentan irgendwo an diesem Punkt das ich mich zu einem guten Freund sehr stark hingezogen fühle, geht definitiv in Richtung Verliebtheit... er ist 10 Jahre jünger als ich (33, 23), bringt mich zu lachen haben sehr gute Gespräche. Ich lebe in einer Beziehung seit 8 Jahren, sicher ist es das die Schmetterlinge weg sind, aber mein Partner ist für mich der Mann mit welchen ich alt werden will, wo es eine Zukunft gibt, welchen ich liebe.
Ich bin ein rational denkender Mensch, was ist wenn ich ihm sage das ich irgendwie verliebt bin. Mache ich da nicht definitiv nicht mehr kaputt? Ich überlege einfach was ist wenn er ebenso empfindet?? Könnte ich dann für mich die Hand ins Feuer legen das ich nicht in etwas reinrutsche womit ich mehr kaputt mache, sei es das ich meine Partnerschaft aufs Spiel setze oder eben diese Freundschaft??
Liebes Brillengestell möglicherweise klingt es hart was ich schreibe aber vielleicht bist du noch mit einem blauen Auge davon gekommen, was wäre wenn sie es dir geschrieben hätte das Sie ebenso empfindet?? Könntest du wirklich zu 100% ausschließen das dennoch nie mehr passieren wäre??
Ich kann es für mich nicht, und tendiere momentan für mich eher zu einem Zeitweiligen Kontaktabbruch.

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11. Mai 2010 um 14:01
In Antwort auf sydne_12751073

Kann die Offenlegung der Gefühle in ein
in einer Freundschaft nicht auch massive Probleme mit sich bringen wenn dieses erwidert werden?
Ich kann euren Gedankengängen folgen was die Offenheit anbelangt, aber kann es sich nicht ganz schnell zu einem Spiel mit dem Feuer entwickeln?? Ich stehe momentan irgendwo an diesem Punkt das ich mich zu einem guten Freund sehr stark hingezogen fühle, geht definitiv in Richtung Verliebtheit... er ist 10 Jahre jünger als ich (33, 23), bringt mich zu lachen haben sehr gute Gespräche. Ich lebe in einer Beziehung seit 8 Jahren, sicher ist es das die Schmetterlinge weg sind, aber mein Partner ist für mich der Mann mit welchen ich alt werden will, wo es eine Zukunft gibt, welchen ich liebe.
Ich bin ein rational denkender Mensch, was ist wenn ich ihm sage das ich irgendwie verliebt bin. Mache ich da nicht definitiv nicht mehr kaputt? Ich überlege einfach was ist wenn er ebenso empfindet?? Könnte ich dann für mich die Hand ins Feuer legen das ich nicht in etwas reinrutsche womit ich mehr kaputt mache, sei es das ich meine Partnerschaft aufs Spiel setze oder eben diese Freundschaft??
Liebes Brillengestell möglicherweise klingt es hart was ich schreibe aber vielleicht bist du noch mit einem blauen Auge davon gekommen, was wäre wenn sie es dir geschrieben hätte das Sie ebenso empfindet?? Könntest du wirklich zu 100% ausschließen das dennoch nie mehr passieren wäre??
Ich kann es für mich nicht, und tendiere momentan für mich eher zu einem Zeitweiligen Kontaktabbruch.

Das ist eine schwierige Frage
Das klingt keineswegs hart! Selbstverständlich hast du Recht, und um eines vorweg zu nehmen, wenn sie mir um den Hals gefallen wäre dann weiß ich nicht was ich getan hätte. Das Experiment hat nicht stattgefunden, und ich behaupte in keiner Weise, ich hätte die Kraft gehabt, ihr zu widerstehen. Eher im Gegenteil.

Ich hatte nie beabsichtigt, mich in sie zu verlieben, und es hat mich sehr beschäftigt, daß ich es mir dennoch geschah. Ich erklärte es mir damit, daß sie halt eine tolle Frau ist, und ich als Mann dafür empfänglich bin. Für eine Weile wohnten zwei Herzen in meiner Brust, und das hatte ich noch nie erlebt. Seit ich meine Frau kennen lernte habe ich auf andere Frauen zwar freundlich aber irgendwie leidenschaftslos reagiert.

Ich habe die Geschichte eingekürzt, und vielleicht hätte ich das an einigen Stellen nicht tun sollen: Ich hatte einmal Andeutungen gemacht, die sie jedoch denke ich nicht verstanden hat. Das Ereignis mit dem "Fast-Händchenhalten" erfolgte einige Monate später, und etwa zwei Wochen danach habe ich ihr ein sehr persönliches Geschenk in Versform geschrieben. Sie hat es richtig interpretiert, und sich darüber betont unterkühlt "gefreut". Und mir mitgeteilt, ich solle nicht soviel Zeit in sie investieren damit niemand verletzt würde. Das ist natürlich vernünftig, hat mich damals nach dem Vorspiel dennoch ziemlich getroffen.

Mein direktes Ansprechen erfolgte ca. ein Jahr danach. Damit, daß sie mir um den Hals fallen könnte habe ich zu dem Zeitpunkt garantiert nicht gerechnet. Den Anlauf habe ich aus einer Mischung von zwei Gründen unternommen. Einerseits weil ich eine Freundschaft mit ihr nur auf der Grundlage wollte, daß beide Seiten die Gefühle des anderen kennen, verstehen, respektieren, akzeptieren und frei darüber sprechen können. Ansonsten lebe ich besser ohne sie. Zweitens, da schon damit zu rechnen war wie es endet, in einem letzten Akt soweit ehrlich zu bleiben wie die Situation erlaubt, und ann die ganze Sache einfach zu beerdigen: Da ich emotional tiefer drin steckte als sie musste ich auf sie weniger Rücksicht nehmen als auf mich selbst.
So gesehen habe ich das komplette Feuerwerk abgefackelt. Spaß muß schließlich sein! Sie hatte dem wenig entgegenzusetzen, und darüber möglicherweise einfach die Flucht ergriffen. Und das erscheint mir jetzt irgendwas zwischen verständlich und enttäuschend.

In der Situation des offenen Ansprechens liegt eine Asymmetrie zwischen Mann und Frau: Für den Mann liegt es bereits im traditionell erwarteten, für die Frau erst im modernen. Die Entscheidung ob für oder gegen eine Beziehung liegt immernoch eher bei der Frau (so wie alle wirklich wichtigen Entscheidungen im Leben eher weiblich getroffen werden, und selbst die unwichtigen müssen wir Männer uns nun noch streitig machen lassen .
Als Mann kann man deshalb viel entspannter aufschlagen: Erstens tut man ohnehin nur was man darf und muß, und zweitens ist das "Risiko", daß daraus was wird, zunächst mal begrenzt. So gesehen ist das offene Ansprechen ein Stück weit egal, für den Mann.
Die Frau hat es schwerer, sie muß nicht nur die Tradition überwinden, was selbst heutzutage nicht leicht fällt, sondern kann als traditionelle Entscheidungsträgerin schlechter eine Frage mit offener Antwort stellen.

Ob man was kaputt macht? Meiner Meinung nach nichts was existiert. Eine Freundschaft, in der einer verliebt ist, kann meiner Meinung nach nur dann funktionieren, wenn das von beiden Seiten gewusst und akzeptiert wird. Alles andere ist eine Form von Lüge, und darauf lassen sich weder eine Liebe noch eine Freundschaft bauen. Was du verlieren kannst ist den Glauben, einen Menschen zu kennen, mit dem du über alles sprechen kannst. Allerdings hast du diesen Menschen nie gehabt, sondern nur den (Irr-)Glauben. Der kann sich sehr wohl in Luft auflösen. Ich sehe das als Schritt nach vorne.

Außerdem, laß dir sagen, es befreite meine Seele! Ich verlor einen Irrglauben, und gewann meine Freiheit. Das finde ich einen guten Tausch! Aussichtslos war es ja von Anfang an,

Ich habe keinen Rat für dich. Einerseits würde ich sagen es ist besser ehrlich zu sein, denn damit kannst du dich befreien. Andererseits ist es vielleicht auch aussichtslos, und was lohnt es sich ein Risiko einzugehen wo es nichts zu gewinnen gibt?

Anders gefragt, weißt du sicher was du willst? Eine Affaire, einen Freund, eine neue Beziehung? Ist vielleicht das Problem weniger die Frage, ob du offenlegen sollst, als vielmehr die, was du erreichen willst? Wenn die Freundschaft auf der Lüge erhalten bleibt, daß du keine Gefühle für ihn hast, ist es dann noch eine Freundschaft? Ich meine, es bleibt nur dann eine Freundschaft, wenn beide Seiten die Gefühle wissen, und damit umgehen können. Dieser Schritt ist in meinem Fall gescheitert.

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11. Mai 2010 um 19:04
In Antwort auf osbert_12150177

Das ist eine schwierige Frage
Das klingt keineswegs hart! Selbstverständlich hast du Recht, und um eines vorweg zu nehmen, wenn sie mir um den Hals gefallen wäre dann weiß ich nicht was ich getan hätte. Das Experiment hat nicht stattgefunden, und ich behaupte in keiner Weise, ich hätte die Kraft gehabt, ihr zu widerstehen. Eher im Gegenteil.

Ich hatte nie beabsichtigt, mich in sie zu verlieben, und es hat mich sehr beschäftigt, daß ich es mir dennoch geschah. Ich erklärte es mir damit, daß sie halt eine tolle Frau ist, und ich als Mann dafür empfänglich bin. Für eine Weile wohnten zwei Herzen in meiner Brust, und das hatte ich noch nie erlebt. Seit ich meine Frau kennen lernte habe ich auf andere Frauen zwar freundlich aber irgendwie leidenschaftslos reagiert.

Ich habe die Geschichte eingekürzt, und vielleicht hätte ich das an einigen Stellen nicht tun sollen: Ich hatte einmal Andeutungen gemacht, die sie jedoch denke ich nicht verstanden hat. Das Ereignis mit dem "Fast-Händchenhalten" erfolgte einige Monate später, und etwa zwei Wochen danach habe ich ihr ein sehr persönliches Geschenk in Versform geschrieben. Sie hat es richtig interpretiert, und sich darüber betont unterkühlt "gefreut". Und mir mitgeteilt, ich solle nicht soviel Zeit in sie investieren damit niemand verletzt würde. Das ist natürlich vernünftig, hat mich damals nach dem Vorspiel dennoch ziemlich getroffen.

Mein direktes Ansprechen erfolgte ca. ein Jahr danach. Damit, daß sie mir um den Hals fallen könnte habe ich zu dem Zeitpunkt garantiert nicht gerechnet. Den Anlauf habe ich aus einer Mischung von zwei Gründen unternommen. Einerseits weil ich eine Freundschaft mit ihr nur auf der Grundlage wollte, daß beide Seiten die Gefühle des anderen kennen, verstehen, respektieren, akzeptieren und frei darüber sprechen können. Ansonsten lebe ich besser ohne sie. Zweitens, da schon damit zu rechnen war wie es endet, in einem letzten Akt soweit ehrlich zu bleiben wie die Situation erlaubt, und ann die ganze Sache einfach zu beerdigen: Da ich emotional tiefer drin steckte als sie musste ich auf sie weniger Rücksicht nehmen als auf mich selbst.
So gesehen habe ich das komplette Feuerwerk abgefackelt. Spaß muß schließlich sein! Sie hatte dem wenig entgegenzusetzen, und darüber möglicherweise einfach die Flucht ergriffen. Und das erscheint mir jetzt irgendwas zwischen verständlich und enttäuschend.

In der Situation des offenen Ansprechens liegt eine Asymmetrie zwischen Mann und Frau: Für den Mann liegt es bereits im traditionell erwarteten, für die Frau erst im modernen. Die Entscheidung ob für oder gegen eine Beziehung liegt immernoch eher bei der Frau (so wie alle wirklich wichtigen Entscheidungen im Leben eher weiblich getroffen werden, und selbst die unwichtigen müssen wir Männer uns nun noch streitig machen lassen .
Als Mann kann man deshalb viel entspannter aufschlagen: Erstens tut man ohnehin nur was man darf und muß, und zweitens ist das "Risiko", daß daraus was wird, zunächst mal begrenzt. So gesehen ist das offene Ansprechen ein Stück weit egal, für den Mann.
Die Frau hat es schwerer, sie muß nicht nur die Tradition überwinden, was selbst heutzutage nicht leicht fällt, sondern kann als traditionelle Entscheidungsträgerin schlechter eine Frage mit offener Antwort stellen.

Ob man was kaputt macht? Meiner Meinung nach nichts was existiert. Eine Freundschaft, in der einer verliebt ist, kann meiner Meinung nach nur dann funktionieren, wenn das von beiden Seiten gewusst und akzeptiert wird. Alles andere ist eine Form von Lüge, und darauf lassen sich weder eine Liebe noch eine Freundschaft bauen. Was du verlieren kannst ist den Glauben, einen Menschen zu kennen, mit dem du über alles sprechen kannst. Allerdings hast du diesen Menschen nie gehabt, sondern nur den (Irr-)Glauben. Der kann sich sehr wohl in Luft auflösen. Ich sehe das als Schritt nach vorne.

Außerdem, laß dir sagen, es befreite meine Seele! Ich verlor einen Irrglauben, und gewann meine Freiheit. Das finde ich einen guten Tausch! Aussichtslos war es ja von Anfang an,

Ich habe keinen Rat für dich. Einerseits würde ich sagen es ist besser ehrlich zu sein, denn damit kannst du dich befreien. Andererseits ist es vielleicht auch aussichtslos, und was lohnt es sich ein Risiko einzugehen wo es nichts zu gewinnen gibt?

Anders gefragt, weißt du sicher was du willst? Eine Affaire, einen Freund, eine neue Beziehung? Ist vielleicht das Problem weniger die Frage, ob du offenlegen sollst, als vielmehr die, was du erreichen willst? Wenn die Freundschaft auf der Lüge erhalten bleibt, daß du keine Gefühle für ihn hast, ist es dann noch eine Freundschaft? Ich meine, es bleibt nur dann eine Freundschaft, wenn beide Seiten die Gefühle wissen, und damit umgehen können. Dieser Schritt ist in meinem Fall gescheitert.

Was ich will,
einen Freund.
Affäre kommt nicht in Frage einfach schon auf Grund dessen was ich empfinde. Eine Beziehung kommt auch nicht in Frage da ich meinen Partner liebe, ich denke nach 8 Jahren Beziehung kann man gut Verliebtheit von Liebe unterscheiden.
Ich bin mir dessen bewusst was ich in der Freundschaft suche, zu dem was mir in meiner Beziehung irgendwo fehlt. Anderseits sind das aber auch die Punkte die mich in einer Beziehung nerven würden. Mein Lebensgefährte ist so ein ganz vernünftiger, er steht mit beiden Beinen auf dem Boden ich meine er ist 37 Jahre alt. Ich sehe uns irgendwann bei uns im Garten mit 80 Jahren auf ner Bank unter einem Baum sitzen und Händchen halten.
Wogegen ich nenne Ihn mal Andre so ein kleiner 23 Jähriger Rotzlöffel ist. Er provoziert mich, zwingt mich oft dazu in meiner Denkweise auszubrechen, was mir Spaß macht.
Er hat mich vor ca. 1 Monat mit auf eine Party in seinen Freundeskreis genommen er wollte austesten inwieweit ich Gesellschaftsfähig bin, zwischen einen Haufen Anfang 20ig Jähriger. Ich muss sagen es war ein sehr interessanter Abend.
Allerdings wäre es an diesem Abend auch beinahe zu einem Kuss gekommen zwischen uns, ich habe abgeblockt und nein gesagt. Er meinte nur er bekommt immer was er will, ich schiebe das einfach mal auf den Alkohol diese Aussage. Kannst ja mal sagen was du davon hältst?
Was allerdings war, das wir den ganzen Abend gekuschelt haben und uns auch gestreichelt haben, allerdings war keine der Stellen verfänglich. Wir hatten auch ziemlich tiefe Gespräche, hier ist ein Punkt wo er gegenüber meinem Partner Vorteile hat, wie haben beide eine schwierige Kindheit hinter uns das verbindet. Dieses ist wirklich ein Punkt wo ich bei Andre eher das Gefühl des Verstehens habe, es gibt einfach Dinge die kann man nicht erfassen, begreifen wenn man es nicht selber erlebt hat.
Ich habe Ihn ein paar Tage später darauf eine Mail geschrieben, in welcher ich auch geschrieben habe das mir schon manchmal komische Ideen durch den Kopf geistern, wenn er mich so ansieht, dass mir aber die Freundschaft wichtiger ist.
Momentan ist es auch so dass ich massiv das Gefühl habe das er mich Eifersüchtig machen will, wenn wir uns früher gesehen haben, kam es mal vor das er eine SMS gesendet hat. Das letzte mal hat er die ganze Zeit mit einem Mädel geschrieben mit der Begründung das ich ihn ja immer sagen würde das er so unausgeglichen ist, also sucht er sich nun was zu poppen. Ich war stinksauer, seitdem ist auch etwas Eiszeit.

Ich merke dass ich Krampfig werde, anfange mit Rumzicken er reagiert teilweise Aggressiv auf mich und versucht Streit anzufangen. Wenn ich so was im Freundeskreis mitbekomme würde ich nur sagen, geht mal miteinander in die Kiste und bringt es hinter euch
Sollte ich Ihm nun in irgendeiner Form sagen was ich empfinde und das ich Eifersüchtig bin... wie würde er wohl reagieren??
Er zieht sich zurück, oder er würde versuchen mich über kurz oder lang weichzuklopfen. Ich denke nicht das er in der Lage wäre es einfach so anzunehmen und weiterhin einen auf nur guten Freund zumachen. Weil dieses nicht seinem Temperament entspricht und irgendwo muss ich ihm ja zugestehen das er noch jung ist... Ich würde wahrscheinlich dann erst recht seinem Jagdtrieb wecken Vielleicht wäre dieses möglich wenn er irgendwann in einer Beziehung steckt, aber ich hoffe das ich bis dahin genug an ihm finde um mich zu entlieben.
Das was du von der Freiheit geschrieben hast, welche du wieder erlangt hast und das Du deine Seele wieder bekommen hast verstehe ich nur zu gut. Wenn ich nur schon so weit wäre wenn ich möglicherweise 100% wüsste das er sich von mir zurückzieht wenn ich es sage, würde ich es wohl tun. Aber irgendwie glaube ich nicht das er so reagiert. Ich denke das Risiko hier eher ein Spiel mit dem Feuer zu beginnen, ist gegeben?
Wie heißt es Herz und Kopf sollten im Einklang sein Was André betrifft wäre ich glücklich wenn se Freundschaftlich miteinander verkehren.

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14. Dezember 2010 um 14:38

Sie hat soeben den Kontakt für beendet erklärt.
Sie ist seit zweieinhalb Monaten aus der Elternzeit zurück. Sie lud mich einige Male von sich aus, und ich einige Male von mir aus, zum Kaffee ein. So ganz wie früher wurde es nie, anders als damals war für mich sichtbar, daß die Stimmung abgekühlt ist. Ich glaubte, daß renke sich wieder ein. Dabei habe ich versucht den Kontakt zu halten, und war dabei meiner Einschätzung nach ohne Tadel höflich und warmherzig und achtete darauf, nicht belästigend zu sein. Mit einer Ausnahme, als wir bei einem Thema die Arbeit betreffend verschiedener Meinung waren, unglücklicherweise hatte das jemand aus ihrer Abteilung "verbockt".

Ein weiteres Mal habe ich mich in ihr getäuscht! Soeben teilte sie mir mit, ich würde ihr ein wenig zu viel "folgen", wie sie im Firmen-Chatprogramm schrieb. Ich antwortete, daß ich mir nicht bewusst war, daß sie sich verfolgt fühle, und schrieb, daß ich wohl immer Probleme gehabt habe zu erkennen, ob sie sich über meine Gegenwart freue oder nicht. Daß es mir Schwierigkeiten bereite, wenn sie sage "Keine Zeit", weil ich das wörtlich als nur halt eben "Keine Zeit" verstünde, und nicht wisse, ob es heißen solle, daß sie nicht wolle. Daß ich ihr, obwohl ich nun erkennen müsse, nicht mehr bald mit ihr zu einem entspannten Verhältnis zurückkehren zu können, dankbar sei, ein offenes und ehrliches Gespräch zu beginnen. Denn es sei immer schwer gewesen, mit ihr offen und ehrlich zu sprechen.

Worauf sie antwortete, daß sie nicht sprechen wolle. Sie erklärte, daß sie immer geglaubt habe, der Kontakt sei höflich und normal gewesen. Und sie entschuldigte sich für ihr Mißverständnis. Nun sei es Zeit, "es zu lassen".

Ohne jeden Zweifel eindeutig, das endgültige Ende unseres Kontaktes. Ich kann und werde keinen Kontakt mehr zu ihr suchen, außer daß ich mich dann als Stalker bezeichnen müsste ist es ja eine eklatante Verschwendung meiner Zeit und Emotionen. Außerdem arbeiten wir in der gleichen Firma, aber sie ist groß genug um sich aus dem Weg zu gehen.

Vom Zwischenmenschlichen kann ich es nicht begreifen! Ich bin doch nicht doof! Da war was! Und daß sie nicht gemerkt hat, daß ich Gefühle entwickelt hatte, mal ganz unabhängig ob sie welche hatte, kann ich wenn nicht als Lüge, nur als unglaubliche empathische Intelligenzlosigkeit verstehen. Mann, ich war nun wirklich klar genug! Auch zwischen den Worten. Sie übrigens auch, wie gesagt, da war was. In ihrer Wortwahl heißt das "unnormal".

Liebe Frauen die ihr das hier lest und mir zu Verstehen helfen wollt, werdet ihr wirklich manchmal von einem verliebten Freund überrascht oder ahnt ihr das nicht schon lange zuvor? Ist euch der verliebte und "geständige" Freund, tadelloser Anstand und Höflichkeit vorausgesetzt, zuwider?

Ein Gutes hat es. Heute ist Tag eins des "Ich habe es hinter mir". Zumindest mit dieser Frau . Das Leben geht schließlich weiter.

Danke für Antworten, denn ich liege irgendwie am Boden.

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14. Dezember 2010 um 15:08
In Antwort auf osbert_12150177

Sie hat soeben den Kontakt für beendet erklärt.
Sie ist seit zweieinhalb Monaten aus der Elternzeit zurück. Sie lud mich einige Male von sich aus, und ich einige Male von mir aus, zum Kaffee ein. So ganz wie früher wurde es nie, anders als damals war für mich sichtbar, daß die Stimmung abgekühlt ist. Ich glaubte, daß renke sich wieder ein. Dabei habe ich versucht den Kontakt zu halten, und war dabei meiner Einschätzung nach ohne Tadel höflich und warmherzig und achtete darauf, nicht belästigend zu sein. Mit einer Ausnahme, als wir bei einem Thema die Arbeit betreffend verschiedener Meinung waren, unglücklicherweise hatte das jemand aus ihrer Abteilung "verbockt".

Ein weiteres Mal habe ich mich in ihr getäuscht! Soeben teilte sie mir mit, ich würde ihr ein wenig zu viel "folgen", wie sie im Firmen-Chatprogramm schrieb. Ich antwortete, daß ich mir nicht bewusst war, daß sie sich verfolgt fühle, und schrieb, daß ich wohl immer Probleme gehabt habe zu erkennen, ob sie sich über meine Gegenwart freue oder nicht. Daß es mir Schwierigkeiten bereite, wenn sie sage "Keine Zeit", weil ich das wörtlich als nur halt eben "Keine Zeit" verstünde, und nicht wisse, ob es heißen solle, daß sie nicht wolle. Daß ich ihr, obwohl ich nun erkennen müsse, nicht mehr bald mit ihr zu einem entspannten Verhältnis zurückkehren zu können, dankbar sei, ein offenes und ehrliches Gespräch zu beginnen. Denn es sei immer schwer gewesen, mit ihr offen und ehrlich zu sprechen.

Worauf sie antwortete, daß sie nicht sprechen wolle. Sie erklärte, daß sie immer geglaubt habe, der Kontakt sei höflich und normal gewesen. Und sie entschuldigte sich für ihr Mißverständnis. Nun sei es Zeit, "es zu lassen".

Ohne jeden Zweifel eindeutig, das endgültige Ende unseres Kontaktes. Ich kann und werde keinen Kontakt mehr zu ihr suchen, außer daß ich mich dann als Stalker bezeichnen müsste ist es ja eine eklatante Verschwendung meiner Zeit und Emotionen. Außerdem arbeiten wir in der gleichen Firma, aber sie ist groß genug um sich aus dem Weg zu gehen.

Vom Zwischenmenschlichen kann ich es nicht begreifen! Ich bin doch nicht doof! Da war was! Und daß sie nicht gemerkt hat, daß ich Gefühle entwickelt hatte, mal ganz unabhängig ob sie welche hatte, kann ich wenn nicht als Lüge, nur als unglaubliche empathische Intelligenzlosigkeit verstehen. Mann, ich war nun wirklich klar genug! Auch zwischen den Worten. Sie übrigens auch, wie gesagt, da war was. In ihrer Wortwahl heißt das "unnormal".

Liebe Frauen die ihr das hier lest und mir zu Verstehen helfen wollt, werdet ihr wirklich manchmal von einem verliebten Freund überrascht oder ahnt ihr das nicht schon lange zuvor? Ist euch der verliebte und "geständige" Freund, tadelloser Anstand und Höflichkeit vorausgesetzt, zuwider?

Ein Gutes hat es. Heute ist Tag eins des "Ich habe es hinter mir". Zumindest mit dieser Frau . Das Leben geht schließlich weiter.

Danke für Antworten, denn ich liege irgendwie am Boden.

Kleine zusätzliche Bemerkung
...
Worauf sie antwortete, daß sie nicht sprechen wolle. Sie erklärte, daß sie immer geglaubt habe, der Kontakt sei höflich und normal gewesen.

Ich vergaß hier einen Satz: "Ihr sei mein Verhalten seltsam vorgekommen, und habe Abstand gesucht. Das sei mehr als einmal passiert."

Und sie entschuldigte sich für ihr Mißverständnis. Nun sei es Zeit, "es zu lassen".
...

Na gut, nun hat sie die Notbremse gezogen. Ich bin also etwas weswegen man ihrer Meinung nach die Notbremse ziehen muß.

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