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Keine Hoffnung, dass es jemals besser wird.

27. März 2007 um 20:09

Hallo,
ich möchte euch kurz meine Situation schildern
Heute beispielsweise stand ich am Bahnhof und wartete auf den Zug. Ich stand ganz vorne am Gleis, da wo der vordere Teil des Zugs hält. Doch ich hätte eigentlich in der hinteren Teil des Zugs gemüsst, um einen kürzeren Weg an meinem Zielbahnhof zum Bus zu haben.
Ich stand also am Gleis 6 und hab 10 Minuten im mir gehadert, ob ich nicht doch noch weiter hinter laufen sollte. Das wollte ich nicht, weil dort einige Gleichaltrige standen und ich einfach Panik hab, dass die schauen und was sagen usw. Ich hab mir dann gedacht Mensch, geh jetz endlich! Geh halt einfach, die sagen schon nichts! und bin dann auch weiter hinter gegangen, die Jungs haben natürlich geschaut, aber eher hinterhergeschaut.
Ich hab einfach das Problem, dass ich meine Interessen überall hinten anstelle, dass ich auch meistens leer ausgehe. Bei meinen Mitauszubildenden ist es nun auch so, dass ich mich mit einer TOTAL gut verstanden habe, und dann hat sie sich mit ner anderen angefreundet, und seitdem bin ich wenn die beiden zusammen sind Luft für die, wenn sie beide alleine sind, versteh ich mich mit beiden super. Ich hab allgemein kein Problem, wenn einer alleine ist, dann kann ich super mit dem reden, aber sobald es mehrere Personen sind, bin ich so gehemmt, dass ich nicht mehr normal mit denen reden kann, ich krieg nen trockenen Mund, und verkrampf mich total. Bei Menschen von denen ich weiß das sie mich mögen passiert mir das nicht, da kann ich sogar in einer größeren Gruppe mitreden und alles.
Aber bei meinen Mitauszubildenden ist das eben ganz anders. Ich hab so Angst, dass mir jeden Morgen total schlecht ist, einfach nur wegen der Angst vor dem Unbekannten, dass da was auf mich zu kommen könnte, mit dem ich dann nicht fertig werde. Je mehr Menschen um mich herum sind, desto schlimmer ist das und vorallem, wenn wir Azubis dann nichts zu tun haben, wenn wir alle beschäftigt sind, dann sind alle auf etwas konzentriert, aber einfach nur rumsitzen und reden. Ein Gespräch führen - bei dem ich nicht mal was sagen kann, das ist mir irgendwie so peinlich! In solchen Momenten krieg ich dann innerhalb von 10 Minuten handfeste Migräne.
Ich hab einfach manchmal das Gefühl, dass ich den Menschen nichts geben kann, ich meine, es gibt doch Menschen, die sind anziehend. Die werden einfach mit eingebunden. Eine meiner Mitazubis ist auch nicht viel gesprächiger als ich, aber sie wird trotzdem immer mit eingebunden. Sie wird nie allein sitzen gelassen. Sie hat immer jemand zum reden. Und sie hat zum Beispiel auch einen Freund. Ich kann tun und lassen was ich will. Warte ich ab, dass der Mann, der mir gefällt, einen Schritt auf mich zu macht - passiert nichts. Wenn ich den ersten Schritt mache, und z.B. anspreche oder ihm ne SMS schreibe - passiert nichts. GARNICHTS... Dann schreibt er einfach nicht zurück. Ich meine, wie soll ich denn noch Selbstachtung haben, wo soll ich die denn bitteschön hernehmen, wenn mich die ganze Welt behandelt, als wäre ich nicht da, oder irgendwie das letzte Wesen.
Ich will einfach wieder normal sein und mit anderen unbeschwert reden können, aber mit jedem Tag steiger ich mich mehr hinein und ich hab das Gefühl, das macht alles nur noch schlimmer, ich hab einfach immer das Gefühl, ich könnte andere stören, nerven, und die könnten gegen mich lästern und mich fertig machen.
Wenn ich mich wohlfühle, dann bin ich eben einfach ganz ich selbst. Und dann macht mir das auch Spaß, nur wenn ich mich eben in der Arbeit nicht wohlfühle, dann ist das jeden Tag die totale Qual.
Ich würde mich z.B. auch gerne bestimmt kleiden etwas auffälliger, einfach ganz schick oder auch mal ein bisschen was extravagantes, aber ich trau mich nicht. Ich nehme mir Abends vor am nächsten Tag was bestimmtes anzuziehen und in der Früh greife ich dann sozusagen doch wieder zum stinknormalen Sweatshirt.
Was mehr oder weniger schlimmes (also für mich total schlimmes) ist mir neulich passiert, da waren wir in ner Gruppe weg, Kegeln und dann McDonalds und dann hab ich mich mit ner Freundin angestellt und ne andere Freundin ist sitzen geblieben, und diese Freundin die sitzen geblieben ist, hat mir dann später erzählt, dass eine andere Freundin dachte sie sei auch weg und hat dann zu den anderen über mich gesagt: Oh, Gott, die ist soooo langweilig!!! Hallo, ich hätte in Tränen ausbrechen können. Okay, ich habs dann als ich wieder allein war auch getan und heul jetz auch schon wieder, weil das einfach genau das ist, was ich absolut nicht will, dass die Leute von mir denken und gegen das ich ständig versuche anzukämpfen. Ich will, dass mich die Leute nett finden und dass ich Ausstrahlung habe (was ich natürlich nur haben kann, wenn ich mich selbst liebe... hab schon Bücher über Ausstrahlung und Selbstbewusstsein gelesen, aber nichts macht es auch nur annähernd besser).
Ich will einfach glücklich sein und mein Leben genießen - versteht ihr das???
Denkst ihr das mir überhaupt was helfen könnte, und wenn ja was?
Liebe Grüße
(und danke fürs Lesen, war ja nicht gerade wenig...)

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28. März 2007 um 13:44

Hallo
Also, das was du da schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Ich gebe Dir den Rat, lerne, dich selber zu mögen. Wirklich richtig zu mögen, wie du halt einen Freund magst. Denn nur, wenn du dich selber magst und vollkommen akzeptierst, können dich auch andere mögen und akzeptieren.

Hol dir das Buch "So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen (Taschenbuch)
von Rolf Merkle"

Lass dich nicht unterkriegen. Und denk immer daran, du hast dich durchgesetzt, gegen millionen andere und hast gewonnen

LG
Melli

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28. März 2007 um 17:56
In Antwort auf grethe_12529562

Hallo
Also, das was du da schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Ich gebe Dir den Rat, lerne, dich selber zu mögen. Wirklich richtig zu mögen, wie du halt einen Freund magst. Denn nur, wenn du dich selber magst und vollkommen akzeptierst, können dich auch andere mögen und akzeptieren.

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LG
Melli

Danke
fürs Antworten!
Ich lese im moment ein buch von Tim Ursiny
Ist glaub ich auch ganz gut, aber ich hab einfach das Gefühl, dass ich die Kraft nicht aufbringen kann, mein Leben so weit zu ändern, dass
Es mir wieder Spaß macht Was kann ich denn schon ändern? Ich wünsche mir einfach eine Person (d.h. einen Freund ) der mir sagt, dass ich liebenswert bin
Weil wenn ich mir das selber einrede kann ich das nicht glauben...
Danke für den Buchtipp, ich wird mir das Buch besorgen
Liebe Grüße

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28. März 2007 um 18:27
In Antwort auf searching88

Danke
fürs Antworten!
Ich lese im moment ein buch von Tim Ursiny
Ist glaub ich auch ganz gut, aber ich hab einfach das Gefühl, dass ich die Kraft nicht aufbringen kann, mein Leben so weit zu ändern, dass
Es mir wieder Spaß macht Was kann ich denn schon ändern? Ich wünsche mir einfach eine Person (d.h. einen Freund ) der mir sagt, dass ich liebenswert bin
Weil wenn ich mir das selber einrede kann ich das nicht glauben...
Danke für den Buchtipp, ich wird mir das Buch besorgen
Liebe Grüße

Bitte
gern geschehen
Ich bin halt auch gerade in dieser "Umbruchphase". Also, das Problem ist, es gibt keinen Freund auf dieser Welt, der dir dabei helfen könnte. Außer, du bist dir selbst dieser Freund.
Glaube mir, ich hab da erfahrung mit.
Selbst wenn du diesen Freund hast und er dir noch so oft sagt, dass du liebenswürdig bist, du würdest es nicht glauben. Weil du selbst nicht glaubst, dass du es bist.
Verstehste?
Das Buch macht sowas sehr deutlich. Ich wünsche dir alles gute auf deinem weg, du wirst das schaffen.

LG
Melli

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30. März 2007 um 22:09
In Antwort auf grethe_12529562

Bitte
gern geschehen
Ich bin halt auch gerade in dieser "Umbruchphase". Also, das Problem ist, es gibt keinen Freund auf dieser Welt, der dir dabei helfen könnte. Außer, du bist dir selbst dieser Freund.
Glaube mir, ich hab da erfahrung mit.
Selbst wenn du diesen Freund hast und er dir noch so oft sagt, dass du liebenswürdig bist, du würdest es nicht glauben. Weil du selbst nicht glaubst, dass du es bist.
Verstehste?
Das Buch macht sowas sehr deutlich. Ich wünsche dir alles gute auf deinem weg, du wirst das schaffen.

LG
Melli

Und was...
ist wenn ich einfach keine Freunde habe?
In letzter Zeit ist eine Freundschaft nach der anderen zerbrochen... immer wenn es mir schlecht ging, kam noch mal ein Hammer drauf...
und ich merke einfach, wenn ich unter Leuten wäre, die mich mögen, dann würde es mir auch besser gehn...
ich hab langsam mehr Horror vor den Wochenenden, als vor den Arbeitstagen, weil ich schon im Vornherein weiß, dass ich allein daheim rumsitzen werde...
Ja, klar... auf Leute zu gehn usw... wäre natürlich die Ideallösung nur leider fühl ich mich im Moment so, dass ich froh bin einen Tag nach dem anderen zu überstehen... geschweige denn die Kraft aufbringen und auf Leute zugehen... ;...-(
LIEBE GRÜßE & GUTE NACHT

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