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Leide ich unter einer Depression?

12. Februar 2012 um 19:33 Letzte Antwort: 15. Februar 2012 um 15:09

Hallo,

diese Frage wurde ich wahrscheinlich schon hunderte Male gestellt. Ich habe jetzt Monate lang überlegt einem Forum beizutreten und habe mich nun dafür entschieden.

Jetzt zu mir. Die ersten Anzeichen die für eine Depression hatte ich im Dezember 2010. Schon zu dem Zeitpunkt habe ich meine Arbeit und meine Kollegen "gehasst". Ich weiß nicht ob man das Hass nennen kann. Ich komme mit den Kollegen auf jeden Fall nicht klar und meine Arbeit mag ich auch nicht sonderlich. An dem einen Tag bin ich total unterfordert und am nächsten Tag kann ich mich einfach auf nichts mehr konzentrieren, kann keine Entscheidungen treffen und bin völlig überfordert mit den kleinsten Aufgaben. Zu dieser Zeit hatte ich alle paar Wochen Magenschleimhautentzündungen, starke Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

Die Kopfschmerzen und die Schlafstörungen haben auch nie aufgehört. Seit Monaten bin auch sehr reizbar, ich fange bei Kleinigkeiten an zu heulen, fühle mich antriebslos und bin traurig.

Neben dem Problem mit der Arbeit kommen noch andere persönliche Probleme, die man dabei nicht außer Acht lassen sollte.

Ich kann darüber einfach mit niemandem reden, weil ich mich auch dafür sehr schäme. Objektiv gesehen, sollte ich nicht rummeckern, weil es mir ja doch "gut" geht. Ich habe ein Dach über den Kopf, Arbeit, einen tollen Freund.

Ich hoffe es haben sich hier einige Zeit genommen das hier zu lesen und antworten mir auch.

Ganz Liebe Grüße

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12. Februar 2012 um 20:17

Hey Yuna
Erst mal klasse das Du den ersten Schritt gemacht hast und hier schreibst.

Also für mich klingt es nach Depression oder Burnout. Gibt es denn Dinge die dich belasten um die deine Gedanken kreisen? Suizidgedanken? Musst dich nicht schämen deswegen, das sind alles Symptome die bei einer Depression auftreten können. Bin gern auch per PN für Dich da.

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12. Februar 2012 um 20:48

...

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13. Februar 2012 um 10:43
In Antwort auf elario_12561512

Hey Yuna
Erst mal klasse das Du den ersten Schritt gemacht hast und hier schreibst.

Also für mich klingt es nach Depression oder Burnout. Gibt es denn Dinge die dich belasten um die deine Gedanken kreisen? Suizidgedanken? Musst dich nicht schämen deswegen, das sind alles Symptome die bei einer Depression auftreten können. Bin gern auch per PN für Dich da.

Ich kann nur zustimmen!
Gut, dass du doch darüber redest. Mir ging es ählich. Ich konnte nicht schlafen, fast nichts essen, mir war immer kalt und alles hat mich überfordert- es wäre aber zu der Zeit einfacher, wenn ich mich nicht genau wie du dafür schämen würde. Ich habe mich immer mit anderen verglichen und gesehen, dass sie es schaffen normal zu existieren, nur ich nicht

Die Wahrheit ist aber, es lief irgendetwas schief und wenn es so ist, muss man ob man will oder nicht etwas unternehmen. Ich glaube nicht, dass du Depressionen hast, sonst würdest du es nicht schaffen in die Arbeit zu gehen Aber es ist trotzdem etwas da, was angeschaut und geheilt werden möchte. Solche Zustände sind total unangenehm, machen große Angst, lösen Zweifel, Selbstzweifel und alle anderen möglichst negativen Emotionen aus, auf der anderen Seite sind sie aber auch Wendepunkte, die sagen: "So kannst du nicht mehr weiter machen, was du tust, tut dir nicht gut" Es ist zwar schwer, aber trotzdem kann es für dich eine Chance für ein besseres und erfüllteres Leben sein. Hol dir Hilfe, rede darüber, finde dich selbst-es lohnt sich. Ich drücke dir die Daumen!!!

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14. Februar 2012 um 14:43

Ich kenne das auch
Für mich hört es sich schon nach Depression an, ich kenne das auch, alles war mir zu viel und doch habe ich mich zur Arbeit geschleppt...bis gar nichts mehr ging...dann folgten Krankenhausaufenthalte und einige Therapien, die Letzte ist schon lange her, war aber die Einzigste die mir auch geholfen hat. dennoch denke ich Depressionen wird man nie los, es ist ein Teil von mir und meinem Leben und es wird immer wieder mal vorbrechen.
Aber es ist gut, dass du den Schritt hier her gemacht hast.
Ich hatte früher auch immer Unbehagen und habe nie darüber gesprochen bei Fremden, was heißt früher, ich gehe heute damit auch noch sehr zurückhaltend um. Denn die meisten Leute können damit auch nicht richtig umgehen, auch wenn schon viel in den Medien darüber berichtet wird.
Ich lebe heute sehr zurück gezogen und eigentlich will ich das jetzt auch so und dennoch momentan habe ich auch grad wieder so eine Phase wo mir alles zu viel wird, nur was wird mir zu viel? Ich kann meine Zeit so einteilen wie ich es möchte, bin aber auch für alles allein verantwortlich. Früher war ich sehr kontaktfreudig, das bin ich heute nicht mehr, heute habe ich sogar manchmal Angst raus zu gehen, weil ich keine Menschen sehen mag. Das ist aber nciht so einfach, da ich einen Hund habe und raus muss. Aber Gespräche mit Nachbarn und Hundehaltern halte ich recht kurz und unverbindlich. Ich könnte eigentlich auch zufrieden sein, aber wenn ich in der Depression bin, bin ich alles andere als das und ich fühle mich nur von Anderen verletzt und zurück gewiesen. Ach es ist halt alles schwer....
Würde mich freuen, wenn ihr mir schreiben würdet.

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14. Februar 2012 um 17:07
In Antwort auf vince_12084028

Ich kenne das auch
Für mich hört es sich schon nach Depression an, ich kenne das auch, alles war mir zu viel und doch habe ich mich zur Arbeit geschleppt...bis gar nichts mehr ging...dann folgten Krankenhausaufenthalte und einige Therapien, die Letzte ist schon lange her, war aber die Einzigste die mir auch geholfen hat. dennoch denke ich Depressionen wird man nie los, es ist ein Teil von mir und meinem Leben und es wird immer wieder mal vorbrechen.
Aber es ist gut, dass du den Schritt hier her gemacht hast.
Ich hatte früher auch immer Unbehagen und habe nie darüber gesprochen bei Fremden, was heißt früher, ich gehe heute damit auch noch sehr zurückhaltend um. Denn die meisten Leute können damit auch nicht richtig umgehen, auch wenn schon viel in den Medien darüber berichtet wird.
Ich lebe heute sehr zurück gezogen und eigentlich will ich das jetzt auch so und dennoch momentan habe ich auch grad wieder so eine Phase wo mir alles zu viel wird, nur was wird mir zu viel? Ich kann meine Zeit so einteilen wie ich es möchte, bin aber auch für alles allein verantwortlich. Früher war ich sehr kontaktfreudig, das bin ich heute nicht mehr, heute habe ich sogar manchmal Angst raus zu gehen, weil ich keine Menschen sehen mag. Das ist aber nciht so einfach, da ich einen Hund habe und raus muss. Aber Gespräche mit Nachbarn und Hundehaltern halte ich recht kurz und unverbindlich. Ich könnte eigentlich auch zufrieden sein, aber wenn ich in der Depression bin, bin ich alles andere als das und ich fühle mich nur von Anderen verletzt und zurück gewiesen. Ach es ist halt alles schwer....
Würde mich freuen, wenn ihr mir schreiben würdet.

Vielleicht ist es aber auch eine Persönlichkeitsetwicklung
Ja ich weiß, es ist schwerklich, es ist schmerzhaft, keine Lust, kein Spaß, viel Angst und viele Zweifeln- aber vielleicht ist es eine Einladung zur Entwicklung. Mir ging es mehr als zehn Jahr so ähnlich wie dir. Ich war auch kontaktfreudig und lebensfroh, von einem Tag auf dem anderen hatte ich nur noch Angst. Jetzt ist es aber vorbei, ich hatte so viel Angst und musste so viele Dämonen von mir überwinden, dass ich jetzt eigentlich nur noch liebevollen Umgang mit mir kenne und in Frieden und Harmonie lebe...es war eine jahrelang dauernde Entwicklung, ich war auch bei Psychologen, ich dachte ich habe Depression, ich war total verzweiflt und hatte sehr lange nur noch Selbstmordgedanken, aber du irrst dich. Wenn du einmal Depressionen hast, heißt das nicht, dass du sie für immer haben muss....überhaupt nicht!

wenn ihr Mädels Lust habt, schaut unter euch diese Seite an www.eelea.de - vielleicht ist was für euch

Alles Liebe

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15. Februar 2012 um 15:09
In Antwort auf an0N_1252231999z

Vielleicht ist es aber auch eine Persönlichkeitsetwicklung
Ja ich weiß, es ist schwerklich, es ist schmerzhaft, keine Lust, kein Spaß, viel Angst und viele Zweifeln- aber vielleicht ist es eine Einladung zur Entwicklung. Mir ging es mehr als zehn Jahr so ähnlich wie dir. Ich war auch kontaktfreudig und lebensfroh, von einem Tag auf dem anderen hatte ich nur noch Angst. Jetzt ist es aber vorbei, ich hatte so viel Angst und musste so viele Dämonen von mir überwinden, dass ich jetzt eigentlich nur noch liebevollen Umgang mit mir kenne und in Frieden und Harmonie lebe...es war eine jahrelang dauernde Entwicklung, ich war auch bei Psychologen, ich dachte ich habe Depression, ich war total verzweiflt und hatte sehr lange nur noch Selbstmordgedanken, aber du irrst dich. Wenn du einmal Depressionen hast, heißt das nicht, dass du sie für immer haben muss....überhaupt nicht!

wenn ihr Mädels Lust habt, schaut unter euch diese Seite an www.eelea.de - vielleicht ist was für euch

Alles Liebe

Vielleicht, vielleicht...
Also, ich widerspreche dir ja nur ungern, aber es gibt auch unterschiedliche Arten von Depressionen, da sind einmal die sessionalen (weiß grad nicht, ob das richtig geschrieben ist)Depressionen, also die wird wohl schon fast jeder mal gehabt haben, z.B. wenn es im Winter nur kaltes, trübes Wetter ist, da bekommen manche auch Depris, aber auch das Gegenteil, im Sommer, wenn nur die Sonne scheint. Dann gibt es die "leichteren" Depressionen, die sicher zu heilen sind, aber es gibt auch die chronische Depression und die kehrt immer wieder,egal wo oder wie du lebst und darunter leide ich. Also ich weiß, dass sie immer wieder mal auftaucht, egal ob ich in der Stadt lebe oder auf dem Land oder sonst wo, das ist völlig egal. Ich hatte auch schon als Kind Depressionen, nur leider hat man die nicht erkannt, ich musste viele Jahre durch ein dunkles Tal gehen und habe auch versucht mich zweimal vom Leben zu verabschieden.
Meine Familie ist damit auch belastet, also vielleicht ist es sogar vererbt, da streitet sich die Psychologie heute noch, ob es vererbbar ist, einige meinen ja und die anderen wieder nein.
Aber wenn du es jetzt geschafft hast und von allem Leid befreit bist, freut es mich für dich.

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