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Keiner versteht mich...

3. August 2009 um 8:50

vor etwa einem jahr habe ich angefangen zu planen, das haus meiner mutter verlassen zu wollen und nach hamburg zu ziehen. erstmal soviel: ich bin 23, verdiene in meinem momentanen job (vollzeit beim anwalt) nicht genug, um alleine zu leben. ich habe zwei geschwister, einen bruder, der mit seiner neuen freundin auszieht und eine schwester, die gerade ein haus renoviert und mit ihrem freund da einzieht. dementsprechend bin ich deswegen schon total gefrustet. klar, ich freue mich für sie. aber ich gebe offen zu, dass ich eifersüchtig bin und mir denke "warum ich nicht?". mit meiner schwester kann ich das thema schon gar nicht mehr ansprechen, sie ist dann immer nur beleidigt, dass ich mich nicht genug für ihr ding mit dem haus interesseriere und meint, ich bin zu verbissen mit meinen bewerbungen denn immer wenn es absagen hagelt, bin ich total frustriert und hänge durch. und dann wird das natürlich nicht akzeptiert wenn ich auch mal scheiss laune habe. am liebsten wäre es ihnen, wenn ich himmelhochjauchzend bin von wegen "ich freu mich ja soooooooooo für euch". aber warum sollte ich so tun, als würde ich vor freude ausrasten, wenn ich mich selber wie die grösste loserin fühle? reicht doch echt, dass ich denen mit ihrer renovierung helfe, oder? mein job ist nicht besonders, ich habe nachdem ich woanders war wieder in meinem ausbildungsbetrieb angefangen. am anfang war alles gut, nur später haben alle länger angestellten wieder begonnen, mich wie die auszubildende zu behandeln, einmal azubi, immer azubi. gott sei dank kam hier noch eine andere junge frau ins team, die auch so fühlt wie ich und nun mittlerweile auch nur noch der dully ist für alle anderen. so sind wir halt gemeinsam "die doofen" und suchen beide neue jobs. aber irgendwie hab ich kein glück mit meinen bewerbungen. ich war paar mal zu gesprächen in hh, aber das wurde immer nichts. meine mutter und ihr freund sind noch mit meiner kollegin zusammen die einzigen, die mich ermutigen dran zu bleiben wenn hh mein traum ist. meine schwester und eine freundin von uns kommen jetzt schon immer mit "warum muss es hamburg sein??? bewirb dich doch hier in der nächsten stadt!".. da hab ich aber keinen bock drauf, ich möchte gerne komplett neu anfangen aus verschiedenen gründen. mir wurde hier ziemlich böse das herz gebrochen und mit den leuten hier, die mal meine freunde waren, habe ich mich auch verstritten, weil ich mich nicht mehr von ihnen rumschubsen lassen wollte. als ich gesehen habe, dass sie keine echten freunde sind, musste ich mich von ihnen abwenden. der preis dafür war, nur noch ein paar wenige leute zu haben, mit denen ich was unternehmen kann, aber das ist ok, solange ich mich auf die auch verlassen kann.

damit will ich eigentlich nur sagen, findet ihr, dass mein durchhängen normal ist oder bin ich schon depressiv? meine schwester meinte das. ich fühle mich nicht depressiv. ich wollte das hier mal posten um zu hören, was andere die da nicht involviert sind, davon halten.

liebe grüße

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4. August 2009 um 10:38

Hallo wejona,
dankeschön für deine antwort! und vielen dank auch deinem vorredner von gestern, dessen posting ich leider nicht mehr hier in der antwortliste finde...

es ist so: meine schwester hat vorher auch immer panik gehabt vonwegen "ich finde keinen job, ich werde arbeitslos, mein freund muss mich mit durchbringen bla...". das haus, in das sie jetzt ziehen, gehört seinen eltern und für eine geringe miete können sie da wohnen. das finde ich so unfair, denn sie hat vorher nur rumgekammert und auf einmal fällt ihr das in den schoß! aber naja, soll sie machen.... ich kann halt nur hoffen, dass ich bald eine zusage bekomme.

die sache in meinem büro ist leider auch anders. du schreibst von "einer muss der jüngste sein", aber ich habe noch eine jüngere im team die nach mir in den betrieb kam UND eine auszubildende. trotzdem bin ich nur doof und werde täglich blöd angemacht. eigentlich sollte ich ein wenig gleichberechtigter behandelt werden, ich bin schließlich auch ausgelernt. aber diese weiber sind halt schon länger als ich im team (ca. 15 - 20 jahre) und dann machen die halt nen dicken.... manmal habe ich den mut, mich dagegen zu wehren. manchmal hab ich einfach keinen bock auf den zickenterror und lass es so wie es ist über mich ergehen und denke "es ist nicht für immer, bald gehst du weg"....

aber du hast sicher ganz recht mit dieser vermutung, dass ich mir meine eigene zukunft erträumt und zurechtgelegt habe und nun da es nciht klappt bin ich frustriert... aber mit sicherheit nicht depressiv! meine schwester ist sicher nur böse gewesen dass ich ihrem thema nicht genug beachtung geschenkt habe, da mein thema in ihren augen momentan noch fiktiv ist.

vielen dank nochmal, mir geht es jetzt echt besser nach deiner/euren erklärung!

liebe grüße

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