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Kind mit zur Beerdigung?

25. Juni um 12:59 Letzte Antwort: 28. Juni um 15:58

Hallo!

Wollte mal nach eurer Meinung fragen... meine Nichte ist gerade 9 geworden und unsere Oma ist vor ein paar Tagen verstorben. Der Termin zur Beisetzung steht nun fest und meine Schwester will meine Nichte mitnehmen... ich meinte das ist keine so gute Idee... Allerdings weiß ich auch nicht welches Alter da angebracht ist.... wie seht ihr das?

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25. Juni um 13:22

Mitnehmen.

das sterben und das verabschieden ist ein ganz normaler Prozess des Lebens. Es gehört dazu, wie die Geburt oder mal krank werden. Zudem ist die Beerdigung kein schlechtes Ereignis. Man ist unter den engsten zusammen und tauscht schöne Erinnerungen aus. Das ist sehr wertvoll. 

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25. Juni um 13:22

Mitnehmen.

das sterben und das verabschieden ist ein ganz normaler Prozess des Lebens. Es gehört dazu, wie die Geburt oder mal krank werden. Zudem ist die Beerdigung kein schlechtes Ereignis. Man ist unter den engsten zusammen und tauscht schöne Erinnerungen aus. Das ist sehr wertvoll. 

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25. Juni um 13:46

Stimme zu, ich würde das Kind auch mitnehmen. Wichtig ist nur, dass ihr mit eurer Nichte spricht und ihr alles erklärt und ihr auch sagt, dass sie Fragen stellen darf zu dem was sie sieht und passiert. Dass sie sich mitteilen darf. Hier hat ein Bestattungsunternehmen auch etwas dazu geschrieben. Vielleicht hilft das nochmal bei der Entscheidung.
Und mein herzliches Beileid, ich hoffe es war nur das Alter und nichts allzu quälendes...

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25. Juni um 13:53

Da habt ihr wohl recht ... mir war danbei nur irgendwie nicht wohl.

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25. Juni um 14:59
In Antwort auf femprincess

Hallo!

Wollte mal nach eurer Meinung fragen... meine Nichte ist gerade 9 geworden und unsere Oma ist vor ein paar Tagen verstorben. Der Termin zur Beisetzung steht nun fest und meine Schwester will meine Nichte mitnehmen... ich meinte das ist keine so gute Idee... Allerdings weiß ich auch nicht welches Alter da angebracht ist.... wie seht ihr das?

Ich war 8 als meine Oma gestorben ist. Meine Mama hat mit mir darüber gesprochen und dann durfte ich selber entscheiden, ob ich zur Beerdigung gehen will. Ich wollte und aus heutiger Sicht bin ich froh, dass ich da war. Es war so etwas wie Abschied nehmen. Das ging vorher nicht, weil sie unerwartet gestorben ist.

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25. Juni um 15:59
In Antwort auf femprincess

Hallo!

Wollte mal nach eurer Meinung fragen... meine Nichte ist gerade 9 geworden und unsere Oma ist vor ein paar Tagen verstorben. Der Termin zur Beisetzung steht nun fest und meine Schwester will meine Nichte mitnehmen... ich meinte das ist keine so gute Idee... Allerdings weiß ich auch nicht welches Alter da angebracht ist.... wie seht ihr das?

Mein herzliches Beileid.

Wenn es sich um eine Urnenbeisetzung handelt und die Nichte keine Leiche sondern nur eine verschlossene Urne zu sehen bekommt, sehe ich kein Problem.

Man muss ja bei der Beisetzung der Nichte nicht den Sterbeprozess in allen Einzelheiten möglichst gruselig ausmalen.

Was Erdbestattungen angeht, wo die Toten noch in der Einsegnungshalle oder Leichenkammer besichtigt werden können bevor die Trauerfeier beginnt und der Sarg zugeschraubt und in die Trauerhalle gefahren wird:

Ich war elf als meine Eltern und meine Schwester starben. Ich war bei der Beerdigung. Unter anderem weil ich mich durch Pulsfühlen nochmal vergewissern wollte, dass sie wirklich tot sind bevor die Särge zugeschraubt wurden. Ich wollte nicht mit der Vorstellung leben, dass jemand von ihnen lebendig begraben wird.

Insgesamt kommt es auch auf das Verhältnis an, das deine Nichte zu ihrer Uroma hatte. (Aufgrund von "unsere Oma" nehme ich an, dass es deine Oma und die Uroma der Nichte ist.) Wenn sie die Uroma gar nicht kannte, wird das Miterleben der Beisetzung sie vielleicht gar nicht so hart treffen.

Das klingt jetzt vielleicht etwas kaltschnäuzig, ist aber nicht so gemeint, aber die Beerdigung meiner Eltern und Schwester war die erste Beerdigung, bei der ich dabei war. Mir wäre es lieber gewesen, ich wäre vorher schon einmal bei einer Beerdigung dabeigewesen. Dann wäre neben dem Verlust nicht gar alles neu für mich gewesen, und was das Mich-in der-Situation-"Beerdigung"-orientieren-müssen angeht, wäre mein Stresslevel vermutlich ein bisschen kleiner gewesen.

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25. Juni um 16:05
In Antwort auf femprincess

Hallo!

Wollte mal nach eurer Meinung fragen... meine Nichte ist gerade 9 geworden und unsere Oma ist vor ein paar Tagen verstorben. Der Termin zur Beisetzung steht nun fest und meine Schwester will meine Nichte mitnehmen... ich meinte das ist keine so gute Idee... Allerdings weiß ich auch nicht welches Alter da angebracht ist.... wie seht ihr das?

Ein neunjähriges Kind geht bereits in die Schule und ist durchaus alt genug für eine Beerdigung, wenn seine geistige Reife einem normal entwickelten neunjährigen Kind entspricht.

Man sollte Kinder nicht in Watte packen und meiner Ansicht nach ist das Kind alt genug, um mit dem Tod konfrontiert zu werden. Allerdings sollte das auf eine kindgerechte Art und Weise geschehen. Die Eltern sollten vorher noch mit dem Mädchen über den Tod sprechen und ihm den Ablauf der Beerdigung erklären. 

Auch für Kinder ist es wichtig, Abschied von geliebten Menschen nehmen zu können. 

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25. Juni um 16:08
In Antwort auf femprincess

Hallo!

Wollte mal nach eurer Meinung fragen... meine Nichte ist gerade 9 geworden und unsere Oma ist vor ein paar Tagen verstorben. Der Termin zur Beisetzung steht nun fest und meine Schwester will meine Nichte mitnehmen... ich meinte das ist keine so gute Idee... Allerdings weiß ich auch nicht welches Alter da angebracht ist.... wie seht ihr das?

Es gibt übrigens von der Sendung mit der Maus einen Film für Kinder darüber, wie Beerdigungen vorbereitet werden und ablaufen, den ich gar nicht so schlecht finde:

https://www.youtube.com/watch?v=Z1YrYjHkI-U

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25. Juni um 16:08
In Antwort auf femprincess

Hallo!

Wollte mal nach eurer Meinung fragen... meine Nichte ist gerade 9 geworden und unsere Oma ist vor ein paar Tagen verstorben. Der Termin zur Beisetzung steht nun fest und meine Schwester will meine Nichte mitnehmen... ich meinte das ist keine so gute Idee... Allerdings weiß ich auch nicht welches Alter da angebracht ist.... wie seht ihr das?

Es gibt übrigens von der Sendung mit der Maus einen Film für Kinder darüber, wie Beerdigungen vorbereitet werden und ablaufen, den ich gar nicht so schlecht finde:

https://www.youtube.com/watch?v=Z1YrYjHkI-U

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25. Juni um 17:35

Bei einem schreienden Baby, das noch gar nicht mitbekommt, was da abläuft, wäre es erst recht kein Problem, es zur Beisetzung mitzunehmen, sofern zur Babyversorgung hinreichende Infrastruktur (Wickelmöglichkeit, Ruhemöglichkeit, ...) vorhanden ist. 

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25. Juni um 17:35

Bei einem schreienden Baby, das noch gar nicht mitbekommt, was da abläuft, wäre es erst recht kein Problem, es zur Beisetzung mitzunehmen, sofern zur Babyversorgung hinreichende Infrastruktur (Wickelmöglichkeit, Ruhemöglichkeit, ...) vorhanden ist. 

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25. Juni um 18:15

Meinst du, die Trauerstimmung färbt auf den Gemütszustand des Babys ab?
Da kommt es darauf an, wie weit seine Wahrnehmung und sein Ich-Bewusstsein schon entwickelt sind.
Oder meinst du, das Babygeschrei stört die umstehenden Trauernden? Meiner Erfahrung nach nehmen umstehende Trauernde Babygeschrei weit weniger übel als Eltern manchmal zu meinen scheinen.

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25. Juni um 18:15

Meinst du, die Trauerstimmung färbt auf den Gemütszustand des Babys ab?
Da kommt es darauf an, wie weit seine Wahrnehmung und sein Ich-Bewusstsein schon entwickelt sind.
Oder meinst du, das Babygeschrei stört die umstehenden Trauernden? Meiner Erfahrung nach nehmen umstehende Trauernde Babygeschrei weit weniger übel als Eltern manchmal zu meinen scheinen.

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25. Juni um 18:21
In Antwort auf rhonda_20509273

Meinst du, die Trauerstimmung färbt auf den Gemütszustand des Babys ab?
Da kommt es darauf an, wie weit seine Wahrnehmung und sein Ich-Bewusstsein schon entwickelt sind.
Oder meinst du, das Babygeschrei stört die umstehenden Trauernden? Meiner Erfahrung nach nehmen umstehende Trauernde Babygeschrei weit weniger übel als Eltern manchmal zu meinen scheinen.

Das zweite und das ist nicht immer der Fall. 
Toll wird wenn der Pfarrer selber einen Wink gibt. 

Also ja, jeder hat da so eigene Erfahrungen. 

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27. Juni um 16:39

Ich würde in so einer Situation immer die Kinder selbst befragen, was sie möchten.
Als der Uropa meiner Kinder starb waren sie 3-9 Jahre alt. Die Großen wollten nicht mit nur mein Jüngstes. Das hat es so hingenommen wie es war und war auch die Zeit durch ruhig. die Großen wollte dafür hinterher das Grab sehen. Dann sind wir eben nochmal hingegangen und ich habe ihnen von der Beerdigung erzählt vorher und hinterher.

Ein Kind in dem Alter kann so eine Entscheidung für sich normal schon ziemlich gut treffen. Man darf nur keinen Druck machen und seine eigenen Erwartungen reinlegen, wenn man beim Kind nachfragt.

Zum Leichenschmaus abgeholt werden wollten meine Kind übrigens dann doch.

Wenn ich ein Baby hätte würd ich gucken, wie ichs mache. Wenn mir selbst die Beerdigung wichtig ist und ich habe niemandem zum aufpassen, dann würde ich es eben mitnehmen und hoffen, dass es ruhig bleibt.
Aber in der Situation war ich nie.

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27. Juni um 17:09
In Antwort auf schnuckweidev

Ich würde in so einer Situation immer die Kinder selbst befragen, was sie möchten.
Als der Uropa meiner Kinder starb waren sie 3-9 Jahre alt. Die Großen wollten nicht mit nur mein Jüngstes. Das hat es so hingenommen wie es war und war auch die Zeit durch ruhig. die Großen wollte dafür hinterher das Grab sehen. Dann sind wir eben nochmal hingegangen und ich habe ihnen von der Beerdigung erzählt vorher und hinterher.

Ein Kind in dem Alter kann so eine Entscheidung für sich normal schon ziemlich gut treffen. Man darf nur keinen Druck machen und seine eigenen Erwartungen reinlegen, wenn man beim Kind nachfragt.

Zum Leichenschmaus abgeholt werden wollten meine Kind übrigens dann doch.

Wenn ich ein Baby hätte würd ich gucken, wie ichs mache. Wenn mir selbst die Beerdigung wichtig ist und ich habe niemandem zum aufpassen, dann würde ich es eben mitnehmen und hoffen, dass es ruhig bleibt.
Aber in der Situation war ich nie.

immer die Kinder selbst befragen, was sie möchten.
Wenn ich so eine Aussage schon wieder höre platzt mir der Kragen. 

Dieses "Kind selbst alles bestimmen lassen "und "Kind gleichwertig als Erwachsenen behandeln" was ja jetzt so in Mode ist ist der größte Unsinn den es gibt. 

Aber das wird Off Topic. 

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27. Juni um 18:36
In Antwort auf katzenkillerxxx

immer die Kinder selbst befragen, was sie möchten.
Wenn ich so eine Aussage schon wieder höre platzt mir der Kragen. 

Dieses "Kind selbst alles bestimmen lassen "und "Kind gleichwertig als Erwachsenen behandeln" was ja jetzt so in Mode ist ist der größte Unsinn den es gibt. 

Aber das wird Off Topic. 

Naja, wenn Kinder ernst nehmen und ihre Bedürfnisse achten grad ne Modeerscheinung ist, dann doch eine, an der ich mich gern beteilige und auch festhalte, wenn sie bedauerlicherweise wieder vorbei geht.

An dich den Rat, nochmal zu lesen.
Ich hab da wohl irgendeinen Nerv getroffen, der aber nicht genau an dem Thema liegt, das ich angeschnitten habe.

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27. Juni um 18:38

Ich frag mich auch grad, warum du so überzeugt bist, ein 9-jähriges Kind MÜSSE zu einer Beerdigung mit?
Und ein Baby dürfe nicht, oder wie?
Wer hat denn diese unumstößlichen Regeln festgelegt und auf welcher Grundlage?

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27. Juni um 18:52
In Antwort auf femprincess

Hallo!

Wollte mal nach eurer Meinung fragen... meine Nichte ist gerade 9 geworden und unsere Oma ist vor ein paar Tagen verstorben. Der Termin zur Beisetzung steht nun fest und meine Schwester will meine Nichte mitnehmen... ich meinte das ist keine so gute Idee... Allerdings weiß ich auch nicht welches Alter da angebracht ist.... wie seht ihr das?

ich denke mit 9 jahren kann man schon gut erklären, was da vor sich geht und gegebenenfalls fragen, ob sie überhaupt mitkommen möchte. ich war mit meinem damals 3Jährigen Sohn und 4Wochen alten Säugling bei der beerdigung meiner oma, die haben noch nicht wirklich verstanden, was los ist. mein großer ist gelaufen und hat gelacht, daraufhin ist mein mann mit ihm einfach woanders hin gegangen, wo er uns nicht stört. 

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27. Juni um 18:59
In Antwort auf schnuckweidev

Ich frag mich auch grad, warum du so überzeugt bist, ein 9-jähriges Kind MÜSSE zu einer Beerdigung mit?
Und ein Baby dürfe nicht, oder wie?
Wer hat denn diese unumstößlichen Regeln festgelegt und auf welcher Grundlage?

Wenn dir da nicht klar ist 

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27. Juni um 19:00
In Antwort auf schnuckweidev

Naja, wenn Kinder ernst nehmen und ihre Bedürfnisse achten grad ne Modeerscheinung ist, dann doch eine, an der ich mich gern beteilige und auch festhalte, wenn sie bedauerlicherweise wieder vorbei geht.

An dich den Rat, nochmal zu lesen.
Ich hab da wohl irgendeinen Nerv getroffen, der aber nicht genau an dem Thema liegt, das ich angeschnitten habe.

Das ist nicht das was ich geschrieben habe aber lassen wirs wird wirklich off topic. 

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27. Juni um 19:22
In Antwort auf katzenkillerxxx

immer die Kinder selbst befragen, was sie möchten.
Wenn ich so eine Aussage schon wieder höre platzt mir der Kragen. 

Dieses "Kind selbst alles bestimmen lassen "und "Kind gleichwertig als Erwachsenen behandeln" was ja jetzt so in Mode ist ist der größte Unsinn den es gibt. 

Aber das wird Off Topic. 

> immer die Kinder selbst befragen, was sie möchten.
> Wenn ich so eine Aussage schon wieder höre platzt mir der Kragen. 

Ich denke, ich verstehe dich zumindest zum Teil.

Irgendwie müssen die Leute auch lernen, dass sie manchmal nicht gefragt werden und trotzdem klarkommen müssen.

Sonst werden sie zu Menschen, die extrem unleidlich sind wenn es mal nicht nach ihrem Kopf geht oder sich die Welt mal um jemand anders als sie dreht.

Und wann lernen sie das wenn nicht als Kinder, also in dem Altersabschnitt, in dem sie erzogen werden?

Aber ich denke, für diesen Lernprozess sollte man vielleicht nicht unbedingt bei der Teilnahme an einer Beerdigung ansetzen. Vor allem dann nicht, wenn es Leichen zu sehen gibt, oder wenn damit zu rechnen ist, dass Trauernde dabei sein werden, die sich fassungslos gebärden/gehenlassen werden und auf diese Weise Kinder, die noch nicht gelernt haben, mit so etwas umzugehen, schocken können.

Wenn man ein Kind in so einer Situation fragt, was es möchte, kann man unter Umständen nicht sicher sein, dass es ehrlich antwortet. Kinder überlegen auch oft, was man jetzt von ihnen hören will und antworten entsprechend anstatt ehrlich. Außerdem muss das Kind dann einschätzen, ob es die Situation aushält und damit zurechtkommt. Genauso wie Erwachse, und wohl noch mehr, können Kinder sich in der Frage, was sie aushaltenb und können, selbst überschätzen.

Bei der Einschätzung, ob mein Kind so weit ist, dass es mit dem Miterleben einer Beisetzung/Trauerfeier/Beerdigung zurechtkommt, würde ich mich also nicht nur auf die Antworten verlassen, die es mir auf die Frage hin gibt, ob es denn gerne mitkommen möchte.

Und wenn ich davon ausgehen müsste, dass mein Kind hauptsächlich deshalb nicht zur Beisetzung mitkommen möchte, weil zeitgleich zur Beisetzung "Heartland - das Paradies für Pferde" oder die "DuckTales" im Fernsehen laufen und das Kind diese Sendung nicht verpassen mag, wäre mir die Aussage des Kindes, dass es lieber nicht mitkommen möchte, bei der Entscheidung, ob ich es mitnehme oder nicht, vielleicht sogar ziemlich egal. 

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27. Juni um 19:25
In Antwort auf katzenkillerxxx

Wenn dir da nicht klar ist 

Dann klär uns doch auf. Es scheint ja noch mehr zu geben, die an dieser für dich so ausgenscheinlichen Erleuchtung keinen Anteil hatten.

Vorneweg kann ich aber noch fragen, ob dir nicht besusst ist, dass jeder mit dem Sterben andere Dinge verbindet und von dem, was danach kommen könnte, andere Vorstellung hat und dadurch auch Beerdigungen unterschiedliche Stellenwerte haben?

Es gibt durchaus auch Menschen, die fanden es ganz furchtbar, dass sie z.B. tote Verwandte als Kind hatten angucken müssen.
Menschen sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse.

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27. Juni um 20:34
In Antwort auf schnuckweidev

Dann klär uns doch auf. Es scheint ja noch mehr zu geben, die an dieser für dich so ausgenscheinlichen Erleuchtung keinen Anteil hatten.

Vorneweg kann ich aber noch fragen, ob dir nicht besusst ist, dass jeder mit dem Sterben andere Dinge verbindet und von dem, was danach kommen könnte, andere Vorstellung hat und dadurch auch Beerdigungen unterschiedliche Stellenwerte haben?

Es gibt durchaus auch Menschen, die fanden es ganz furchtbar, dass sie z.B. tote Verwandte als Kind hatten angucken müssen.
Menschen sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse.

Ich nehme mal an, für die neunjährige Nichte wäre das die allererste Beisetzung, die sie miterleben würde(, wenn nicht inzwischen schon alles gelaufen ist).

Die neunjährige Nichte zu fragen, ob sie mitkommen möchte, würde also wohl bedeuten, sie zu fragen, obwohl sie gar nicht weiss, worauf sie sich dabei einlassen würde.

Also ich finde es immer echt spitze wenn ich mich entscheiden soll ohne zu wissen worauf ich mich ggfs einlasse.

Solche Situationen hin und wieder zu vermeiden - das ist einer der Gründe, warum Eltern manchmal geruhen, für ihre Kinder Entscheidungen zu treffen ohne sie groß zu fragen.


Sicher: Jeder geht mit Sterblichkeit, Tod und Sterben auf seine Weise um.

Es kann aber auch ganz gut sein, den Umgang damit zu lernen.

Zu lernen damit umzugehen bedeutet bei vielem, dass man damit unmgeht, aber nicht in der Position einer Meisterin/eines Meisters, sondern in der Position einer/eines Lernenden.

Velleicht, indem man bei einer Beisetzung dabei ist, bei der man als Kind insofern geschützt ist als die Eltern als Bezugspersonen und Beschützer auch da sind. Eine Aufgabe der Eltern ist es nämlich, als Puffer zwischen Kindern und Umwelt zu fungieren wenn es darum geht,  soziale Interaktion in Situationen zu üben, die den Kindern neu sind.

Was das Angucken toter Verwandter angeht: Ich spreche mal für mich: Nachdem ich gesehen hatte, wie meine Eltern und meine Schwester gestorben waren, fand ich es vor allem furchtbar, dass sie tot sind. Die Leichen bei der Beerdigung zu sehen hat da den Kohl nicht mehr fett gemacht. Ich fand es eher beruhigend, mich nochmal vergewissern zu können, dass keiner von ihnen doch noch lebt und womöglich lebendig begraben wird.

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27. Juni um 20:47
In Antwort auf rhonda_20509273

Ich nehme mal an, für die neunjährige Nichte wäre das die allererste Beisetzung, die sie miterleben würde(, wenn nicht inzwischen schon alles gelaufen ist).

Die neunjährige Nichte zu fragen, ob sie mitkommen möchte, würde also wohl bedeuten, sie zu fragen, obwohl sie gar nicht weiss, worauf sie sich dabei einlassen würde.

Also ich finde es immer echt spitze wenn ich mich entscheiden soll ohne zu wissen worauf ich mich ggfs einlasse.

Solche Situationen hin und wieder zu vermeiden - das ist einer der Gründe, warum Eltern manchmal geruhen, für ihre Kinder Entscheidungen zu treffen ohne sie groß zu fragen.


Sicher: Jeder geht mit Sterblichkeit, Tod und Sterben auf seine Weise um.

Es kann aber auch ganz gut sein, den Umgang damit zu lernen.

Zu lernen damit umzugehen bedeutet bei vielem, dass man damit unmgeht, aber nicht in der Position einer Meisterin/eines Meisters, sondern in der Position einer/eines Lernenden.

Velleicht, indem man bei einer Beisetzung dabei ist, bei der man als Kind insofern geschützt ist als die Eltern als Bezugspersonen und Beschützer auch da sind. Eine Aufgabe der Eltern ist es nämlich, als Puffer zwischen Kindern und Umwelt zu fungieren wenn es darum geht,  soziale Interaktion in Situationen zu üben, die den Kindern neu sind.

Was das Angucken toter Verwandter angeht: Ich spreche mal für mich: Nachdem ich gesehen hatte, wie meine Eltern und meine Schwester gestorben waren, fand ich es vor allem furchtbar, dass sie tot sind. Die Leichen bei der Beerdigung zu sehen hat da den Kohl nicht mehr fett gemacht. Ich fand es eher beruhigend, mich nochmal vergewissern zu können, dass keiner von ihnen doch noch lebt und womöglich lebendig begraben wird.

Naja, ganz ehrlich: Meinen ersten Toten hatte ich mit über 20. Ich bin dann auch zur Beerdigung und meine Eltern mussten nicht mit.

Ich denke der Tod der eigenen Eltern und Geschwister (mein Beileid, das stell ich mir furchtbar vor!) ist nochmal was anderes, was Kinder Gott sei Dank auch eher selten betrifft.

Wenn die Bindung sehr eng war, dann sieht vielleicht vieles anders aus, oder das Kind entscheidet anders.
Ich finde es trotzdem wichtig, das Kind anzuhören.
Meine haben es so machen können, wie es für sie richtig war (nur an das frische Grab gehen). Ich hatte ihnen zuvor erklärt, was auf so einer Beerdigung passiert, dass sie eine ungefähre Vorstellung hatten.
Man kann da durchaus auch mal Ängste abfragen (kann ja sein das Kind fürchtet Dinge sehen zu müssen, die ihm Angst machen).

Aber ich hab jetzt nicht den Eindruck, dass es für meine Kinder schlecht war, nicht mitgegangen zu sein, bzw für den einen, dass er dabei war.

Und weil eben jeder Mensch anders ist, und manchen Dinge etwas ausmachen, die andere gar nicht schlimm finden, finde ich es wichtig, auf das Kind Rücksicht zu nehmen.

Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, meine Kinder in verschiedenen Situationen zu fragen, was sie wollen und brauchen. Ich würds immer wieder so tun.

Eine Beerdigung sehe ich nicht als soziale Interaktion. Sie ist für mich eine persönliche Möglichkeit, Abschied zu nehmen und sich bewusst zu machen, dass der Mensch nun tot ist. Auch um den Angehörigen Trost zu spenden. Für mich selbst ist das Abschied nehmen auch wichtig.
Dass man auf einer Beerdigung den nächsten Verwandten sein Beileid ausspricht, das ist jetzt auch nicht so kompliziert, dass es ein Kind nicht auch noch ein paar Jährchen später lernen kann.

 

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27. Juni um 23:39
In Antwort auf schnuckweidev

Dann klär uns doch auf. Es scheint ja noch mehr zu geben, die an dieser für dich so ausgenscheinlichen Erleuchtung keinen Anteil hatten.

Vorneweg kann ich aber noch fragen, ob dir nicht besusst ist, dass jeder mit dem Sterben andere Dinge verbindet und von dem, was danach kommen könnte, andere Vorstellung hat und dadurch auch Beerdigungen unterschiedliche Stellenwerte haben?

Es gibt durchaus auch Menschen, die fanden es ganz furchtbar, dass sie z.B. tote Verwandte als Kind hatten angucken müssen.
Menschen sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse.

Die Userin über mir hat es sehr schön erklärt:
Irgendwie müssen die Leute auch lernen, dass sie manchmal nicht gefragt werden und trotzdem klarkommen müssen.Sonst werden sie zu Menschen, die extrem unleidlich sind wenn es mal nicht nach ihrem Kopf geht oder sich die Welt mal um jemand anders als sie dreht.Und wann lernen sie das wenn nicht als Kinder, also in dem Altersabschnitt, in dem sie erzogen werden?

Du bist die einzige die das offensichtliche nicht verstanden hat 

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28. Juni um 12:56

Naja, da sind wir wohl deutlich anderer Meinung. Zumal ich meine Ansichten als ganza nders beschreiben würde, als du sie zusammenfasst.

Aber du kannstd as bei deinen Kindern ja machen wie du möchtest.

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28. Juni um 15:56
In Antwort auf schnuckweidev

Naja, da sind wir wohl deutlich anderer Meinung. Zumal ich meine Ansichten als ganza nders beschreiben würde, als du sie zusammenfasst.

Aber du kannstd as bei deinen Kindern ja machen wie du möchtest.

Aber du kannstd as bei deinen Kindern ja machen wie du möchtest. 
Werde ich auch 


 

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28. Juni um 15:58
In Antwort auf schnuckweidev

Naja, da sind wir wohl deutlich anderer Meinung. Zumal ich meine Ansichten als ganza nders beschreiben würde, als du sie zusammenfasst.

Aber du kannstd as bei deinen Kindern ja machen wie du möchtest.

Wenn du meinst ...

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28. Juni um 15:58
In Antwort auf katzenkillerxxx

Aber du kannstd as bei deinen Kindern ja machen wie du möchtest. 
Werde ich auch 


 

*Mach ich auch 

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