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Kein Mut mehr zum Leben

23. Januar um 8:43 Letzte Antwort: 1. Februar um 16:59

Hallo ihr Lieben,

ich schreibe heute mal weil ich gut drauf bin.
Gut, dass heisst ich konnte aufstehen, mich waschen und Kaffee kochen.

Zu mir: Ich lebe allein, habe eine erwachsene Tochter.
Ich war früher sehr gesundheitsbewußt, Vegetarier, sportlich. Allerdings
eher burschikos als feminin. Hab mich irghendwie verändert.

Ich bin vor 3 Jahren vergewaltigt worden: Ich dachte, ich schaffe das schon,
aber da ich eine lange Vergewaltigungs- und Mißbrauchshistorie in der Ver-
gangenheit hatte, ist bei mir so etwas wie eine psychische Beeinträchtigung
entstanden. Der Vergewaltiger war ein Trainer beim Sport.
Berufsmäßig musste nach dem Vorfall "downgraden", da ich in meiner vorherigen 
Arbeit erfolgreich viel mit Menschen zu tun hatte. Das ging absolut nicht mehr. 
Ich arbeite jetzt in einer Werkstatt als Helfer, bin die meiste Zeit allein. 
​Nur so schaffe ich es.

Zur Zeit gehe ich nur zur Arbeit, danach manchmal kurz einkaufen,
sonst verlasse ich die Wohnung nicht. Soziale Kontakte habe ich eingestellt.
Ich spreche mit Niemandem mehr, schaue draußen auf der Strasse starr
auf den Boden, trage Sachen die mir extrem zu groß sind.
Ich habe mehrere Sicherheitsschlösser an meiner Tür eingebaut.
Ich lebe im Dunkeln, meine Rolläden sind immer herunter gezogen, Glühbirnen
raus gedreht. Geräusche verursachen mir Kopfschmerzen, deshalb habe ich
Kühlschrank & Co. schon lange aus gestöpselt. Meine Wohnung ist im Chaos,
ich zerstöre oft unwissentlich Dinge. Letztens war eine Tür zerschlagen, alles 
aus den Schränken gezerrt. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was da war.

Nachts liege ich oft wach, erlebe komische Zustände, bei denen ich halb wach
bin halb schlafe und mein ganzer Körper krampft sich zusammen, weshalb ich
meistens große Schmerzen habe. 
Ich habe mir angewöhnt, regelmäßig Alkohol zu trinken. Vor allem abends/ 
nachts ist es schlimm, ich bekomme dann solche Panik, das ich es nicht mehr 
aushalte. Ohne eine Flasche Schnaps geht dann gar nichts.
Meinen Kollegen auf der Arbeit lüge ich was vor, wenn die fragen, was hast
Du am Wochenende gemacht, sag ich, ich wär im Kino gewesen oder so.

Mein Hausarzt verharmlost das Ganze, ich war letztens mit ganz viel Mut
da und bin im Wartezimmer vor Angst fast zusammen gebochen. Er sagte nur:
"Wird schon wieder. Sie sind ja nicht krank."

***

Mit meiner Tochter habe ich letztens telefoniert. Sie sagte, dass es so nicht
weiter ginge. Sie würde den Kontakt abbrechen, wenn sich nicht etwas änderte.
Das ist eigentlich der Grund, warum ich hier schreibe: Sie ist der einzige Mensch,
mit dem ich noch Kontakt habe.
Sie sagt, ich sei eine Belastung, sei oft aggressiv.
Therapien bringen mir nichts. Hatte ich in der Vergangenheit, im Endeffekt habe
ich die Dinge mit mir selbst aus gemacht, mich selbst wieder auf gerichtet.
Früher hat mir der Sport geholfen, aber irgendwie komme ich jetzt nicht weiter.

Für einen Rat wäre ich dankbar.

 

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23. Januar um 8:55

Noch etwas: Ich zittere ständig, weshalb mir die Arbeit in der Werkstatt
oft schwer fällt. Ich bin aber froh, dass ich mein eigenes Geld verdienen
kann.
Ich schäme mich furchtbar, für das, was ich geschrieben habe, aber ich
wusste keinen anderen Rat.

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23. Januar um 12:42
In Antwort auf hoi

Hallo ihr Lieben,

ich schreibe heute mal weil ich gut drauf bin.
Gut, dass heisst ich konnte aufstehen, mich waschen und Kaffee kochen.

Zu mir: Ich lebe allein, habe eine erwachsene Tochter.
Ich war früher sehr gesundheitsbewußt, Vegetarier, sportlich. Allerdings
eher burschikos als feminin. Hab mich irghendwie verändert.

Ich bin vor 3 Jahren vergewaltigt worden: Ich dachte, ich schaffe das schon,
aber da ich eine lange Vergewaltigungs- und Mißbrauchshistorie in der Ver-
gangenheit hatte, ist bei mir so etwas wie eine psychische Beeinträchtigung
entstanden. Der Vergewaltiger war ein Trainer beim Sport.
Berufsmäßig musste nach dem Vorfall "downgraden", da ich in meiner vorherigen 
Arbeit erfolgreich viel mit Menschen zu tun hatte. Das ging absolut nicht mehr. 
Ich arbeite jetzt in einer Werkstatt als Helfer, bin die meiste Zeit allein. 
​Nur so schaffe ich es.

Zur Zeit gehe ich nur zur Arbeit, danach manchmal kurz einkaufen,
sonst verlasse ich die Wohnung nicht. Soziale Kontakte habe ich eingestellt.
Ich spreche mit Niemandem mehr, schaue draußen auf der Strasse starr
auf den Boden, trage Sachen die mir extrem zu groß sind.
Ich habe mehrere Sicherheitsschlösser an meiner Tür eingebaut.
Ich lebe im Dunkeln, meine Rolläden sind immer herunter gezogen, Glühbirnen
raus gedreht. Geräusche verursachen mir Kopfschmerzen, deshalb habe ich
Kühlschrank & Co. schon lange aus gestöpselt. Meine Wohnung ist im Chaos,
ich zerstöre oft unwissentlich Dinge. Letztens war eine Tür zerschlagen, alles 
aus den Schränken gezerrt. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was da war.

Nachts liege ich oft wach, erlebe komische Zustände, bei denen ich halb wach
bin halb schlafe und mein ganzer Körper krampft sich zusammen, weshalb ich
meistens große Schmerzen habe. 
Ich habe mir angewöhnt, regelmäßig Alkohol zu trinken. Vor allem abends/ 
nachts ist es schlimm, ich bekomme dann solche Panik, das ich es nicht mehr 
aushalte. Ohne eine Flasche Schnaps geht dann gar nichts.
Meinen Kollegen auf der Arbeit lüge ich was vor, wenn die fragen, was hast
Du am Wochenende gemacht, sag ich, ich wär im Kino gewesen oder so.

Mein Hausarzt verharmlost das Ganze, ich war letztens mit ganz viel Mut
da und bin im Wartezimmer vor Angst fast zusammen gebochen. Er sagte nur:
"Wird schon wieder. Sie sind ja nicht krank."

***

Mit meiner Tochter habe ich letztens telefoniert. Sie sagte, dass es so nicht
weiter ginge. Sie würde den Kontakt abbrechen, wenn sich nicht etwas änderte.
Das ist eigentlich der Grund, warum ich hier schreibe: Sie ist der einzige Mensch,
mit dem ich noch Kontakt habe.
Sie sagt, ich sei eine Belastung, sei oft aggressiv.
Therapien bringen mir nichts. Hatte ich in der Vergangenheit, im Endeffekt habe
ich die Dinge mit mir selbst aus gemacht, mich selbst wieder auf gerichtet.
Früher hat mir der Sport geholfen, aber irgendwie komme ich jetzt nicht weiter.

Für einen Rat wäre ich dankbar.

 

Das Leben ist immer lenswert auch wenn du es jetzt nicht glauben magst. Es gibt so viele wunderbare Dinge. Jetzt steckst du fest aber es geht wieder aufwärts. Eine Frau sagte mal zu mir "Das Leben ist wie das Wetter. Jeden Tag anders." Und sie hat Recht. Es ist jeden Tag anders. 

eine Therapie hilft dir auf jeden Fall. Mach das. Mach schöne Dinge. Was gefällt dir? Singen im Chor? Malen? Geh ins Tierheim. Kümmere dich um die armen Tiere. Geh zur Tafel und helfe dort bedürftigen. Geh zu den anonymen Alkoholikern. Geh in den Park.  Beobachte die Natur.  Genieße die stille. Du wirst sehen wie positiv dein Leben sein wird. 

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23. Januar um 13:50
In Antwort auf muc-089

Das Leben ist immer lenswert auch wenn du es jetzt nicht glauben magst. Es gibt so viele wunderbare Dinge. Jetzt steckst du fest aber es geht wieder aufwärts. Eine Frau sagte mal zu mir "Das Leben ist wie das Wetter. Jeden Tag anders." Und sie hat Recht. Es ist jeden Tag anders. 

eine Therapie hilft dir auf jeden Fall. Mach das. Mach schöne Dinge. Was gefällt dir? Singen im Chor? Malen? Geh ins Tierheim. Kümmere dich um die armen Tiere. Geh zur Tafel und helfe dort bedürftigen. Geh zu den anonymen Alkoholikern. Geh in den Park.  Beobachte die Natur.  Genieße die stille. Du wirst sehen wie positiv dein Leben sein wird. 

Danke. Das klingt aber nett.

Das steht manchmal auf so Tassen, oder Bildern,
die man an die Wand hängen kann.

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23. Januar um 14:04

Hallo, 
du solltest dir prof. Hilfe suchen. Es hört sich nicht gut an und so blöd es klingt, das beste an einem Therapeuten ist, dass er nichts mit der Familie zu tun hat und dass er dafür bezahlt wird - du bleibst ihm also nichts schuldig. Ein Therapeut kann dir neue Wege zeigen und im besten Fall einen guten Ausweg, mit dem dir das Leben jeden Tag wieder Spaß macht. Ein guter Therapeut kann auch einschätzen, ob ein Medikament ratsam ist. Und Medikament bedeutet ja nicht, dass du dieses bis zum Ende deines Lebens nehmen musst! Das Leben ist schön, durch brauchst nur jemanden, der die dunkle Brille abnimmt und dir das Licht wieder zeigt! Ich wünsche dir alles Liebe
P.S. Hast du es schon mit Yoga probiert - hat mir geholfen! Du bist nicht allein! 

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23. Januar um 15:45
In Antwort auf hoi

Danke. Das klingt aber nett.

Das steht manchmal auf so Tassen, oder Bildern,
die man an die Wand hängen kann.

Das kenne ich jetzt nicht aber ab und zu denkt man zurück und denkt "Wahnsinn was war das für eine beschissene Zeit. Ich dachte die überlebe ich nicht." Und man man hat es überlebt 

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23. Januar um 17:29
In Antwort auf hoi

Noch etwas: Ich zittere ständig, weshalb mir die Arbeit in der Werkstatt
oft schwer fällt. Ich bin aber froh, dass ich mein eigenes Geld verdienen
kann.
Ich schäme mich furchtbar, für das, was ich geschrieben habe, aber ich
wusste keinen anderen Rat.

Ich finde es nicht gräßlich, was du geschrieben hast. Wer zerstört schon nicht mal was, wenns frustig zugeht.
Rat, raus in die Natur und auspowern, bis du abends tot ins Bett fällst.
Eisbaden nimmt dir das Temperament und den Frust.Holt einen runter.

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23. Januar um 17:44

Ich würde mir jeden Tag ne halbe Stunde einem Zimmer widmen. Rollo auf, lüften, Müllsack alles ausmisten, dann staubsaugen/wischen. 

Dein Kind kommen lassen, ob sie dir die kaputten Möbel mitnimmt und evtl bei Ilea die fehlenden Sachen wieder nachkauft.

Dann Finger weg vom Alkohol. Würde ich jeden Abend so saufen, würde ich auch nichts gebacken kriegen.

Dann raus an die frische Luft mit dir. Geh spazieren.

Du musst dir eine Beschäftigung suchen, dann kommst du auch aus deinem Loch wieder raus. 

Fachliche Hilfe benötigst du vermutlich auch. Aber dein Therapeut wird dir kaum die Wohnung putzen.

Lass dich nicht so gehen, das Leben geht weiter 

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23. Januar um 21:32
In Antwort auf femprincess

Hallo, 
du solltest dir prof. Hilfe suchen. Es hört sich nicht gut an und so blöd es klingt, das beste an einem Therapeuten ist, dass er nichts mit der Familie zu tun hat und dass er dafür bezahlt wird - du bleibst ihm also nichts schuldig. Ein Therapeut kann dir neue Wege zeigen und im besten Fall einen guten Ausweg, mit dem dir das Leben jeden Tag wieder Spaß macht. Ein guter Therapeut kann auch einschätzen, ob ein Medikament ratsam ist. Und Medikament bedeutet ja nicht, dass du dieses bis zum Ende deines Lebens nehmen musst! Das Leben ist schön, durch brauchst nur jemanden, der die dunkle Brille abnimmt und dir das Licht wieder zeigt! Ich wünsche dir alles Liebe
P.S. Hast du es schon mit Yoga probiert - hat mir geholfen! Du bist nicht allein! 

Hallo.

Jede Bewegung meines Körpers, welche anderen sichtbar ist,
macht mich zu einer Hure. 
Dazu gehören auch Bewegungen, die ich im Haus vollführe,
da diese sich ungewollt auf meine Körperhaltung und meinen
äußeren Eindruck auswirken.

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23. Januar um 23:09
In Antwort auf hoi

Hallo.

Jede Bewegung meines Körpers, welche anderen sichtbar ist,
macht mich zu einer Hure. 
Dazu gehören auch Bewegungen, die ich im Haus vollführe,
da diese sich ungewollt auf meine Körperhaltung und meinen
äußeren Eindruck auswirken.

Geteiltes Leid, ist halbes Leid.

Rat:
Gib dich niemals auf, achte auf deinen Körper und auf deine Gesundheit - das kann dir extrem zur Überwindung weiterhelfen, stelle niemals dich in Frage, vergiss nicht, dass du ganz viel Wert bist. egal was ist. Dein Selbstwert darf niemals in Frage gestellt werden.

Suche dir Leute, die dir professionell wirklich weiterhelfen können. Du schaffst das nicht alleine.

Reden, austauschen, mitteilen - bei ausgewählten Leuten. Nichts unter den Teppich, lass nichts in der Magengrube.

Natürlich wird es immer Leute geben, die damit nichts anfangen können, aber das ist nicht dein Problem - das kann immer passieren. Du kannst damit Vertrauen in dich aufbauen.

Bekomme wieder deine Gesundheit wieder in den Griff. Essen, Trinken. Anderer Arzt usw.

Lass deine Wohnung zu deiner eigenen herrlichen Oase werden. Lass die Sonne rein, Licht und frische Luft. Der Mief muss raus.


Du siehst dich selbst als Hure. Andere sehen das sicher nicht so. Das ist dein eigenes Selbstbild.

Die Zeit kann viele Wunden heilen, aber blos dann, wenn du deine Gesundheit erhälst und wenn du deinen Selbstwert erhälst und dich niemals in Frage stellst und an dich und deinen Wert glaubst.

Ich war selbst Sportler. Mich haben einige Verletzungen zurückgeworfen. Heute kann ich nicht mehr das machen, was ich gern machen würde.

ps.
Entschuldigung für meinen oben gemachten Beitrag. Der war voll daneben.
Eisbaden ist extrem gesund und mich hat es vergangen gerettet.
Aber wohl ganz sicher nicht in jedem Fall das beste und geeignete Mittel.

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24. Januar um 0:21
In Antwort auf hoi

Danke. Das klingt aber nett.

Das steht manchmal auf so Tassen, oder Bildern,
die man an die Wand hängen kann.

Hallo hoi

Mit Deinem Kommentar hast Du vollkommen Recht. Da ich u.a. mit Menschen arbeite, die ähnliche Lebensgeschichten wie Du mit sich tragen, leider aber in der Schweiz lebe, kann ich Dir zu wenig praktische, echte Hilfe/Beratung anbieten. Irgendwelche Durchhalteparolen nutzen bei diesem Hintergrund nicht einmal mehr als Deko für Tassen oder Wände. 
Deswegen: Wenn Du praktische Hilfestellung / Beratung brauchst oder möchtest, schreibe mich bitte per PN an, und ich werde mich darum kümmern, Dir hilfreichere Kontakte als mich zu vermitteln. Es gibt nämlich auch sowas wie Online Beratungsportale, die von Fachleuten betreut werden. Einer meiner Kollegen betreut so ein Portal in seiner Fachdisziplin, ist ein Deutscher mit vielen Jahren Berufserfahrung - auch in Deutschland. Wenn Du willst, erkundige ich mich besser und gebe Dir die Kontaktadresse(n) weiter.

Du hast den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Versuch und konzentrier Dich jetzt auf den nächsten.

ww

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24. Januar um 12:36

Was Du erlebst hast, ist eindeutig traumatisch. Mit Alkohol löst sich das Erlebte aber nicht auf, Du schaffst Dir nur ein zusätzliches Problem. Für Dich wäre wahrscheinlich erst ein Entzug das Richtige, gekoppelt mit einer Traumatherapie. Alleine wirst Du es nicht schaffen.

Alles Gute.

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24. Januar um 17:04
In Antwort auf hoi

Hallo ihr Lieben,

ich schreibe heute mal weil ich gut drauf bin.
Gut, dass heisst ich konnte aufstehen, mich waschen und Kaffee kochen.

Zu mir: Ich lebe allein, habe eine erwachsene Tochter.
Ich war früher sehr gesundheitsbewußt, Vegetarier, sportlich. Allerdings
eher burschikos als feminin. Hab mich irghendwie verändert.

Ich bin vor 3 Jahren vergewaltigt worden: Ich dachte, ich schaffe das schon,
aber da ich eine lange Vergewaltigungs- und Mißbrauchshistorie in der Ver-
gangenheit hatte, ist bei mir so etwas wie eine psychische Beeinträchtigung
entstanden. Der Vergewaltiger war ein Trainer beim Sport.
Berufsmäßig musste nach dem Vorfall "downgraden", da ich in meiner vorherigen 
Arbeit erfolgreich viel mit Menschen zu tun hatte. Das ging absolut nicht mehr. 
Ich arbeite jetzt in einer Werkstatt als Helfer, bin die meiste Zeit allein. 
​Nur so schaffe ich es.

Zur Zeit gehe ich nur zur Arbeit, danach manchmal kurz einkaufen,
sonst verlasse ich die Wohnung nicht. Soziale Kontakte habe ich eingestellt.
Ich spreche mit Niemandem mehr, schaue draußen auf der Strasse starr
auf den Boden, trage Sachen die mir extrem zu groß sind.
Ich habe mehrere Sicherheitsschlösser an meiner Tür eingebaut.
Ich lebe im Dunkeln, meine Rolläden sind immer herunter gezogen, Glühbirnen
raus gedreht. Geräusche verursachen mir Kopfschmerzen, deshalb habe ich
Kühlschrank & Co. schon lange aus gestöpselt. Meine Wohnung ist im Chaos,
ich zerstöre oft unwissentlich Dinge. Letztens war eine Tür zerschlagen, alles 
aus den Schränken gezerrt. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was da war.

Nachts liege ich oft wach, erlebe komische Zustände, bei denen ich halb wach
bin halb schlafe und mein ganzer Körper krampft sich zusammen, weshalb ich
meistens große Schmerzen habe. 
Ich habe mir angewöhnt, regelmäßig Alkohol zu trinken. Vor allem abends/ 
nachts ist es schlimm, ich bekomme dann solche Panik, das ich es nicht mehr 
aushalte. Ohne eine Flasche Schnaps geht dann gar nichts.
Meinen Kollegen auf der Arbeit lüge ich was vor, wenn die fragen, was hast
Du am Wochenende gemacht, sag ich, ich wär im Kino gewesen oder so.

Mein Hausarzt verharmlost das Ganze, ich war letztens mit ganz viel Mut
da und bin im Wartezimmer vor Angst fast zusammen gebochen. Er sagte nur:
"Wird schon wieder. Sie sind ja nicht krank."

***

Mit meiner Tochter habe ich letztens telefoniert. Sie sagte, dass es so nicht
weiter ginge. Sie würde den Kontakt abbrechen, wenn sich nicht etwas änderte.
Das ist eigentlich der Grund, warum ich hier schreibe: Sie ist der einzige Mensch,
mit dem ich noch Kontakt habe.
Sie sagt, ich sei eine Belastung, sei oft aggressiv.
Therapien bringen mir nichts. Hatte ich in der Vergangenheit, im Endeffekt habe
ich die Dinge mit mir selbst aus gemacht, mich selbst wieder auf gerichtet.
Früher hat mir der Sport geholfen, aber irgendwie komme ich jetzt nicht weiter.

Für einen Rat wäre ich dankbar.

 

mal eine kur außerhalb...  raus aus der gewohnten Umgebung!   

und unbedingt noch mal Therapie!
dann hattest du einfach nur scheiß Therapeuten

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1. Februar um 11:13
In Antwort auf carina2019

mal eine kur außerhalb...  raus aus der gewohnten Umgebung!   

und unbedingt noch mal Therapie!
dann hattest du einfach nur scheiß Therapeuten

Eure Art, zu leben, ist lächerlich.

Ihr verwendet Kühlschränke, fahrt Kfz, kauft Plastik im Supermarkt.

Ich glaube kaum, das eine "Kur" unter Euch Bestien und Gebärmaschinen
sinnbringend wäre.

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1. Februar um 11:26
In Antwort auf wonder_woman

Hallo hoi

Mit Deinem Kommentar hast Du vollkommen Recht. Da ich u.a. mit Menschen arbeite, die ähnliche Lebensgeschichten wie Du mit sich tragen, leider aber in der Schweiz lebe, kann ich Dir zu wenig praktische, echte Hilfe/Beratung anbieten. Irgendwelche Durchhalteparolen nutzen bei diesem Hintergrund nicht einmal mehr als Deko für Tassen oder Wände. 
Deswegen: Wenn Du praktische Hilfestellung / Beratung brauchst oder möchtest, schreibe mich bitte per PN an, und ich werde mich darum kümmern, Dir hilfreichere Kontakte als mich zu vermitteln. Es gibt nämlich auch sowas wie Online Beratungsportale, die von Fachleuten betreut werden. Einer meiner Kollegen betreut so ein Portal in seiner Fachdisziplin, ist ein Deutscher mit vielen Jahren Berufserfahrung - auch in Deutschland. Wenn Du willst, erkundige ich mich besser und gebe Dir die Kontaktadresse(n) weiter.

Du hast den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Versuch und konzentrier Dich jetzt auf den nächsten.

ww

Online-Therapeuten? Völliger Schwachsinn.

Wie soll mich (irgend-) ein Therapeut von einer wert- und rechtlosen
Gebärmaschine in ein lebendiges Wesen verwandeln?

Das kann ich nur selbst - aber niemals inmitten von Euch Bestien und
Gebärmaschinen.

Die einzige Organisation mit sinnvollem Ansatz aus der Schweiz, die 
ich kenne, heisst "Dignitas". Und die arbeiten aus rechtlichen Gründen
viel zu langsam. Außerdem werden die Homo Sapiens eingeschläfert,
was ihr Fleisch ungenießbar macht.

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1. Februar um 16:59
In Antwort auf hoi

Eure Art, zu leben, ist lächerlich.

Ihr verwendet Kühlschränke, fahrt Kfz, kauft Plastik im Supermarkt.

Ich glaube kaum, das eine "Kur" unter Euch Bestien und Gebärmaschinen
sinnbringend wäre.

oja du scheinst wirklich Probleme zu haben 

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Von: sicherheitsverhalten
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1. Februar um 11:58
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