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Kiffen und Psychotherapie Muss mein Therapeut davon wissen?!?!

24. Juli 2006 um 13:58

Hallo zusammen!

Ich habe da mal eine Frage:
Vor ca. einem halben Jahr wurde bei mir nach langen hin und her folgendes diagnostiziert:
-Angststörung
-Panikattacken
-Depressionen
-Emetophobie (Angst vor Erbrechen)

Ich nehme seitdem Cipralex 10mg und mache nebenbei eine Psychotherapie.
Jetzt zu meinem eigentlichen Problem
Ich kiffe seit Jahren (seit ca.3 Jahren fast täglich) und meine Therapeutin/Hausarzt/Familie usw. wissen davon nichts.
In der Therapie sind wir jetzt auf der Suche nach dem Auslöser. Ich will aber von der Raucherei nichts erwähnen. Erstens bin ich mir nicht sicher ob das der Auslöser für die Psychosachen ist, und zweitens habe ich mal gehört das dies in der Krankenakte vermerkt wird und man bei evtl. späteren Erkrankungen keine Zuzahlungen bekommt und so. Kennt sich da jemand aus?

Mir geht es momentan nicht wirklich gut, aber das Rauchen ist mir sehr wichtig, weil ich nur dann total abschalten kann und die Übelkeit verschwindet. Durch die Emetophobie (die ich übrigens schon immer habe) ist mir ständig übel. Das kiffen Auslöser für Psychische Erkrankungen sein kann muss mir keiner erzählen. Auch sonst bin ich mir über sämtliche Gefahren, Nebenwirkungen und Langzeitschäden bewusst, aber wie gesagt brauche ich das einfach um Abends zu entspannen.
Natürlich kann man da auch sagen: Lies doch ein Buch, fang an zu stricken,
Das habe ich auch vor kurzem versucht. Da war ich 6 Monate rauchfrei.
Dann wurde die Übelkeit wieder schlimmer und seitdem bin ich auch wieder dicke dabei.
Ich stecke da irgendwie in einem Teufelskreis(zumal mein Freund auch kifft) kann das schwer erklären.


Aber nochmal zu meiner eigentlichen Frage
Meint ihr ich soll in der Therapie was davon sagen?
Würde mich beim besten Willen nicht als Standard-Kiffer bezeichnen. Eigentlich sieht man mir das gar nicht an und erwartet sowas auch nicht. Von daher kam die Frage auch nie seitens meiner Therapeutin auf den Tisch.
Ich habe schon mehrfach gelesen das psychische Krankheiten meistens eine Sache der Veranlagung ist, und das diese Veranlagung durch kiffen bestärkt wird. Aber ich bin mir sicher das es auch ohne Gras soweit gekommen wäre. Vielleicht nicht jetzt sondern zu einem späteren Zeitpunkt, aber ich war schon immer sehr labil und bin fest davon überzeugt das da mehr dahinter steckt als nur die Raucherei.

Über ein paar Antworten und evtl. Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.
LG Vela

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24. Juli 2006 um 20:15

Hallo Vela,
sag es auf jeden Fall. Der Therapeut muss das ja nicht unbedingt notieren. Ich bin auch wegen einer Angststörung in Therapie und mir ist eingefallen,dass ich mit 19 mal(also vor ca 20 Jahren) gekifft habe und daraufhin eine schwere Panikattacke bekam. Da habe ich auch meinen Therapeuten gefragt, ob das mit meiner Erkrankung zusammenhängt. Ob ich das damit ausgelöst habe. Mein Therapeut meinte, dass das sicher nicht so ist. Auf jedenfall war das Thema dann vom Tisch. Hatte auch immer ein schlechtes Gewissen, habe aber seitdem nie mehr gekifft, verständlicherweise.

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6. September 2006 um 19:29

Schmerzmittel zum Abschalten
Hallo Ihr Lieben !

Ich habe seit vielen Jahren seelische Probleme die durch Mobbing am rbeitsplatz entstanden sind und mich bis zum Selbstmordversuch getrieben hat. Bei einer Operation an meiner Schulter hat man mir das Sschmerzmittel Tilidin verabreicht. Nach deren Einnahme bin ich für Stunden Angsfrei und ich kann von diesen schrecklichen Alltag abschalten. Durch viele Nackenschläge lache ich nicht mehr viel und wenn du dann für ein paar Std. Glücksgefühle hast, ja das ist wie ein Seegen für mich. Das Problem ist aber, dass mein Arzt mir dieses Medikament nur noch selten verschreibt. Vielleicht versteht mich da drausen ja einer und kann mir weiterhelfen. Gerade jetzt bin ich wieder in so einen dunklen Tunnel und ich habe kein Tilidin. Ich habe keinen Entzug. Aber ich weiss, da drausen gibt es etwas womit ich auch einmal glücklich sein kann. Vielleicht kann mir ja einer einen Tip geben, wie ich Tilidin bekommen kann. Bitte versteht mich nicht falsch. Stolz bin ich nicht darauf, aber bevor man einen verurteilt, sollte man mehr über einen wissen.

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13. Oktober 2006 um 20:18

Hallo
Also damit die therapie richtig anschlagen kann, muss der oder die Ärtzin alles wiisen, damit sie die richtige diagnose stellen kann. was du alles sagtst ist zwar richtig mit der Akte aber trotzdem sollte man es nicht verschweigen.Und es wird auch nicht der hauptgrund für deine Situation sein aber es hat mit sicherheit einen großen teil dazu getan.
Ich weiß es von mir. Vor 3 jahren war ich wegen Depressionen in Therapie, die depressionen fingen schon jahre vorher an, bevor ich zu kiffen begann. Ich habe es meiner Ärtzin damals nicht gesagt und als wir die Therapie beendet hatten, dachte ich alles wird gut. Doch mit der Zeit kamen alte Gedanken, gefühle und was dazu gehört zurück und schlimmer als je zuvor. Vielleicht hätte das verhindert werden können, wenn ich ehrlich gewesen wäre. Hätte ich die Chance nochmal, würde ich reinen Tisch machen. Vielleicht hätte ich dann auch möglichkeiten gefunden, das kiffen zu lassen. Bei mir ist es so, wenn ich nicht kiffe, werden meine Depressionen so stark, dass ich angst habe, was passieren kann oder zu was ich im stande bin. Doch würde ich eine neue therapie machen, würde ich der ärtzin alles erzählen, damit sie mir richtig helfen kann, was dann auch von dauer ist.
Lieben gruß Lonley23

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12. November 2006 um 19:27
In Antwort auf lausemia

Hallo Vela,
sag es auf jeden Fall. Der Therapeut muss das ja nicht unbedingt notieren. Ich bin auch wegen einer Angststörung in Therapie und mir ist eingefallen,dass ich mit 19 mal(also vor ca 20 Jahren) gekifft habe und daraufhin eine schwere Panikattacke bekam. Da habe ich auch meinen Therapeuten gefragt, ob das mit meiner Erkrankung zusammenhängt. Ob ich das damit ausgelöst habe. Mein Therapeut meinte, dass das sicher nicht so ist. Auf jedenfall war das Thema dann vom Tisch. Hatte auch immer ein schlechtes Gewissen, habe aber seitdem nie mehr gekifft, verständlicherweise.

Also ich kann nur sagen...
wenn du dir selber einen Gefallen tun willst solltest du deinem Therapeut reinen Wein einschenken.
Ich selber hab auch mal ne Zeit lang geraucht, teils regelmäßig, aber dann eines Tages es einfach gelassen.
Mir gings gut, aber irgendwann kamen ganz plötzlich totale Angstattacken. Ich bekam eine starke Depression an der ich über 2 Jahre litt. Anfangs ohne Antidepressiva gab es Tage und Nächte an denen ich Todesangst hatte, ich war zu nichts mehr in der Lage nichtmal ne Tütensuppe hätte ich zubereiten können. Ich hatte nur noch Angst ich sterbe.
In meiner Therapie haben wir viel darüber gesprochen. Natürlich gibt es auch noch andere Faktoren für meine Depression aber Auslöser war das Rauchen.
Ich bin froh das ich dank Medis und Therapie raus in aus diesem Loch aber die Sorge es kommt irgendwann wieder hab ich noch immer.
Ich kann dir nur empfehlen es in deiner Therapie einzubringen, offen und ehrlich, denn du hilfst dir damit nicht wenn du es verschweigst, im Gegenteil das Geheimhalten belastet dich nur zusätzlich und es wird nur schwerer alles in den Griff zu bekommen.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und die Kraft für dich selber da raus zu kommen.
LG

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16. Juni 2016 um 3:21
In Antwort auf toska13

Schmerzmittel zum Abschalten
Hallo Ihr Lieben !

Ich habe seit vielen Jahren seelische Probleme die durch Mobbing am rbeitsplatz entstanden sind und mich bis zum Selbstmordversuch getrieben hat. Bei einer Operation an meiner Schulter hat man mir das Sschmerzmittel Tilidin verabreicht. Nach deren Einnahme bin ich für Stunden Angsfrei und ich kann von diesen schrecklichen Alltag abschalten. Durch viele Nackenschläge lache ich nicht mehr viel und wenn du dann für ein paar Std. Glücksgefühle hast, ja das ist wie ein Seegen für mich. Das Problem ist aber, dass mein Arzt mir dieses Medikament nur noch selten verschreibt. Vielleicht versteht mich da drausen ja einer und kann mir weiterhelfen. Gerade jetzt bin ich wieder in so einen dunklen Tunnel und ich habe kein Tilidin. Ich habe keinen Entzug. Aber ich weiss, da drausen gibt es etwas womit ich auch einmal glücklich sein kann. Vielleicht kann mir ja einer einen Tip geben, wie ich Tilidin bekommen kann. Bitte versteht mich nicht falsch. Stolz bin ich nicht darauf, aber bevor man einen verurteilt, sollte man mehr über einen wissen.

...
Du brauchst kein Tilidin... Du bist ja wie ein Junkie... Die sagen auch "Ich fühle mich gut wenn ich auf heroin bin, alle Probleme sind weg und mann muss sich um nichts gedanken machen."
Ich will dich nicht berurteilen , aber du bist ein Junkie...
Ich hatte sowas auch , dass ich mich ich selbst fühle nur wenn ich kokain gezogen habe, aber damit bin ich schon lange fertig, aufgehört... Kiffe jetzt nur ab und zu, wenn der Tag lang war..
Versuche dich zu entwickeln, besuche schöne Plätze mit Freunden, fange mit einer Kampfsportart an.. Ich besuche selber Kickboxen, wobei ich echt sagen muss, dass es dich starker macht psychich und physisch..
Versuche deinen Weg zu finden! Scheiß auf alle !
Vergisse deine Mobbing Geschichte! Das Leben geht weiter!!! Stell dir vor du hast einen Karton auf dein Kopf und du kannst nur geradeaus gucken!!!

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24. Juni 2016 um 9:10

Hey
Wenn deine Psychotherapeutin die Richtige ist, dann solltest du keine Probleme haben offen mit ihr darüber zu reden.. Erzähl ihr deine Ängste und wie dir das Kiffen hilft!

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30. Juni 2016 um 11:19

...
Hallo lieber Vela, wie meine Vorredner würde ich dir raten, das mit dem Kiffen offen zu legen. Das ist vor allem wichtig, weil das Kiffen eine Selbstmedikation ist, die mit den übrigen Medikamenten abgestimmt werden sollte. Denk dran, die sind Experten, du nicht. Es ist natürlich immer wichtig, dass du auf deine innere Stimme hörst und gut für dich sorgst. Aber du solltest den Experten trotzdem eine reale Chance geben, dich optimal zu beraten. Das können sie nur, wenn sie alles wissen.
Wegen deinen Symptomen und insbesondere der Angst vor dem Erbrechen bzw. der ständigen Übelkeit: Da würde ich dir zu einer Familienaufstellung raten. Das kann man auch begleitend zur Therapie machen, besprich das mal mit deinem Therapeuten. In einer Familienaufstellung kann man recht schnell heraus finden, wo die Ursache für solche Symptome liegt und wie man da rauskommt. Mir hat das bei vielen Themen sehr weiter geholfen. Falls du noch nichts von der Methode gehört hast, googel das mal, z. B. http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung oder https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung. Gute Besserung wünscht Simone

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31. Juli 2016 um 12:52

Auswirkung THC
THC ist auch ein auslöser für psyhosen und unterstützt psychische beschwerden.. vor allem bei menschen die dafür anfällig sind.. Ein guter rat.. wenn du eine Therapie machst bringt diese nur etwas dass auch offen zu legen wie die anderen es schon sagten sonst hat die Behandlung keinen zweck. Mich wundert es dass man überhaupt daran denkt dies in dem fall zu verheimlichen... wovor hast du denn genau angst ?

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7. August 2016 um 23:40

Thc & psyche
Liebe Vela

Ich habe selber lange Jahre gekifft (und das nicht gerade wenig).
In meinen "Kifferjahren" habe viele Leute erlebt die auf den Konsum echt komisch reagiert haben.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, das THC dein "psychisches Wohlbefinden" ganz gewaltig beeinflussen.
Was ich sagen will :
Wenn du ein eher lablier Mensch bist, kann deine Stimmung auch von einer auf die andere Sekunde umschlagen.
Von einer fröhlichen, lachenden zu einer schwer depressiven Jungen Dame.
Klar kann Cannabis auch eine Ursache für deine Angststörungen sein und auch diese fördern.

Auf die Frage ob du deinem Therapeuten von deinem Konsum erzählen solltest, gibt es für mich nur eine Antwort :
Auf jeden Fall
Denn, mal abgesehen das er damit auch sein therapeutische Arbeit auf deine Situation umstellen kann.
Auch deine Medikation kann durch THC beeinflusst werden.
Von evtl. Nebenwirkungen mal abgesehen.

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