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Kein Glück in der Liebe - oder doch reine Kopfsache?

5. März 2017 um 17:50 Letzte Antwort: 8. März 2017 um 23:05

Hatte hier vor ein paar Tagen mal was ins Forum geschrieben und gemerkt, wie gut es mir tut, etwas niederzuschreiben. Deswegen jetzt hier mal ein wenig meiner "Lebensgeschichte".
Vor Zehn Jahren, im Alter von 13, war ich in so ner Art Jugendcamp. Zwei Wochen campen an der Mosel, ohne Eltern. Wie es der Zufall so wollte, sollte ich dort meine erste Freundin kennen lernen. Zunächst hatte ich mir ein Spaß daraus gemacht, bis zum Ende des Camps meinen ersten Kuss zu erleben -  hat übrigens nicht geklappt. Was aber daran lag, dass ich mich Hals über Kopf in ein Mädchen verknallt hatte. Das wollte ich mit so ner Aktion nicht versauen. 
Nun, sie empfand wohl ähnlich und wenige Wochen nach dem Camp kamen wir auch zusammen. War wohl das schönste halbe Jahr meines Lebens. Dann, einen Tag auf den Anderen, wollte sie nichts mehr von mir wissen. Sie leugnete, dass wir zusammen waren. Ihre Schwester wusste auch nicht, was los war. Sie reagierte nicht mehr auf meine Anrufe, ging mir aus Weg und so weiter. Da war ich 14 und hat mich richtig fertig gemacht. Heute hätte ich sicher darauf auch anders reagiert. Damals war ich total überfordert mit der Situation. Meinen Eltern gegenüber wollte ich auch nichts erzählen - Jugendlicher halt
Rückblickend betrachtend bin ich damals wohl in eine richtige Depression reingerutscht. Ich hatte Selbstmordgedanken, bin in eine Computersucht abgestürzt (WoW), Schule hatte auch ziemlich drunter gelitten. Mit jemandem darüber geredet hatte ich damals mit keinem. Es sollte über ein Jahr dauern, als die beste Band der Welt aus Berlin (aus Berlin) mich aus dieser Depression rausholte. DIe Musik half mir und endlich weinte ich mich Nachts nicht mehr in den Schlaf.
Wirklich drüber hinweg kam ich dann wohl im Sommer, als ich 16 war. Ich war mit meiner Familie im Urlaub und traf dort erneut ein Mädchen. Sie kam auch aus Deutschland, allerdings aus Berlin (während ich aus dem westen in NRW komme). Wir hatten also nur eine Woche, da musste sie abreisen. Nun, diese Woche hatten wir... ich sag mal, gut genutzt
Als ich dann wieder in Deutschland war, wusste ich, dass ich jetzt auch wieder bereit bin, für eine weitere Beziehung. Doch irgendwie sollte es seit dem nicht mehr klappen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft jede neue Schwärmerei in einer der beiden Szenarios endete: Entweder "bist du für mich nur ein Freund", oder sie war eben schon vergeben. Bedeutet für mich: Absolut tabu. Tatsächlich ist jede, die damals eine Beziehung hatte, immer noch mit ihrem Freund zusammen. Hätte also, falls überhaupt Erfolg, eine funktionierende Beziehung zerstört. 
Das 'Problem' ist, mittlerweile bin ich 23. Eine wirkliche Beziehung hatte ich also noch nie. Ich sehne mich danach, aber es klappt einfach nicht. Wie man so schön sagt: Die besten Frauen sind immer vergeben
Nach außen nehme ich das ganze immer mit Humor, wenn ich drauf angesprochen werde. Aber innerlich merke ich, dass ich... wie soll ich sagen... 'verrückt' werde. Es wirkt auf mich, als SOLLTE ich einfach kein Glück in der Liebe haben. Ich rede mir ein, dass das natürlich nicht so ist. Aber bei jeder neuen Schwärmerei bin ich mir meist schon im Vorfeld sicher, dass es nicht klappt. Über all die Jahre hat das ziemlich an meinem Selbstbewusstsein, zumindest Frauen gegenüber, genagt. Ich bin in einer Phase, wo ich mir sage: Ach, komm, dass 'suchen' hat doch eh keinen Sinn. Ich warte ab, bis sich durch Zufall neue Bekanntschaften entwickeln, stelle fest, sie hat einen Freund und so vergehen dann weitere Wochen und Monate, bis ich jemand neuen kennen lerne. Und dann wiederholt sich das ganze.
Ich weiß, dass es keinen Musterplan gibt, wie man zu einer Freundin gibt. Auf sowas will ich auch gar nicht heraus. Aber denkt ihr, dass es Personen gibt, die einfach keine (wirklichen) Beziehungen haben? Weil es einfach nicht klappt (also nicht, weil sie nicht wollen)? Bin mal auf eure Meinungen gespannt. 

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8. März 2017 um 23:05
In Antwort auf ransu_12904999

Hatte hier vor ein paar Tagen mal was ins Forum geschrieben und gemerkt, wie gut es mir tut, etwas niederzuschreiben. Deswegen jetzt hier mal ein wenig meiner "Lebensgeschichte".
Vor Zehn Jahren, im Alter von 13, war ich in so ner Art Jugendcamp. Zwei Wochen campen an der Mosel, ohne Eltern. Wie es der Zufall so wollte, sollte ich dort meine erste Freundin kennen lernen. Zunächst hatte ich mir ein Spaß daraus gemacht, bis zum Ende des Camps meinen ersten Kuss zu erleben -  hat übrigens nicht geklappt. Was aber daran lag, dass ich mich Hals über Kopf in ein Mädchen verknallt hatte. Das wollte ich mit so ner Aktion nicht versauen. 
Nun, sie empfand wohl ähnlich und wenige Wochen nach dem Camp kamen wir auch zusammen. War wohl das schönste halbe Jahr meines Lebens. Dann, einen Tag auf den Anderen, wollte sie nichts mehr von mir wissen. Sie leugnete, dass wir zusammen waren. Ihre Schwester wusste auch nicht, was los war. Sie reagierte nicht mehr auf meine Anrufe, ging mir aus Weg und so weiter. Da war ich 14 und hat mich richtig fertig gemacht. Heute hätte ich sicher darauf auch anders reagiert. Damals war ich total überfordert mit der Situation. Meinen Eltern gegenüber wollte ich auch nichts erzählen - Jugendlicher halt
Rückblickend betrachtend bin ich damals wohl in eine richtige Depression reingerutscht. Ich hatte Selbstmordgedanken, bin in eine Computersucht abgestürzt (WoW), Schule hatte auch ziemlich drunter gelitten. Mit jemandem darüber geredet hatte ich damals mit keinem. Es sollte über ein Jahr dauern, als die beste Band der Welt aus Berlin (aus Berlin) mich aus dieser Depression rausholte. DIe Musik half mir und endlich weinte ich mich Nachts nicht mehr in den Schlaf.
Wirklich drüber hinweg kam ich dann wohl im Sommer, als ich 16 war. Ich war mit meiner Familie im Urlaub und traf dort erneut ein Mädchen. Sie kam auch aus Deutschland, allerdings aus Berlin (während ich aus dem westen in NRW komme). Wir hatten also nur eine Woche, da musste sie abreisen. Nun, diese Woche hatten wir... ich sag mal, gut genutzt
Als ich dann wieder in Deutschland war, wusste ich, dass ich jetzt auch wieder bereit bin, für eine weitere Beziehung. Doch irgendwie sollte es seit dem nicht mehr klappen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft jede neue Schwärmerei in einer der beiden Szenarios endete: Entweder "bist du für mich nur ein Freund", oder sie war eben schon vergeben. Bedeutet für mich: Absolut tabu. Tatsächlich ist jede, die damals eine Beziehung hatte, immer noch mit ihrem Freund zusammen. Hätte also, falls überhaupt Erfolg, eine funktionierende Beziehung zerstört. 
Das 'Problem' ist, mittlerweile bin ich 23. Eine wirkliche Beziehung hatte ich also noch nie. Ich sehne mich danach, aber es klappt einfach nicht. Wie man so schön sagt: Die besten Frauen sind immer vergeben
Nach außen nehme ich das ganze immer mit Humor, wenn ich drauf angesprochen werde. Aber innerlich merke ich, dass ich... wie soll ich sagen... 'verrückt' werde. Es wirkt auf mich, als SOLLTE ich einfach kein Glück in der Liebe haben. Ich rede mir ein, dass das natürlich nicht so ist. Aber bei jeder neuen Schwärmerei bin ich mir meist schon im Vorfeld sicher, dass es nicht klappt. Über all die Jahre hat das ziemlich an meinem Selbstbewusstsein, zumindest Frauen gegenüber, genagt. Ich bin in einer Phase, wo ich mir sage: Ach, komm, dass 'suchen' hat doch eh keinen Sinn. Ich warte ab, bis sich durch Zufall neue Bekanntschaften entwickeln, stelle fest, sie hat einen Freund und so vergehen dann weitere Wochen und Monate, bis ich jemand neuen kennen lerne. Und dann wiederholt sich das ganze.
Ich weiß, dass es keinen Musterplan gibt, wie man zu einer Freundin gibt. Auf sowas will ich auch gar nicht heraus. Aber denkt ihr, dass es Personen gibt, die einfach keine (wirklichen) Beziehungen haben? Weil es einfach nicht klappt (also nicht, weil sie nicht wollen)? Bin mal auf eure Meinungen gespannt. 

oder am laufenden Band an komplett durchgeknallte gereaten.. und die alternativ die Kategorie "He's just not that into you". Das sind meine Alternativen wenn ich wen kennen lern. Entweder völlig verschossen in mich und hat irgendein ganz verkorkstes Geheimnis oder die mich einfach nicht wahrnehmen als Partner sondern nur als Kumpel sehen.

Ich häng noch mit einem Strohhalm an dieser Hoffnung vom kitschigen Happy ohne End

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