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Kindstot

27. März 2012 um 10:54

hallo ich habe am 15.11.2011 eine süsse tochter bekommen und am 4.12.2011 durch den kindstot verloren ich weiss nicht wie ich weiter machen soll und such mütter die das selbe durch haben und mit mir reden und helfen können freu mich über jede antwort
lg marion

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27. März 2012 um 13:48

Was
beschäftigt dich am meisten?

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27. März 2012 um 14:48
In Antwort auf nesrin_12257426

Was
beschäftigt dich am meisten?

Kindstot
na ja wie nich es verarbeite den wen ich bei ihr am grab bin brech ich immer zusammen und ich kann seit dem tag nicht mehr schlafen

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27. März 2012 um 15:52
In Antwort auf lula_12944343

Kindstot
na ja wie nich es verarbeite den wen ich bei ihr am grab bin brech ich immer zusammen und ich kann seit dem tag nicht mehr schlafen

Hallo ich wollte dir gern mein mitgefühl aussprechen....
es tut mir sehr leid was dir passiert ist. ich finde es gibt nichts schlimmeres für eltern ein kind zu verlieren.
wir haben am 08.11. einen kleinen sohn bekommen, nach einer wunderschönen, unkomplizierten ss war plötzlich alles anders und dann ist es passiert. am 15.03. ist unser kleiner engel in unseren armen eingeschlafen und wir haben keinen grund dafür. ich halte es auch nicht aus wenn ich bei ihm am grab stehe, das ja erst seit letzten samstag ist. ich bin mir nicht sicher wie es jetzt weitergeht. ich glaube dieses gefühl der leere wird dich und mich sicher ewig begleiten.
ich denke man muß trotzdem positiv in die zukunft blicken, sonst wird man irgendwann völlig verrückt und man braucht menschen die einen verstehen. ich würde dir gern zuhören, wenn du möchtest. lg

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27. März 2012 um 16:07
In Antwort auf lula_12944343

Kindstot
na ja wie nich es verarbeite den wen ich bei ihr am grab bin brech ich immer zusammen und ich kann seit dem tag nicht mehr schlafen

Nun,
.... wie du es möglicherweise verarbeiten könntest, kann ich dir so genau nicht sagen - leider -, denn jeder verarbeitet anders.

Vielleicht hilft es dir jedoch ein bisschen, wenn ich dir erzähle, wie ich nach dem Tod meiner Kleinen weitergemacht habe.

Ich war in der ersten Zeit innerlich wie tot. Leute um mich herum (meine engsten Verwandten wie Mama, mein Lebensgefährte etc.) weinten und betrauerten den Tod meiner Kleinen und ich war diejenige, die sie allesamt getröstet hat. Erst ca. ein halbes Jahr später (dürfte so in etwa in deine jetzige Zeit fallen) realisierte ich die Wahrheit - ich kann jetzt sagen, dass ich mich vorher im "Verdrängungsmodus" befand.

..... ich viel in ein großes schwarzes Loch und hatte auf nichts mehr Lust, war einfach nicht mehr fähig, mein Leben wieder aufzunehmen. Lediglich meine Arbeit, die ich knapp nach dem Tod sofort wieder aufgenommen hatte, rettete mich über die Tage.
In dieser Zeit fing ich an, mir vorzustellen, wie es JETZT mit meiner Kleinen wäre, wie ich mit ihr ausfahren würde, wie ich sie füttern und knuddeln würde, sie im Arm halten würde ..... und ...... ich weinte. Vorerst weinte ich mit meinem Lebensgefährten, irgendwann aber alleine, da er meinte, man müsse sich zusammenreißen, das Leben ginge ja weiter. Alle übrigen mir nahestehenden Personen mieden zu diesem Zeitpunkt bereits das Thema und es gab niemanden, dem ich mich sonst noch anvertrauen hätte können.

Zuerst beweinte ich meinen Verlust, dann fing ich an, "ihr" Briefe zu schreiben. Ich begann jeden Brief mit "Meine liebe Kleine" und endete jeden Brief mit "deine Mama". So hatte ich für mich eine Möglichkeit geschaffen, mit ihr zu "sprechen". Ich hatte das dringende Bedürfnis verspürt, mit ihr zu kommunizieren. In diese Briefe schrieb ich einfach alles. Meine Gefühlslage, wie ich sie vermisste, was ich erlebte usw..
Irgendwann wurden meine Briefe an "sie" seltener, jedoch meine Wut auf die "Ungerechtigkeit" dieser Welt, dass ALLE anderen ein gesundes Baby hatten, nur ich nicht, größer.
Gemischt mit Hass und der festen Überzeugung nie mehr wieder ein Kind bekommen zu wollen gliederte ich mich so schön langsam wieder ins Leben ein. Allerdings ging in dieser Zeit bei mir irgendetwas, das ich nicht beschreiben kann, verloren. So wie es vorher war, ist es bis jetzt nicht mehr geworden.

Was ich dir damit sagen möchte:
Ich habe die Gelegenheit nicht wahrgenommen und mir therapeutische Hilfe geholt, die ich - jetzt im Nachhinein betrachtet - dringend benötigt hätte.
Ich habe nicht aufgearbeitet, sondern lediglich verdrängt und "zugeschüttet. Dies macht sich bis heute bemerkbar.

JETZT habe ich zwei halbwüchsige Kinder, wobei ich zur Ersten nie den richtigen Zugang gefunden habe (heißt nicht, dass ich sie nicht von Herzen liebe, sondern nur, dass ich es nicht zuließ, mich emotional so sehr zu binden - die Angst davor, wieder zu verlieren, war zu groß) und zum Zweiten wohl ohne mein Zutun die "richtige" Mutterliebe gefunden habe, jedoch dies mit Vorbehalt. Was allerdings sehr stark in den Vordergrund gerückt ist, ist das "beglucken". Ich "sitze" regelrecht auf meine Kinder, habe immer Angst, auch wenn ich es vor ihnen nicht preis gebe, wobei ich glaube, dass sie es spüren - und das ist nicht gesund.

Dies sind nur grob beschriebene Eckpfeiler und bei Weitem nicht alles. Doch ein Umriss, der dir vielleicht zu denken geben könnte.
Nimm' dein Leben in die Hand, hol' dir Hilfe, es ist so wichtig.

Bei konkreteren Frage stehe ich dir natürlich sehr gerne zur Verfügung, denn - so finde ich - , was ich bei mir nicht geschafft habe, würde ich so gerne an andere weitergeben, dies in dem Wissen, dass anderen Menschen, hier in diesem Falle du, vielleicht besser geholfen werden kann.

Was ich dir von Herzen wünsche ist Kraft und Mut
LG

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28. März 2012 um 10:14
In Antwort auf nesrin_12257426

Nun,
.... wie du es möglicherweise verarbeiten könntest, kann ich dir so genau nicht sagen - leider -, denn jeder verarbeitet anders.

Vielleicht hilft es dir jedoch ein bisschen, wenn ich dir erzähle, wie ich nach dem Tod meiner Kleinen weitergemacht habe.

Ich war in der ersten Zeit innerlich wie tot. Leute um mich herum (meine engsten Verwandten wie Mama, mein Lebensgefährte etc.) weinten und betrauerten den Tod meiner Kleinen und ich war diejenige, die sie allesamt getröstet hat. Erst ca. ein halbes Jahr später (dürfte so in etwa in deine jetzige Zeit fallen) realisierte ich die Wahrheit - ich kann jetzt sagen, dass ich mich vorher im "Verdrängungsmodus" befand.

..... ich viel in ein großes schwarzes Loch und hatte auf nichts mehr Lust, war einfach nicht mehr fähig, mein Leben wieder aufzunehmen. Lediglich meine Arbeit, die ich knapp nach dem Tod sofort wieder aufgenommen hatte, rettete mich über die Tage.
In dieser Zeit fing ich an, mir vorzustellen, wie es JETZT mit meiner Kleinen wäre, wie ich mit ihr ausfahren würde, wie ich sie füttern und knuddeln würde, sie im Arm halten würde ..... und ...... ich weinte. Vorerst weinte ich mit meinem Lebensgefährten, irgendwann aber alleine, da er meinte, man müsse sich zusammenreißen, das Leben ginge ja weiter. Alle übrigen mir nahestehenden Personen mieden zu diesem Zeitpunkt bereits das Thema und es gab niemanden, dem ich mich sonst noch anvertrauen hätte können.

Zuerst beweinte ich meinen Verlust, dann fing ich an, "ihr" Briefe zu schreiben. Ich begann jeden Brief mit "Meine liebe Kleine" und endete jeden Brief mit "deine Mama". So hatte ich für mich eine Möglichkeit geschaffen, mit ihr zu "sprechen". Ich hatte das dringende Bedürfnis verspürt, mit ihr zu kommunizieren. In diese Briefe schrieb ich einfach alles. Meine Gefühlslage, wie ich sie vermisste, was ich erlebte usw..
Irgendwann wurden meine Briefe an "sie" seltener, jedoch meine Wut auf die "Ungerechtigkeit" dieser Welt, dass ALLE anderen ein gesundes Baby hatten, nur ich nicht, größer.
Gemischt mit Hass und der festen Überzeugung nie mehr wieder ein Kind bekommen zu wollen gliederte ich mich so schön langsam wieder ins Leben ein. Allerdings ging in dieser Zeit bei mir irgendetwas, das ich nicht beschreiben kann, verloren. So wie es vorher war, ist es bis jetzt nicht mehr geworden.

Was ich dir damit sagen möchte:
Ich habe die Gelegenheit nicht wahrgenommen und mir therapeutische Hilfe geholt, die ich - jetzt im Nachhinein betrachtet - dringend benötigt hätte.
Ich habe nicht aufgearbeitet, sondern lediglich verdrängt und "zugeschüttet. Dies macht sich bis heute bemerkbar.

JETZT habe ich zwei halbwüchsige Kinder, wobei ich zur Ersten nie den richtigen Zugang gefunden habe (heißt nicht, dass ich sie nicht von Herzen liebe, sondern nur, dass ich es nicht zuließ, mich emotional so sehr zu binden - die Angst davor, wieder zu verlieren, war zu groß) und zum Zweiten wohl ohne mein Zutun die "richtige" Mutterliebe gefunden habe, jedoch dies mit Vorbehalt. Was allerdings sehr stark in den Vordergrund gerückt ist, ist das "beglucken". Ich "sitze" regelrecht auf meine Kinder, habe immer Angst, auch wenn ich es vor ihnen nicht preis gebe, wobei ich glaube, dass sie es spüren - und das ist nicht gesund.

Dies sind nur grob beschriebene Eckpfeiler und bei Weitem nicht alles. Doch ein Umriss, der dir vielleicht zu denken geben könnte.
Nimm' dein Leben in die Hand, hol' dir Hilfe, es ist so wichtig.

Bei konkreteren Frage stehe ich dir natürlich sehr gerne zur Verfügung, denn - so finde ich - , was ich bei mir nicht geschafft habe, würde ich so gerne an andere weitergeben, dies in dem Wissen, dass anderen Menschen, hier in diesem Falle du, vielleicht besser geholfen werden kann.

Was ich dir von Herzen wünsche ist Kraft und Mut
LG

Kindstot
hallo
ich danke dir wen ich das von dir lese sehe ich mich mein freund sagt auch ich muss wieder leben und weiter machen aber ich kann noch nicht deshalb schreib auch ich briefe an meine sarah sophie aber ich bin schon in psychologischer behandlung nur hab ich das gefühl das das nichts bringt darf ich fragen was mit deinem kind passiert ist und wie alt es war ich danke dir von ganzen herzen das du mir zu hörst das tut echt gut vielen dank

lg marion

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28. März 2012 um 10:18
In Antwort auf nina_12739073

Hallo ich wollte dir gern mein mitgefühl aussprechen....
es tut mir sehr leid was dir passiert ist. ich finde es gibt nichts schlimmeres für eltern ein kind zu verlieren.
wir haben am 08.11. einen kleinen sohn bekommen, nach einer wunderschönen, unkomplizierten ss war plötzlich alles anders und dann ist es passiert. am 15.03. ist unser kleiner engel in unseren armen eingeschlafen und wir haben keinen grund dafür. ich halte es auch nicht aus wenn ich bei ihm am grab stehe, das ja erst seit letzten samstag ist. ich bin mir nicht sicher wie es jetzt weitergeht. ich glaube dieses gefühl der leere wird dich und mich sicher ewig begleiten.
ich denke man muß trotzdem positiv in die zukunft blicken, sonst wird man irgendwann völlig verrückt und man braucht menschen die einen verstehen. ich würde dir gern zuhören, wenn du möchtest. lg

Kindstot
hallo
ja würde gerne mit dir schreiben denk das es auch dir gzt tut und da es ja genau so frisch ist wie bei mir sogar noch frischer wie bei mir du hast dein engel noch länger gehabt wie ich was war den der grund bei deinem engel das er für immer die augen zu gemacht hat

lg marion

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28. März 2012 um 11:05
In Antwort auf lula_12944343

Kindstot
hallo
ja würde gerne mit dir schreiben denk das es auch dir gzt tut und da es ja genau so frisch ist wie bei mir sogar noch frischer wie bei mir du hast dein engel noch länger gehabt wie ich was war den der grund bei deinem engel das er für immer die augen zu gemacht hat

lg marion

Kindstot
tja, wenn wir das wüßten.
er hatte nur verschiedene symptome, die von monat zu monat gekommen sind, aber ein grund dafür haben wir immernoch nicht.
er war sehr viel in der klinik in seinem kurzen leben.
angefangen hat es am geburtstag mit neugeborenenkrämpfen, die aber nur an dem tag aufgetreten sind. er war 4 tage lang sehr schlapp, aber dann ging es aufwärts. am 24.11. habe ich ihn nach hause bekommen und dann hatten wir eine schöne advents- und weihnachtszeit. am 09.01. kam dann eine herzmuskelverdickung dazu, die aber das herz nicht beeinträchtigt hat. es hat weiter gut das blut durchgepumpt.
ende januar bekam ich ihn dann nach hause und wir hatten 2 wunderschöne wochen.
am 17.02. habe ich meinen kleinen engel fast leblos in seiner wiege vorgefunden und bin sofort zur klinik gefahren.
dort hat man mir erklärt, das es zu hause sicher nicht mehr lange gut gegangen wäre.
er wurde intubiert und 3 tage lang beatmet, er erholte sich gut und war wieder gut drauf. aber in den letzten 4 wochen seines lebens ist diese geschichte noch zweimal aufgetreten und die ärzte suchen immernoch nach der ursache.
sein zustand hat sich auch nicht verbessert, sondern verschlechtert. nachher war es dann jede woche, sodaß ich am 15.03. die schwerste entscheidung meines lebens treffen mußte. man hat mir erklärt, das der kohlenstoffdioxidgehalt im blut zu hoch sei, aber warum konnte mir keiner erklären.
ich kann auch immernoch nicht begreifen, was passiert ist.
ich vermisse meinen kleinen gabriel so wahnsinnig doll.

lg sandra

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28. März 2012 um 12:25
In Antwort auf lula_12944343

Kindstot
hallo
ich danke dir wen ich das von dir lese sehe ich mich mein freund sagt auch ich muss wieder leben und weiter machen aber ich kann noch nicht deshalb schreib auch ich briefe an meine sarah sophie aber ich bin schon in psychologischer behandlung nur hab ich das gefühl das das nichts bringt darf ich fragen was mit deinem kind passiert ist und wie alt es war ich danke dir von ganzen herzen das du mir zu hörst das tut echt gut vielen dank

lg marion

Valerie
verstarb 9 Wochen nach ihrer Geburt.

Nichts zeichnete sich vorher nur irgendwie ab.
Sie begann mit ca. 4 Wochen durchzuschlafen und an besagtem Tag hörte ich sie jedoch plötzlich bereits nach 4 Stunden Schlaf via Babyphon. Es war kein Weinen oder Quängeln, es war nur so eine Geräuschkulisse hörbar. Beide, der Kindsvater und ich, waren wir einhellig der Meinung, dass kein Grund bestehe, näher darauf einzugehen, zumal dies schon hin und wieder vorgekommen ist, dass das Babyphon anschlug. Kurz bevor wir schlafen gingen, sah ich noch nach ihr. Ich machte kein Licht, sondern ließ das Licht im Gang auf das Bettchen scheinen. Für mich schien alles in Ordnung.
Eine innere Uhr weckte mich in der Folge genau zu der Zeit, an welcher sie normalerweise immer die Brust verlangte.
Irgendwie unruhig ging ich dann nachsehen und fand sie tot im Bett liegen ......... .
Niemand weiß warum, niemand kann sagen, was passiert sein hätte können. Man sagte schlicht und ergreifend "plötzlicher Kindstot".

Dass du dich bereits in Therapie befindest finde ich total super. Nur dafst du bitte nicht glauben, dass es nichts bringen wird. Ich bin überzeugt davon, dass es das wird.
Dass dein Freund sagt, dass du wieder leben musst, kann ich gut nachvollziehen ...... bedenke, er ist genauso hilflos und überfordert mit der Situation wie du. Mit diesen Worten will er dir, so glaube ich, eigentlich nur Mut zusprechen (unfähig, richtig auszudrücken, was in ihm vorgeht?).

Auch ich kann dir ein Zuhören anbieten, wenn du möchtest, immerhin kann so etwas kaum einer besser verstehen, als jemand, der es selbst erleben musste.

LG



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