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Kosten für Psychiater?

27. August 2010 um 0:11

Hallo, ich bin 17 Jahre alt & wahrscheinlich stark depressiv.
Ich bekomme homöopathische Anti-Depressiva, aber diese wirken nicht.
Nun würde ich mich gerne in Behandlung begeben, aber ich habe kein Geld.
Muss man für die Sitzungen zahlen?
Ich weiß nicht, wie ich mir sonst noch helfen könnte.

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28. August 2010 um 0:12

Behandlungsformen
Wie unterscheiden sich diese denn, kannst du mir dazu auch was sagen?

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29. August 2010 um 12:10

Wow, dankeschön!
Im Gegensatz zu meinen bisherigen Kenntnissen, sind diese Beschreibungen schon wesentlich komplexer, ich danke dir vielmals! Zumindest habe ich jetzt einen konkreten Überblick. Dann werde ich mich wohl mal mit meinem Hausarzt zusammen setzen ..

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3. September 2010 um 17:57
In Antwort auf zeta_12575294

Behandlungsformen
Wie unterscheiden sich diese denn, kannst du mir dazu auch was sagen?

Unterschied zwischen Psychiater und Psychologe
Hallo,

arbeite bei einer Krankenkasse und betreue psychisch Erkrankte. Weiß also, wovon ich rede

Als erstest solltest du deinen Hausarzt nach einer Überweisung zu einem Facharzt, also einem "Psychiater" fragen.

Ein Psychiater ist Arzt und darf dir auch "richtige" Antidepressiva verschreiben. Wobei meine Vorrednerin natürlich recht hat, dass die Medikamente alleine auf Dauer keine Lösung sind. Wohl können sie aber den Heilungsverlauf unterstützen. Vielen hilft allein schon die fachärtliche Behandlung, welches meisten "stützende Gespräche" sind, in denen mit dem FA über dein Leiden/Problem gesprochen und er dir Hilfe an die Hand gibt.

Sollten diese stützenden Gespräche nicht ausreichen oder du einfach großen Drang hast, intensivere Gespräche zu führen, kann er dich, wie meine Vorrednerin sagte, an einen Psychologen (im Volksmund "Therapeut") überweisen. Dort hat man in der Regel 5-8 "probatorische" Sitzungen, in denen sich Patient und Therapeut kennenlernen und schauen, ob man dort das notwendige Vertrauen für die Therapie aufbauen kann und man zusammen arbeiten kann. Sind diese probatorischen Sitzungen abgeschlossen, stellt der Theapeut den "Antrag" bei deiner Krankenkasse.

Der große Unterschied zwischen Arzt (Psychiater) und Therapeut (Psychologe) ist, dass der Psychologe keine Medikamente verschreiben darf, aber eben eine intensive Therapie durchführt. Am besten sind daher, regelmäßige Fachärztliche Gespräche in Vernindung mit einer ambulanten Therapie.

Bei der Art der Therapie ist wichtig, welchen Schwerpunkt diese haben soll. Man unterscheidet grob in
--> Verhaltenstherapie (VT) und
--> tiefenpsychologisch fundierte Therapie (TPT)

bei der TPT lernt man (grob gesagt) woher kommen meine Probleme, wodurch sind sie verursacht?
Bei der VT lernt man, wie man mit diesen umgeht bzw. sie "abschafft". Die Erfahrung vieler Patienten zeigt, dass eine VT oft zielführender ist und schnellere Erfolge bringt.

Was du allerdings wissen solltest ist, dass die meisten Therapeuten irrelange Wartezeiten haben, teilweise über ein halbes Jahr.

Wenn du gerne Links für Therapeutensuche haben möchtest oder mir verrätst, woher du kommst, kann ich dir da gerne mal was raussuchen oder dir direkt eine gute Einrichtung empfehlen..

Hoffe, ich konnte dir helfen. Kannst mir sonst auch gerne eine PN senden.

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