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Keine Struktur im Leben

18. September 2013 um 10:57 Letzte Antwort: 3. März 2014 um 9:52

Hallo,
ich schreibe hier weil ich hoffe ein paar Tips zu bekommen was ich tun kann.
Ich bin 23, wohne mit meinem Freund zusammen in einer Wohnung seit einem halben Jahr ungefähr (250km von meinem Elternhaus entfernt) und habe auch seit einem halben Jahr einen Job dort. Es sind bisher 30 Std die Woche, ist aber auf "Wachstum" ausgelegt. Die Stelle ist auch super in Ordnung, ich komm super mit den Kollegen dort klar. Ansonsten fühle ich mich eigentlich auch wohl in der neuen Stadt, in der neuen Wohnung. Aber irgendwie habe ich immer das Gefühl,dass ich mein Leben einfach nicht richtig auf die Reihe kriege. Mir fehlt eine Struktur im Leben, Regeln, Gewohnheiten. Kriege es aber auch nicht hin, selbst dafür zu sorgen, dass sich Regeln und Gewohnheiten einstellen. Ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen. Vielleicht sollte ich dazusagen, dass ich seit etwa 2-3 Jahren unter Schilddrüsenunterfunktion leide und ein Teil dieser Antriebslosigkeit auch daher kommen könnte.
Ich arbeite meistens nachmittags und hab also den vormittag für Haushalt und Co. Ich erwische mich meistens dabei dass ich mal hier was mache und mal da was. Dann mal ne Pause. Dann überlege ich mir was ich noch machen muss, fange damit an, springe wieder zu etwas anderem. Und ich fühle mich dabei sowas von chaotisch und verwirrt. Das ist gar kein richtiger Tagesablauf. Abends komm ich dann oft gegen halb 9 nach Hause, dann gibts Essen und dann gehts fast wieder schlafen weil der Tag schon wieder vorbei ist. Das ist einfach kein gutes Gefühl in meinem Inneren, wenn das jemand verstehen kann.
Meinen Plan, noch Medizin zu studieren (warte seit 2010 auf einen Platz) hatte ich eigentlich schon fast wieder aufgegeben, aber in letzter Zeit kotzt mich das hier alles so an, der Job zum Hungerlohn, wenn ich dann sehe was andere in anderen Jobs verdienen, ich möchte gerne noch etwas lernen, aber keine zweite Ausbildung sondern dann lieber doch gleich das Studium. Wenn ich aber dann dran denke, mich zu bewerben, die ganze Arbeit zu machen um dann nur doch wieder zu hören dass ich immernoch 2 Jahre warten muss, dann denk ich mir wieder "Wozu die Mühe?". Mir fehlt dieser Antrieb einfach mal was zu starten und das macht mich fertig.
Ich kann mich nicht dazu aufraffen mir mal ein Hobby zu suchen oder was zu unternehmen (wobei ich dazu sagen muss dass mein Freund auch ein Couchpotato ist und mich dabei irgendwie nicht unterstützt). Außerdem hab ich Angst, meinem Freund klarzumachen dass ich doch wieder studieren möchte, weil dann ja klar ist, dass ich nur noch mit einem Nebenjob zum Einkommen beitragen werde und so weiter. Ich weiß, was sowas angeht sollte ich mich eigentlich nicht beeinflussen lassen, aber es ist einfach dieser innere Schweinehund, der mich immer wieder runterzieht.
MIr fehlt dieses Gefühl von Sicherheit und einem geregelten Tagesablauf. Dieses Gefühl das man früher immer hatte wenn man als Kind/Teenager/... nach Hause kam von der Schule (die ja täglich stattfand zu den gleichen Zeiten) und man dann zu Hause seinen weiteren Ablauf hatte (Essen, Hausaufgaben,....) Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine.

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18. September 2013 um 11:53

Hallo,
mich nervt mein innerer Schweinehund auch oft. Man weiß, was alles zu erledigen ist und weil man keinen Plan hat, wo man anfangen soll, lässt man es ganz. Mir hat ein Tipp von meiner Therapeutin geholfen: Alles aufschreiben und dann für die einzelnen Wochentage aufteilen, mit Uhrzeiten. Nur so viel, das man es auch schafft und auch Pausen mit einplanen. Immer wenn etwas fertig ist abhaken. Gibt ein tolles Gefühl, wenn man schwarz auf weiß sieht, was man geschafft hat. Vielleicht hilft es Dir ja auch. LG

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3. März 2014 um 9:52

Falls es noch der Fall ist
Wenn dein Partner nicht mitzieht dann zieht dich es selbst wieder runter wenn du eigentlich versuchst was dagegen zu Unternehmen. Ihr lebt beide in einen Haushalt? Dann muss eine Team Struktur auch rein. Wenn du rund um ihn Haushalt machst etc und er nur da sitzt geht es dir ja auch nicht gut dabei oder?



Einen Plan zu erstellen wäre nicht verkehrt aber leichter gesagt als getan denn wenn was dazwischen kommt wirft es dich aus der Bahn. Also wie fängt man jetzt am besten an?

1. Der Partner muss mitziehen und mit einbegriffen werden- wir leben im 20 Jahrhundert und da hat der Mann auch aufgaben zuhause bzw in der Gemeinschaft

2. Plan machen wer ist heute mit was dran und was kann man in freien Minuten machen? Z.b:

-Seine Lieblings Sendung gucken
-Sich eine Maske draufmachen und eine Zeitschrift lesen bis die wieder runter muss
-Was Backen! Füllt auch die zeit und macht glücklich wenn das gebackene gut aussieht oder einfach nur gut schmeckt ;P
-Etwas geregeltes in der Woche miteinbringen was langfristig ist zb ein Hobby was man schwer antreten tut... Was magst du -wo findest du deine stärken was dich auch im tage wiederum mehr motiviert ,vor allem wenn du da dann menschen kennenlernst die alles geregelt haben und du mit denen zeit verbringst bringt dir das auch Kräfte und mut den nächsten tag zu vollbringen.

Ok ich belasse es erst mal bei der langen Geschichte Ich hoffe ich konnte dir tipps geben und dich zum nachdenken bringen.
Ich wünsche dir alles Kraft dieser Welt und bin mir sicher bald bekommst du das gut hin du musst nur dran bleiben und das Ziel niemals aus dem Kopf lassen .

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