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Krankheit des Opas

6. Januar 2011 um 12:49

Hallo gofeminin,
Ich habe noch nie in einem Forum geschrieben, aber momentan ist eine relativ schwierige Situation zu Hause.
Vor einem Jahr wurde bei meinem Großvater Krebs diagnostiziert, es sei aber nicht so schlimm er könne noch lange damit leben. Dann wurde es doch immer schneller immer schlimmer. Jetzt ist es so schlimm, dass irgendwie jeden Tag etwas anderes nicht mehr funktioniert und er immer dünner immer schlechter aussieht. Es ist kein Fünckchen mehr von dem Opa übrig, der er noch vorher war.
Meine Oma und meine Eltern belastet es auch sehr, aber sie sind immer für mich da, sie hören mir immer zu, doch ihnen geht es auch nicht gut und ich will sie nicht noch mehr belasten.
Deshalb wollte ich fragen was ich tun soll. Als sie mir sagten, dass er bald sterben würde, wurde ich noch in der selben Nacht krank ( übergeben, Bauchschmerzen)....
Ich will nichts mehr machen muss ständig weinen und schaffe es höchstens noch zu lernen. Selbst wenn ich etwas mit meinen Freunden mache kann ich an nichts anderes denken. Seine Krankheit zieht mich selbst mit.
Danke schon im voraus für eure Ratschläge, Lilly

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7. Januar 2011 um 18:26

Es ist eine ganz schwierige Geschichte,
wenn du vielleicht zum ersten Mal mit dem Tod eines Menschen konfrontiert wirst. Mach deinen Eltern und deiner Oma mal den Vorschlag Kontakt mit einer Hospizbewegung aufzunehmen. Das hat vor kurzem auch eine Freundin von mir in Anspruch genommen. Dort gibt es Menschen, die euch verstehen und die euch gut begleiten können. Nütze die Zeit mit deinem Opa, zeige ihm , wie lieb du ihn hast und dennoch wirst du ,so schwer es ist ,akzeptiern müssen , dass er euch verlässt. Habt einfach eine schöne Zeit, noch ist da, ihr könnt mit ihm reden und er darf auch spüren, dass ihr traurig seid, auch er wird es womöglich sein. Ihr müsst euch nichts vormachen. Sondern teilt diese Erfahrung.Wenn es dir hilft und wenn du Fragen hast, darfst du mir gerne schreiben.
Am besten dann per PN
Lieben Gruß
melike

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8. Januar 2011 um 13:09
In Antwort auf melike13

Es ist eine ganz schwierige Geschichte,
wenn du vielleicht zum ersten Mal mit dem Tod eines Menschen konfrontiert wirst. Mach deinen Eltern und deiner Oma mal den Vorschlag Kontakt mit einer Hospizbewegung aufzunehmen. Das hat vor kurzem auch eine Freundin von mir in Anspruch genommen. Dort gibt es Menschen, die euch verstehen und die euch gut begleiten können. Nütze die Zeit mit deinem Opa, zeige ihm , wie lieb du ihn hast und dennoch wirst du ,so schwer es ist ,akzeptiern müssen , dass er euch verlässt. Habt einfach eine schöne Zeit, noch ist da, ihr könnt mit ihm reden und er darf auch spüren, dass ihr traurig seid, auch er wird es womöglich sein. Ihr müsst euch nichts vormachen. Sondern teilt diese Erfahrung.Wenn es dir hilft und wenn du Fragen hast, darfst du mir gerne schreiben.
Am besten dann per PN
Lieben Gruß
melike

Danke für die Antwort
aber die Zeit zu genießen ist schwer, da er im Spital ist und fast nur nnoch schläft und es ihm sehr schlecht geht.
Lg Lilly

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8. Januar 2011 um 19:09
In Antwort auf lima1996

Danke für die Antwort
aber die Zeit zu genießen ist schwer, da er im Spital ist und fast nur nnoch schläft und es ihm sehr schlecht geht.
Lg Lilly

Du mußt einfach wissen,
dass Menschen bis zuletzt alles hören, auch wenn ihr glaubt, dass er nicht bei Bewußtsein ist. Das heißt einmal, keine problematischen Gespräche zu führen, das heißt aber auch, dass du ihm alles sagen kannst und vorallem deine Liebe zeigen und das ist letztendlich das Beste , was du für den Opa tun kannst. Er wird leichter sterben, wenn er weiß, da gibt es Menschen die bei ihm sind und ihn lieben.

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8. Januar 2011 um 21:24
In Antwort auf melike13

Du mußt einfach wissen,
dass Menschen bis zuletzt alles hören, auch wenn ihr glaubt, dass er nicht bei Bewußtsein ist. Das heißt einmal, keine problematischen Gespräche zu führen, das heißt aber auch, dass du ihm alles sagen kannst und vorallem deine Liebe zeigen und das ist letztendlich das Beste , was du für den Opa tun kannst. Er wird leichter sterben, wenn er weiß, da gibt es Menschen die bei ihm sind und ihn lieben.

Du kennst dich sehr gut aus
Kann es sein, dass dir auch schon mal etwas tragisches passiert ist oder einfach nur Lebenserfahrung?
Lilly

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9. Januar 2011 um 21:54
In Antwort auf lima1996

Du kennst dich sehr gut aus
Kann es sein, dass dir auch schon mal etwas tragisches passiert ist oder einfach nur Lebenserfahrung?
Lilly

Ich habe eine Ausbildung in Sterbebegleitung
und habe mich mit dem Thema Tod und Trauer schon lange auseinander gesetzt. Das kommt alles zusammen. Meine heißgeliebte Oma habe ich verloren als ich 12 J. alt war.
Meine erste Liebe habe ich verloren als ich 19 J. war und er
21.J. das war der schlimmste Schlag in meinem Leben und danach habe ich mich mit Tod, Sterben, Leben nach dem Tod und allem möglichen auseinandergesetzt. Meine Mutter war 3 Monate im Hospiz, eh sie starb, das war auch eine sehr intensive Zeit und danach habe ich dann die Ausbildung in Sterbebegleitung gemacht, weil es mein Ziel und Streben ist, dass jeder Mensch in Würde sterben darf und vorallem nicht alleine, weil das dann wirklich Schmerzen nehmen kann.

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16. Januar 2011 um 15:28

Leider
hat er es nicht überstanden

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16. Januar 2011 um 16:24
In Antwort auf lima1996

Leider
hat er es nicht überstanden


Das tut mir sehr leid....
ich habe auch gerade erfahren, dass mein Opa heute gestorben ist.. er ist eingeschlafen und hatte nach langer Krankheit keine Schmerzen mehr.
Es tut so weh, vorallem weil ich hier alleine in der Schweiz zum Arbeiten bin und ich niemanden hier habe, der mich trösten kann.

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