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Kennt sich jemand mit Boderline oder allgemein psychischen Störungen aus?

3. März 2009 um 3:13

Hallo. Ich bin neu hier und habe eine Frage an alle, die sich etwas mit psychischen Störungen auskennen. Ich kopiere hier mal einen Ausschnitt aus meinem neuen Blog rein - den Part über meinen Noch-Lebenspartner - vielleicht kann mir ja jemand helfen:

...Auf Tom will ich hier eigentlich gar nicht so sehr eingehen aber es gehört natütlich auch zu meiner Geschichte. Seit ich ihn kenne leidet er unter sehr starken Alpträumen, Schlaflosigkeit und teilweise auch Halluzinationen - Probleme, die also mit unserer Beziehung nichts zu tun haben können. Seine Schwelle um etwas zu "empfinden" liegt sehr hoch: es reicht nicht ein Glas Wein - es müssen 2 Flaschen sein, es reicht nicht 1 Orgasmuss - es müssen mind. 3 hintereinander sein - es reicht nicht ein Buch zu lesen - es müssen 4 gleichzeitig sein, beim Autofahren wird Buch gelesen (als Fahrer!), neben dem WOW-Spielen läuft der Fernseher, im Restaurant müssen 2 Gerichte bestellt werden usw. usw. Er braucht immer einen "Kick" um überhaupt etwas fühlenn zu können, meißtens sex, alkohol oder Computer. Und wenn der Kick halt ist, andere mit Worten zu verletzen und in die Enge zu treiben. Erst wenn der andere leidet, fühlt er sich besser. Dazu kommen "Verfolgungswahn" (das ist meine Definition, ich meine damit, dass er ewig meint, man tut etwas um ihn zu kränken, man gönnt ihm etwas nicht, man will ihm böses, mein sohn führt sei seinem 6.Lebensjahr einen vermeintlichen Kleinkrieg gegen ihn, usw). Diagnostiziert wurde vor 2 Jahren eine starke Depression und er war daraufhin 1 Jahr krankgeschrieben. Der Arzt hat ihn mit Medikamenten vollgepumpt (ich glaube das war Serotonin) - für die folgende Nebenwirkung "Erektionsprobleme" war dann trotz Warnung des Arztes und Beschreibung im Beipackzettel natürlich auch wieder ich schuld. Eine Therapie hat Tom jedoch nie gemacht, Er lehnt es ab, Er weiß dass da was ist, aber er will es nicht wissen. Ich bin kein Fachmann, liebe es aber im Internet zu wühlen. Und ich bin der Meinung, dass er eine Art Borderlinestörung hat - sein Arzt hat das auf seine Nachfrage hin prinzipiell verneint, dann wäre er angeblich nie in der Lage gewesen überhaupt ein einigermaßen normales leben zu führen - für mich ändert dass jedoch nichts an den Symptomen seines Verhalten, für mich beschreibt die Borderlinestörung sehr viel seines Verhaltens. Wie auch immer man es nennt, in meinen Augen hat er auf jeden Fall sehr starke emotionale Probleme. Einen Tag ist das Leben mit mir so super schön, er ist so glücklich, er liebt mich so und der Sex ist so fantastisch, den nächsten Tag (WIRKLICH DEN NÄCHSTEN TAG), bin ich so verlogen, das Leben mit meinem Sohn ist eine Zumutung für ihn, ich müsste mir beim Sex dringend mehr Mühe geben und überhaupt viel häufiger bereit sein usw usw. Seit Jahre muss die ganze Familie eigentlich ständig auf seine "Krankheiten" Rücksicht nehmen. Mind. 2mal die Woche hat er entweder Kopf-, Nacken-, Rücken-, Hand-, Bein- oder sonstige Schmerzen. Seit ungefähr einem Jahr dürfen wir uns täglich mit seien Verdauungsproblemen rumschlagen. Die Krönung war wirklich letzte Woche: wir kamen von einem Ausflug nach Hause und mein numehr 14jähriger pubertierender Sohn verschwand als erstes auf dem Klo. Tom sah das, raste hinterher und schrie ihn an, warum er da auf dem Klo ist, er müsse doch wohl mitbekommen haben, dass er (Tom) am Morgen "nicht gekonnt" hätte. Wieder so ein Beispiel für seinen "Verfolgungswahn": es kommt ihm gar nicht in den Sinn, dass Jacob zum Klo geganen ist, weil er auch muss, sondern ganz klar: er wollte Tom damit ärgern...... In meinen Augen ist dieser Mann wirklich krank. Seit ein paar Jahren leidet er auch unter starkem Bluthochdruck, laut der Ärzte aus psychischen Gründen, er wiegt bei 190 cm aber auch ungefähr 135 kilo. Tom leidet auch sehr unter selbstzerstörerischen Verhalten. Kurz vor unserem Abflug nach Australien war er mit stark schmerzenden Devertikeln (Darmerkrankung) im Krankenhaus, Er musste noch nicht operiert werden aber die Ärzte haben ihn eindringlich über diese Krankheit aufgeklärt... seit dem "frisst" er mehr als je zuvor. Er hat täglich starke Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, reibt sich den ganzen Tag den Bauch... aber ändert nichts an seinen Ernhährungsgewohnheiten. Früher hat er auch sehr viel Drogen genommen (abgesehen von Heroin alles), getrunken usw. noch heute kifft er bei passender Gelegenheit. Er überschätzt sich maßlos beim Autofahren (meine größte Angst ist, dass er meine Kinder nochmal zu tode fährt) und so weiter und so fort. Immer sind andere Schuld an seinem Leid, jeden Tag höre ich mir an: "Du hast...", "Wenn Du nicht...". Seine eigene Verantwortung nimmt er nur in soforn wahr, dass ein Fluch (hat er mir wirklich so erzählt) auf ihm lastet (eine Hexe hat ihn mal verflucht) und wenn er getrunken hat, dann gibt er auch mal Fehler zu aber sobald ein Tag vergangen ist, bin ich wieder schuld und mein Sohn sowieso....

Also liebe Forumwelt, hat irgendjemand ne Ahnung, was mit diesem Mann los sein könnte. Wegen der Art seiner Alpträume (er tötet seinen Eltern, seine Kinder usw) und manchmal auch Tagträume (plötzlich wird er ganz bleich und hat getragträumt, dass er seine Tochter gerade den Berg runtergeschubst hat... usw) vermute ich, dass in seiner Kindheit mal etwas "schiefgelaufen" ist. Seine Mutter verneint das jedoch und Tom vermutet er, dass er schonmal gelebt hat und das etwas in seinem vorherigen Leben war - ABER kümmern will er sich darum nicht.

Für jede Antwort bin ich dankbar.

Clara

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3. März 2009 um 16:20

Es bringt
ja nicht viel, wenn wir hier herumrätseln was er nun für eine Krankheit/ Störung hat. DAS er was hat, ob nun Borderline, eine psychotische) Schizophrenie, etc etc ist wohl klar. Aber was genau, kann nur ein Arzt/ Therapeut sagen. Wir sind uns wohl einig, dass er eine Therapie braucht . Du selbst wirst da leider nicht viel machen können.

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3. März 2009 um 20:09

..
(meine größte Angst ist, dass er meine Kinder nochmal zu tode fährt)

was bitte meinst du damit?
Falls du mit so einem Herrn deine kinder losschickst- Amen..

DAs da was schief läuft ist wohl klar, ohne Hilfe wird das wohl nichts.

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3. März 2009 um 23:02

Gibt leider viele psychische Krankheiten auf die deine schilderung passen
auf Borderline - geb ich dir recht passen einiger seiner verhaltensweisen.
aber wie andere hier schon angemerkt haben - das einzigste was ihm helfen würde ist eine Therapie - ambulant oder stationär.
Aber dazu muss er auch erstmal sein problem erkennen und sich helfen lassen wollen.
Ansonsten bringt leider die beste Therapie nix.

Ist leider genau das gleiche wie bei uneinsichtigen Suchtkranken.
Und da solltest Du dir überlegen ob du Dir und deinen Kindern sein Verhalten weiter zumuten willst.

Ich wünsch Dir für die zukunft alles gute.
Mfg Yvey

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4. März 2009 um 2:23

Krank oder einfach nur ein Arschoch
ja, ihr sprecht mir ja alle aus der Seele und ich bin froh, dass andere das auch so sehen. Ich bin gerade auch dabei mich zu trennen, d.h. sobald wir aus Australien zurückkommen, im Juli, werde ich ihn nicht mehr mit in mein Haus lassen. Mir ist das unvermeidliche ja auch schon seit Jahren klar, aber ich wollte es wohl nie so recht wahr haben und er ist halt auch der Vater meinen Tochter (ein guter Vater) aber ein sehr sehr schlechter Stiefvater für meinen Sohn - man steht da wirklich zwischen den Stühlen.
Ich fühle mich mit Euren Kommentaren auch bestätigt, dass er sich nur alleine helfen kann. Er will es bloß nicht wahrhaben, ich hatte es ihm schon mehrfach gesagt, dass gerade ich als partnerin ihm nicht helfen kann, worauf ich natürlich beschuldigt wurde ihn im Stich zu lassen. Und ganz ehrlich, ich schäme mich auch sehr dafür, mir das so lange gefallen lassen zu haben. Aber glaubt mir, es ist immer einfacher anderen gute Ratschläge zu geben (darin bin ich auch ziemlich gut) als zu handeln, wenn man selber betroffen ist. Zumal, der Mann ist ja nicht dumm, immer wenn ich soweit war den endgültigen Schritt zu tun, änderte er plötzlich sein Verhalten zum positiven, gab sich dolle Mühe... tja und dann dachte ich wieder "na ja vielleicht ändert er sich diesmal ja wirklich". last but not least kann ich es mir auch finanziell gar nicht mehr erlauben mit ihm ein Leben zu teilen, er hat sehr viele Schulden, gibt immer mehr Geld aus als er hat und ist sammelsüchtig (Star Wars Figuren). Das Haus bezahle ich alleine ab (ist allerdings auch meins, aber in einem Miethaus würde man ja auch die Miete teilen oder?)

Aber nun gut, mittlerweile empfinde ich auch nichts mehr für ihn und entziehe mich wo ich nur kann. Und wisst ihr was? Eigentlich kann es mir doch auch egal sein, was für eine Strörung er hat - ihr habt mir bestätigt, dass sein Verhalten wirklich ätzend ist und das sollte mir genügen (ich spreche mir gerade selber Mut zu ). Er hatte einen Psychologen, selbst auf meine großes Flehen hin doch die Chance einer Kur zu nutzen, weigerte er sich dieses zu machen.

Ich muss bloß halt noch die nächsten 4 Monate hier in Australien einigermaßen friedlich überstehen, deshalb werde ich ihm meinen Entschluss jetzt noch nicht so aufs Brot schmieren - er würde uns die letzte zeit mit seinem Jammern und Zornausbüchen zur Hölle machen.

Und hier ganz zum Schluss, möchte ich gerne zum ersten Mal in aller Öffentlichkeit - man ist ja anonym - erzählen welches die erste Szene war, die mir die Augen hätte öffnen müssen: Wir waren so ca. 4 Wochen zusammen und wie so üblich bei frischen Paaren hatten wir sehr sehr viel Sex. Eines Abends war ich dann so erschöpft von den vielen schlaflosen Nächten (natürlich nicht nur Sex sondern auch viele Gespräche), dass ich während ich ihm einen gebl. habe eingeschlafen bin. Ihre könnt Euch nicht vorstellen, was für eine Szene er mir am nächsten Tag auf dem Weg zur Arbeit gemacht hat: "ich würde ihn verarschen, dass solle ich mir ncht nochmal trauen usw" - ich war völlig erstarrt, wie man so mit mir umgehen konnte und wollte es wohl auch nicht wahrhaben und hatte es ziemlich verdrängt - solche Szenen kamen leider immer wieder vor.

Was ich ihm wirklich verdanke ist meinen Tochter.

Oder gibt es Menschen, die gar nicht krank sind sondern einfach nur "Arschlöcher und Schmarotzer" sind?

- als 12jähriger hat er einer Mitschülerin mit Absicht an der Treppe ein Bein gestellt, sie ist die Treppen runtergefallen und hat sich "glücklicherweise" nur beide Arme gebrochen

- seine Exfrau (wir sind nicht verheiratet) hat er während der Ehe mit mind, 100 versch. Frauen betrogen, diese während ihres Urlaubs mit in die gemeinsame Wohnung genommen

-seine Mutter nutzt er finanziell aus, dass einem schlecht wird

-alle Kinder außer seine werden mit abwertenden Titeln bezeichtnet

- meine Freundinnen und Kollegen werden als Hackfresse, Knebelfloppi, Fettarsch und anderen abwertenden Worten bezeichnet

tja und die andere seite von ihm: sehr charmant, sehr intelligent, wortwitzig, humorvoll, zärtlich

Viele Grüße aus Australien.

clara

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4. März 2009 um 11:59

Verdammter mist - du hast RECHT
- ich war 3 jahre mit einem alkoholiger zusammen, der als kind missbraucht wurde (ist allerdings schon fast 20 jahre her)

-ein späterer Lebenspartner hatte sich gerade von seiner Frau getrennt, war beim Psychologen, dabei ging es wohl auch irgendwie über mich und der P.meinte ich (obwohl er mich gar nicht kannte) gehöre wohl zu dem Typ Mensch, der eine unsichtbare Fahne schwenkt mit dem Aufdruck "kommt zu mir ich helfe Euch"

ok, ich werde mich dringend mal mit dem thema auseinandersetzen müssen

ich hatte zwar ein ganz normales elternhaus aber ein recht schlechtes verhältnis zu meiner mutter, darüber muss ich mir auch nochmal gedanken machen - aber alkohol oder irgendwelche suchtprobleme gab es in meiner kindheit nie.

mannoman, wenn das leben doch nicht bloß immer so kompliziert wäre - warum kann man nicht einfach mal friedlich vor sich hinleben?

danke für die buchtips, ich werde mir gleich mal eines bei amazon bestellen

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10. März 2009 um 18:10
In Antwort auf tanis_11918798

Krank oder einfach nur ein Arschoch
ja, ihr sprecht mir ja alle aus der Seele und ich bin froh, dass andere das auch so sehen. Ich bin gerade auch dabei mich zu trennen, d.h. sobald wir aus Australien zurückkommen, im Juli, werde ich ihn nicht mehr mit in mein Haus lassen. Mir ist das unvermeidliche ja auch schon seit Jahren klar, aber ich wollte es wohl nie so recht wahr haben und er ist halt auch der Vater meinen Tochter (ein guter Vater) aber ein sehr sehr schlechter Stiefvater für meinen Sohn - man steht da wirklich zwischen den Stühlen.
Ich fühle mich mit Euren Kommentaren auch bestätigt, dass er sich nur alleine helfen kann. Er will es bloß nicht wahrhaben, ich hatte es ihm schon mehrfach gesagt, dass gerade ich als partnerin ihm nicht helfen kann, worauf ich natürlich beschuldigt wurde ihn im Stich zu lassen. Und ganz ehrlich, ich schäme mich auch sehr dafür, mir das so lange gefallen lassen zu haben. Aber glaubt mir, es ist immer einfacher anderen gute Ratschläge zu geben (darin bin ich auch ziemlich gut) als zu handeln, wenn man selber betroffen ist. Zumal, der Mann ist ja nicht dumm, immer wenn ich soweit war den endgültigen Schritt zu tun, änderte er plötzlich sein Verhalten zum positiven, gab sich dolle Mühe... tja und dann dachte ich wieder "na ja vielleicht ändert er sich diesmal ja wirklich". last but not least kann ich es mir auch finanziell gar nicht mehr erlauben mit ihm ein Leben zu teilen, er hat sehr viele Schulden, gibt immer mehr Geld aus als er hat und ist sammelsüchtig (Star Wars Figuren). Das Haus bezahle ich alleine ab (ist allerdings auch meins, aber in einem Miethaus würde man ja auch die Miete teilen oder?)

Aber nun gut, mittlerweile empfinde ich auch nichts mehr für ihn und entziehe mich wo ich nur kann. Und wisst ihr was? Eigentlich kann es mir doch auch egal sein, was für eine Strörung er hat - ihr habt mir bestätigt, dass sein Verhalten wirklich ätzend ist und das sollte mir genügen (ich spreche mir gerade selber Mut zu ). Er hatte einen Psychologen, selbst auf meine großes Flehen hin doch die Chance einer Kur zu nutzen, weigerte er sich dieses zu machen.

Ich muss bloß halt noch die nächsten 4 Monate hier in Australien einigermaßen friedlich überstehen, deshalb werde ich ihm meinen Entschluss jetzt noch nicht so aufs Brot schmieren - er würde uns die letzte zeit mit seinem Jammern und Zornausbüchen zur Hölle machen.

Und hier ganz zum Schluss, möchte ich gerne zum ersten Mal in aller Öffentlichkeit - man ist ja anonym - erzählen welches die erste Szene war, die mir die Augen hätte öffnen müssen: Wir waren so ca. 4 Wochen zusammen und wie so üblich bei frischen Paaren hatten wir sehr sehr viel Sex. Eines Abends war ich dann so erschöpft von den vielen schlaflosen Nächten (natürlich nicht nur Sex sondern auch viele Gespräche), dass ich während ich ihm einen gebl. habe eingeschlafen bin. Ihre könnt Euch nicht vorstellen, was für eine Szene er mir am nächsten Tag auf dem Weg zur Arbeit gemacht hat: "ich würde ihn verarschen, dass solle ich mir ncht nochmal trauen usw" - ich war völlig erstarrt, wie man so mit mir umgehen konnte und wollte es wohl auch nicht wahrhaben und hatte es ziemlich verdrängt - solche Szenen kamen leider immer wieder vor.

Was ich ihm wirklich verdanke ist meinen Tochter.

Oder gibt es Menschen, die gar nicht krank sind sondern einfach nur "Arschlöcher und Schmarotzer" sind?

- als 12jähriger hat er einer Mitschülerin mit Absicht an der Treppe ein Bein gestellt, sie ist die Treppen runtergefallen und hat sich "glücklicherweise" nur beide Arme gebrochen

- seine Exfrau (wir sind nicht verheiratet) hat er während der Ehe mit mind, 100 versch. Frauen betrogen, diese während ihres Urlaubs mit in die gemeinsame Wohnung genommen

-seine Mutter nutzt er finanziell aus, dass einem schlecht wird

-alle Kinder außer seine werden mit abwertenden Titeln bezeichtnet

- meine Freundinnen und Kollegen werden als Hackfresse, Knebelfloppi, Fettarsch und anderen abwertenden Worten bezeichnet

tja und die andere seite von ihm: sehr charmant, sehr intelligent, wortwitzig, humorvoll, zärtlich

Viele Grüße aus Australien.

clara

Liebe Clara,
egal was er hat, Du bist es jedenfalls nicht wert so behandelt zu werden. Auch ich hatte einen Partner mit einer diagnostizierten Persönlichkeitsstörung (bipolare PS und narzisstische Persönlichkeitsstörung). Ich habe ihn auf einer Feier kennengelernt: charmant, wortgewitzt, intelligenter Humor, augenzwinkernd, sensibel.....Monate später war er nur noch in Bezug auf sich selbst sensibel. Alles an mir, einschließlich der Menschen, die mir wichtig sind, wurde abgewertet. Seine Selbstauskunft, nämlich erfolgreicher Programmierer in der Firmengründungsphase etc. stellte sich als Wunschdenken heraus. Ja, er gründet Firmen, regelmäßig - und genauso regelmäßig fährt er sie gegen die Wand. Eigentlich finanziert er sein Leben nur durch seinen Vater. Frauen braucht auch er immer ganz viele...kuschelt sich als guter Freund ran und ist bei jeder Single-Frau am checken wie weit er rankommt. Das kommt durch das ungeheure Maß an Selbstbestätigung, dass er benötigt. Die Frauen sind vorzugsweise aus helfenden, sozialen Berufen und er spielt gern das arme Opfer, das aufgebaut werden muß - da bekommt er die Bestätigung, die er braucht. Gleichzeitig wertet er seine Freundinnen und deren Familie, Beruf, Kinder, Freunde, Hobbys...etc. gnadenlos ab. Nur neben einer Partnerin, die in seinen Augen nichtig ist, kann er sich gut fühlen - Anerkennung Fehlanzeige. Mit jeder kleinen Bemerkung würdigt er herab - und ob ichs wollte oder nicht - irgendwann hatte er mein Selbstwertgefühl dort wo er es haben wollte - am Boden!
Es gäbe noch viel über seine (äußerst manipulativen) Methoden der seelischen Gewalt, seinen hohen Alkoholkonsum, seine schlaflosen Nächte, seine Nähe- und Distanz-Spiele, Wutanfälle, Tötungsphantasien oder (Verfolgungs-)Wahnvorstellunge n zu beschreiben, aber letztlich war das wichtigste war, dass ich irgendwann begriff, dass er sich nicht ändern KANN und ich nichts RICHTIG oder FALSCH machen kann, sondern dieser Mensch nach einem festen Prinzip und mit ungeheurer Wut und Agressivität handelt. Die Lösung hieß Trennung. Danach drehte er völlig durch: Stalking, Drohungen etc... aber nach nunmehr einem halben Jahr gibt er langsam Ruhe, weil er eine neue Freundinn hat an der er sich abarbeiten kann..
Nach ein paar harten Monaten war ich erleichtern. Ich bin nun sehr glücklich darüber diesen Schritt gegangen zu sein und hätte es viel früher tun sollen. Ich habe Ex-freundinnen von ihm kennengelernt: unglaublich: immer das gleiche Schema, egal wie die Frauen sind und/oder sich verhalten. Es gibt keine Möglichkeit in einer solchen Beziehung glücklich zu werden. Für meine Zukunft schere ich mich nicht darum wie es ihm geht. Für mich ist nur noch von Interesse wo mein Anteil an der ganzen Geschichte war und wieweit, bzw. ob ich aufgrund meiner Persönlichkeit kompatibel war. Ich werde es aufarbeiten, denn in eine solche Beziehung will ich nie wieder geraten...ich war nur noch ein Schatten von mir, hyperaktiv auf den nächsten Angriff meiner großen "Liebe" wartend, der sich letztlich als ein tyrannisches Kind herausstellte.

Ich beglückwünsche Dich zu Deinem Entschluß ihn zu verlassen. Es macht mich froh, wenn sich auch andere Frauen entschließen solche Beziehungen zu beenden, statt immer weiter Lebensenergie zu verschwenden. Durch meine negativen erfahrungen nach der Trennung, möchte auch ich dir empfehlen ihm die Trennung erst so spät wie möglich mitzuteilen und diese dann sehr konsequent durch zuziehen.

Mir hat damals das Buch "Masken der Niedertracht" sehr geholfen. Es handelt von seelischer Gewalt aus der Sicht der Opfer. besonders in der Trennungsphase hat es mir geholfen seine Strategien nach de Lektüre dieses Buches zu durchschauen und es war erstaunlich wie vorhersehbar seine (Opfer-)Reaktionen waren.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und dann, irgendwann, ein besseres und lebenswertes Leben. Herzlichst, Evergreen

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13. März 2009 um 23:13
In Antwort auf eddie_12664505

Liebe Clara,
egal was er hat, Du bist es jedenfalls nicht wert so behandelt zu werden. Auch ich hatte einen Partner mit einer diagnostizierten Persönlichkeitsstörung (bipolare PS und narzisstische Persönlichkeitsstörung). Ich habe ihn auf einer Feier kennengelernt: charmant, wortgewitzt, intelligenter Humor, augenzwinkernd, sensibel.....Monate später war er nur noch in Bezug auf sich selbst sensibel. Alles an mir, einschließlich der Menschen, die mir wichtig sind, wurde abgewertet. Seine Selbstauskunft, nämlich erfolgreicher Programmierer in der Firmengründungsphase etc. stellte sich als Wunschdenken heraus. Ja, er gründet Firmen, regelmäßig - und genauso regelmäßig fährt er sie gegen die Wand. Eigentlich finanziert er sein Leben nur durch seinen Vater. Frauen braucht auch er immer ganz viele...kuschelt sich als guter Freund ran und ist bei jeder Single-Frau am checken wie weit er rankommt. Das kommt durch das ungeheure Maß an Selbstbestätigung, dass er benötigt. Die Frauen sind vorzugsweise aus helfenden, sozialen Berufen und er spielt gern das arme Opfer, das aufgebaut werden muß - da bekommt er die Bestätigung, die er braucht. Gleichzeitig wertet er seine Freundinnen und deren Familie, Beruf, Kinder, Freunde, Hobbys...etc. gnadenlos ab. Nur neben einer Partnerin, die in seinen Augen nichtig ist, kann er sich gut fühlen - Anerkennung Fehlanzeige. Mit jeder kleinen Bemerkung würdigt er herab - und ob ichs wollte oder nicht - irgendwann hatte er mein Selbstwertgefühl dort wo er es haben wollte - am Boden!
Es gäbe noch viel über seine (äußerst manipulativen) Methoden der seelischen Gewalt, seinen hohen Alkoholkonsum, seine schlaflosen Nächte, seine Nähe- und Distanz-Spiele, Wutanfälle, Tötungsphantasien oder (Verfolgungs-)Wahnvorstellunge n zu beschreiben, aber letztlich war das wichtigste war, dass ich irgendwann begriff, dass er sich nicht ändern KANN und ich nichts RICHTIG oder FALSCH machen kann, sondern dieser Mensch nach einem festen Prinzip und mit ungeheurer Wut und Agressivität handelt. Die Lösung hieß Trennung. Danach drehte er völlig durch: Stalking, Drohungen etc... aber nach nunmehr einem halben Jahr gibt er langsam Ruhe, weil er eine neue Freundinn hat an der er sich abarbeiten kann..
Nach ein paar harten Monaten war ich erleichtern. Ich bin nun sehr glücklich darüber diesen Schritt gegangen zu sein und hätte es viel früher tun sollen. Ich habe Ex-freundinnen von ihm kennengelernt: unglaublich: immer das gleiche Schema, egal wie die Frauen sind und/oder sich verhalten. Es gibt keine Möglichkeit in einer solchen Beziehung glücklich zu werden. Für meine Zukunft schere ich mich nicht darum wie es ihm geht. Für mich ist nur noch von Interesse wo mein Anteil an der ganzen Geschichte war und wieweit, bzw. ob ich aufgrund meiner Persönlichkeit kompatibel war. Ich werde es aufarbeiten, denn in eine solche Beziehung will ich nie wieder geraten...ich war nur noch ein Schatten von mir, hyperaktiv auf den nächsten Angriff meiner großen "Liebe" wartend, der sich letztlich als ein tyrannisches Kind herausstellte.

Ich beglückwünsche Dich zu Deinem Entschluß ihn zu verlassen. Es macht mich froh, wenn sich auch andere Frauen entschließen solche Beziehungen zu beenden, statt immer weiter Lebensenergie zu verschwenden. Durch meine negativen erfahrungen nach der Trennung, möchte auch ich dir empfehlen ihm die Trennung erst so spät wie möglich mitzuteilen und diese dann sehr konsequent durch zuziehen.

Mir hat damals das Buch "Masken der Niedertracht" sehr geholfen. Es handelt von seelischer Gewalt aus der Sicht der Opfer. besonders in der Trennungsphase hat es mir geholfen seine Strategien nach de Lektüre dieses Buches zu durchschauen und es war erstaunlich wie vorhersehbar seine (Opfer-)Reaktionen waren.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und dann, irgendwann, ein besseres und lebenswertes Leben. Herzlichst, Evergreen

Danke
ja ich danke dir für deine schilderung, vieles kommt mir sehr bekannt vor. ich habe mich jetzt auch entschlossen, nicht weiter zu forschen was er wohl hat, ich habe genug mit mir selbe zu tun. und ich denke, so unfair ich mich auch fühle, es ist tatsächlich besser ihm erst so spät wie möglich definitiv zu sagen, dass ich nicht mehr will. nun gut, an seinem verhalten merke ich, dass er was merkt und wenn er mich direkt fragt werde ich ihn auch nicht anlügen, vielleicht ein bisschen mogeln .

es ist so beruhigend zu wissen, dass man mit seinen problemen nicht alleine ist...

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