Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Lange Depressionen - Psychater? Wer zahlt das?

Lange Depressionen - Psychater? Wer zahlt das?

14. April 2005 um 20:33 Letzte Antwort: 23. März 2008 um 13:24

Hey ihr da draußen.

Ich leide durch meine verkorkste Beziehung, mein eigenes Ich und ein paar äußeren Faktoren seit fast drei Jahren unter Depressionen, zumindest wurde mir von verschiedenen Seiten gesagt, das was ich da habe, seien keine "normalen Durchhänger" mehr.

Ich hab Zeiten, in denen es mir gut geht, aber die meiste Zeit schleppe ich mich nur mit dem Gedanken durchs Leben, das diese ganze Pechsträhne doch irgendwann vorbei sein muß.

Naja egal; jedenfalls habe ich über professionelle Hilfe nachgedacht. Da ich aber Studentin bin und kein Geld habe (auch einer der Sorgenmacher), kann ich mir das niemals leisten. Jetzt wollt ich alle fragen, die Erfahrungen damit gemacht haben, wieviel sowas kostet, was evtl. die Krankenkasse übernimmt, ob es überhaupt hilft, etc. Naja helden wird es schon, aber ich mein ob es nicht erstmal noch alles schlimmer macht?!?

Danke im Voraus,

die Jule (die übrigens 22 ist)

Mehr lesen

14. April 2005 um 21:06

Was ich weiß....
Hey Jule,
Also, ich kann nur das weitergeben was ich von meinen Freunden die eine Therapie machen, weiß.
Man bekommt von seiner Krankenkasse 5 Gratisstunden um einen geeigneten Psychiater zu finden. Er/Sie gibt dir dann ein Formular zum Ausfüllen (warum du eine Therapie machen willst, Familienverhältnisse etc) und er/sie entscheidet ob er dich übernimmt. Aber ich würde einfach bei deiner Krankenkasse nachfragen. Die werden dir da die beste Auskunft geben.

Kopf hoch! wünscht dir
Mischa

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
18. April 2005 um 19:17
In Antwort auf clea_11876712

Was ich weiß....
Hey Jule,
Also, ich kann nur das weitergeben was ich von meinen Freunden die eine Therapie machen, weiß.
Man bekommt von seiner Krankenkasse 5 Gratisstunden um einen geeigneten Psychiater zu finden. Er/Sie gibt dir dann ein Formular zum Ausfüllen (warum du eine Therapie machen willst, Familienverhältnisse etc) und er/sie entscheidet ob er dich übernimmt. Aber ich würde einfach bei deiner Krankenkasse nachfragen. Die werden dir da die beste Auskunft geben.

Kopf hoch! wünscht dir
Mischa

Hi Mischa,
danke dir für deinen Beitrag. Werd mich informieren, aber weiß hier wirklich keiner weiter was darüber? Hab Angst das die krankenkasse einfach "mauert" und mich abwimmelt ..









Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. April 2005 um 0:58

Aus eigener Erfahrung....
Eine Therapie kostet dich definitiv keinen Cent, sofern du krankenversichert bist, wovon ich mal ausgehe.Du suchst dir einen Therapeuten deiner Wahl ( mit Überweisung vom Allg.-Mediziner), absolvierst die 5 Probestunden, um zu sehen, ob die Chemie stimmt, dann beantragt er bei Deiner Krankenkasse die Therapie, mit Begründung und du hast dann zunächst 25 Stunden, die bewilligt werden. Nachschlag möglich.Begleitend zu meiner Therapie ( Depressionen) bekam ich noch Psychopharmaka und kann wirklich sagen, dass es mir besser geht, nun inzwischen therapie-u.tablettenfrei.
Ich halte es für sehr wichtig, dass man sich professionelle Hilfe holt, von allein kommt man da nicht raus und es ist ja schlußendlich auch eine ernst zu nehmende Erkrankung, die dem Umfeld auch eine Menge Verständnis abverlangt. Man hat keinen Körperteil in Gips, damit könnte jeder etwas anfangen, sondern hat sein Verhalten völlig verändert und kann es ja meist selber nicht erklären, wieso, weshalb und warum.Bei mir fand auch der soziale Rückzug statt, es war wirklich schwer, deutlich zu machen, dass es nicht persönlich gemeint war, sondern u.a. ein Symptom der erkrankung war.
Ich wünsche dir alles Gute, lieben Gruß, Philanthrop

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. April 2005 um 15:39

Es gibt Psychotherapeuten mit und ohne Kassenzulassung
Hallo zusammen,

zunächst an Wolfgang: wenn es wirklich Depressionen sind, kann man sich nicht "einfach mal so eben" selbst helfen. Schwer zu verstehen, wann man selbst noch nie Depressionen hatte. Aber wenn dieses Gefühl wirklich seit 3 Jahren anhält, klingt es für mich doch sehr stark so, daß therapeutische Hilfe sinnvoll sein könnte - allein schon, um das Leben wieder zu genießen. Ob das jetzt durch Gespräche mit Gleichgesinnten oder eine Einzeltherapie erfolgt, muss jeder selbst entscheiden.

An die ursprüngliche Verfasserin (leider kann ich nach dem Anklicken des Beitrages von Wolfgang keinen Namen mehr sehen): Das Vorgehen sieht in der Regel so aus: am besten erst zu einem Hausarzt Deines Vertrauens gehen und Dein Problem schildern. Wenn er der Ansicht ist, daß eine Therapie helfen könnte, wird er eine Überweisung zum Psychotherapeuten ausstellen.

Was die Kostenübernahme angeht, stellt sich dann die Frage, ob Du eine gesetzliche oder private Krankenversicherung hast. Bei privaten Krankenversicherungen werden i.d.R. die Kosten generell übernommen - notfalls einfach mal die Hotline der Kasse dazu anrufen. Bei einer gesetzlichen Versicherung muss man darauf achten, daß der angesprochene Therapeut eine Kassenzulassung hat - sonst muss das im Einzelfall mit der Kasse geklärt werden.

Ich gehe bei einer Studentin mal vom Fall gesetzliche Krankenkasse aus: Die ersten 5 Gespräche werden als "Vorgespräche" angesehen und sind daher problemlos möglich, werden demnach von der Kasse übernommen. In diesen 5 Gesprächen wird auch geklärt, ob eine Therapie notwendig ist oder nicht. Wenn ja, stellt der Therapeut einen Antrag auf Kostenerstattung an die Krankenkasse.

Keine Angst, so wild wie es klingt ist das alles nicht - der Hausarzt und der Therapeut können dazu natürlich Auskunft geben.

Falls ich noch einen persönlichen Tipp hinzufügen darf: achte bei den ersten Terminen beim Therapeuten stark auf Dein "Bauchgefühl". Wenn Du von Anfang an das Gefühl hast, nicht richtig aufgehoben zu sein, lieber nochmal wechseln - wenn man sich nicht "öffnen" kann, bringt es Nichts.

Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft, vor allem, daß Du bald wieder viel Sonnenschein in Dein Leben lässt.

Kitti

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Oktober 2007 um 15:47

Psychologe/Psychater/Therapeut?
Hallo
ich überlege schon seit längerem zu einem Psychater/psychologen/therapeut(weiss nich genau wer..) zu gehn. Vielleicht könntet ihr mir weiterhelfen und mir sagen zu wem davon. Naja jedenfalls geht es mir seid längere Zeit schon ziemlich schlecht. Am anfang des Jahres ist ein Freund von mir gestorben, dann hat sich mein Freund von mir getrennt, und ich komme über die Beziehung einfach nicht weg..! Es ist schrecklich. Ich habe mich von allen abgeschottet, total viele Freunde verloren, weil ich danach monatelang nichts mehr mit niemanden unternommen habe,ich hate schlechte Noten in der Schule und bin fast sitzengeblieben..Und jetzt ist es wieder besonders schlimm...ic hänge dem einfach immer noch total hinterher und ich weiss nicht wie ich das alleine schaffen soll...niemand versteht wie ich mich fühle..und meine beste Freundin meinte ich solle mal an professionelle Hilfe denken.. Was meint ihr dazu? zu wem muss ich denn dann gehen? Und muss ich dann erst meinem Hausarzt alles erzählen damit er mir die Überweisung gibt? Es kommt mir irgendiwe komisch vor vor dem Hausazrt so über die Sachen zu reden. ABer wenn es nötig ist mache ich es natürlich.
LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
23. März 2008 um 13:24

Hallo Feline
Du hast den schwierigsten Punkt schon angesprochen.Wie finde ich den richtigen.Weißt Du vielleicht ob es eine Art schwerpunktauflistung gibt aus der man erfahren kann welcher Arzt in welche richtung geht? Ich war jetzt schon bei zweien und hatte bei beiden das Gefühl die wissen garnicht von was ich rede.Was schlimmeres kann man sich garnicht vorstellen.man geht wieder und denkt es liegt alles nur an mir.vor allem dauert es lange bis man sich wieder für einen neuen anlauf gesammelt hat,und bis da hin leidet man.
wär schön wenn Du was wüsstest
das gilt natürlich auch für alle anderen
Gruß charlotte8864

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram