Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Kollege verstorben- Traurig

27. August um 20:55 Letzte Antwort: 12. Oktober um 14:10

He, ihr Lieben,

heute eröffne ich einmal einen Thread und hoffe auf eure Erfahrungen.

Ende Juli diesen Jahres ist ein lieber Kollege von mir nach langer Krankheit verstorben. Das hat mich ein wenig aus der Bahn geworfen, wie man so sagt. Heute war nun seine Beisetzung und ich bin noch immer wie unter Schock, kann nicht begreifen, dass er nie wieder unter uns weilen wird. Nun wundere ich mich über diesen Zustand meinerseits, da ich das in Bezug auf meine verstorbene Mutti nicht kenne. Ist es möglich, dass ich bisher noch nicht realisiert habe, dass sie verstorben ist (2008) und dieser tiefsitzende Schmerz wieder durchkommt? Habe ich das Ganze noch nicht verarbeitet? Ich trauere schon um diesen Kollegen, aber dass es nicht in meinen Schädel will, dass es mich so traurig macht, dass er nicht mehr leben darf, begreife ich nicht. Es macht mich so traurig. Kennt das jemand von euch? 

Vorab: Zum Kollegen habe ich nur freundschaftliche Gefühle gehegt. 

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28. August um 7:00

Es gibt Menschen mit denen wir einfach. 

Eine innigere Bindung haben. 
Die sogar Größer ist als die zur eigenen Familie. 

Weil da einfach mehr ist eine Gute Seele bei der wir einfach merken hier fühl ich mich wohl oder der einfach nur durch sein dasein etwas vermittelt hatt. 

Was uns dann bewusst wird wenn sie fehlt. Es kann sein das er dich ohne dein bewusstes Wissen in Schutz genommen hatt usw. 

Und so jemand fehlt uns dann auch mehr als Blutsverwandte. 

Manchmal hatt jemand mehr für uns getan als es uns bewusst ist. 

Da brauchst du auch deiner Mutter kein schlechtes Gewissen gegenüber haben. 
Das ist völlig normal 

Und mein beileid zu deinem verlust

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28. August um 18:36
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He, ihr Lieben,

heute eröffne ich einmal einen Thread und hoffe auf eure Erfahrungen.

Ende Juli diesen Jahres ist ein lieber Kollege von mir nach langer Krankheit verstorben. Das hat mich ein wenig aus der Bahn geworfen, wie man so sagt. Heute war nun seine Beisetzung und ich bin noch immer wie unter Schock, kann nicht begreifen, dass er nie wieder unter uns weilen wird. Nun wundere ich mich über diesen Zustand meinerseits, da ich das in Bezug auf meine verstorbene Mutti nicht kenne. Ist es möglich, dass ich bisher noch nicht realisiert habe, dass sie verstorben ist (2008) und dieser tiefsitzende Schmerz wieder durchkommt? Habe ich das Ganze noch nicht verarbeitet? Ich trauere schon um diesen Kollegen, aber dass es nicht in meinen Schädel will, dass es mich so traurig macht, dass er nicht mehr leben darf, begreife ich nicht. Es macht mich so traurig. Kennt das jemand von euch? 

Vorab: Zum Kollegen habe ich nur freundschaftliche Gefühle gehegt. 

Hallo,

dein Verlust tut mir sehr leid. 
Denkbar ist für mich, dass hier durch den Tod des Kollegen alte Gefühle in Erinnerung gerufen werden, die dich in alten Schmerz, Verzweiflung und Traurigkeit zurück katapultieren. Mangelnde Verarbeitung wäre es, wenn dein Schmerz so tief sitzt, dass er nicht gehen mag, was man wiederum daran erkennen könnte, dass Gefühle nicht oder kaum zugelassen werden. 

Die Trauer um deinen Kollegen darf sein und es zeigt, dass du ihn sehr geschätzt und gemocht hast. Mit jedem Abschied vollzieht sich eine gravierende Veränderung. Veränderung irritiert viele Menschen, stürzt sie in Verzweiflung, besonders, wenn sie das Gefühl haben eine Situation ist nicht unter Kontrolle bzw. beeinflussbar. Das macht Angst und manchmal auch wütend. Sämtliche dabei entstehenden Emotionen wollen gespürt und benannt werden. Ein Weg der Trauerverarbeitung. 

Heute ist ein schwerer Tag für dich. Rituale helfen manchmal um Menschen zu verabschieden. Vielleicht magst du für deinen Kollegen eine Kerze anzünden und sprichst zu ihm.

LG Sis


 

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28. August um 21:36

Vielen lieben Dank für eure ausführlichen Antworten! Ihr habt mir sehr weitergeholfen. Ich lasse mir Zeit zum Verarbeiten und ein Ritual ist eine gute Idee. Vielen Dank noch einmal dafür. 🤗

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1. Oktober um 16:45

Schick dir erstmal ganz liebe Grüße und einen Sonnenstrahl! Der Verlust eines Menschen ist immer tragisch. Ich kann ganz genau nachvollziehen, wie es dir geht. Vor ein paar Jahren, habe ich einen Anruf bekommen, dass eine nicht zu enge Freundin unerwartet verstorben ist. Und obwohl wir über viele Jahre keinen Kontakt mehr hatten, war ich durch diese Meldung auf einmal so dermaßen neben der Spur. Habe gemerkt, dass mich das - genau wie dich der Verlust deines Kollegen - sehr beschäftigt hat. Vermutlich ist es die plötzliche Konfrontation mit der Tatsache, dass alles einmal endlich ist. So zumindest habe ich es für mich erklärt. Was mir sehr geholfen hat, war an der Beerdigung teilzunehmen und mich zu "verabschieden". Und auch die von sisteronthefly genannenten Rituale zur Trauerbewältigung sind eine sehr gute "Methode" mit seinen Gefühlen klar zu kommen. Hab dir mal einen interessanten Blogbeitrag zum Thema verlinkt. Ich z. B. zünde am Todestag von meiner Freundin abends immer eine Kerze an und denke an sie. Fühl dich von mir gedrückt! Alles liebe für dich und viel Kraft!

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8. Oktober um 17:26
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He, ihr Lieben,

heute eröffne ich einmal einen Thread und hoffe auf eure Erfahrungen.

Ende Juli diesen Jahres ist ein lieber Kollege von mir nach langer Krankheit verstorben. Das hat mich ein wenig aus der Bahn geworfen, wie man so sagt. Heute war nun seine Beisetzung und ich bin noch immer wie unter Schock, kann nicht begreifen, dass er nie wieder unter uns weilen wird. Nun wundere ich mich über diesen Zustand meinerseits, da ich das in Bezug auf meine verstorbene Mutti nicht kenne. Ist es möglich, dass ich bisher noch nicht realisiert habe, dass sie verstorben ist (2008) und dieser tiefsitzende Schmerz wieder durchkommt? Habe ich das Ganze noch nicht verarbeitet? Ich trauere schon um diesen Kollegen, aber dass es nicht in meinen Schädel will, dass es mich so traurig macht, dass er nicht mehr leben darf, begreife ich nicht. Es macht mich so traurig. Kennt das jemand von euch? 

Vorab: Zum Kollegen habe ich nur freundschaftliche Gefühle gehegt. 

Das ist ein wirklich trauriges Anliegen. Ich möchte kurz meine Gedanken mit dir teilen. Als meine geliebte Uroma vor 4 Jahren gestorben ist, ist auch eine Welt für mich zusammengebrochen. Es ist schwer zu verstehen, dass ein Mensch aus dem Umfeld von heute auf morgen nicht mehr da ist. Ich habe sehr lange gebraucth, um das zu verarbeiten. Jeder hat aber eine andere Form damit umzugehen. Meine Schwester zum Beispiel redet nicht und zieht sich zurück. Ich hingegen kann dann nicht alleine sein und muss mit jemandem über mein inneres Gefühlsleben reden. Jeder geht anders damit um, und jeder trauert anders. Mach dir deshalb nicht so einen Kopf!

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12. Oktober um 14:10

Ich möchte mich noch einmal für die lieben Antworten bedanken und dass ihr euch die Zeit für mich genommen habt. Mir geht es inzwischen besser. Natürlich gibt es immer wieder Tage, an denen mal die Tränchen fließen, aber das ist in Ordnung. Bleibt gesund und passt auf euch auf! 😊

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