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Leidensdruck

16. Februar um 23:48 Letzte Antwort: 29. März um 19:31

Hallo liebes Forum!

Nachdem ich jetzt seit Langem stiller Mitleser war, wollt ich mich nun auch mal zu Wort melden.
Im Grunde hab ich keine konkrete Fragestellung, aber vllt hat ja jemand ne hilfreiche Meinung dazu

Und zwar schreibe ich, weil mich mein Verstand so langsam wirklich mürbe macht.
Ich bin m/24, lebe allein in nem kleinen Örtchen und bin Schichtarbeiter in einer Gießerei. Im Grunde bin ich weitestgehend vereinsamt; hab keine Freunde, meide den Kontakt zu meinen Eltern, hab zu meinen beiden Schwestern nicht wirklich Kontakt und hatte noch nie ne Freundin oder irgendwas, was in die Richtung ginge.
Das war sozusagen auch schon immer so. Lieblose Kindheit, Mobbing, Außenseiterdasein - wie schon tausend mal gelesen.

Vor vier Jahren war es dann soweit, dass ich in die hiesige Psychatrie eingeliefert wurde. War kurz in der Geschlossenen, anschließend anderweitig ambulant unterwegs, bis es nicht mehr ging und ich diesmal in der Offenen untergebracht wurde; abschließend Tagesklinik. Diagnose schwere Depression. Anderthalb Jahre verschiedene leichte Antidepressiva und Schlafförderer (?) eingenommen; letztlich abgesetzt. Scheiß Nebenwirkungen, scheiß Wirkungen.

Seitdem bin ich jedenfalls in Arbeits- und Alkoholtherapie. Der Alkohol lässt mich mal abschalten; die Arbeit bzw die Verantwortung gibt mir Struktur und lässt mich bestenfalls dem Alkohol trotzen.
Ansonsten hab ich nichts und niemandem, um mich bei Verstand zu halten. Abgesehen von ein paar Sätzen, die man auf der Arbeit oder mal mit den Vermietern wechselt, hab ich eigentlich kein Sozialleben.
Würd ich mir jetzt nen Strick nehmen, würd das wahrscheinlich erst auffallen, wenn der Gestank aus allen Ritzen dringt. Wahrscheinlich wären einige wenige danach drei Wochen lang am Boden zerstört, drei Monate in Trauer und nach drei Jahren wär man nur noch eine Fußnote in Erzählungen von Früher. Das Leben geht weiter, oder wie war das?


Das Alleinsein macht mir nichtmal so viel aus. Auf Freundschaft leg ich ehrlich gesagt keinen Wert. Komme mit Altersgenossen sowieso nicht aus. Andere (besonders Gleichaltrige) kann ich entweder einfach nicht leiden oder ich bin einfach zu eingeschüchtert. Auch auf meine Familie kann ich verzichten.

Was mich richtig wurmt ist die Sache mit der Liebe. Niemanden zu haben, mit dem man ne Perspektive hat -ob nur die nächsten Monate, einzelne Jahre oder Jahrzehnte-, niemanden zu haben, der (bzw die) sich freut, einen nach der Arbeit zu sehen etc...
Ne Frau, mit der ich, trotz allem, doch irgendwie zusammenpassen würde.
(Mir ist klar, dass seelische Erkrankungen dadurch nicht geheilt werden und sich niemand sowas aufbürden kann usw.usf)
(Nur so wie es momentan ist, fühl ich mich einfach wie ein wertloses, unliebenswertes Stück Scheiße)

Irgendwie ist alles aussichtslos. Die Tage sind alle Grau in Grau. Monat für Monat, Jahr um Jahr.
Ich bin wohl in nem Teufelskreis gefangen und jeder Versuch auszubrechen, ist bisher offensichtlich im Sande verlaufen.
Seitdem ich vor gut anderthalb Jahren von zuhause ausgezogen bin (viel zu spät), hab ich versucht mal mehr aus mir rauszugehen, mich mal zusammenzureißen und mal mehr für mich zu tun.
Den Konsum mal zurückschrauben, mehr vor die Tür gehen, tatsächlich mal auf Veranstaltungen erscheinen, sich mal was gönnen (ob Klamotten oder sonst was), mal mehr auf sich selbst achten und sich gesünder ernähren etc.
Vor nem viertel Jahr war ich sogar beim Arzt und hatte das, mit gerötetem Kopf, angesprochen; dass mir "die Depression sehr zu schaffen macht".  - 'Ich solle mal in den Gelben Seiten nach nem Therapeuten gucken.'

Fühlt sich momentan an, wie das letzte Aufbäumen.

Naja. Danke an die, die sich das ohne Augenrollen bis hierhin gegeben haben
Im Grunde wollt ich das einfach mal loswerden. Vllt regt's ja ne Diskussion an.

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17. Februar um 0:07

Du musst mehr in Gesellschaft, mehr ins Sozialisten. Normaler werden. Eine Frau wirst du ansonsten nicht gewinnen können. Sie wird das Leben, so wie du es schilderst nicht aushalten können. Ist doch verständlich oder? Man will mal ins Kino, ins Restaurant, Freunde treffen, Shopping, etc. Versuche dir ein Umfeld aufzubauen. Das wird dir mit Hilfe eines Therapeuten gut gelungen. Gut Ding will Weile.  

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17. Februar um 0:26
In Antwort auf fresh-000

Du musst mehr in Gesellschaft, mehr ins Sozialisten. Normaler werden. Eine Frau wirst du ansonsten nicht gewinnen können. Sie wird das Leben, so wie du es schilderst nicht aushalten können. Ist doch verständlich oder? Man will mal ins Kino, ins Restaurant, Freunde treffen, Shopping, etc. Versuche dir ein Umfeld aufzubauen. Das wird dir mit Hilfe eines Therapeuten gut gelungen. Gut Ding will Weile.  

Ja, stimmt wohl. Hab ich ja bisher auch irgendwie versucht. Nur 'normal' werd ich sowieso niemals sein; damit hab ich mich abgefunden. Ist halt alles schwer.

Und bzgl Therapie bin ich recht zwigespalten. Da werden vermutlich direkt wieder Medikamente verschrieben, womit ich schlechte Erfahrungen hab.

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17. Februar um 0:55
In Antwort auf dixie_18655645

Ja, stimmt wohl. Hab ich ja bisher auch irgendwie versucht. Nur 'normal' werd ich sowieso niemals sein; damit hab ich mich abgefunden. Ist halt alles schwer.

Und bzgl Therapie bin ich recht zwigespalten. Da werden vermutlich direkt wieder Medikamente verschrieben, womit ich schlechte Erfahrungen hab.

Sei nicht so negativ! Was heißt normal? Wer und was ist schon normal? Vielleicht brauchst du anfangs Medikamente aber das muss doch nicht immer so sein? Vielleicht bist du später irgendwann total erleichtert dass du diesen Schritt gegangen bist und denkst zurück wie mies es dir mal ging. Wenn du nichts tust, kann sich nichts bessern. 

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17. Februar um 16:22
In Antwort auf dixie_18655645

Hallo liebes Forum!

Nachdem ich jetzt seit Langem stiller Mitleser war, wollt ich mich nun auch mal zu Wort melden.
Im Grunde hab ich keine konkrete Fragestellung, aber vllt hat ja jemand ne hilfreiche Meinung dazu

Und zwar schreibe ich, weil mich mein Verstand so langsam wirklich mürbe macht.
Ich bin m/24, lebe allein in nem kleinen Örtchen und bin Schichtarbeiter in einer Gießerei. Im Grunde bin ich weitestgehend vereinsamt; hab keine Freunde, meide den Kontakt zu meinen Eltern, hab zu meinen beiden Schwestern nicht wirklich Kontakt und hatte noch nie ne Freundin oder irgendwas, was in die Richtung ginge.
Das war sozusagen auch schon immer so. Lieblose Kindheit, Mobbing, Außenseiterdasein - wie schon tausend mal gelesen.

Vor vier Jahren war es dann soweit, dass ich in die hiesige Psychatrie eingeliefert wurde. War kurz in der Geschlossenen, anschließend anderweitig ambulant unterwegs, bis es nicht mehr ging und ich diesmal in der Offenen untergebracht wurde; abschließend Tagesklinik. Diagnose schwere Depression. Anderthalb Jahre verschiedene leichte Antidepressiva und Schlafförderer (?) eingenommen; letztlich abgesetzt. Scheiß Nebenwirkungen, scheiß Wirkungen.

Seitdem bin ich jedenfalls in Arbeits- und Alkoholtherapie. Der Alkohol lässt mich mal abschalten; die Arbeit bzw die Verantwortung gibt mir Struktur und lässt mich bestenfalls dem Alkohol trotzen.
Ansonsten hab ich nichts und niemandem, um mich bei Verstand zu halten. Abgesehen von ein paar Sätzen, die man auf der Arbeit oder mal mit den Vermietern wechselt, hab ich eigentlich kein Sozialleben.
Würd ich mir jetzt nen Strick nehmen, würd das wahrscheinlich erst auffallen, wenn der Gestank aus allen Ritzen dringt. Wahrscheinlich wären einige wenige danach drei Wochen lang am Boden zerstört, drei Monate in Trauer und nach drei Jahren wär man nur noch eine Fußnote in Erzählungen von Früher. Das Leben geht weiter, oder wie war das?


Das Alleinsein macht mir nichtmal so viel aus. Auf Freundschaft leg ich ehrlich gesagt keinen Wert. Komme mit Altersgenossen sowieso nicht aus. Andere (besonders Gleichaltrige) kann ich entweder einfach nicht leiden oder ich bin einfach zu eingeschüchtert. Auch auf meine Familie kann ich verzichten.

Was mich richtig wurmt ist die Sache mit der Liebe. Niemanden zu haben, mit dem man ne Perspektive hat -ob nur die nächsten Monate, einzelne Jahre oder Jahrzehnte-, niemanden zu haben, der (bzw die) sich freut, einen nach der Arbeit zu sehen etc...
Ne Frau, mit der ich, trotz allem, doch irgendwie zusammenpassen würde.
(Mir ist klar, dass seelische Erkrankungen dadurch nicht geheilt werden und sich niemand sowas aufbürden kann usw.usf)
(Nur so wie es momentan ist, fühl ich mich einfach wie ein wertloses, unliebenswertes Stück Scheiße)

Irgendwie ist alles aussichtslos. Die Tage sind alle Grau in Grau. Monat für Monat, Jahr um Jahr.
Ich bin wohl in nem Teufelskreis gefangen und jeder Versuch auszubrechen, ist bisher offensichtlich im Sande verlaufen.
Seitdem ich vor gut anderthalb Jahren von zuhause ausgezogen bin (viel zu spät), hab ich versucht mal mehr aus mir rauszugehen, mich mal zusammenzureißen und mal mehr für mich zu tun.
Den Konsum mal zurückschrauben, mehr vor die Tür gehen, tatsächlich mal auf Veranstaltungen erscheinen, sich mal was gönnen (ob Klamotten oder sonst was), mal mehr auf sich selbst achten und sich gesünder ernähren etc.
Vor nem viertel Jahr war ich sogar beim Arzt und hatte das, mit gerötetem Kopf, angesprochen; dass mir "die Depression sehr zu schaffen macht".  - 'Ich solle mal in den Gelben Seiten nach nem Therapeuten gucken.'

Fühlt sich momentan an, wie das letzte Aufbäumen.

Naja. Danke an die, die sich das ohne Augenrollen bis hierhin gegeben haben
Im Grunde wollt ich das einfach mal loswerden. Vllt regt's ja ne Diskussion an.

Hallo Fremder! 

Du hast recht, du hängst in einem Teufelskreis. Ich hatte in meiner Jugend mit Depressionen zu kämpfen, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie du es erträgst. Ich kann also meine Erfahrungen teilen, vielleicht hilft dir das ein bisschen?

Gibt es irgendetwas, was dich glücklich macht, an dem du dich erfreuen kannst? Das hört sich vielleicht komisch an, aber mich macht der Wald bzw. Natur allgemein extrem glücklich. Wenn ich draussen bin, wirkt alles andere für mich so nebensächlich. Der würzige Duft von Moos, die frische Luft, die Klänge der Natur. Das macht mich glücklich und bringt mich immer auf den Boden zurück und lässt mich entspannen.

Außerdem hab ich meine Ernährung umgestellt. Ich ernähre mich zu 90% rein pflanzlich. (Ich möchte dich da jetzt nicht bekehren, also das ist echt nur meine persönliche Erfahrung )
Ich habe eine Leidenschaft in mir entdeckt und spürte wieder ein "Feuer" in mir, das ich ganz lange vermisst habe! Und ja, bewusster Verzicht auf tierische Produkte macht mich richtig glücklich, weil ich echt überzeugt davon bin.

Und ein kleiner Tipp: probier doch mal hochdosiert Kurkumin (Kurkuma) und tägliche Einnahme Vitamin D. Seit dem geht es mir auch viel besser. Ehrlich, das hilft! 

P.S. Bitte werde eben nicht "normal". Was ist schon normal? Ich habe deinen Beitrag, auch wenn er sich traurig liest, gerne gelesen. Du scheinst doch selbstreflektiert zu sein und etwas im Kopf zu haben. 

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17. Februar um 17:44
In Antwort auf dixie_18655645

Hallo liebes Forum!

Nachdem ich jetzt seit Langem stiller Mitleser war, wollt ich mich nun auch mal zu Wort melden.
Im Grunde hab ich keine konkrete Fragestellung, aber vllt hat ja jemand ne hilfreiche Meinung dazu

Und zwar schreibe ich, weil mich mein Verstand so langsam wirklich mürbe macht.
Ich bin m/24, lebe allein in nem kleinen Örtchen und bin Schichtarbeiter in einer Gießerei. Im Grunde bin ich weitestgehend vereinsamt; hab keine Freunde, meide den Kontakt zu meinen Eltern, hab zu meinen beiden Schwestern nicht wirklich Kontakt und hatte noch nie ne Freundin oder irgendwas, was in die Richtung ginge.
Das war sozusagen auch schon immer so. Lieblose Kindheit, Mobbing, Außenseiterdasein - wie schon tausend mal gelesen.

Vor vier Jahren war es dann soweit, dass ich in die hiesige Psychatrie eingeliefert wurde. War kurz in der Geschlossenen, anschließend anderweitig ambulant unterwegs, bis es nicht mehr ging und ich diesmal in der Offenen untergebracht wurde; abschließend Tagesklinik. Diagnose schwere Depression. Anderthalb Jahre verschiedene leichte Antidepressiva und Schlafförderer (?) eingenommen; letztlich abgesetzt. Scheiß Nebenwirkungen, scheiß Wirkungen.

Seitdem bin ich jedenfalls in Arbeits- und Alkoholtherapie. Der Alkohol lässt mich mal abschalten; die Arbeit bzw die Verantwortung gibt mir Struktur und lässt mich bestenfalls dem Alkohol trotzen.
Ansonsten hab ich nichts und niemandem, um mich bei Verstand zu halten. Abgesehen von ein paar Sätzen, die man auf der Arbeit oder mal mit den Vermietern wechselt, hab ich eigentlich kein Sozialleben.
Würd ich mir jetzt nen Strick nehmen, würd das wahrscheinlich erst auffallen, wenn der Gestank aus allen Ritzen dringt. Wahrscheinlich wären einige wenige danach drei Wochen lang am Boden zerstört, drei Monate in Trauer und nach drei Jahren wär man nur noch eine Fußnote in Erzählungen von Früher. Das Leben geht weiter, oder wie war das?


Das Alleinsein macht mir nichtmal so viel aus. Auf Freundschaft leg ich ehrlich gesagt keinen Wert. Komme mit Altersgenossen sowieso nicht aus. Andere (besonders Gleichaltrige) kann ich entweder einfach nicht leiden oder ich bin einfach zu eingeschüchtert. Auch auf meine Familie kann ich verzichten.

Was mich richtig wurmt ist die Sache mit der Liebe. Niemanden zu haben, mit dem man ne Perspektive hat -ob nur die nächsten Monate, einzelne Jahre oder Jahrzehnte-, niemanden zu haben, der (bzw die) sich freut, einen nach der Arbeit zu sehen etc...
Ne Frau, mit der ich, trotz allem, doch irgendwie zusammenpassen würde.
(Mir ist klar, dass seelische Erkrankungen dadurch nicht geheilt werden und sich niemand sowas aufbürden kann usw.usf)
(Nur so wie es momentan ist, fühl ich mich einfach wie ein wertloses, unliebenswertes Stück Scheiße)

Irgendwie ist alles aussichtslos. Die Tage sind alle Grau in Grau. Monat für Monat, Jahr um Jahr.
Ich bin wohl in nem Teufelskreis gefangen und jeder Versuch auszubrechen, ist bisher offensichtlich im Sande verlaufen.
Seitdem ich vor gut anderthalb Jahren von zuhause ausgezogen bin (viel zu spät), hab ich versucht mal mehr aus mir rauszugehen, mich mal zusammenzureißen und mal mehr für mich zu tun.
Den Konsum mal zurückschrauben, mehr vor die Tür gehen, tatsächlich mal auf Veranstaltungen erscheinen, sich mal was gönnen (ob Klamotten oder sonst was), mal mehr auf sich selbst achten und sich gesünder ernähren etc.
Vor nem viertel Jahr war ich sogar beim Arzt und hatte das, mit gerötetem Kopf, angesprochen; dass mir "die Depression sehr zu schaffen macht".  - 'Ich solle mal in den Gelben Seiten nach nem Therapeuten gucken.'

Fühlt sich momentan an, wie das letzte Aufbäumen.

Naja. Danke an die, die sich das ohne Augenrollen bis hierhin gegeben haben
Im Grunde wollt ich das einfach mal loswerden. Vllt regt's ja ne Diskussion an.

solange du dir keine Therapie suchst um dir helfen zu lassen, brauchst du über eine Frau gar nicht nachdenken. 

eins nach dem anderen

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17. Februar um 22:28
In Antwort auf carina2019

solange du dir keine Therapie suchst um dir helfen zu lassen, brauchst du über eine Frau gar nicht nachdenken. 

eins nach dem anderen

Das befürchte ich auch. Ist nur entmutigend, dass das wohl so ein entscheidender Faktor ist. Als wär man dadurch ein schlechterer Mensch.

Als ich in der Tagesklinik war, gab es da auch ein Mädel, das noch viel größere Probleme hatte und ich hab mich trotzdem verliebt?!

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17. Februar um 22:42
In Antwort auf hoppelhase_94

Hallo Fremder! 

Du hast recht, du hängst in einem Teufelskreis. Ich hatte in meiner Jugend mit Depressionen zu kämpfen, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie du es erträgst. Ich kann also meine Erfahrungen teilen, vielleicht hilft dir das ein bisschen?

Gibt es irgendetwas, was dich glücklich macht, an dem du dich erfreuen kannst? Das hört sich vielleicht komisch an, aber mich macht der Wald bzw. Natur allgemein extrem glücklich. Wenn ich draussen bin, wirkt alles andere für mich so nebensächlich. Der würzige Duft von Moos, die frische Luft, die Klänge der Natur. Das macht mich glücklich und bringt mich immer auf den Boden zurück und lässt mich entspannen.

Außerdem hab ich meine Ernährung umgestellt. Ich ernähre mich zu 90% rein pflanzlich. (Ich möchte dich da jetzt nicht bekehren, also das ist echt nur meine persönliche Erfahrung )
Ich habe eine Leidenschaft in mir entdeckt und spürte wieder ein "Feuer" in mir, das ich ganz lange vermisst habe! Und ja, bewusster Verzicht auf tierische Produkte macht mich richtig glücklich, weil ich echt überzeugt davon bin.

Und ein kleiner Tipp: probier doch mal hochdosiert Kurkumin (Kurkuma) und tägliche Einnahme Vitamin D. Seit dem geht es mir auch viel besser. Ehrlich, das hilft! 

P.S. Bitte werde eben nicht "normal". Was ist schon normal? Ich habe deinen Beitrag, auch wenn er sich traurig liest, gerne gelesen. Du scheinst doch selbstreflektiert zu sein und etwas im Kopf zu haben. 

Hi. Danke dir =)
Wie geschrieben versuch ich mich nach Möglichkeit gesünder zu ernähren. Unsereins kann nur leider überhaupt nicht kochen Aber das wird schon noch.
Extra Vitamine oder dergleichen hab ich bisher noch nicht in Betracht gezogen.

Sachen, mit denen ich mich doch tatsächlich gerne beschäftige, locken mich leider auch nicht nach draußen.

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18. Februar um 13:49
In Antwort auf dixie_18655645

Das befürchte ich auch. Ist nur entmutigend, dass das wohl so ein entscheidender Faktor ist. Als wär man dadurch ein schlechterer Mensch.

Als ich in der Tagesklinik war, gab es da auch ein Mädel, das noch viel größere Probleme hatte und ich hab mich trotzdem verliebt?!

KEIN SCHLECHTERER MENSCH !!!  sicherlich nicht !!!

aber es wäre doch auch nicht fair einem partner gegenüber!

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20. Februar um 22:17
In Antwort auf dixie_18655645

Ja, stimmt wohl. Hab ich ja bisher auch irgendwie versucht. Nur 'normal' werd ich sowieso niemals sein; damit hab ich mich abgefunden. Ist halt alles schwer.

Und bzgl Therapie bin ich recht zwigespalten. Da werden vermutlich direkt wieder Medikamente verschrieben, womit ich schlechte Erfahrungen hab.

Ganz ehrlich: NIEMAND von uns fühlt sich normal! Jeder hat mal das Gefühl ein Aussätziger zu sein und nicht dazu zu gehören! NImm dich lieber so an wie du bist udn hör auf gegen dich anzukämpfen! Jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise wertvoll!

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22. Februar um 23:36
In Antwort auf CaroBarbara

Ganz ehrlich: NIEMAND von uns fühlt sich normal! Jeder hat mal das Gefühl ein Aussätziger zu sein und nicht dazu zu gehören! NImm dich lieber so an wie du bist udn hör auf gegen dich anzukämpfen! Jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise wertvoll!

Hi.
Danke für die Antwort. Zum Glück hab ichs mittlerweile geschafft mit vielem Frieden zu schließen. Ist aber trotzdem ne große Einschränkung.
Auf Andere wirk ich scheinbar ziemlich kauzig und vermutlich unsicher etc. Grade in Liebesgeschichten hatte ich bisher immer Pech; egal wie ich da rangehe. Mittlerweile schon irgendwie bedrückend. Ich wollte eigentlich nicht ein Dasein als einsamer Eremit fristen.

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23. Februar um 2:05
In Antwort auf dixie_18655645

Hallo liebes Forum!

Nachdem ich jetzt seit Langem stiller Mitleser war, wollt ich mich nun auch mal zu Wort melden.
Im Grunde hab ich keine konkrete Fragestellung, aber vllt hat ja jemand ne hilfreiche Meinung dazu

Und zwar schreibe ich, weil mich mein Verstand so langsam wirklich mürbe macht.
Ich bin m/24, lebe allein in nem kleinen Örtchen und bin Schichtarbeiter in einer Gießerei. Im Grunde bin ich weitestgehend vereinsamt; hab keine Freunde, meide den Kontakt zu meinen Eltern, hab zu meinen beiden Schwestern nicht wirklich Kontakt und hatte noch nie ne Freundin oder irgendwas, was in die Richtung ginge.
Das war sozusagen auch schon immer so. Lieblose Kindheit, Mobbing, Außenseiterdasein - wie schon tausend mal gelesen.

Vor vier Jahren war es dann soweit, dass ich in die hiesige Psychatrie eingeliefert wurde. War kurz in der Geschlossenen, anschließend anderweitig ambulant unterwegs, bis es nicht mehr ging und ich diesmal in der Offenen untergebracht wurde; abschließend Tagesklinik. Diagnose schwere Depression. Anderthalb Jahre verschiedene leichte Antidepressiva und Schlafförderer (?) eingenommen; letztlich abgesetzt. Scheiß Nebenwirkungen, scheiß Wirkungen.

Seitdem bin ich jedenfalls in Arbeits- und Alkoholtherapie. Der Alkohol lässt mich mal abschalten; die Arbeit bzw die Verantwortung gibt mir Struktur und lässt mich bestenfalls dem Alkohol trotzen.
Ansonsten hab ich nichts und niemandem, um mich bei Verstand zu halten. Abgesehen von ein paar Sätzen, die man auf der Arbeit oder mal mit den Vermietern wechselt, hab ich eigentlich kein Sozialleben.
Würd ich mir jetzt nen Strick nehmen, würd das wahrscheinlich erst auffallen, wenn der Gestank aus allen Ritzen dringt. Wahrscheinlich wären einige wenige danach drei Wochen lang am Boden zerstört, drei Monate in Trauer und nach drei Jahren wär man nur noch eine Fußnote in Erzählungen von Früher. Das Leben geht weiter, oder wie war das?


Das Alleinsein macht mir nichtmal so viel aus. Auf Freundschaft leg ich ehrlich gesagt keinen Wert. Komme mit Altersgenossen sowieso nicht aus. Andere (besonders Gleichaltrige) kann ich entweder einfach nicht leiden oder ich bin einfach zu eingeschüchtert. Auch auf meine Familie kann ich verzichten.

Was mich richtig wurmt ist die Sache mit der Liebe. Niemanden zu haben, mit dem man ne Perspektive hat -ob nur die nächsten Monate, einzelne Jahre oder Jahrzehnte-, niemanden zu haben, der (bzw die) sich freut, einen nach der Arbeit zu sehen etc...
Ne Frau, mit der ich, trotz allem, doch irgendwie zusammenpassen würde.
(Mir ist klar, dass seelische Erkrankungen dadurch nicht geheilt werden und sich niemand sowas aufbürden kann usw.usf)
(Nur so wie es momentan ist, fühl ich mich einfach wie ein wertloses, unliebenswertes Stück Scheiße)

Irgendwie ist alles aussichtslos. Die Tage sind alle Grau in Grau. Monat für Monat, Jahr um Jahr.
Ich bin wohl in nem Teufelskreis gefangen und jeder Versuch auszubrechen, ist bisher offensichtlich im Sande verlaufen.
Seitdem ich vor gut anderthalb Jahren von zuhause ausgezogen bin (viel zu spät), hab ich versucht mal mehr aus mir rauszugehen, mich mal zusammenzureißen und mal mehr für mich zu tun.
Den Konsum mal zurückschrauben, mehr vor die Tür gehen, tatsächlich mal auf Veranstaltungen erscheinen, sich mal was gönnen (ob Klamotten oder sonst was), mal mehr auf sich selbst achten und sich gesünder ernähren etc.
Vor nem viertel Jahr war ich sogar beim Arzt und hatte das, mit gerötetem Kopf, angesprochen; dass mir "die Depression sehr zu schaffen macht".  - 'Ich solle mal in den Gelben Seiten nach nem Therapeuten gucken.'

Fühlt sich momentan an, wie das letzte Aufbäumen.

Naja. Danke an die, die sich das ohne Augenrollen bis hierhin gegeben haben
Im Grunde wollt ich das einfach mal loswerden. Vllt regt's ja ne Diskussion an.

Das Alleinsein macht mir nichtmal so viel aus. Auf Freundschaft leg ich ehrlich gesagt keinen Wert. Komme mit Altersgenossen sowieso nicht aus. Andere (besonders Gleichaltrige) kann ich entweder einfach nicht leiden oder ich bin einfach zu eingeschüchtert. Auch auf meine Familie kann ich verzichten.Was mich richtig wurmt ist die Sache mit der Liebe.

Wie willst du denn aber mit deiner oben genannten Einstellung wen kennen lernen? Wenn du innerlich über Menschen  so denkst, dann wirkst du unsympatisch und neben möglichen Freunden wollen halt auch die Mädels keinen Kontakt.

Mitmenschen fühlen sich da mies und komplett unerwünscht in deinem Leben, und das bekommst du dann eben durch desinteresse bei Mann UND Frau, oder im schlimmsten Fall eben durch Mobbing zu spüren. Das Süppchen hast du selbst gesalzen.

Du musst deinen Hintern hoch bekommen, nochmal Tagesklinik zur Not, Kur, Hobbies, ohne Menschen verlierst du sämtliche sozialen Skills

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23. Februar um 2:39
In Antwort auf rabenschwarz

Das Alleinsein macht mir nichtmal so viel aus. Auf Freundschaft leg ich ehrlich gesagt keinen Wert. Komme mit Altersgenossen sowieso nicht aus. Andere (besonders Gleichaltrige) kann ich entweder einfach nicht leiden oder ich bin einfach zu eingeschüchtert. Auch auf meine Familie kann ich verzichten.Was mich richtig wurmt ist die Sache mit der Liebe.

Wie willst du denn aber mit deiner oben genannten Einstellung wen kennen lernen? Wenn du innerlich über Menschen  so denkst, dann wirkst du unsympatisch und neben möglichen Freunden wollen halt auch die Mädels keinen Kontakt.

Mitmenschen fühlen sich da mies und komplett unerwünscht in deinem Leben, und das bekommst du dann eben durch desinteresse bei Mann UND Frau, oder im schlimmsten Fall eben durch Mobbing zu spüren. Das Süppchen hast du selbst gesalzen.

Du musst deinen Hintern hoch bekommen, nochmal Tagesklinik zur Not, Kur, Hobbies, ohne Menschen verlierst du sämtliche sozialen Skills

Zu den meisten anderen Menschen hab ich nunmal keinen Draht :/ Dass das nicht optimal ist, ist mir bewusst. Ich sag ja, dass ich wohl in nem Teufelskreis gefangen bin und hab auch versucht da raus zu kommen. Auch wenns total asozial klingt, glaub ich nicht, dass ich jemals Wert auf Freundschaften legen werde. Meinetwegen kanns gerne bei oberflächlichen Freundschaften bzw Bekanntschaften bleiben, sorry. Ich fühl mich nicht wohl bei dem Gedanken, jemanden zu unterhalten, der mir im Zweifelsfall sowieso am A* vorbei geht :/
Tut mir leid. So bin ich nunmal gestrickt.

Nur sagt man ja, dass es für jeden Topf einen Deckel gibt. Unsereins wird wohl kein Einzelfall sein - Muss doch jemanden/ne Frau geben, mit der es dennoch passt?
Und wenn man sozusagen nur gemeinsam leidet Dass das Leben fortan nur noch aus Vogelgesang und duftenden Rosen besteht; davon geh ich nicht aus.

Wär jedenfalls schön mal jemanden zu haben

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24. Februar um 12:48
In Antwort auf dixie_18655645

Zu den meisten anderen Menschen hab ich nunmal keinen Draht :/ Dass das nicht optimal ist, ist mir bewusst. Ich sag ja, dass ich wohl in nem Teufelskreis gefangen bin und hab auch versucht da raus zu kommen. Auch wenns total asozial klingt, glaub ich nicht, dass ich jemals Wert auf Freundschaften legen werde. Meinetwegen kanns gerne bei oberflächlichen Freundschaften bzw Bekanntschaften bleiben, sorry. Ich fühl mich nicht wohl bei dem Gedanken, jemanden zu unterhalten, der mir im Zweifelsfall sowieso am A* vorbei geht :/
Tut mir leid. So bin ich nunmal gestrickt.

Nur sagt man ja, dass es für jeden Topf einen Deckel gibt. Unsereins wird wohl kein Einzelfall sein - Muss doch jemanden/ne Frau geben, mit der es dennoch passt?
Und wenn man sozusagen nur gemeinsam leidet Dass das Leben fortan nur noch aus Vogelgesang und duftenden Rosen besteht; davon geh ich nicht aus.

Wär jedenfalls schön mal jemanden zu haben

"Wär jedenfalls schön mal jemanden zu haben ....."

Nur wird Dieser Jemand nie an Deine Tür klopfen und
"ICH BIN HIER "  schreien ...

So schwer es auch im Moment scheint , aber Du musst Dich aus Deiner Komfortzone heraus bewegen um etwas zu ändern .Nur , WO beginnt man .
Am Besten bei sich Selber !
., Gesund leben ist ein guter Anfang , somit hast Du täglich etwas vor ...Rezepte durchsuchen , einkaufen am Markt , Sport 
....überall dort trifft man Menschen , mit ähnlichen Interessen ..
kommt langsam ins Gespräch ..läuft vielleicht das nächste Mal ein Stück gemeinsam 

Was soll schon passieren ?
Alles beginnt irgendwann zum ersten Mal ....

 Viel Glück 
 

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28. Februar um 20:42
In Antwort auf dixie_18655645

Zu den meisten anderen Menschen hab ich nunmal keinen Draht :/ Dass das nicht optimal ist, ist mir bewusst. Ich sag ja, dass ich wohl in nem Teufelskreis gefangen bin und hab auch versucht da raus zu kommen. Auch wenns total asozial klingt, glaub ich nicht, dass ich jemals Wert auf Freundschaften legen werde. Meinetwegen kanns gerne bei oberflächlichen Freundschaften bzw Bekanntschaften bleiben, sorry. Ich fühl mich nicht wohl bei dem Gedanken, jemanden zu unterhalten, der mir im Zweifelsfall sowieso am A* vorbei geht :/
Tut mir leid. So bin ich nunmal gestrickt.

Nur sagt man ja, dass es für jeden Topf einen Deckel gibt. Unsereins wird wohl kein Einzelfall sein - Muss doch jemanden/ne Frau geben, mit der es dennoch passt?
Und wenn man sozusagen nur gemeinsam leidet Dass das Leben fortan nur noch aus Vogelgesang und duftenden Rosen besteht; davon geh ich nicht aus.

Wär jedenfalls schön mal jemanden zu haben

"sorry. Ich fühl mich nicht wohl bei dem Gedanken, jemanden zu unterhalten, der mir im Zweifelsfall sowieso am A* vorbei geht :/Tut mir leid. So bin ich nunmal gestrickt."

Naja das kann dir die Gesellschaft dann halt genau so zurück geben - Warum sollen sie dich unterhalten und sich bemühen, wenn sie dir im Zweifelsfall eh am A... vorbei gehen?

So funktioniert Gesellschaft nunmal nicht, das ist eben ein Geben und Nehmen und wer nicht bereit ist auch nur irgendwas zu investieren oder zurück zu geben, wird eben irgendwann gemieden oder zum Ziel des Spotts anderer, die einen für einen arroganten Griesgram halten. Ich hasse Mobbing, aber nur ganz selten haben sich Opfer  da in ihrem Verhalten wirklich so garnichts zu Schulden kommen lassen, das hat immer zwei Seiten.

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29. Februar um 0:14
In Antwort auf rabenschwarz

"sorry. Ich fühl mich nicht wohl bei dem Gedanken, jemanden zu unterhalten, der mir im Zweifelsfall sowieso am A* vorbei geht :/Tut mir leid. So bin ich nunmal gestrickt."

Naja das kann dir die Gesellschaft dann halt genau so zurück geben - Warum sollen sie dich unterhalten und sich bemühen, wenn sie dir im Zweifelsfall eh am A... vorbei gehen?

So funktioniert Gesellschaft nunmal nicht, das ist eben ein Geben und Nehmen und wer nicht bereit ist auch nur irgendwas zu investieren oder zurück zu geben, wird eben irgendwann gemieden oder zum Ziel des Spotts anderer, die einen für einen arroganten Griesgram halten. Ich hasse Mobbing, aber nur ganz selten haben sich Opfer  da in ihrem Verhalten wirklich so garnichts zu Schulden kommen lassen, das hat immer zwei Seiten.

Grundsätzlich bin schon recht verträglich und normalerweise wohlwollend. Ich wüsste nur nicht, warum ich Arbeitsbekanntschaften und dergleichen (fast ausschließlich Männer) in mein Privatleben einbinden sollte. Das zehrt nur umso mehr an meinen Nerven?
Leute von meinem Kaliber lern ich nunmal nicht kennen und selbst wenn, wär es komisch nur über das eigene Leid zu lamentieren. Sowas passt in keine Freundschaft, schätz ich.
Ich wünsch mir einfach was intimeres, wo man sich nicht großartig verstellen muss :/

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29. Februar um 4:17
In Antwort auf dixie_18655645

Grundsätzlich bin schon recht verträglich und normalerweise wohlwollend. Ich wüsste nur nicht, warum ich Arbeitsbekanntschaften und dergleichen (fast ausschließlich Männer) in mein Privatleben einbinden sollte. Das zehrt nur umso mehr an meinen Nerven?
Leute von meinem Kaliber lern ich nunmal nicht kennen und selbst wenn, wär es komisch nur über das eigene Leid zu lamentieren. Sowas passt in keine Freundschaft, schätz ich.
Ich wünsch mir einfach was intimeres, wo man sich nicht großartig verstellen muss :/

Naja, teilst du denn überhaupt keine Interessen mit Anderen, wo man ggf mal gemeinsam raus kommt und Leute kennen lernt oder sich auch einfach nur austauschen kann?

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29. Februar um 4:21
In Antwort auf dixie_18655645

Grundsätzlich bin schon recht verträglich und normalerweise wohlwollend. Ich wüsste nur nicht, warum ich Arbeitsbekanntschaften und dergleichen (fast ausschließlich Männer) in mein Privatleben einbinden sollte. Das zehrt nur umso mehr an meinen Nerven?
Leute von meinem Kaliber lern ich nunmal nicht kennen und selbst wenn, wär es komisch nur über das eigene Leid zu lamentieren. Sowas passt in keine Freundschaft, schätz ich.
Ich wünsch mir einfach was intimeres, wo man sich nicht großartig verstellen muss :/

Zudem deine Mitmenschen halt auch nicht dumm sind, und deine Innere Abneigung ggf spüren. Zudem man auch über männliche Bekannte ggf Frauen kennen lernt wenn man was unternimmt. Im Freundeskreis bilden sich viele Beziehungen.

Die Frau deiner Träume steht nkcht irgendwann random bei dir im Wohnzimmer.

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29. Februar um 23:20
In Antwort auf rabenschwarz

Zudem deine Mitmenschen halt auch nicht dumm sind, und deine Innere Abneigung ggf spüren. Zudem man auch über männliche Bekannte ggf Frauen kennen lernt wenn man was unternimmt. Im Freundeskreis bilden sich viele Beziehungen.

Die Frau deiner Träume steht nkcht irgendwann random bei dir im Wohnzimmer.

Diejenigen, mit denen ich gut klarkomme sind tendenziell genau solche Schluffis wie ich selber. Auch so ewige Jungfrauen ohne normale Freunde, geschweige denn weibliche Bekanntschaften.
Meine Schulkollegen von früher sind nur mittlerweile zu richtigen Messageboard-Incels verkommen, deren Einstellung zu allem mMn noch schlimmer ist als meine.
Seitdem ich weggezogen bin, ist der Kontakt größtenteils abgebrochen.

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29. März um 19:31
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In Antwort auf dixie_18655645

Hallo liebes Forum!

Nachdem ich jetzt seit Langem stiller Mitleser war, wollt ich mich nun auch mal zu Wort melden.
Im Grunde hab ich keine konkrete Fragestellung, aber vllt hat ja jemand ne hilfreiche Meinung dazu

Und zwar schreibe ich, weil mich mein Verstand so langsam wirklich mürbe macht.
Ich bin m/24, lebe allein in nem kleinen Örtchen und bin Schichtarbeiter in einer Gießerei. Im Grunde bin ich weitestgehend vereinsamt; hab keine Freunde, meide den Kontakt zu meinen Eltern, hab zu meinen beiden Schwestern nicht wirklich Kontakt und hatte noch nie ne Freundin oder irgendwas, was in die Richtung ginge.
Das war sozusagen auch schon immer so. Lieblose Kindheit, Mobbing, Außenseiterdasein - wie schon tausend mal gelesen.

Vor vier Jahren war es dann soweit, dass ich in die hiesige Psychatrie eingeliefert wurde. War kurz in der Geschlossenen, anschließend anderweitig ambulant unterwegs, bis es nicht mehr ging und ich diesmal in der Offenen untergebracht wurde; abschließend Tagesklinik. Diagnose schwere Depression. Anderthalb Jahre verschiedene leichte Antidepressiva und Schlafförderer (?) eingenommen; letztlich abgesetzt. Scheiß Nebenwirkungen, scheiß Wirkungen.

Seitdem bin ich jedenfalls in Arbeits- und Alkoholtherapie. Der Alkohol lässt mich mal abschalten; die Arbeit bzw die Verantwortung gibt mir Struktur und lässt mich bestenfalls dem Alkohol trotzen.
Ansonsten hab ich nichts und niemandem, um mich bei Verstand zu halten. Abgesehen von ein paar Sätzen, die man auf der Arbeit oder mal mit den Vermietern wechselt, hab ich eigentlich kein Sozialleben.
Würd ich mir jetzt nen Strick nehmen, würd das wahrscheinlich erst auffallen, wenn der Gestank aus allen Ritzen dringt. Wahrscheinlich wären einige wenige danach drei Wochen lang am Boden zerstört, drei Monate in Trauer und nach drei Jahren wär man nur noch eine Fußnote in Erzählungen von Früher. Das Leben geht weiter, oder wie war das?


Das Alleinsein macht mir nichtmal so viel aus. Auf Freundschaft leg ich ehrlich gesagt keinen Wert. Komme mit Altersgenossen sowieso nicht aus. Andere (besonders Gleichaltrige) kann ich entweder einfach nicht leiden oder ich bin einfach zu eingeschüchtert. Auch auf meine Familie kann ich verzichten.

Was mich richtig wurmt ist die Sache mit der Liebe. Niemanden zu haben, mit dem man ne Perspektive hat -ob nur die nächsten Monate, einzelne Jahre oder Jahrzehnte-, niemanden zu haben, der (bzw die) sich freut, einen nach der Arbeit zu sehen etc...
Ne Frau, mit der ich, trotz allem, doch irgendwie zusammenpassen würde.
(Mir ist klar, dass seelische Erkrankungen dadurch nicht geheilt werden und sich niemand sowas aufbürden kann usw.usf)
(Nur so wie es momentan ist, fühl ich mich einfach wie ein wertloses, unliebenswertes Stück Scheiße)

Irgendwie ist alles aussichtslos. Die Tage sind alle Grau in Grau. Monat für Monat, Jahr um Jahr.
Ich bin wohl in nem Teufelskreis gefangen und jeder Versuch auszubrechen, ist bisher offensichtlich im Sande verlaufen.
Seitdem ich vor gut anderthalb Jahren von zuhause ausgezogen bin (viel zu spät), hab ich versucht mal mehr aus mir rauszugehen, mich mal zusammenzureißen und mal mehr für mich zu tun.
Den Konsum mal zurückschrauben, mehr vor die Tür gehen, tatsächlich mal auf Veranstaltungen erscheinen, sich mal was gönnen (ob Klamotten oder sonst was), mal mehr auf sich selbst achten und sich gesünder ernähren etc.
Vor nem viertel Jahr war ich sogar beim Arzt und hatte das, mit gerötetem Kopf, angesprochen; dass mir "die Depression sehr zu schaffen macht".  - 'Ich solle mal in den Gelben Seiten nach nem Therapeuten gucken.'

Fühlt sich momentan an, wie das letzte Aufbäumen.

Naja. Danke an die, die sich das ohne Augenrollen bis hierhin gegeben haben
Im Grunde wollt ich das einfach mal loswerden. Vllt regt's ja ne Diskussion an.

Also, nachdem was du schreibst und wie du schreibst, musst du in keine Klinik.

Du bist m. E. im Leben noch nicht angekommen. Ee, du bist 24 - hast das ganze geile Leben noch vor dir. Du hast am großen Topf des Lebens noch nicht einmal gerochen... geschweige gekostet oder gegessen.

Ich bin übrigens mit 28 aus der Wohnung der Eltern raus, war auch bei Psychologen und hab mit 30 meinen ersteh Sex/Partnerin gehabt. der unattraktivste bin ich nicht. Das Elternhaus war nicht besonders inspirierend und destruktiv.

Ich kann dir sagen, dass du alle Möglichkeiten hast, dein Leben nach allerbester Zufriedenheit und Glück zu gestalten. Aber das tust du nicht. Wenn du das tun würdest, wärst du deine Probleme los. Keine Depressionen mehr, richtige Zufriedenheit, mit Partnerin, Wohnung, zufriedener Arbeit und Freizeit.

Neue Arbeit, neuer Wohnort, mit neuem Umfeld und Leuten. Was zwingt dich, ewig in einer Gießerei zu arbeiten und drei schichten zu gehen - niemand!!
Den Job hast du dir selbst ausgesucht. Und nun beklagst du dich.

Niemand zwingt dich, in der kleinen Stadt zu leben, wo es dir nicht gefällt.

Überprüfe alles was du in Arbeit und Privatleben machst. Stelle alles in Frage.
Wohnort, Arbeit, Freizeit. Alles macht dich irgendwie unglücklich.

Schaue, was du gerne immer machen wolltest, wovon du immer geträumt hast, was dich neugierig macht, was dir gut tut, was dich glücklich macht, was dich ausfüllt und was für dich sinnvoll ist.

Wenn du das alles umsetzt, krempelst du dein beschissen Leben, um Lebst dein Leben, nach deinen Maßstäben. Lass dir von niemandem reinreden. Dann wirst du glücklich und zufrieden sein. Deine depressionen werden hinter dir liegen.

Also, gehe dein Leben an. Du wirst riesengroße Fortschritte machen. Je mehr du änderst, umso größer die Verbesserung. Also nur Mut, beginne mit kleinen Schritten, und du wirst sehen, was passiert.

... viel spass !!! der erfolg wird kommen.

 

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