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Krank vor trauer???

12. Dezember 2009 um 5:03

ich habe vor einer woche meine beste freundin mit der ich 10 jahre unzertrennlich war durch einen plötzlichen herztot wirklich ohne jegliche vorzeichen,in einem alter von 22 jahren verloren.es ist ein wirklich schmerzlicher verlust und ich möchte euch bitten mich keinen hohn ernten zu lassen für alle wirren gedanken.
seit dem sie nicht mehr da ist rinnen die tränen in massen und unaufhörlich begleitet von starken heulkrämpfen.jedoch ist das nicht der grund für diesen thread,eher die seltsamen dinge die ich mich nicht erklären kann und die mich immer weiter in die tiefe der trauer reißen.
träume in denen man mit ihr spazieren geht in der sonne am strand entlang,oder sie an der haustür klingelt und über andere vermitteln lässt das sie wartet und man aufgelöst im traum fragt wo wo wartet sie.
ich habe gedanken die nicht aus meinem ursprung sind, die einfach von jetzt auf gleich da.weiß nicht wie ich das erklären soll mit diesen gedanken.dann sehe ich nicht sie aber schatten die vorbeihuschen,höre geräusche oder ihre stimme.
ich habe riesen angst das mich jemand für verrückt halten könnte.das alles ist doch nicht normal irgendwo muss es doch her rühren das ich das alles so wahr nehme.und ich wünsche mir so sehr das es dafür eine erklärung gibt,die mir die trüben gedanken darüber austreibt.
ich hoffe ihr könnt mir helfen antworten zu finden.
liebe grüße
cada

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30. Dezember 2009 um 1:28

...
Erstmal mein Herzliches Beileid zu deinem schweren Verlust.
Ich selbst hab diese Situation, die du beschreibst erst mit meinem Tier durch. Das ist der Grund, warum ich mich damit beschäftigt habe. Das Unterbewusstsein spielt uns dabei einen Streich, um uns selbst zu schützen. Es gibt Begleiter in unserem Leben, ohne die ein weiterdenken nicht möglich ist. Ich will damit sagen, dass es uns nahezu unmöglich erscheint, aus der Ohnmacht der Trauer wieder ins alltägliche Leben zurück zu finden. Der Selbsterhaltungstrieb löst dann folgende Situation aus. Dein Unterbewusstsein "spielt" dir die Situation vor, weiterhin begleitet zu werden. Deine Freundin wird dich also noch eine ganze Weile durch das Leben begleiten, und das ganze so lange, bis du wieder festen Halt hast. Es wird mit der Zeit weniger und dann kommt der Moment, bei dem du dir wünscht, es würde nicht nachlassen.
Also in wenigen Worten: Es ist völlig normal. Lass dich darauf ruhig ein, denn es ist dein Weg, den Verlust zu verarbeiten.
Ich wünsch dir sehr viel Kraft in der nächsten Zeit.

VLG

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2. Januar 2010 um 4:39


ich danke euch beiden für eure verständnisvollen worte doch auch nach nun fast 4 wochen habe ich gedacht es lässt nach doch es wird schlimmer.ich arbeite in der altenpflege dachte ich kann dort abschalten doch genau das gegenteil traf ein.wir hatten einen fall von herzstillstand und plötzlich war es einfach nur eine scene aus meinem leben die auf replay steht.habe mich auf arbeit in eine ecke gesetzt und vor schmerz nur noch gekrampf.ich liege nachts in meinem bett und rolle mich zusammen wie ein emprio nur um dieses schreckliche gefühl mich nicht zu sehr quälen zu lassen doch es folgt seit wochen nur noch schlaflosigkeit und ein tearsflash nach dem anderen.nun bin ich da wo sie beigesetzt wurde also weit weg von deutschland um das alles zu verkraften es zu verarbeiten doch ich kann nicht.egal wo ich bin ob zu hause hier oder auf arbeit es holt mich ein und lässt mich nicht los.gibt es anlaufstellen wo man sich anonym hilfe holen kann.vielleicht auch hier im netz ich kann nicht mehr.ich möchte sie nicht vergessen aber ich möchte das es aufhört so unheimlich weh zu tun.nichts kann sie mir wieder bringen ich weiß das aber ich möchte bitte das es aufhört mich aufzufressen und ich ins leben zurück finde.doch es hält mich so fest

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11. Januar 2010 um 11:54

Keine Angst
Hallo,

deine Gedanken und wirren Dinge sind ganz normal.
Und verstehen kann das nur jemand, der das gleiche mitgemacht hat.
Und es heißt ja, dass man im Traum ganz nah bei unseren Liebsten sind.
Als meine Mama vor knapp 2 Jahren auch am plötzlichen Herz- oder Sekundentod gestorben ist, habe ich sie auch überall gesehen.
Ich bekam richtige Angstzustände. Konnte nicht mehr alleine sein, und abends brannte im meinem ganzen Haus das Licht.
Ich sah sie neben meinem Bett sitzen, wenn ich schlief, oder ihren SChatten im Augenwinkel.
Aber alle mit denen ich darüber sprach, hatten auch solche"Einbildungen", als sie einen Lieben verloren hatten.
Und ich bin kein Mensch der an Geister glaubt.
Aber diese Erfahrungen haben mich sehr verwirrt.
Heute "sehe" ich sie nicht mehr oft, auch nicht mehr im Traum.
Leider!!!

In deiner Situation nimmt man alles genauer und tiefer wahr.
Vielleicht verabschieden sie sich so von uns.
Besonders diese Menschen, bei denen wo wir uns nicht mehr verabschieden konnten.

Erklären kann man das nicht.
Aber du bist nicht verrückt!
Ich wünsche dir viel Kraft und bin immer für dich da.
Dani

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