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Klinik ja oder nein

12. November um 12:26

Ich weiss einfach nicht was ich machen soll. Ich leide an Magersucht und habe einen relativ tiefen BMI (ca. 14). Ich bin seit längerer Zeit in ambulanter Therapie, komme aber nicht wirklich weiter. Nun ist es so, dass ich weiss, dass mir nur eine stationäre Behandlung in einer Therapie helfen wird. Doch bin ich im Moment an einer Weiterbildung und schreibe im ca. 4 Monaten die grossen Prüfungen. Wenn ich jetzt in eine Klinik gehen würde, müsste ich das komplette vergangene Jahr wiederholen und könnte erst ein Jahr später an die Prüfung. Ich möchte das nicht aufs Spiel setzen. Aber ich weiss auch nicht, ob ich es riskieren kann, 4 Monate zu "warten" und erst dann in die Klinik zu gehen.

Grundsätzlich fühle ich mich körperlich einigermassen​ stabil.

Hat mir irgendjemand einen Rat?

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12. November um 13:38

Nein.... einen Tipp habe ich nicht. Es gehört aber zu deinem Krankheitsbild, dass du wichtige Dinge vorschiebst, um keine Therapie beginnen zu müssen. Stell dir vor, eines deiner Organe versagt.... Dann wirst du notfallmäßig aufgenommen.... Und keiner fragt, ob du grade einen wichtigen Termin hast. Es gibt nichts wichtigeres als deine Gesundheit. Warte nicht, bis es zu spät ist.... bis deine Organe streiken. Gehe jetzt. Na und..... Dann wiederholst du ein Jahr, wo ist das Problem ? Wenn du deine Gesundheit weiter riskierst, verlierst du nicht nur ein Jahr sondern dein Leben. Ist das wirklich schwer zu entscheiden ? Ich bin mir sicher, wenn du jetzt nicht gehst, gehst du auch nach der Prüfung nicht.... weil du weitere Ausreden findest. Gib dir einen Ruck und mach dich auf den Weg.

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12. November um 16:41

Ich habe einfach Angst, dass ich mir meine Zukunft verbaue. Ich möchte endlich meine Arbeitsstelle wechseln und dafür brauche ich den Abschluss und muss die Weiterbildung beenden. Mein ganzes Herzblut und meine ganze Energie steckt darin. und ich will nicht dass die vergangenen Jahre, in welche ich alles gesteckt habe, umsonst gewesen sind.
Wenn ich nicht mitten in der Weiterbildung stecken würde, hätte ich mich bereits gestern auf den Weg gemacht. Aber so
Wie schnell gehen denn andere Betroffene in eine Klinik? Resp. wie lange versucht man es ungefähr mit einer ambulanten Therapie bis ein Klinikaufenthalt angegangen wird?

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12. November um 18:26
In Antwort auf stella4488

Ich habe einfach Angst, dass ich mir meine Zukunft verbaue. Ich möchte endlich meine Arbeitsstelle wechseln und dafür brauche ich den Abschluss und muss die Weiterbildung beenden. Mein ganzes Herzblut und meine ganze Energie steckt darin. und ich will nicht dass die vergangenen Jahre, in welche ich alles gesteckt habe, umsonst gewesen sind.
Wenn ich nicht mitten in der Weiterbildung stecken würde, hätte ich mich bereits gestern auf den Weg gemacht. Aber so
Wie schnell gehen denn andere Betroffene in eine Klinik? Resp. wie lange versucht man es ungefähr mit einer ambulanten Therapie bis ein Klinikaufenthalt angegangen wird?

Es geht doch nicht um andere sondern um dich. Du weisst selbst, dass jeder Verlauf individuell ist. Nur eins ist immer gleich....... die Ausrederei. Aber auch das ist deine Entscheidung. Dein Körper schickt dir eindeutige Signale, sonst würdest du nicht erwähnen, dass du nicht weisst, ob du die Zeit noch durchhältst. Eigentlich suchst du auch keine Tipps..... denn die nächste Ausrede hast du ja schon parat. Pass auf dich auf und finde die Notbremse

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12. November um 18:34

Mit einem BMI von 14 stehst du schon halb im Grab... das noch vier Monate hinauszögern wäre zumindest für mein Empfinden mehr als fahrlässig. Dazu kommt, dass der Prüfungsstress deinen Körper besonders stark belasten wird und dass du unter dieser extremen Form von Magersucht auch geistig gar nicht richtig fit sein kannst. Weil dein Stoffwechsel im Hungermodus ist... dein Körper vermutlich auch schon Teile des Herzmuskels abgebaut hat, was insbesondere in Stresssituationen tödlich sein kann.

Warum nimmst du die anstehenden Prüfungen nicht als Anreiz dafür, etwas motivierter an deiner Essstörugn zu arbeiten? Nicht die Therapie gefährdet deine Ausbildung bzw. kostet dich ein Jahr. Sondern deine Schwäche und deine fehlende Bereitschaft, die entscheidungen zu treffen, die nötig sind um wieder einigermaßen gesundheitlich stabil zu werden...

Wenn dein Wille nicht ausreicht, um mehr zu essen bzw. konkret und stetig zuzunehmen, dann würd ich wohl die Therapie vorziehen... zumal gar nicht klar ist, wie lange du diese brauchen wirst und bis wann du gesundheitlich wieder stabil bist. Möglicherweise dauert das auch ein Jahr. Ist ja nicht so, dass man dort mal kurz das Essen lernt und dann "geheilt" ist...

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12. November um 18:41
In Antwort auf stella4488

Ich habe einfach Angst, dass ich mir meine Zukunft verbaue. Ich möchte endlich meine Arbeitsstelle wechseln und dafür brauche ich den Abschluss und muss die Weiterbildung beenden. Mein ganzes Herzblut und meine ganze Energie steckt darin. und ich will nicht dass die vergangenen Jahre, in welche ich alles gesteckt habe, umsonst gewesen sind.
Wenn ich nicht mitten in der Weiterbildung stecken würde, hätte ich mich bereits gestern auf den Weg gemacht. Aber so
Wie schnell gehen denn andere Betroffene in eine Klinik? Resp. wie lange versucht man es ungefähr mit einer ambulanten Therapie bis ein Klinikaufenthalt angegangen wird?

deine Zukunftsmemo wirst du dir verbauen wenn du nicht endlich von diesem lebensgefährlichen Gewicht wegkommst !!!

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12. November um 18:42
In Antwort auf theola

deine Zukunftsmemo wirst du dir verbauen wenn du nicht endlich von diesem lebensgefährlichen Gewicht wegkommst !!!

deine Zukunft

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13. November um 1:08
In Antwort auf stella4488

Ich weiss einfach nicht was ich machen soll. Ich leide an Magersucht und habe einen relativ tiefen BMI (ca. 14). Ich bin seit längerer Zeit in ambulanter Therapie, komme aber nicht wirklich weiter. Nun ist es so, dass ich weiss, dass mir nur eine stationäre Behandlung in einer Therapie helfen wird. Doch bin ich im Moment an einer Weiterbildung und schreibe im ca. 4 Monaten die grossen Prüfungen. Wenn ich jetzt in eine Klinik gehen würde, müsste ich das komplette vergangene Jahr wiederholen und könnte erst ein Jahr später an die Prüfung. Ich möchte das nicht aufs Spiel setzen. Aber ich weiss auch nicht, ob ich es riskieren kann, 4 Monate zu "warten" und erst dann in die Klinik zu gehen.

Grundsätzlich fühle ich mich körperlich einigermassen​ stabil.

Hat mir irgendjemand einen Rat?

Hallo..

Ich bin auch anorektisch, aber dein BMI ist schon wirklich ziemlich niedrig.

Dein Problem wegen den Prüfungen kann ich gut verstehen! Du solltest das mit dem Stationären vielleicht am besten mal den Arzt und die Therapeutin fragen, die dich ambulant behandeln, die können das medizinisch im konkreten Fall doch besser einschätzen.

LG

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13. November um 4:17

Hi stella.

Die beste Lösung für dich ist definitiv: morgens ordentlich Brot/Brötchen mit Beilagen zu essen, mittags einen vollen Teller zu essen und abends nochmal einen vollen Teller zu essen bzw. Brot und Brötchen. Spar nicht am Essen.
Bis zur Prüfung könntest du an Gewicht zulegen und an der Prüfung teilnehmen.
Empfehlen dir die Menschen von der ambulanten Therapie die stationäre Behandlung, solltest du das beherzigen.

Bitte, bitte achte auf deinen Körper! Dein Körper ist auf dich angewiesen, du musst ihn gut pflegen und versorgen. Tust du es nicht, leidet er. Er kann nichts dafür. Er muss ernährt werden.

Bei BMI 14 kann dein Hirn schrumpfen, deine Körperorgane immensen Schäden bkommen.

Hier sind die Folgen beschrieben, di durch Magersucht entstehen können.
https://www.apotheken-umschau.de/Magersucht/Magersucht-Koerperliche-Folgen-18890_4.html

Als ich Vitamin D Mangel gelesen habe, hat mich das etwas schockiert. Vitamin D Mangel war bisher das Schlimmste, das ich bisher in meinem Leben erfahren durfte.
Es begann alles mit einer kalten Lungenentzündung.
Meine Nerven waren irgendwann entzündet und ich hatte Gelenk- und starke Rücken- und Brustnervenschmerzen. Schlimm waren die Brustnervenschmerzen etwa beim vorletzten Brustkorbknochen in Bauchnähe. Der Mangel an Vitamin D hatte dafür gesorgt, dass meine Bandscheiben zu wenig Wasser hatten und die Wirbelsäulenknochen sich aneinandergerieben haben.
Saß ich und stand ich dann auf, hatte meine Wirbelsäule drei vier Sekunden gebraucht bis es richtig eingerenkt war, weil mir einfach diese Pölsterchen/Bandscheiben zwischen den einzelnen Wirbelknochen gefehlt haben bzw. die waren geschrumpft/unterversorgt und platt.
Ich hatte das Reiben der Wirbelknochen richtig hören und spüren können. Es tat aber nicht weh, außer die Rückenschmerzen. Die Rücknschmerzen kamen jedoch durch die Entzündungen meiner Nerven zustande.
Meine Knie taten bei Stufen auf UND Stufen ab besonders weh und wenn die Straße steil war.
Ich benötigte jedesmal, wenn ich aus meiner Dusche ausstieg knapp 30 Sekunden, weil es nicht schneller ging und die Knie wehtaten. Ich beuge mich immer vor am Waschbecken beim Zähneputzen, da hatte ich nicht aufgepasst und mein Rücken fühlte sich wie gebrochen an, neben den Schmerzen. Meine Sehnen hatten auch nicht funktioniert, waren wie weg oder sehr schwach, so dass hauptsächlich meine Muskeln meine Gelenke gestützt hatten. Dadurch fühlte sich meine Kraft wie die eines Siebenjährigen an. Ich hatte mich überall festgehalten, wo ich nur konnte, um Rücken und Knie zu entlasten, ich kam mir vor wie ein Greis. Der Mangel ging 1,5 Jahre. Nach 1 Jahr hatte ich die Vigantoletten 1000 IE Vitamin D3 Tabletten, auch nur durch Zufall, heute heißen die Vigantol. Das heißt, es dauerte ein halbes Jahr bis meine Schmerzen fast vollständig zurückgingen. Jedenfalls waren meine Knie zu der Zeit so ziemlich kapputt. Das war im Jahr 2013. Aber es hatte für mich was Gutes. Denn ich kaufte mir ein Fahrrad, um meine Knie wieder gesund zu trainieren, so hatte ich die Liebe zum Radfahren neu entdeckt. Heute bin ich vollständig genesen.

Aber das ist NUR ein Leid durch Vitamin D Mangel, das ich grob beschrieben habe. Wer an Magersucht leidet, muss noch weitere Krankheit ertragen. Wahrscheinlich ist Magersucht das Schlimmste, was der menschliche Körper zu erleiden hat.
Deshalb kann ich dir nur empfehlen wieder normal Nahrung zu dir zu nehmen, wie du es früher getan hast, und wie andere Menschen es auch tun.
Falls du nicht kochen kannst - schau dir zb. Youtube Videos und lerne kochen.
Dein Thema muss sein: wie kann ich Nahrung zu mir nehmen und mich wieder ans Essen gewöhnen. Nicht: Wie kann ich Nahrung verweigern.

LG
haumich

 

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7. Dezember um 6:15
In Antwort auf stella4488

Ich weiss einfach nicht was ich machen soll. Ich leide an Magersucht und habe einen relativ tiefen BMI (ca. 14). Ich bin seit längerer Zeit in ambulanter Therapie, komme aber nicht wirklich weiter. Nun ist es so, dass ich weiss, dass mir nur eine stationäre Behandlung in einer Therapie helfen wird. Doch bin ich im Moment an einer Weiterbildung und schreibe im ca. 4 Monaten die grossen Prüfungen. Wenn ich jetzt in eine Klinik gehen würde, müsste ich das komplette vergangene Jahr wiederholen und könnte erst ein Jahr später an die Prüfung. Ich möchte das nicht aufs Spiel setzen. Aber ich weiss auch nicht, ob ich es riskieren kann, 4 Monate zu "warten" und erst dann in die Klinik zu gehen.

Grundsätzlich fühle ich mich körperlich einigermassen​ stabil.

Hat mir irgendjemand einen Rat?

Ich würde in die Klinik gehen, du. Habe damals auch 1 Semester Uni dafür ausgesetzt, aber es war einfach nötig, weil ich schwer depressiv war.

Psychische Gesundheit ist wichtig, viel wichtiger als man denkt. Und BMI bei 14 ist doch schon ganz schön dünn. Ich selber habe auch immer gedacht, dass ich das schon schaffe und es mir ja gar nicht so schlecht geht. War aber nicht so. Ich hab es fast nicht geschafft.

Was ist denn das eine Jahr? Ich bin froh, dass ich damals das Semester ausgesetzt habe. Musste es zwar wiederholen, aber hätte ich einfach weitergekeult, hätte ich halt irgendwann Selbstmord begangen. Im Nachhinein wirst du froh sein. Und man neigt eh dazu, sich in psychischer Belastbarkeit zu überschätzen und die Krankheit herunterzuspielen. Magersucht ist aber ernstzunehmend. Hatte auch mal magersüchtige Phasen und es geht einem sehr viel schlechter, als man denkt.

Ein Jahr die Ausbildung aussetzen ist nichts im Vergleich zu deiner Gesundheit. Außerdem musst du bedenken, dass psychische Krankheiten sich unter Stress oft verschlimmern. Ich würds einfach nicht riskieren wollen an deiner Stelle.

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12. Dezember um 21:39
In Antwort auf stella4488

Ich weiss einfach nicht was ich machen soll. Ich leide an Magersucht und habe einen relativ tiefen BMI (ca. 14). Ich bin seit längerer Zeit in ambulanter Therapie, komme aber nicht wirklich weiter. Nun ist es so, dass ich weiss, dass mir nur eine stationäre Behandlung in einer Therapie helfen wird. Doch bin ich im Moment an einer Weiterbildung und schreibe im ca. 4 Monaten die grossen Prüfungen. Wenn ich jetzt in eine Klinik gehen würde, müsste ich das komplette vergangene Jahr wiederholen und könnte erst ein Jahr später an die Prüfung. Ich möchte das nicht aufs Spiel setzen. Aber ich weiss auch nicht, ob ich es riskieren kann, 4 Monate zu "warten" und erst dann in die Klinik zu gehen.

Grundsätzlich fühle ich mich körperlich einigermassen​ stabil.

Hat mir irgendjemand einen Rat?

Mein Rat lautet:
Wenn du weiter abnimmst dann sind die Prüfungen und das verlorene Jahr nicht so wichtig wie deine Magersucht. Es ist nur ein Jahr das du verlieren würdest und das kannst du nachholen. Deine Gesundheit kannst du aber nicht so einfach wiederherstellen wie du ein Jahr Schule wiederholen kannst. Du solltest das mit deinem Arzt besprechen um ganz sicher zu sein und auf dessen Rat hören!!!!
 

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