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Komisches Gefühl = Depression? Angst?

16. März 2016 um 23:34

Hallo Leute,

ich probiere es jetzt mal hier.

Seit nunmehr 2-3 Wochen fühle ich mich zeitweise (wie beispielsweise gerade in diesem Moment wo ich diesen Text verfasse) ganz komisch, auf eine unangenehme art und weise.

Ich versuche mal zu beschreiben wie es mir momentan geht: Mein Kopf fühlt sich leer an, in mir steigt das gefühl auf das ich weinen muss - jedoch senkt es sich wieder in dem moment wo ich denke "ok, jetzt bricht es aus mir raus". Ich habe das gefühl als würde ich gedanklich fern sein und handelungen wie automatisch ausführen. Ich bin traurig obwohl es eigentlich echt Grund dafür gibt.

Mir macht dieses "nicht anwesend sein Gefühl" angst. Jedoch bin ich ein sehr offener Mensch und habe bereits mit meiner Freundin darüber geredet (nein ich habe keine Probleme mit meiner Freundin aktuell und sie ist immer für mich da und ja ich liebe sie auch).

Das Schlimme, eigentlich läuft alles Prima in meinem Leben, es gibt keinen Grund für dieses schlechte gefühl aber dennoch ist es da. Und ich bin noch super jung (19j.) und war eigentlich in den letzten Jahren immer der der für alle und jeden da ist.

Ich verbringe sehr viel Zeit damit nach zu denken, besonders viel denke ich über den Sinn des Lebens nach ... alles sehr komisch - das macht mich einfach fertig :/


Geht es jemandem noch so wie mir? Entschuldigung für den verwirrenden Text - ich kann es schlecht in worte fassen....




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30. März 2016 um 13:04

Diese Gefühle kenne ich
Hallo thomas1433,

das klingt ganz nach einer leichten depressiven verstimmung - keine angst, sowas legt sich meist nach einiger zeit von selber wieder. und falls nicht, gibt es soviele methoden und dinge, mit denen man sowas sehr gut in den griff kriegt!

Ich selbst hatte und habe teilweise immer noch ähnliche gefühle. Bin 24 jahre und habe schon seit über 10 jahren öfter mit psychischen problemen zu kämpfen, kann damit aber inzwischen sehr gut leben.

war schon immer ein sehr feinfühiger und sensibler mensch, der über alles und sehr viel nachdenkt und grübelt. hatte dann auch öfter phasen, in denen ich (obwohl ich eigentlich immer ein sehr glückliches und erfülltes leben hatte) einfach keinen sinn gesehen habe und immer kurz vorm losheulen war.
Bzw. hatte ich monatelang eine sehr starke depersonalisierungs-phase (das gefühl, dass man irgendwie neben sich steht, nicht wirklich "in sich drinn ist" alles so weit weg ist und sich zwar gegenüber anderen normal verhält und normal redet, aber irgendwie glaubt, dass das alles automatisch geht und das gar nicht von einem selber kommt)
das hielt bei mir so lange an, dass ich angst hatte, es würde nie wieder vergehen. hatte dann auch panik, schizophren zu werden, usw. aber es war nur ANGST. ich hab dann einfach probiert, mein leben trotz dieses komischen "nicht anwesen sein" - gefühl so gut wie möglich weiterzueben, hab mich mit dingen abgelenkt, die mir spaß machen und versucht, nicht mehr so genau drauf so achten. und irgendwann hab ich gemerkt: hey, eigentlich fühle ich mich wieder ganz normal!!
Man muss seinen fokus, auch wenns manchmal schwer fällt, von sich selber weg und auf andere dinge bzw. menschen lenken, dann wird das wieder!

Mein großes problem war auch immer, dass ich nicht verstanden habe, WARUM es mir schecht geht. Hab ein tolles leben, eine wunderbare verständnissvolle familie, super freunde, führe eine tolle beziehung, hatte eine unbeschwerte kindheit, etc. aber empfindlichkeit und stimmungsschwankungen auf psychischer ebene können auch einfach in den genen verankert sein, ohne dass es dafür irgendwelche traumatische erlebnisse usw. als auslöser geben muss! die einen habens halt, und die anderen nicht... aber wie gesagt, man kann sehr gut damit leben, und nach einem tief geht es früher oder später einfach IMMER wieder bergauf, auch wenn man das öter nicht glaubt.

ich hab im alter von 18- 22 jahren antidepressiva eingenommen, die hab ich aber dann vor ca. 2 jahren langsam abgesetzt. und jetzt gehts mir auch ohne gut.

alles gute!

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4. April 2016 um 16:13

Ich kenne dieses Gefühl...
Hallo Thomas!

Ich habe gerade ganz zufällig deinen Beitrag entdeckt. Auch ich habe in den letzten Jahren eine solche Phase durchlebt. Für mich war es eine Phase der Selbstfindung und Veränderung. Vielleicht klopft es auch gerade an deine Tür? Eine Therapie kann durchaus hilfreich sein.
Für mich war es auch wichtig, dass ein innerer Heilungsprozess stattfinden kann. Bei mir wurde viel an die Oberfläche gespült. Und jetzt bin ich ein neuer Mensch...

Mein Herzensanliegen ist es geworden Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und meine Erfahrungen mit ihnen zu teilen. Deswegen habe ich mich als Coach selbstständig gemacht.

Ich möchte dich gerne einladen mal auf meiner Webseite vorbeizuschauen. Vielleicht findest du dich wieder?
http://www.meinerwachen.de

Ich schreibe dort auch von meinem Weg und meinen Gedanken.

Wenn du Interesse an einem Coaching hast oder dir auch einfach mal etwas von der Seele schreiben möchtest, dann freue ich mich von dir zu hören!
kontakt@meinerwachen.de

Ich sende dir liebe Grüße!
Svenja

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