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Kontakt zu Vater abbrechen.

18. November 2017 um 23:14 Letzte Antwort: 19. November 2017 um 8:28

Hi, ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, aber ich dachte ich versuchs mal. Meine Eltern haben sich vor 2 Jahren von einander getrennt und ich habe auch in diesem Atemzug den Kontakt zu meinem Vater beendet. Ich weiß, dass viele jetzt denken, wie gemein das sei und wie hart für ihn - es war auch hart für mich. Aber ich bin der Meinung, dass ich den Schritt gehen musste um Frieden mit mir selbst zu schließen. Mein Vater war weder fürsorglich, noch herzlich, umgänglich, verträglich, liebevoll oder sonst etwas. Er hat mich nie körperlich verletzt oder soetwas, aber ich habe zuletzt fast jeden Tag des Zusammenlebens als Verletzung auf psychischer Ebene empfunden. Ich habe den Schritt gewählt um mich selbst nicht zu verlieren und mein Leben so zu leben, dass ich damit glücklich werden kann. Ich bin jetzt 18 Jahre alt und wohne mit meiner Freundin (ich bin übrigens männlich, habe aber leider kein passendes Forum für Männer gefunden) in einer kleinen Wohnung in meinem früheren Heimatdorf. Und dort habe ich wohl einen Ruf als "Der schlechteste Sohn der Welt" und viele alte Bekannte schauen nur verächtlich, grüßen nicht und scheinen alleine meine Anwesenheit unangenehm zu finden. Kennt das jemand? Was würdet ihr da machen? War ich zu hart, bin ich vielleicht sogar der böse in der "Geschichte"?

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19. November 2017 um 2:09

Ich bin ein wenig überrascht, denn wie sollte man darauf eine seriöse Antwort geben können? Du führst keine konkreten Beispiele auf, um Deine Einstellung überhaupt genauer nachvollziehen zu können.

Unabhängig davon kann es für alle Beteiligten eine positive Erfahrung werden, sich eine gewisse Zeit mal nicht zu sehen. Das führt eher dazu, das Interesse voraussetzend, dass man sich mal Gedanken darüber macht. Schließlich ist ein Abbruch eine Kontaktes ja nicht auf Ewigkeit.
Was andere von einem denken, sollte einem in solchen Fällen egal sein. Sollen sich die Leute um ihren eigenen Kram scheren.

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19. November 2017 um 6:24

Wenn du dich so unwohl in dem Dorf fühlst, könntest du doch einfach weiter weg ziehen? Das ist doch totaler Blödsinn, in die Heimat zu ziehen, wenn man dort unbeliebt ist.

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19. November 2017 um 8:28
In Antwort auf nicrac

Hi, ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, aber ich dachte ich versuchs mal. Meine Eltern haben sich vor 2 Jahren von einander getrennt und ich habe auch in diesem Atemzug den Kontakt zu meinem Vater beendet. Ich weiß, dass viele jetzt denken, wie gemein das sei und wie hart für ihn - es war auch hart für mich. Aber ich bin der Meinung, dass ich den Schritt gehen musste um Frieden mit mir selbst zu schließen. Mein Vater war weder fürsorglich, noch herzlich, umgänglich, verträglich, liebevoll oder sonst etwas. Er hat mich nie körperlich verletzt oder soetwas, aber ich habe zuletzt fast jeden Tag des Zusammenlebens als Verletzung auf psychischer Ebene empfunden. Ich habe den Schritt gewählt um mich selbst nicht zu verlieren und mein Leben so zu leben, dass ich damit glücklich werden kann. Ich bin jetzt 18 Jahre alt und wohne mit meiner Freundin (ich bin übrigens männlich, habe aber leider kein passendes Forum für Männer gefunden) in einer kleinen Wohnung in meinem früheren Heimatdorf. Und dort habe ich wohl einen Ruf als "Der schlechteste Sohn der Welt" und viele alte Bekannte schauen nur verächtlich, grüßen nicht und scheinen alleine meine Anwesenheit unangenehm zu finden. Kennt das jemand? Was würdet ihr da machen? War ich zu hart, bin ich vielleicht sogar der böse in der "Geschichte"?

 "Mein Vater war weder fürsorglich, noch herzlich, umgänglich, verträglich, liebevoll oder sonst etwas. Er hat mich nie körperlich verletzt oder soetwas, aber ich habe zuletzt fast jeden Tag des Zusammenlebens als Verletzung auf psychischer Ebene empfunden." 

Das verstehe ich gut in diesem Zusammenhang, oftmals ist es jedoch möglich, das sich Streitigkeiten der Eltern ungewollt auf die Beziehung mit dem Kind auswirkt.Teilweise übernehmen Kinder das Verhalten eines Elternteils, unbewusst und ohne böse Absicht, und tragen so zum Konflikt bei.

Du bist nun 18, als du dich gegen deinen Vater entschieden hast, warst du 16. Das wird dir dein Vater wahrscheinlich nachtragen, Erwachsene machen Fehler.

Gib deinem Vater die Chance, dir die Dinge aus seiner Sicht zu erklären und entscheide dann, ob der Kontaktabbruch richtig ist. Mach dir keine Vorwürfe, versuch dich aus den Konflikt der Eltern rauszuhalten.

Ich habe das gleiche gemacht wie du, nach 20 Jahren habe ich durch mein Kind und meine Trennung erst meinen Vater richtig verstehen können.

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