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Kein Spaß mehr am Leben

8. Dezember 2019 um 22:29 Letzte Antwort: 13. Dezember 2019 um 1:30

Ich muss mich mal ausjammern.

Ich hab keine Ahnung warum..aber mein Leben ist irgendwie ständig scheiße und schwierig. 
Fing schon in der Kindheit an. Vater verließ Familie weil er schwul ist. Stiefvater war dann sraker Alkoholiker hat uns alle tyranisiert, wollte sich fast täglich in irgendeiner Weise vor uns umbringen...(mussten sooft den notarzt gerufen..das er gsagt hat er kommt bald nimma..weil er nicht sein babysitter ist).und hat vorher natürlich extrem geschriehen und uns klargemacht das wir!! schuld sind daran das er das so macht.
dann wurde Ms ( muktiple Sklerose) bei mir diagnostiziert.

Ich hatte dann ne beziehung wo 2 kinder entstanden sind.
Ging natürlich in die brüche, war dann ne Weile allein..und lernte dann jemand neuen kennen. Ei6r waren 6 Jahre zusammen. Er hat mir zu meinem 30sten Geb nen Heiratsantrag gemacht.
Ich war überglücklich...
wir wollten hausbauen, Grund war gekauft. Wir wollten noch ein baby weil er noch kein leibliches Kind hatte.
3 Wochen vor der Trauung hat er mich von 1 Sek in die andere verlassen.
das zog mir natürlich den Boden unter den Füßen weg. Auch meinem kindern.
meine tochter musste sogar in ne psychologische Institution ne weile.

Ich ging auch in therapie. Dies mach ich jetzt einige Jahre  bekomm auch Antidepressiva.

Mein vater hat seit letztem Jahr den kontakt zu mir abgebrochen weil er meinte ich bin nur aufs erbe aus..obwohl ich ihn kein einziges mal nach Geld gefragt habe.

ich hab ständig Probleme..ist eines behoben kommt ein schlimmeres nach.
es gibt bei mir nie wirklich ne zeit wos rundläuft.
sogar meine Therapeutin sagt das schon, das das wahnsinn ist, 1) was mir alles passiert (kann und will ich jetzt nicht alles erzählen) 2) das es bei mir nie normal weitergeht.

Ich fühl mich so kraftlos. Hab an nix mehr freude oder  intetesse.
Bin schon jahrelang singel, hab probleme mit den kindern, hab zwar nen job denn ich inzwischen auch nimma mag.

vor nem halben jahr isr6t bei mei6nef mum alzheimer diagnostiziert worden, das leider schon sehr schnell vorangeschritten ist.
Meine mama ist dIe wichtigste person in meinem Leben. Sie hat immer zu mir gestanden.. 
Sie ist/war mein Anker in meinem Leben... der leider jetzt untergeht..und ich fürchte mich vor dem tag an dem die mich nimma erkennt...(was..wenns so weitergeht..nimma lange dauern wird)

Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.
Ich geh schon in therapie ich bekomm Antidepressiva..ich versuch rauszugehen...
Wie kann es mir den wieder besser gehen?
Denk i6ft beim Autofahren daran das es einfach besser wäre das Lenkrad rumzureißen...dann hätte der Scheiß endlich ein ende... ich will einfach nich mehr 😥

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8. Dezember 2019 um 22:51

Ich würds nie machen..hab ja Kinder..

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11. Dezember 2019 um 7:50

Du steckst in einer „selbsterfüllenden Prophezeiung“ fest. Du hast den Glaubenssatz, dass dir mehr schlechte Dinge als anderen Menschen passieren. Deswegen findest du auch immer wieder Bestätigung in diesem Glauben, weil jede schlechte Erfahrung mehr zählt als eine gute.

Jeder Mensch hat Schicksalsschläge zu überwinden und je länger das Leben dauert, desto mehr werden es. Das ist für jeden Menschen gleich. Viele reden nur nicht über die unangenehmen und negativen Dinge, sondern zeigen nur positives nach Außen.

Du definierst dich in deinem Text sehr stark über deine Eltern und deine Partnerschaft. Vielleicht kannst du in deimer Therapie mal über die emotionale Loslösung von deinen Eltern reden und deinen Selbstwert unabhängig von den Eltern / der Familie festigen.

Deine Therapie sollte an deinen dysfunktionalen Glaubenssätzen arbeiten und diese durch funktionalere ersetzen. Es scheint aber so als bestärkt deine Therapie deinen negativen Glaubenssatz und die Hoffnungslosigkeit. Das finde ich sehr bedenklich. Du solltest überlegen, ob du nochmal die Therapie wechselst und einen neuen Ansatz ausprobierst.

Es ist sehr schwer alleine aus so einem Gedankenkäfig auszubrechen und meiner Erfahrung nach braucht man dazu Hilfe von außen und Unterstützer mit denen man offen über seine Probleme reden kann. Vielleicht suchst du dir noch eine Selbsthilfegruppe für Depressionen mit denen du dich treffen kannst.

Ansonsten such dir positive Bestätigung, dass auch gute Dinge passieren, egal wie klein sie sind. Studien zeigen, dass es hilft ein Tagebuch zu führen, in dem man versucht, jeden Tag drei positive Dinge aufzuschreiben (und nur die positiven!). Also anstatt „heute bin ich zu spät zur Arbeit gekommen, weil ich nicht aus dem Bett gekommen bin“ kann man aufschreiben „ich bin stolz, dass ich zur Arbeit gegangen bin, obwohl es mir schwer fiel aufzustehen“ oder anstatt „seit Wochen regnet es nur, ich mag den Winter nicht“, „ich habe mich gefreut, als es heute kurz zu regnen aufgehört hat. Ich freue mich auf den Sommer, wenn es weniger regnet“. Auf dein Beispiel bezogen: Anstatt: „Meine Mutter hat Alzheimer und ich verliere meinen Anker im Leben“, „Ich bin dankbar, dass ich so ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter hatte. Sie hat mir vieles gegeben, was mich im Leben ankert. Ich bin zuversichtlich, dass ich diesen Anker in mir selbst finden kann, obwohl sie Alzheimer hat“.

Versuche jeden negativen Gedanken umzuwandeln. Am Anfang muss man sich zwingen und glaubt das, was man schreibt nicht wirklich, aber mit jedem Tag wird es besser. Nach etwas Übung lernt das Gehirn solche negativen Gedanken automatisch ins positive zu lenken. Übung macht den Meister!

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11. Dezember 2019 um 8:40
In Antwort auf happilyworking

Du steckst in einer „selbsterfüllenden Prophezeiung“ fest. Du hast den Glaubenssatz, dass dir mehr schlechte Dinge als anderen Menschen passieren. Deswegen findest du auch immer wieder Bestätigung in diesem Glauben, weil jede schlechte Erfahrung mehr zählt als eine gute.

Jeder Mensch hat Schicksalsschläge zu überwinden und je länger das Leben dauert, desto mehr werden es. Das ist für jeden Menschen gleich. Viele reden nur nicht über die unangenehmen und negativen Dinge, sondern zeigen nur positives nach Außen.

Du definierst dich in deinem Text sehr stark über deine Eltern und deine Partnerschaft. Vielleicht kannst du in deimer Therapie mal über die emotionale Loslösung von deinen Eltern reden und deinen Selbstwert unabhängig von den Eltern / der Familie festigen.

Deine Therapie sollte an deinen dysfunktionalen Glaubenssätzen arbeiten und diese durch funktionalere ersetzen. Es scheint aber so als bestärkt deine Therapie deinen negativen Glaubenssatz und die Hoffnungslosigkeit. Das finde ich sehr bedenklich. Du solltest überlegen, ob du nochmal die Therapie wechselst und einen neuen Ansatz ausprobierst.

Es ist sehr schwer alleine aus so einem Gedankenkäfig auszubrechen und meiner Erfahrung nach braucht man dazu Hilfe von außen und Unterstützer mit denen man offen über seine Probleme reden kann. Vielleicht suchst du dir noch eine Selbsthilfegruppe für Depressionen mit denen du dich treffen kannst.

Ansonsten such dir positive Bestätigung, dass auch gute Dinge passieren, egal wie klein sie sind. Studien zeigen, dass es hilft ein Tagebuch zu führen, in dem man versucht, jeden Tag drei positive Dinge aufzuschreiben (und nur die positiven!). Also anstatt „heute bin ich zu spät zur Arbeit gekommen, weil ich nicht aus dem Bett gekommen bin“ kann man aufschreiben „ich bin stolz, dass ich zur Arbeit gegangen bin, obwohl es mir schwer fiel aufzustehen“ oder anstatt „seit Wochen regnet es nur, ich mag den Winter nicht“, „ich habe mich gefreut, als es heute kurz zu regnen aufgehört hat. Ich freue mich auf den Sommer, wenn es weniger regnet“. Auf dein Beispiel bezogen: Anstatt: „Meine Mutter hat Alzheimer und ich verliere meinen Anker im Leben“, „Ich bin dankbar, dass ich so ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter hatte. Sie hat mir vieles gegeben, was mich im Leben ankert. Ich bin zuversichtlich, dass ich diesen Anker in mir selbst finden kann, obwohl sie Alzheimer hat“.

Versuche jeden negativen Gedanken umzuwandeln. Am Anfang muss man sich zwingen und glaubt das, was man schreibt nicht wirklich, aber mit jedem Tag wird es besser. Nach etwas Übung lernt das Gehirn solche negativen Gedanken automatisch ins positive zu lenken. Übung macht den Meister!

Guten morgen,

Vielen dank für deine Nachricht.

du liegst ganz richtig damit, das ich alles so srhe.
ich bemühe mich zwar positiver zu sein, aber das funktioniert meist nur 1-2 tage.

Ich bin schon auf der suche nach einer anderen Therapeutin..weil irgendwie dreh ich mich mit ihr im kreis.

Das mit dem tagebuch werde ich einführen. Ist eine gute idee die sich leicht umsetzen lässt.

Wünsch dir einen schönen Tag

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13. Dezember 2019 um 1:30
In Antwort auf user107263

Guten morgen,

Vielen dank für deine Nachricht.

du liegst ganz richtig damit, das ich alles so srhe.
ich bemühe mich zwar positiver zu sein, aber das funktioniert meist nur 1-2 tage.

Ich bin schon auf der suche nach einer anderen Therapeutin..weil irgendwie dreh ich mich mit ihr im kreis.

Das mit dem tagebuch werde ich einführen. Ist eine gute idee die sich leicht umsetzen lässt.

Wünsch dir einen schönen Tag

Es ist normal, dass man eine Denkweise und ein automatisiertes Verhalten, welches man über mehr als 10 Jahre eingeübt und gefestigt hat nicht über Nacht ablegen kann. Das ist wie mit einem Raucher, der versucht aufzuhören, aber immer wieder in alte Muster zurückfällt und „nur eine Zigarette nach dem Essen“ raucht.

Oft fallen einem selbst die eigenen automatisch negativen Glaubenssätze gar nicht auf und das eigene soziale Umfeld ist Teil des Problems, weil man von den nahestehenden Personen diese negativen Glaubenssätze erlernt hat, oder täglich wieder an diese erinnert wird. (Ähnlich wie bei Rauchern, die vielleicht Freunde haben, die auch rauchen, die ihnen dann immer wieder eine Zigarette anbieten).

Deswegen ist es umso wichtiger, dass du Zeit mit Menschen verbringst, die dir Rückmeldungen zu deinem dysfunktionalen Verhalten geben können und dich darauf hinweisen, wenn du in negative Muster zurückfällst. (Z.B. „Wolltest du nicht aufhören, zu rauchen?!&ldquo

Es braucht mindestens 12 Wochen bis der Körper eine neue Verhaltensweise beginnt zu automatisieren. Das gilt für jede Veränderung, egal, ob du mehr Sport machen willst, Rauchen aufhören, oder positiver denken möchtest.

Das heißt, dass du dich mindestens 84 Tage lang wirst zwingen müssen, etwas positives in deinen Tagen zu identifizieren und aufzuschreiben bevor es überhaupt möglich ist, dass dein Kopf das neue Verhalten eigenständig anwendet.

Wenn es dir an einem Tag schwer fallen sollte, etwas positives zu benennen, bitte jemanden, der dich gut kennt um Hilfe bei der Formulierung oder um Vorschläge, was man aufschreiben könnte. Es ist normal, dass man auch schlechte Tage hat, wo man alleine gar nichts positives finden kann. Trotzdem muss man es üben und sollte etwas aufschreiben, egal wie unwichtig es erscheint (z.B. „ich habe mich heute mit jemandem unterhalten, den ich gerne mag“, oder „ich habe einen schönen Baum gesehen&ldquo.

Dir werden dadurch in deinem Alltag mit der Zeit immer mehr positive Dinge auffallen und dein Verhalten wird sich so ändern, dass du auch für dich selbst mehr positives planst. Dadurch, dass du dir bewusst machst, dass du dich z.B. gerne mit einer bestimmten Person unterhältst, wirst du vielleicht unterbewusst dich häufiger dazu entschließen, mit dieser Person zu reden. Dadurch, dass dir ein schöner Baum am Wegrand auffällt, wird dein Unterbewusstsein häufiger nach schönen Pflanzen in deiner Umgebung suchen und diese das erste Mal eigenständig realisieren.

Du programmierst also eine neue selbsterfüllende Prophezeiung. Gib dir die Zeit, um zu lernen und besser zu werden und sei nicht zu streng mit dir selbst, wenn es einmal nicht gut klappt. Es wird mindestens 12 Wochen dauern bevor du einen positiven Effekt merkst. Zudem wirst du die eigene, schleichende Veränderung kaum wahrnehmen können.

Wenn du eine Diät machen würdest und dabei jede Woche 300g abnimmst, siehst du selbst von einer Woche auf die nächste vielleicht keinen Unterschied. Wenn eine Freundin dich aber nach 3 Monaten sieht und du 4 kg abgenommen hast wird sie das jedoch sofort merken. Deswegen ist positives Feedback aus deinem Umfeld so wichtig.

Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

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10. Dezember 2019 um 16:32
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