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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Komischer traum

Letzte Nachricht: 19. Februar 2006 um 16:49
A
an0N_1270551399z
15.02.06 um 22:16

ich habe vorletzt Nacht einen total komischen Traum gehabt.
Ich war in einem Wald.Die Sonne schien durch die Bäume.Ich habe etwas auf dem Waldboden gesucht und plötzlich habe ich eine Hand unter Ästen gesehen. Sie war lila. Ich bin aufgestanden und ich sah eine Kindesleiche. Total lila und ohne Haare.Das komische daran war,dass ich weder entsetzt noch erschrocken war.Ich bin aus dem Wald rausgerannt, weil ich Hilfe holen wollte. Komischerweise kam mir ein Polizist direkt entgegen. Die nächste "Szene" war,dass ich auf einer Polizeiwache war und diese Tode Kind lebte wieder...aber es war jünger als vorher.Das Kind wollte immer zu mir, aber ich habe mich davor geekelt.
Ich verstehe nicht warum ich sowas geträumt habe und was mein Unterbewusstsein mir damit sagen wollte.
Hat jemand vielleicht Kenntnisse über Traumdeutung?

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H
hayley_12554842
16.02.06 um 0:00

Hallo!
Ich kann ja mal versuchen, ein paar der Symbole, die in deinem Traum vorkamen, etwas "auszuleuchten", vielleicht kannst du dir dann selber einen Reim darauf machen, was dein Unbewusstes dir mitteilen wollte.
Also, du befindest dich in einem Wald. Der Wald gehört zum Archetyp der Großen Mutter, welcher wiederum für das Un- oder Vorbewusste steht. Das, was uns bewusst ist, macht ja nur die Spitze des Eisberges aus von dem, was die Wirklichkeit eigentlich ist; vieles - das meiste - ist uns unbewusst. Der Wald, das Meer, Höhlen beispielweise repräsentieren dieses Unbewusste. Es ist ein Reich, in das unser ordnender Verstand noch nicht vorgedrungen ist und in dem deshalb Chaos herrscht. Darum ist es an den Orten, die das Unbewusste symbolisieren, oft dunkel oder nebelig, so dass man sich nicht gut zurechtfinden kann. Auch kann man meist oben und unten, Land und Himmel, Ufer und Meer nicht voneinander unterscheiden - alles scheint eins zu sein. Im Zustand des Unbewussten gibt es noch keine Unterscheidungen, alles ist formlos. Das entspricht so ungefähr der Weltwahrnehmung eines Babys, das sich nocht nicht als ein von seiner Mutter und seiner Umwelt getrenntes Wesen empfindet, es verschwimmt mit allem, weil es noch kein Ich ausgebildet hat.
Sobald ein Ich-Bewusstsein aber anfängt, sich herauszubilden, kann der Mensch Unterscheidungen vornehmen. Wie in der Schöpfungsgeschichte in der Bibel z. B. scheiden sich Himmel und Erde - das Bewusste und das Unbewusste. Es gibt einen kleinen Teil dessen, was vorher - als noch kein Ich-Bewusstsein vorhanden war, als eins empfunden wurde, das das Bewusstsein erkennt und mit dem es sich identifiziert, zu dem es also sagt: "Das bin ich." Als spazierte es mit einer Taschenlampe durch das Chaos: alles, worauf der Schein der Taschenlampe fällt, kann gesehen werden und gehört fortan zum "Bewussten"; alles, was das Licht der Lampe nicht erfasst, bleibt im Dunkel und bildet somit das "Unbewusste".
Das Licht - in deinem Traum die Sonnenstrahlen - stellen also das Bewusstsein, den Geist, den erkennenden Verstand des Menschen dar. Du wanderst - übertragen - durch eine bislang für dich unbekannte, undurchdringliche Welt - die einen Teil von dir oder deiner Welt darstellt, den du noch nicht kennst oder "ausgeleuchtet" hast. Aber die Sonne scheint hinein - dein Geist, dein Bewusstsein, vielleicht dein Wunsch, etwas zu sehen, was du bisher noch nicht kanntest an dir oder an deiner Welt; plötzlich kannst du Dinge sehen oder über sie "stolpern", die dir früher verborgen waren.
Laut C.G.Jung besteht das Bestreben der menschlichen Seele darin, den im Unbewussten erlebten Zustand des Einsseins mit der ganzen Welt auf einer höheren Ebene, durch bewusste Erkenntnis, wiederherzustellen - dadurch, dass man sich selbst immer besser kennenlernt, immer mehr wächst, geistig und spirituell.dass in deinem Traum die Sonne des Geistes in das Dunkel des Unbewussten scheint, könnte ein solches Wachstum andeuten.
Okay, nun das Kind. Vereinfacht gesagt, ist das Kind immer ein Träger von Möglichkeiten, Potenzialen. Wie ein neugeborenes Kind in der "wirklichen" Welt: es verkörpert Hoffnung, neues Leben, den Beginn einer neuen Welt. wie schon gesagt, wird das Unbewusste mit einer Mutter gleichgesetzt, die etwas kleines schütz und umhüllt, es aber auch an seiner entwicklung hindern kann, indem es es zu sehr einengt. Das Kind in deinem Traum liegt in der Erde, wie ein Baby im Mutterschoß. Es hat vielleicht lange darauf gewartet, geboren zu werden, aber konnte oder durfte nicht ans "Licht". Jetzt ist es tot, weil es nicht leben durfte. Oder es hat schon gelebt und wurde getötet und dann verscharrt, weil es niemand haben wollte oder weil es zur unpassenden Zeit auf die Welt gekommen ist. Vielleicht gibt es in deinem Leben oder in deiner Persönlichkeit einen Aspekt, dem du bislang keine Aufmerksamkeit geschenkt oder den du von dir gedrängt hast, weil er dir irgendwie unheimlich oder unpassend erschien, der aber ein wichtiger Teil deiner Persönlichkeit oder deiner Welt ist - ein Teil, der dich reicher machen kann, mehr zu der Person, die du bist, wenn du ihn integrierst? Es gibt ja auch den Ausspruch "eine Leiche im Keller haben"... Oft hat man die Leiche im Keller, weil man sich nicht traut, sie ans Tageslicht zu holen und sich genau mit ihr zu befassen; dann würde man nämlich feststellen, dass die leiche sich in einen Goldschatz verwandelt.
Dass in deinem Traum die Sonne scheint, passt, finde ich, damit zusammen, dass du keine Angst vor der Kinderleiche hast. Wahrscheinlich bist du für den "Fund" des bislang (bewusst oder unbewusst) nicht Gesehenen "reif"; wahrscheinlich bist du gerade in der richtigen Verfassung, dich mit dieser "Leiche" auseinanderzusetzen. Vielleicht hast du deshalb auch sofort jemanden gefunden, der dir hilft (den Polizisten).
so, und nachdem das "Kind" - der bislang unbeachtete Teil deiner Welt/ deiner Persönlichkeit - endlich von dir gefunden und ausgebuddelt wurde, ist es direkt wieder lebendig geworden - was an sich ja was Gutes zu sein scheint. Nur wird es dir jetzt doch vielleicht etwas viel und unheimlich, weil es sich nun mit mehr Vehemenz in dein Leben drängt, als du das möchtest; vor dieser Veränderung hast du vielleicht noch Angst. Die Leiche/ das Kind ist noch nicht zu einem Schatz geworden, und vielleicht fragst du dich, ob dir das Kind als Leiche nicht doch leiber gewesen ist? Aber es ist ein Kind, das aus deinem Unbewussten heraus geboren wurde, ein Juwel, der in dir herangewachsen ist. Noch ungeschliffen, vielleicht noch nicht einmal erkennbar, aber ein Juwel.
Soweit meine "Phantasien" (an C.G. Jung orientiert)... Aber mit einer konkreten Bedeutung versehen kannst nur du selbst deinen Traum. Dabei ist, glaube ich, auch ganz wichtig, was du selber für Assoziationen und Gefühle zu den einzelnen Traumelementen hast. Was verbindest du zum Beisppiel mit einem Wald? Wie hast du dich in dem Wald deines Traumes gefühlt? Was verbindest du mit der Farbe lila, was bedeutet sie für dich? War der Polizist freundlich, streng, autoritär? Hat er dich an jemanden erinnert? Lass einfach deiner Phantasie und Intuition freien Lauf, dann kommen bestimmt die passenden Gedanken und Eingebungen, wie dein Traum zu deiner momentanen Lebenssituation passt!

LG,
mondbambus

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A
an0N_1270866699z
18.02.06 um 20:25

Gruselig!!!!
hast du dir vielleicht einen gruselfilm angesehen und da war sowas aehnliches dabei?

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B
biddy_12156480
18.02.06 um 23:57
In Antwort auf hayley_12554842

Hallo!
Ich kann ja mal versuchen, ein paar der Symbole, die in deinem Traum vorkamen, etwas "auszuleuchten", vielleicht kannst du dir dann selber einen Reim darauf machen, was dein Unbewusstes dir mitteilen wollte.
Also, du befindest dich in einem Wald. Der Wald gehört zum Archetyp der Großen Mutter, welcher wiederum für das Un- oder Vorbewusste steht. Das, was uns bewusst ist, macht ja nur die Spitze des Eisberges aus von dem, was die Wirklichkeit eigentlich ist; vieles - das meiste - ist uns unbewusst. Der Wald, das Meer, Höhlen beispielweise repräsentieren dieses Unbewusste. Es ist ein Reich, in das unser ordnender Verstand noch nicht vorgedrungen ist und in dem deshalb Chaos herrscht. Darum ist es an den Orten, die das Unbewusste symbolisieren, oft dunkel oder nebelig, so dass man sich nicht gut zurechtfinden kann. Auch kann man meist oben und unten, Land und Himmel, Ufer und Meer nicht voneinander unterscheiden - alles scheint eins zu sein. Im Zustand des Unbewussten gibt es noch keine Unterscheidungen, alles ist formlos. Das entspricht so ungefähr der Weltwahrnehmung eines Babys, das sich nocht nicht als ein von seiner Mutter und seiner Umwelt getrenntes Wesen empfindet, es verschwimmt mit allem, weil es noch kein Ich ausgebildet hat.
Sobald ein Ich-Bewusstsein aber anfängt, sich herauszubilden, kann der Mensch Unterscheidungen vornehmen. Wie in der Schöpfungsgeschichte in der Bibel z. B. scheiden sich Himmel und Erde - das Bewusste und das Unbewusste. Es gibt einen kleinen Teil dessen, was vorher - als noch kein Ich-Bewusstsein vorhanden war, als eins empfunden wurde, das das Bewusstsein erkennt und mit dem es sich identifiziert, zu dem es also sagt: "Das bin ich." Als spazierte es mit einer Taschenlampe durch das Chaos: alles, worauf der Schein der Taschenlampe fällt, kann gesehen werden und gehört fortan zum "Bewussten"; alles, was das Licht der Lampe nicht erfasst, bleibt im Dunkel und bildet somit das "Unbewusste".
Das Licht - in deinem Traum die Sonnenstrahlen - stellen also das Bewusstsein, den Geist, den erkennenden Verstand des Menschen dar. Du wanderst - übertragen - durch eine bislang für dich unbekannte, undurchdringliche Welt - die einen Teil von dir oder deiner Welt darstellt, den du noch nicht kennst oder "ausgeleuchtet" hast. Aber die Sonne scheint hinein - dein Geist, dein Bewusstsein, vielleicht dein Wunsch, etwas zu sehen, was du bisher noch nicht kanntest an dir oder an deiner Welt; plötzlich kannst du Dinge sehen oder über sie "stolpern", die dir früher verborgen waren.
Laut C.G.Jung besteht das Bestreben der menschlichen Seele darin, den im Unbewussten erlebten Zustand des Einsseins mit der ganzen Welt auf einer höheren Ebene, durch bewusste Erkenntnis, wiederherzustellen - dadurch, dass man sich selbst immer besser kennenlernt, immer mehr wächst, geistig und spirituell.dass in deinem Traum die Sonne des Geistes in das Dunkel des Unbewussten scheint, könnte ein solches Wachstum andeuten.
Okay, nun das Kind. Vereinfacht gesagt, ist das Kind immer ein Träger von Möglichkeiten, Potenzialen. Wie ein neugeborenes Kind in der "wirklichen" Welt: es verkörpert Hoffnung, neues Leben, den Beginn einer neuen Welt. wie schon gesagt, wird das Unbewusste mit einer Mutter gleichgesetzt, die etwas kleines schütz und umhüllt, es aber auch an seiner entwicklung hindern kann, indem es es zu sehr einengt. Das Kind in deinem Traum liegt in der Erde, wie ein Baby im Mutterschoß. Es hat vielleicht lange darauf gewartet, geboren zu werden, aber konnte oder durfte nicht ans "Licht". Jetzt ist es tot, weil es nicht leben durfte. Oder es hat schon gelebt und wurde getötet und dann verscharrt, weil es niemand haben wollte oder weil es zur unpassenden Zeit auf die Welt gekommen ist. Vielleicht gibt es in deinem Leben oder in deiner Persönlichkeit einen Aspekt, dem du bislang keine Aufmerksamkeit geschenkt oder den du von dir gedrängt hast, weil er dir irgendwie unheimlich oder unpassend erschien, der aber ein wichtiger Teil deiner Persönlichkeit oder deiner Welt ist - ein Teil, der dich reicher machen kann, mehr zu der Person, die du bist, wenn du ihn integrierst? Es gibt ja auch den Ausspruch "eine Leiche im Keller haben"... Oft hat man die Leiche im Keller, weil man sich nicht traut, sie ans Tageslicht zu holen und sich genau mit ihr zu befassen; dann würde man nämlich feststellen, dass die leiche sich in einen Goldschatz verwandelt.
Dass in deinem Traum die Sonne scheint, passt, finde ich, damit zusammen, dass du keine Angst vor der Kinderleiche hast. Wahrscheinlich bist du für den "Fund" des bislang (bewusst oder unbewusst) nicht Gesehenen "reif"; wahrscheinlich bist du gerade in der richtigen Verfassung, dich mit dieser "Leiche" auseinanderzusetzen. Vielleicht hast du deshalb auch sofort jemanden gefunden, der dir hilft (den Polizisten).
so, und nachdem das "Kind" - der bislang unbeachtete Teil deiner Welt/ deiner Persönlichkeit - endlich von dir gefunden und ausgebuddelt wurde, ist es direkt wieder lebendig geworden - was an sich ja was Gutes zu sein scheint. Nur wird es dir jetzt doch vielleicht etwas viel und unheimlich, weil es sich nun mit mehr Vehemenz in dein Leben drängt, als du das möchtest; vor dieser Veränderung hast du vielleicht noch Angst. Die Leiche/ das Kind ist noch nicht zu einem Schatz geworden, und vielleicht fragst du dich, ob dir das Kind als Leiche nicht doch leiber gewesen ist? Aber es ist ein Kind, das aus deinem Unbewussten heraus geboren wurde, ein Juwel, der in dir herangewachsen ist. Noch ungeschliffen, vielleicht noch nicht einmal erkennbar, aber ein Juwel.
Soweit meine "Phantasien" (an C.G. Jung orientiert)... Aber mit einer konkreten Bedeutung versehen kannst nur du selbst deinen Traum. Dabei ist, glaube ich, auch ganz wichtig, was du selber für Assoziationen und Gefühle zu den einzelnen Traumelementen hast. Was verbindest du zum Beisppiel mit einem Wald? Wie hast du dich in dem Wald deines Traumes gefühlt? Was verbindest du mit der Farbe lila, was bedeutet sie für dich? War der Polizist freundlich, streng, autoritär? Hat er dich an jemanden erinnert? Lass einfach deiner Phantasie und Intuition freien Lauf, dann kommen bestimmt die passenden Gedanken und Eingebungen, wie dein Traum zu deiner momentanen Lebenssituation passt!

LG,
mondbambus

Wow @mondbambus!
Was für eine gute Deutung!! Also sag ich jetzt mal als Nicht-Fachfrau, die sich aber aus eigener historie heraus viel mit Träumen und Traumdeutung befaßt hat!

Wow, ich bin echt beeindruckt!!

Möchte gern noch hinzufügen, dass es (mir) manchmal hilft, mich mit den Traumelementen zu unterhalten ("Wald, was tust Du hier?"). Das habe ich in einer Therapie gelernt, ansonsten wurde ich bezüglich meine sehr sehr intensiven Träume meist nicht für voll genommen (Zitat: "Ihre sogenannten Alpträume wie Sie es nennen" -> Therapie abgebrochen).

Meinst Du, Du kannst mir auch mal bei einer Deutung helfen?

Ich träumte neulich, ich sei in Kanada und war dort auch in einem sonnigen Wald. Ich lernte ein junges Pärchen kennen. Diese töteten Bärenbabies... jeden Tag eins, in irgendeiner Form brauchten sie diese zum Überleben (?).
Mich machte dies tottraurig, ich versuchte dies erfolglos verbal zu verhindern. Ich wachte weinend auf... besonders im Kopf blieb mir eine Bärenmutter, in der sich ein Bärenbaby bewegte und diese wurden getötet...

*schüttel*

Gruss!!

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S
svenja_12165711
19.02.06 um 16:49

Hey...
...mich würde interessieren ob du schon Kinder hast oder schon mal schwanger warst?!

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