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Leben verwirrt: Kennt ihr das? iNNERE ZERRISSENHEIT

4. Mai 2010 um 14:25

Hallo Ihr,
ich schreibe, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß und mich nur noch im Kreis drehe.
ich bin innerlich so zerrissen, ich weiß einfach nciht merh wasich machen soll... und deshalb passiert es, das ich garnichts mehr mache.
Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin zerrissen zwischen meiner Beziehung, meiner Famile(insbesonders meiner Mutter), und mir selbst und meinen eigenen Bedürfnissen.

Ich bin grad in einer Lebensphase, in der ich das erste mal wirklcih alles selber entscheiden kann, und diese entscheidungen auch weitrechenende Konsequenzen für mein gesamtes Leben haben werden
1) ich studiere weit weg von zuhause und bin vll ein mal im monat ein we zuhause. Ich habe aber schreckliche schuldgefühle wegen meiner mutter, sie ist sehr depressiv, alleine und wünscht sich, dass ich mehr in der nähe studieren würde, dass hat sie zwar nicht so direkt gesagt, aber immer wenn ich mit ihr telefoniere oder wenn ich mal da bin kommt der satz.: " Bleib doch hier", oder" Schade das du jetzt schon wieder fährst.etc", das soll natürlich kein vorwurf sein, da ich sie verstehen kann, ich bin ihre Tochter und sie vermisst mich- klar.
Aber sie ist einfach total alleine, hat keine echten sozialen kontakte und deshalb habe ich weil ich jetzt woanders lebe starke schuldgefühle das ich sie so allein lasse.

2) Ich würde auch näher bei meiner Familie studieren, wäre von der uni etc und so auch kein problem, jedoch würde sich meine beziehung dann in eine fernbeziehung verwandeln. Mein freund meinte ich soll das machen, was ich für richtig halte, also von ihm aus habe ich verständnis bekommen, aber ich persönlich will garnicht von ihm getrennt sein, ich liebe ihn sehr und der gedanke daran ihn nur alle zwei wochen oder so zu sehn macht mich sehr traurig.
Wenn ich in dieser Stadt bleiben sollte, wo er auch wohnt, dann habe ich halt diese schrecklichen Schuldgefühle gegenüber meiner Mutter..... das ist auch der Fall bei meinen Studienplänen.....

3)ja , ich plane nämlich ins ausland zu gehn, ein halbes oder ein jahr. Ich will das aufjedenfall machen, und das will ich auch innerhalb meines studiums machen, den sonst könnte ich mir das nciht finanzieren. Es wäre dann auch weoter weg, also australien, kurze besuche sind da nicht drin. Hierbin ich wieder voll zerrissen, zwischen meinen eigenen zielen und träumen, die ich verwirklichen will, meiner beziehung , meinen freund würde ich dann auch nicht sehn, vll einmal oder so , und leider am schlimmsten... die schuldgefühle gegenüber meiner mutter, wen ich solange weg sein sollte.

DIe sache ist, ich war schonmal für ein halbes jahr im ausland, und habe in der zeit gemerkt, wie schlecht es meiner mutter ging. Ich weiß das ich mich abnabeln muss, und das sie selber für ihr leben verantwortzlich ist, aber kennt ihr das gefühl das man es immer allen recht machen will, und sich so zerrissen fühlt??
Ich weiß eigentlich , dass ich meine Ziele verwirklichen sollte, gerade weil ich nur jetzt diese Möglichkeit habe, aber kennt jemand von euch Methoden oder so, um diese Entscheidungsschwierigkeiten zu überwinden. Bzw. ich weiß ja eigentlich was ich will, ich kann es einfach nciht klar fassen , weil ich mich so gelähmt fühle.

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4. Mai 2010 um 16:57

Du stehst an erster Stelle
Ich bin auch ausgewandert und hatte Anfangs auch nen schlechtes Gewissen.

Der Punkt ist DU bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Du kannst und darfst zuerst an Dich denken und bist nicht für deine Mutter verantwortlch. Vor allem wenn es um was entscheidenes, wie dein Studium geht und du sie ja anscheinend regelmässig besuche kannst und ihr sicherlich hilft wo du kannst. Deine Beziehung ist wichtiger als deine Mutter. Kinder müssen nun mal ihren eigenen Weg gehen.

Wenn du es willst, geh ins Ausland. Ich denke aber schon, das es ne Zereisprobe für deine Beziehung wird. ûberleg dir gut, wei wichtig sie dir ist. Wenn ihr schon lange zusammenseit kann es funktionieren.

In Bezug auf deine Mutter. Geh einfach und mach was du willst. Sie sollte sich für dich freuen und stolz sein und so. Wenn sie das nicht kann, ist es nicht dein Problem.

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4. Mai 2010 um 17:48

:/
Ja, ich kenne das.
Das ist schlicht und einfach Liebe. Leider macht sie meistens alles schwerer als einfacher.
Generell gilt, dass du dein Leben nach deinen Wünschen gestalten solltest ... so gut wie es eben möglich ist.
Auf andere Menschen zu achten ist auch wichtig (etwas, was in der heutigen Gesellschaft zusehens verloren geht).
Dennoch sollte man sich selber stets treu bleiben dabei. Auf manche Dinge kann man verzichten ... allerdings sollte man nicht darauf verzichten zufrieden zu sein und mit beiden Beinen im Leben zu stehen.

Ich glaube im Leben muss man lernen zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden. Das ist sehr schwer, aber Probleme lösen sich nicht, wenn man alles belässt wie es ist. Ich denke zum Beispiel, dass deiner Mutter nicht geholfen ist, wenn du immer versuchst in ihrer Nähe zu sein. Davon bekommt sie kein größeres soziales Umfeld und Kraft ihr Leben wieder "stärker anzupacken" bringt das auch nicht.
Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation mit meiner Mutter.
Es geht leider (oder Gott sei Dank) nicht, dass man sich im Leben immer auf nur eine Person verlassen kann.
Das hat Vor- und Nachteile, aber funktioniert auf Dauer keinesfalls.
Vielleicht hilft es ja mit deiner Mutter mal ein Gespräch darüber zu führen, was sie versuchen kann in ihrem Leben zu verändern. Es gibt ja nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen. Nichts ist schädlicher als Stillstand.

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