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Kennt sich jemand mit Neuroleptika aus?

7. Oktober 2005 um 16:23

Ein Psychater wollte mir Neuroleptika gegen meine Panikattacken verabreichen. Kennt ihr euch mit diesem Medikament aus?
LG

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7. Oktober 2005 um 17:11

Nööö
ich würde ehrlich gesagt die finger von medikamenten lassen auch wenn dein psycho was anderes sagt sorry

habe in den letzten drei jahren nie medi genohmen und habe es auch geschafft und habe es überlebt

es sind nur gefühle

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18. Oktober 2005 um 22:14
In Antwort auf bret_12441963

Nööö
ich würde ehrlich gesagt die finger von medikamenten lassen auch wenn dein psycho was anderes sagt sorry

habe in den letzten drei jahren nie medi genohmen und habe es auch geschafft und habe es überlebt

es sind nur gefühle

Jaaa
Neuroleptika habe kaum nebenwirkungen,machen nicht süchtig und sie verändern das bewusstsein nicht.

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19. Oktober 2005 um 9:04

Das sind keine Bonbons!
Es gibt Neuroleptika der alten und neuen Generation - die neueren sind wohl leichter verträglich, sind jedoch nie nebenwirkungsfrei - die Nebenwirkungen werden sehr individuell bewertet und für viele ist der Leidensdruck so extrem gewesen,daß sie Nebenwirkungen als das kleinere Übel ansehen.

Diese können sein:

-Müdigkeit und Orientierung: Ein Teil der neuroleptischen Medikamente bewirkt in den ersten Tagen der Einnahme eine gewisse Müdigkeit. Orientierungsfähigkeit und Konzentration können beeinträchtigt sein. Das setzt auch das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr herab. Diese Nebenwirkungen können vorübergehend sein. Dennoch sollten kurz nach einem akuten Schub Betroffene kein Auto fahren. Sie könnten sich und andere gefährden. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Reaktionsvermögen ausreicht, kann das durch eine genaue Untersuchung feststellen lassen.

-Verkrampfungen der Muskulatur: Zu Beginn der Behandlung treten bei einigen Patienten Muskelverkrampfungen im Bereich der Augen, des Mundes oder des Halses auf. Sie können sehr dramatisch aussehen und Angst auslösen, sind aber ganz harmlos. Sie gehen von selbst zurück oder sind sehr einfach durch die Injektion (Spritze) eines Gegenmittels zu beheben.
Wichtig in diesem Zusammenhang: Die neue Generation der atypischen Neuroleptika hat gerade die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen deutlich vermindert.

-Armut in den Bewegungen: Nach einigen Wochen der Behandlung kann als Nebenwirkung eine gewisse Bewegungsarmut eintreten, zum Teil mit Speichelfluß und mißmutiger Gestimmtheit (sog. Parkinsonoid). Oder es kommt zu einem Unruhegefühl in den Beinen, insbesondere beim Sitzen und Stehen. Auch diese Nebenwirkungen kann der Arzt durch Veränderungen der medikamentösen Verordnung beseitigen. Wenn solche Nebenwirkungen auftreten, ist es ratsam, den Arzt aufzusuchen. Die Angehörigen sollten den Patienten hierzu ermutigen.

-Andere Störungen der Bewegung: Andere Bewegungsstörungen treten erst nach sehr langer Zeit der Neuroleptika-Behandlung auf, dann aber nur bei einem kleinen Teil der Behandelten. Diese späten Nebenwirkungen sind schwerer zu beheben, als die früheren. Deshalb muß der Arzt die Behandlung von vornherein so einstellen, daß diese Störungen möglichst gar nicht auftreten oder gering bleiben. Auch deshalb dürfen Psychosekranke nur vom Facharzt (oder vom erfahrenen Hausarzt in Verbindung mit einem Psychiater) behandelt werden.

-Die Sexualität kann beeinträchtigt sein. Sexualität ist ein wichtiger Bereich des menschlichen Lebens. Leider ist das immer noch ein "Tabuthema", obwohl die Hälfte der männlichen Betroffenen sexuelle Probleme bis hin zur Impotenz angibt und etwa zwei Drittel der betroffenen Frauen über Menstruationsbeschwerden klagt. Häufig werden diese Beschwerden verschwiegen. Leider fragen auch nur wenige Ärzte danach, obwohl das zu ihren Aufgaben gehört. Auch in diesem Bereich senken die atypischen Neuroleptika Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen.

-Störungen bei der Bildung weißer Blutkörperchen: Sehr selten können die Neuroleptika die Bildung der weißen Blutkörperchen im Knochenmark beeinflussen. Deshalb muß in regelmäßigen Abständen das Blutbild vom Arzt kontrolliert werden.


->Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden. Werden diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet, so sind diese Medikamente nicht gefährlich. Unbegründet ist auch die Sorge mancher Patienten, durch langdauernde Einnahme dieser Psychopharmaka könnte eine Medikamentenabhängigkeit oder gar Sucht entstehen. Meist ist es sogar so, daß im Verlaufe einer längeren Behandlung die Dosierung vermindert werden kann.

-Gewichtszunahme: Bei einem Teil der Behandelten steigern die Neuroleptika den Appetit und führen zu einer unerwünschten Gewichtszunahme. Diese Patienten müssen auf ihre Eßgewohnheiten achten.

-Alkohol und Drogen: Die Wirkung von Alkohol fällt bei Patienten, die ein neuroleptisches Medikament nehmen, meist viel stärker aus als sonst. Alkohol wirkt direkt auf die Psyche. Das Realitätsempfinden wird herabgesetzt. Gerade darin liegt eine Gefahr für Menschen mit einer Psychose. Die Realitätsbewältigung ist bei den Betroffenen bereits gestört. So kann Alkohol zu einer Verstärkung der Psychose führen, insbesondere, wenn Betroffene dauerhaft einen erhöhten Alkoholkonsum haben. Daher sollten Betroffene nur sehr wenig Alkohol trinken, vor dem Autofahren aber gar nicht. Dasselbe gilt, in noch verstärktem Ausmaß, für alle stärkeren Drogen.



Phyllis

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19. Oktober 2005 um 14:23
In Antwort auf leta_12706627

Das sind keine Bonbons!
Es gibt Neuroleptika der alten und neuen Generation - die neueren sind wohl leichter verträglich, sind jedoch nie nebenwirkungsfrei - die Nebenwirkungen werden sehr individuell bewertet und für viele ist der Leidensdruck so extrem gewesen,daß sie Nebenwirkungen als das kleinere Übel ansehen.

Diese können sein:

-Müdigkeit und Orientierung: Ein Teil der neuroleptischen Medikamente bewirkt in den ersten Tagen der Einnahme eine gewisse Müdigkeit. Orientierungsfähigkeit und Konzentration können beeinträchtigt sein. Das setzt auch das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr herab. Diese Nebenwirkungen können vorübergehend sein. Dennoch sollten kurz nach einem akuten Schub Betroffene kein Auto fahren. Sie könnten sich und andere gefährden. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Reaktionsvermögen ausreicht, kann das durch eine genaue Untersuchung feststellen lassen.

-Verkrampfungen der Muskulatur: Zu Beginn der Behandlung treten bei einigen Patienten Muskelverkrampfungen im Bereich der Augen, des Mundes oder des Halses auf. Sie können sehr dramatisch aussehen und Angst auslösen, sind aber ganz harmlos. Sie gehen von selbst zurück oder sind sehr einfach durch die Injektion (Spritze) eines Gegenmittels zu beheben.
Wichtig in diesem Zusammenhang: Die neue Generation der atypischen Neuroleptika hat gerade die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen deutlich vermindert.

-Armut in den Bewegungen: Nach einigen Wochen der Behandlung kann als Nebenwirkung eine gewisse Bewegungsarmut eintreten, zum Teil mit Speichelfluß und mißmutiger Gestimmtheit (sog. Parkinsonoid). Oder es kommt zu einem Unruhegefühl in den Beinen, insbesondere beim Sitzen und Stehen. Auch diese Nebenwirkungen kann der Arzt durch Veränderungen der medikamentösen Verordnung beseitigen. Wenn solche Nebenwirkungen auftreten, ist es ratsam, den Arzt aufzusuchen. Die Angehörigen sollten den Patienten hierzu ermutigen.

-Andere Störungen der Bewegung: Andere Bewegungsstörungen treten erst nach sehr langer Zeit der Neuroleptika-Behandlung auf, dann aber nur bei einem kleinen Teil der Behandelten. Diese späten Nebenwirkungen sind schwerer zu beheben, als die früheren. Deshalb muß der Arzt die Behandlung von vornherein so einstellen, daß diese Störungen möglichst gar nicht auftreten oder gering bleiben. Auch deshalb dürfen Psychosekranke nur vom Facharzt (oder vom erfahrenen Hausarzt in Verbindung mit einem Psychiater) behandelt werden.

-Die Sexualität kann beeinträchtigt sein. Sexualität ist ein wichtiger Bereich des menschlichen Lebens. Leider ist das immer noch ein "Tabuthema", obwohl die Hälfte der männlichen Betroffenen sexuelle Probleme bis hin zur Impotenz angibt und etwa zwei Drittel der betroffenen Frauen über Menstruationsbeschwerden klagt. Häufig werden diese Beschwerden verschwiegen. Leider fragen auch nur wenige Ärzte danach, obwohl das zu ihren Aufgaben gehört. Auch in diesem Bereich senken die atypischen Neuroleptika Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen.

-Störungen bei der Bildung weißer Blutkörperchen: Sehr selten können die Neuroleptika die Bildung der weißen Blutkörperchen im Knochenmark beeinflussen. Deshalb muß in regelmäßigen Abständen das Blutbild vom Arzt kontrolliert werden.


->Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden. Werden diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet, so sind diese Medikamente nicht gefährlich. Unbegründet ist auch die Sorge mancher Patienten, durch langdauernde Einnahme dieser Psychopharmaka könnte eine Medikamentenabhängigkeit oder gar Sucht entstehen. Meist ist es sogar so, daß im Verlaufe einer längeren Behandlung die Dosierung vermindert werden kann.

-Gewichtszunahme: Bei einem Teil der Behandelten steigern die Neuroleptika den Appetit und führen zu einer unerwünschten Gewichtszunahme. Diese Patienten müssen auf ihre Eßgewohnheiten achten.

-Alkohol und Drogen: Die Wirkung von Alkohol fällt bei Patienten, die ein neuroleptisches Medikament nehmen, meist viel stärker aus als sonst. Alkohol wirkt direkt auf die Psyche. Das Realitätsempfinden wird herabgesetzt. Gerade darin liegt eine Gefahr für Menschen mit einer Psychose. Die Realitätsbewältigung ist bei den Betroffenen bereits gestört. So kann Alkohol zu einer Verstärkung der Psychose führen, insbesondere, wenn Betroffene dauerhaft einen erhöhten Alkoholkonsum haben. Daher sollten Betroffene nur sehr wenig Alkohol trinken, vor dem Autofahren aber gar nicht. Dasselbe gilt, in noch verstärktem Ausmaß, für alle stärkeren Drogen.



Phyllis

Für mich
klingt das Haarsträubend. Ich habe ja soweiso eine gewisse Medikamenten Angst. Mich ängstigt ja sogar die Pille. Im Moment komme ich wohl noch ohne Medikamente aus. Wenn eine Panikattacke kommt, versuche ich mich zu entspannen mit Atemübungen. Meißt klappt das ganz gut.
LG

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19. Oktober 2005 um 14:36
In Antwort auf alesha_11910962

Für mich
klingt das Haarsträubend. Ich habe ja soweiso eine gewisse Medikamenten Angst. Mich ängstigt ja sogar die Pille. Im Moment komme ich wohl noch ohne Medikamente aus. Wenn eine Panikattacke kommt, versuche ich mich zu entspannen mit Atemübungen. Meißt klappt das ganz gut.
LG

Wenn DU mit bewußter Atmung
...Deine Panickattacken in den Griff (oder zumindest gedämpft) bekommst, dann würde ich in dieser Richtung weitermachen, nicht gleich Medikamente nehmen.
Vielleicht gelingt es Dir ja auch, diese Ängste konkret anzugehen und darüberhinweg zu kommen.
Medikamente dämpfen zwar die Ängste und mildern akute Panickattacken, sie gehen aber nicht an die Ursachen.
OK, manchmal, wenn ein normales Lebne nicht mehr möglich ist, sind sie wichtig um dem Menschen überhaupt erstmal so viel Ruhe von seiner Angst zu verschaffen, daß er daran arbeiten kann.
Aber so schlimm scheint es ja bei Dir nicht zu sein.

Ich denke, es gibt auch anders arbeitende Ärzte, vielleicht suchst Du nochmal...

Alles Gute
Phyllis

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19. Oktober 2005 um 14:54
In Antwort auf leta_12706627

Wenn DU mit bewußter Atmung
...Deine Panickattacken in den Griff (oder zumindest gedämpft) bekommst, dann würde ich in dieser Richtung weitermachen, nicht gleich Medikamente nehmen.
Vielleicht gelingt es Dir ja auch, diese Ängste konkret anzugehen und darüberhinweg zu kommen.
Medikamente dämpfen zwar die Ängste und mildern akute Panickattacken, sie gehen aber nicht an die Ursachen.
OK, manchmal, wenn ein normales Lebne nicht mehr möglich ist, sind sie wichtig um dem Menschen überhaupt erstmal so viel Ruhe von seiner Angst zu verschaffen, daß er daran arbeiten kann.
Aber so schlimm scheint es ja bei Dir nicht zu sein.

Ich denke, es gibt auch anders arbeitende Ärzte, vielleicht suchst Du nochmal...

Alles Gute
Phyllis

Ja
im Moment schaffe ich es. Seit zwei Tagen muss ich mich zwar wieder besonders anstrengen, aber es geht. Ich weiß ja nun das mir eigentlich nichts passieren wird, nur vergesse ich das manchmal auch wieder. Auf Medikamente werde ich verzichten und vielleicht ein paar Sitzungen beim Psychologen nehmen. Vielleicht reicht mir auch eine Selbsthilfegruppe für Leute die eine Fehlgeburt hatten. Mal sehen...
Danke
LG

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19. Oktober 2005 um 15:08
In Antwort auf alesha_11910962

Ja
im Moment schaffe ich es. Seit zwei Tagen muss ich mich zwar wieder besonders anstrengen, aber es geht. Ich weiß ja nun das mir eigentlich nichts passieren wird, nur vergesse ich das manchmal auch wieder. Auf Medikamente werde ich verzichten und vielleicht ein paar Sitzungen beim Psychologen nehmen. Vielleicht reicht mir auch eine Selbsthilfegruppe für Leute die eine Fehlgeburt hatten. Mal sehen...
Danke
LG

Das heißt Du weißt eigentlich
auch, was der Auslöser für diese Ängste ist?
Wenn Du sie hast, seit Du eine Fehlgeburt erleiden mußtest, dann hängen sie doch ursächlich damit zusammen, das heißt, daß Du versuchen solltest, diese zu "verarbeiten", Deine Trauer auszudrücken, Wut, was auch immer...
Ich fänd es ganz wichtig für Dich, das zu therapieren.
Selbsthilfegruppe ist hilfreich, mag auch genügen, aber wenn Du merkst, es reicht nicht, such Dir ne gute Therapeutin!
Hast Du gute Freunde/innen, die Verständnis für Dich und Deine Ängste haben ?
Mit dem Partner ist es meist schwierig (sofern er überhaupt für Dich da ist?), da ja auch er ein Kind verloren hat...
Männer trauern völlig anders und können Frauen in ihrer Wut/ihrem Ärger/ ihrer
Trauer/ ihren Selbstzweifeln nicht verstehen...

Eine befreundete Familie hat gerade ihr Kind verloren (gut 5.Monat) sie heult, ist arbeitsunfähig, er beißt die Zähne zusammen (sprichwörtlich aber auch buchstäblich)
Es ist so traurig.

Phyllis wünscht Dir alles Gute

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19. Oktober 2005 um 15:21
In Antwort auf leta_12706627

Das heißt Du weißt eigentlich
auch, was der Auslöser für diese Ängste ist?
Wenn Du sie hast, seit Du eine Fehlgeburt erleiden mußtest, dann hängen sie doch ursächlich damit zusammen, das heißt, daß Du versuchen solltest, diese zu "verarbeiten", Deine Trauer auszudrücken, Wut, was auch immer...
Ich fänd es ganz wichtig für Dich, das zu therapieren.
Selbsthilfegruppe ist hilfreich, mag auch genügen, aber wenn Du merkst, es reicht nicht, such Dir ne gute Therapeutin!
Hast Du gute Freunde/innen, die Verständnis für Dich und Deine Ängste haben ?
Mit dem Partner ist es meist schwierig (sofern er überhaupt für Dich da ist?), da ja auch er ein Kind verloren hat...
Männer trauern völlig anders und können Frauen in ihrer Wut/ihrem Ärger/ ihrer
Trauer/ ihren Selbstzweifeln nicht verstehen...

Eine befreundete Familie hat gerade ihr Kind verloren (gut 5.Monat) sie heult, ist arbeitsunfähig, er beißt die Zähne zusammen (sprichwörtlich aber auch buchstäblich)
Es ist so traurig.

Phyllis wünscht Dir alles Gute

Ja
ich denke mit meinem Freund ist es wirklich schwer darüber zu reden. Geht eignetlich gar nicht. Als ich ihm sagte, dass es zur Zeitpunkt der eigentlichen Geburt wohl noch schwerer wird und ich dann eine Kerze anzünden möchte, hat er gefragt, ob er denn noch einen Kuchen backen soll? Wie taktlos. Er trauert denke ich nicht, weil er das Kind nicht wollte. Das er eine Abtreibung wollte, sollte ja auch niemand wissen, schon gar nicht seine Familie. Ich habe ihm gesagt, dass ich es seiner Familie erzähle. Da hat er mein Kind einen Teufel genannt. Wortwörtlich sagte er: Dann erzähl doch jedem davon, das der Teufel abgetrieben werden soll. Das werde ich niemals vergessen. Heute meint er, es war nicht so gemeint, aber es hallt immer noch in meinen Ohren.Wer weiß, ob ich nicht durch diesen ganzen Stress evtl mein Würmchen verloren habe. Vielleicht haben die Panikattacken mit allem etwas zu tun. Mit der ungelebten Wut, der Trauer und dem Stress der vorausgegangen ist. Von allem ein bisschen.

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19. Oktober 2005 um 17:11
In Antwort auf alesha_11910962

Ja
ich denke mit meinem Freund ist es wirklich schwer darüber zu reden. Geht eignetlich gar nicht. Als ich ihm sagte, dass es zur Zeitpunkt der eigentlichen Geburt wohl noch schwerer wird und ich dann eine Kerze anzünden möchte, hat er gefragt, ob er denn noch einen Kuchen backen soll? Wie taktlos. Er trauert denke ich nicht, weil er das Kind nicht wollte. Das er eine Abtreibung wollte, sollte ja auch niemand wissen, schon gar nicht seine Familie. Ich habe ihm gesagt, dass ich es seiner Familie erzähle. Da hat er mein Kind einen Teufel genannt. Wortwörtlich sagte er: Dann erzähl doch jedem davon, das der Teufel abgetrieben werden soll. Das werde ich niemals vergessen. Heute meint er, es war nicht so gemeint, aber es hallt immer noch in meinen Ohren.Wer weiß, ob ich nicht durch diesen ganzen Stress evtl mein Würmchen verloren habe. Vielleicht haben die Panikattacken mit allem etwas zu tun. Mit der ungelebten Wut, der Trauer und dem Stress der vorausgegangen ist. Von allem ein bisschen.

Das tut mir so leid für Dich...
...die Trauer um ein Kind ist schon ohne Beziehungsprobleme schwer genug durchzustehen...
Du brauchst unbedingt Hilfe - professionelle Hilfe!
Vielleicht würde Dir eine Kur guttun. Irgendwo an der See den Wind durchs Hirn pusten lassen und die Wut rausschreien und die Trauer rausheulen...
Tu es für Dich - und für Kinder, die vielleicht später mal haben möchtest. Das wird Dich einholen und Dich Dein Leben lang belasten.
Man kann auch in Frieden mit einem verlorenen Kind leben, nicht aber mit verdrängter Trauer über dieses Kind.
Dieses Kind war - und ist - ein Teil von Dir (und auch von Deinem Freund, ob er will oder nicht)

Ich wünsche Dir viel Kraft

Phyllis

PS Schau mal hier: www.sternenkinder.de

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19. Oktober 2005 um 19:39

Ja das merke
ich jetzt auch. Es wird bei Schizophrenie,Wahnvorstellungen und Geisteskrankheiten, also Psychosen eingesetzt. Panikattacken sind doch keine Psychosen. Und Neuroleptika wird bei Panikattacken nur bedingt verschrieben. Und ich brauche es sicher noch nicht.

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31. Oktober 2005 um 21:51

Hi
Ich kenn mich damit sehr gut aus, da ich selber Neuroleptika gegen Angstzustände genommen habe.
Allerdings darf man das nicht so einfach verschreiben und nur wenn man sehr schlimme Angstzustände hat (wie ich täglich).
Mir persönlich hat es sehr geholfen und ich konnte es inzwischen absetzen.
Allerdings wird das normalerweise von Arzt zu einer Therapie verschrieben. Bzw. sollte man dazu machen.

LG Nena

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