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Langsam hab ich genug von meinen ängsten!!! Doch,wie schaff ichs? Helfen jetzt nur noch medikamente?

7. November 2009 um 16:26 Letzte Antwort: 17. November 2009 um 9:56



Sehr langerText!!


Ich leide eigentlich schon seit kindesalter an ängsten und zwängen.. Seitdem ich 13 bin, ist es mir bewusst.
Ich war damals auch das erste mal in psychotherapie..
Es wurde besser, vll lag es auch am alter, bzw, dass ich in die pubertät kam..

Mit 15 fing es wieder an vermehrt vor allem mit zwangsgedanken.. leidet hier jmd von euch auch darunter?
Ich finde es gaanz schlimm, weil es irrationale ängste auslöst und die sind ja sozusagen nicht "nachweisbar"...

Man lebt immer in der ungewissheit mit seinen ängsten, wenn sie irrational sind..

Naja... weiter mit der liste. Ich bekam Essstörungen, und das ca 3 jahre lang. Das fing mit 15 an... ducrh minderwertigkeitskomplexe ausgelöst, fühlte mich nicht schön, fühlte mich dick, fühlte mich alleine, fand mich dumm, weil ich schulprobleme hatte, schlecht behandelt von den lehrern..

Eines tages machte es "klick", denn ich konnte nicht mehr und machte eine weitere therapie, wegen der ES, aber auch wegen depressionen, die i mittlerweile entwicktelt hatte. zwänge waren eigentlich gleichzeitig immer mit dabei.... Die ES wurden immer besser, ich fand wieder zu einem gesunden essverhalten. Dann war ich mittlerweile anfang 18, als ich mich selber als "gesund" nennen konnte.

Dann bekam ich meine erste panikattacke.. im bus.. ich projezierte alles auf den bus und konnte iwann keinen mehr fahren. Ich bekam immer öfter panikattacken.
Ich entwickelte agoraphobie, fühlte mich unwohl in öffentlichen verkehrsmitteln.. bahn fahren konnte ich noch...
Aber auch 1 jahr, nachdem ich keinen bus mehr fahren konnte, ging auch die bahn nicht mehr.
Das wurde alles immer schlimmer, weil ich so stress mit meinem damailgen freund hatte.. er engte mich ein, wollte oft über mich bestimmen, mir was vorschreiben.. Und ich, als schon immer sehr gutmütiger und viel nachdenkender, sensibler mensch, ließ es mir gefallen.
Ich dachte mir, dass ichs verdient habe, weil ich ihn nicht genug liebe.. ich gebe zu, ich war nicht immer ehrlich, aber auch, weil ich angst vor ihm hatte.
Er schrie mich oft sehr an, wurde sogar öfter gewalttätig, was heisst, dass er mir mit absicht körperlich wehtat.. Seitdem habe ich auch ein etwas gestörtes bild was männer und beziehungen angeht.. Er war auch noch meine erster, fester freund.
Naja. ich konnte dann irgendwann keine bahn mehr fahren, ich war vollkommen überlastet, wegen der scheiß beziehung...
Ein jahr hielt ich die Beziehung aus, denn nach 2 monaten fing es schon an scheiße zu werden.
Nach einem jahr schaffte ich es mich zu trennen und zu dem zeitpunkt war ich am tiefpunkt angelangt.
Ich konnte über ne woche nicht aus dem haus gehen, konnte nicht mal bis zum briefkasten gehen, fühlte mich körperlich gar nicht richtig da, taub, dissoziative störungen entwickelte ich in der letzten phase unserer beziehung.
Und die blieben dann einige wochen..
Alles war unecht, ich fühlte mich innerlich tot...
Mithilfe von homöopathie wurde mir zu den ersten schritten der besserung geholfen. Kann ja jeder drüber denken,w as er will.. Mir hats geholfen.
Ich fing schritt für schritt wieder an richtung alltag zu leben.
Meine familie und freunde halfen mir dabei.
Fuhren mit mir mit dem auto erstmal nur ums haus und iwann immer ein stück weiter.
Um haus zu laufen, war für mich ne überwindung.
Ich hätte nie gedacht, dass er so weit kommen könnte.
Die schlimmste phase fand statt, als ich ferien hatte.
Dann fing meine ausbildung wieder an und ich schaffte es auch dort hinzugehen, die war sogar nur 2 kilometer von meinem zuhause entfernt.
Aber ich konnte vieles nicht..
Keine strecken zu fuss laufen, nicht mal 100 m entfernte strecken schaffte ich. Es war echt krass.. Das ging ca 5 monate so... bis ich es wieder schaffte mich zu kleineren strecken zu überwinden, die nicht weiter waren, als ca 200 meter.
Ich konnte mit dem auto keine autobahnstrecken fahren, höchstens landstrasse, doch selbst das machte mir angst.Dazu ist noch zu sagen, dass ich selber sogar noch keinen führerschein habe, fuhr immer mit anderen..
Ich konnte keine nähe ertragen, man durfte mich nicht umarmen.. ich fühlte mich sonst erdrückt, oder einfach gar nicht..
Ich konnte nicht im auto hinten sitzen..
Ich wurde gerade 20, da fing ich die nächste therapie an, wo ich jetzt auch noch bin.. bin jetzt 21..
Ich durchlebte angst, panik, überwindungen und es war alles so kompliziert.
Ich musste auf so vieles verzichten.
Ich mache nur langsam fortschritte, erst seit anfang diesen jahres, das heisst fast ein jahr nach meinem "absturz" fing ich an wieder richtige strecken zu laufen, das heisst, auch mal 1 km strecken oder mehr.. und welche, die länger dauerten, als 2 minuten, nämlich ne stunde oder länger.
Es fällt mir jetzt immernoch nicht leicht, aber ich kann es mittlerweile.

Lange autostrecken, bzw autobahn machen mir auch keine probleme mehr..
Ich habe fast alles geschafft..

Das einzige, was noch fehlt, sind bus und bahn.
Ich war mittlerweile 2 jahre kein bus mehr gefahren und über eineinhalb jahre keine bahn.
Bis ich anfing vor ein paar wochen mich zu überwinden das anzugehen.
Und ich fuhr eine station bus, hatte keine panikattacke, aber ganz leichten ansatz dazu..
Ne woche später fuhr ich nochmal 2 stationen und hatte einweig panik.. alles aber nicht vergleichbar zu früher, da war das ganz schlimm..
Heute bin ich mit nem freund 2 stationen bahn gefahren, was für mich sehr ne überwindung war.

Naja.. alles in einem.
Meine zwänge sind seit der beziehung zu meinem ex wieder viel schlimmer geworden.
Und dadurch auch meine ängste.

Ich schaffe es einfach nichz mich komplett zum bahn und busfahren zu überwinden, da ich keinen motivation habe, momentan.
Ich fühle mich innerlich so komisch... taub, leer, seltsam.. kennt ihr sowas?
So ein dauerunwohles gefühl??

Durch die zwänge und ängste denke ich immer wieder, dass alles sinnlos ist und daher kann ich mich nicht richtig überwinden meine probleme anzugehen..

Akupunktur hilft mir zwar immernoch.. aber ich glaube, vll sollte ich wirklich mal antidepressiva nehmen!??!!

Ich komme nicht weiter!!

Es fphlt sich an wie ein knoten im kopf, der gelöst werden muss..
Die zwangsgedanken machen mich so ängstlich und lassen mich nicht frei sein..

Was meint ihr?
Ich habe noch nie sowas genommen, ausser natürliche, pflanzliche mittel..

Aber ich glaube mir hilft grad nix weiter..

Ich danke schon mal für Eure Meinungen!!!


Actress












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8. November 2009 um 23:41

Hallo
vielen dank für deine antwort.
Ich habe mir gedanken gemacht über die aussage, die du mir mit dem gemäldebeispiel gegeben hast.
Es macht viel sinn!

Und irgendwie weiss ich das schon.
Nur, ich weiss nicht wie ich an das problem rangehen soll.
Ich habe zu viel angst, ganz offen zu reden, muss ich ehrlich zugeben..
Ich bin in therapie, wie schon gesagt, und hoffe, dass meine therapeutin nicht schockiert sein wird, wenn ich ihr das so sage, weil sie mittlerweile denkt, dass alles wieder fast ok ist..

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10. November 2009 um 12:15

AD
Hallo Actress,

ich würde Dir schon zu Medikamenten raten. Geh doch einfach mal zu einem Neurologen und lass Dich beraten. Ich weiß, dass viele Leute Antidrepressiva verurteilen, aber damit kann Dir wirklich geholfen werden. Du wirst sehen, dass Du Dich ganz anders fühlst. Ich kann auch verstehen, dass es Dich Überwindung kostet, diesen Schritt zu tun, aber wenn Du wüsstest, wieviele Menschen sich mit Medikamenten therapieren lassen. Wichtig ist, wie meine Vorrednerinnen schon geschrieben haben, dass Du Deine Geschichte möglichst genau erzählst, so wie Du es hier gemacht hast. Dann kann der Arzt Dir die richtigen Medikamente verschreiben.

Ich wünsch Dir viel Glück.

LG Elli

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14. November 2009 um 15:38

Hallo
danke für eure antworten..
So, wie ihr das sagt, sehe ich das auch.
Ich weiss es eig schon länger, oder es ist mir bewusst, wo mein problem liegt.
Ich glaube nur, ich bin in wirklichkeit zu feige mich dem problem zu stellen.

Ich habe zu viel angst vorm leben.. deswegen suche ich mir lieber ein paar zufluchtsorte ( süchte, probleme...), um dem eigentlichen problem zu entkommen.

So bin ich sowieso nie glücklich und kann mich an dem festhalten, was mich sonst glücklich macht.

Ich glaube es hat auch viel mit verlustangst zu tun, oder???

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17. November 2009 um 9:56

Es gibt Hilfe!!!
Du hast recht der Knoten muss gelöst werden aber nicht in deinem Kopf sondern in deinem Gefühl. Ich weiß wie es sich anfühlt nicht frei zu sein.
Ich bin Heilpraktikerin spezialisiert auf Psychosomatik und weiß selbst was es heißt unter Angst zu leiden. Der Weg da raus besteht darin sich mit seiner Gefühlswelt auseinander zu setzen. Dies kann man nur mit Menschen, die sich auch mit ihren eigenen Gefühlen auseinandergesetzt haben.
Meine Kollegen und ich haben aus diesem Grund auch eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen.
Diese findet in der Heilpraktikerschule Berlin Spandau, Grünhofer Weg 18, 13581 Berlin statt. Du bist gerne dazu eingeladen.
Ich wünsche dir alles Gute!!!
namaste1502

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