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Keine Freunde; kann keine Gespräche führen

26. Januar 2011 um 13:54

Hallo,
Wie der Titel schon sagt, liegt mein Problem darin, dass ich keine richtigen Freunde (mehr) habe.
Als erstes begann mir das in der 10. Klasse, vor 2 Jahren richtig aufzufallen. Damals hatten wir noch mehr Jungs in der Klasse, was mir den sozialen Umgang mir den Klassenkameraden noch erleichterte. Doch obwohl ich von einigen Leuten aus der Klasse gemocht wurde und mich mit ihnen unterhalten konnte, ging außerhalb der Schulzeit nichts. Während des Schultages konnte ich mit den Leuten aus der Klasse Gespräche führen, aber danach bin ich nie mit einem von ihnen ausgegangen oder habe etwas mit ihnen unternommen, sodass sich meine ganze Interaktion mit meinen Mitmenschen auf die Schulzeit beschränkte.
Einige Leute mochetn mich zwar, aber ich war für die meisten mehr ein Bekannter als ein Freund.
Das ganze hat sich noch verschlimmert, als ich in die 11. Klasse gekommen bin. Ich bin jetzt im sprchlichen Profil, falls euch die Profiloberstufe etwas sagt? In diesem Profil sind überwiegend Mädchen, ich bin einer von nur insgesamt 3 Jungs in der Klasse. Die Jungs die ich vorher kannte, haben sich auf die anderen Profile der Oberstufe verteilt, sodass ich eigentlich kaum bzw. gar keinen Kontakt zu ihnen habe.
Ich weiß nicht, ob das Problem per se darin liegt, dass in meiner Klasse fast nur Mädchen sind, ich habe keine Angst und auch keine großen Probleme mit ihnen zu reden, nur ist es so, dass ich absolut keine Gesprächthemen habe. Ich wundere mich manchmal, dass sich andere Leute so lange am Stück, meiner Meinung nach auch über Nictigkeiten unterhalten können. Manchmal kann ich nicht in die Gespräche einsteigen, weil mir die Themen einfach so irrelevant vorkommen, bei anderen Sachen ahndelt es sich um Insidergespräche, bei denen ich nicht mitreden kann.
Wie in meiner vorherigen Klasse mache ich auch kaum etwas privates mit den Leuten, meine ganze Interaktion findet in der Schule statt, und diese wird auch von Tag zu Tag weniger.
Ich weiß einfach nicht, worüber ich mich mit den Leuten unterhalten soll. Meine Freizeit verbringe ich mit Videospielen, Büchern und dem Surfen im Internet, während andere Freunde treffen oder auf Parties gehen, was ich nur in den seltensten Ausnahmefällen mache.
Könnt ihr mir erklären, wie ich mit den Menschen Gespräche führen und vielleicht auch Freundschaften aufbauen kann. Ich habe leider bis zu meinem Abitur nur noch 1,5 Jahre Zeit, und ich weiß nicht wie schwer es danach für mich wird, neue Leute kennenzulernen.

Könnt ihr mir bitte helfen?

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26. Januar 2011 um 20:08

Du hast doch das Problem
schon erkannt. Was hindert dich raus zu gehen, was machen denn deine Klassenkameraden. PC, Spiele und Internet sind wunderbar aber auch verhängnisvoll , weil sie dich vollständig abkapseln und sozial verarmen lassen. Schau was dich interessiert und begrenze deine PC-Zeit. Sonst bist du schneller in der PC -Sucht , wie in einem normalen Leben. Die PC-Sucht nimmt sehr stark zu.
Gruß Melike

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26. Januar 2011 um 22:29
In Antwort auf melike13

Du hast doch das Problem
schon erkannt. Was hindert dich raus zu gehen, was machen denn deine Klassenkameraden. PC, Spiele und Internet sind wunderbar aber auch verhängnisvoll , weil sie dich vollständig abkapseln und sozial verarmen lassen. Schau was dich interessiert und begrenze deine PC-Zeit. Sonst bist du schneller in der PC -Sucht , wie in einem normalen Leben. Die PC-Sucht nimmt sehr stark zu.
Gruß Melike

Freunde
Das ist leider gar nicht so verkehrt....... Wie wäre es mit einer Netzwerkparty? So ungefähr 1x die Woche?
Der Freund meiner Tochter hat jeden Sonntag um 2 Uhr ein Treffen mit seinen Kumpels um im Netzwerk Spiele zu spielen. Er freut sich richtig darauf, es ist wie ein Ritual.

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26. Januar 2011 um 22:39
In Antwort auf melike13

Du hast doch das Problem
schon erkannt. Was hindert dich raus zu gehen, was machen denn deine Klassenkameraden. PC, Spiele und Internet sind wunderbar aber auch verhängnisvoll , weil sie dich vollständig abkapseln und sozial verarmen lassen. Schau was dich interessiert und begrenze deine PC-Zeit. Sonst bist du schneller in der PC -Sucht , wie in einem normalen Leben. Die PC-Sucht nimmt sehr stark zu.
Gruß Melike

Kenn ich
Ich hatte das Problem auch lange, habe es eigentlich immer noch. Es hat sich mittlerweile ein bißchen relativiert, habe ein paar Freundschaften aufbauen können, aber ein wirkliches "Gesellschaftstier" werde ich wohl nie werden.
Und das ist auch ok. so. Ich hab für mich akzeptiert, das ich einfach nicht so bin wie die meisten andern. Ich bin ein eher tiefgründiger Mensch, und deinem Posting nach scheinst du das auch zu sein. Mit Oberflächlichkeiten kann ich nichts anfangen, habe aber gelernt, das z.B. Smalltalk-Gespräche ein einfaches Werkzeug sind, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Mit meinem Nachbarn zb. rede ich seit zwei Jahren "nur" übers Wetter. Die unterschwellige Botschaft dabei lautet : Hallo. Ich habe dich wahrgenommen.
Das ist alles. Das ist schon ne Menge.
Als ich in noch in der Schule war, haben mich meine Klassenkameraden alle sowas von angeödet, ich konnte mit keinem wirklich was anfangen und stand bei Schulhofgesprächen auch immer ratlos daneben.
Ich hab immer viel gelesen, und hätte es zu meiner Zeit schon das Internet gegeben, wäre ich darin auch bestimmt versackt. Ich hab auch meine Zweifel, das das Internet einen "sozial verarmen" läßt, ich glaube eher es ist einfach ein Medium mehr. Früher haben sich die Leute 4 -5 Postkarten täglich geschrieben, da wurde die Post zweimal am Tag zugestellt. Wo soll da der Unterschied sein?
Na gut, zurück zum Thema; bei mir war es so, das ich irgendwann mal mit Kunst in Kontakt kam, und da hatte ich das erste Mal im Leben das Gefühl- JA, da könnte ich hingehören. Das war eine ganz andere Welt als die, die bisher kannte. Mit anderen Themen, Weltanschauungen etc, die mich aber wirklich BERÜHRT haben.
Mein Horizont hat sich seitdem erweitert und ich finde es gar nicht mehr schlimm, das ich mit vielen Menschen nicht viel anfangen kann. Ein andere Aspekt ist, das ich auch ein Schritt aus meinem Elfenbeinturm tun konnte und den Menschen hinter dem BLa Bla sehen durfte..na gut, darüber könnte man Bücher schreiben.
Für was interessierst du dich? Was weckt deine Neugier? Welches Gespräch würdest du gerne führen? Welche Frage würdest du gerne beantworten? Wer wärst du gerne, wenn du nicht du wärst? Wie würde dein idealer Tag aussehen? das würde mich interessieren...
Liebe Grüße, Coralle

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29. Januar 2011 um 16:03
In Antwort auf steph_12907888

Kenn ich
Ich hatte das Problem auch lange, habe es eigentlich immer noch. Es hat sich mittlerweile ein bißchen relativiert, habe ein paar Freundschaften aufbauen können, aber ein wirkliches "Gesellschaftstier" werde ich wohl nie werden.
Und das ist auch ok. so. Ich hab für mich akzeptiert, das ich einfach nicht so bin wie die meisten andern. Ich bin ein eher tiefgründiger Mensch, und deinem Posting nach scheinst du das auch zu sein. Mit Oberflächlichkeiten kann ich nichts anfangen, habe aber gelernt, das z.B. Smalltalk-Gespräche ein einfaches Werkzeug sind, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Mit meinem Nachbarn zb. rede ich seit zwei Jahren "nur" übers Wetter. Die unterschwellige Botschaft dabei lautet : Hallo. Ich habe dich wahrgenommen.
Das ist alles. Das ist schon ne Menge.
Als ich in noch in der Schule war, haben mich meine Klassenkameraden alle sowas von angeödet, ich konnte mit keinem wirklich was anfangen und stand bei Schulhofgesprächen auch immer ratlos daneben.
Ich hab immer viel gelesen, und hätte es zu meiner Zeit schon das Internet gegeben, wäre ich darin auch bestimmt versackt. Ich hab auch meine Zweifel, das das Internet einen "sozial verarmen" läßt, ich glaube eher es ist einfach ein Medium mehr. Früher haben sich die Leute 4 -5 Postkarten täglich geschrieben, da wurde die Post zweimal am Tag zugestellt. Wo soll da der Unterschied sein?
Na gut, zurück zum Thema; bei mir war es so, das ich irgendwann mal mit Kunst in Kontakt kam, und da hatte ich das erste Mal im Leben das Gefühl- JA, da könnte ich hingehören. Das war eine ganz andere Welt als die, die bisher kannte. Mit anderen Themen, Weltanschauungen etc, die mich aber wirklich BERÜHRT haben.
Mein Horizont hat sich seitdem erweitert und ich finde es gar nicht mehr schlimm, das ich mit vielen Menschen nicht viel anfangen kann. Ein andere Aspekt ist, das ich auch ein Schritt aus meinem Elfenbeinturm tun konnte und den Menschen hinter dem BLa Bla sehen durfte..na gut, darüber könnte man Bücher schreiben.
Für was interessierst du dich? Was weckt deine Neugier? Welches Gespräch würdest du gerne führen? Welche Frage würdest du gerne beantworten? Wer wärst du gerne, wenn du nicht du wärst? Wie würde dein idealer Tag aussehen? das würde mich interessieren...
Liebe Grüße, Coralle


Ich sehe das genauso wie Coralle. Finde heraus was du magst und brauchst! Dann werden dir automatisch Themen einfallen und dann wirst du von innen heraus schon viel aktiver aneren gegenüber!!!
Es kann vorkommen, dass du noch keine Menschen getroffen hast, die eine ähnliche Wellenlänge wie du haben.

Du kannst aber auch ausprobieren, einfach Kontakte mit deinen Kameraden aufzunehmen in dem du erst mal irgendwas redest "Hey, wie gehts? Kammst du mit den Hausaufgaben klar? sowas oder sie direkt fragst, was sie so nach der Schule machen... kann sein, dass du die Leute dann näher kennenlernst und manchmal kommt es vor, dass sie dann ganz anders sind als man bisher dachte und die Gesprächthemen von allein kommen, weil ihr Gemeinsamkeiten gefunden habt....

Wenn dem nicht so ist oder dir das nicht so zusagt, dann mache außerschulische Aktivitäten in Gebieten, die dich interessieren. Dort lernst du Leute kennen!

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