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Karriere statt Freunde ?

9. Mai 2013 um 14:33

Huhu liebe Mädels,

Bei der gestrigen Diskussion mit meinem Partner äußerte er den Spruch "Du klammerst doch nur so an mir, weil du keine Freunde hast"
Dieser Satz geht mir nun nicht mehr aus dem Kopf, denn er hat Recht.
Ich habe wirklich nur sehr sehr wenige Freunde und über die würde ich noch nicht mal sagen, dass sie auch in schlechten Zeiten zu mir stehen.
In der letzten Zeit habe ich meinen Freundeskreis oft wegen meines Arbeitsplatzes wechseln müssen. In meinem Leben steht meine berufliche Karriere und mein Perfektionismus im Vordergrund. Ich habe jetzt zwar meinen absoluten Traumjob, indem es mir finanziell auch sehr gut geht, aber Freunde hab ich kaum. So passiert es auch oft, dass ich am Wochenende oder an Feiertagen Zuhause allein sitze und arbeite, während mein Partner mal allein mit seinen Freunden unterwegs ist.
Er hat auch Recht, wenn er sagt, dass ich deswegen klammere. Ich möchte ihn nicht verlieren, er passt zu mir.
Ich habe manchmal das Gefühl, meine "alten Freunde" kamen nicht mit meinem Erfolg am Arbeitsplatz klar, oder konnten nichts mit meinem Perfektionismus anfangen.
Erst seit dem Spruch von gestern wird mir so richtig bewusst, wie alleine ich eigentlich da stehe. Trotzdem würde ich meinen beruflichen Erfolg niemals vernachlässigen wollen.
Wie ist das bei euch? Seid ihr auch eher Karriereorientiert ? Was habt ihr für Tipps für mich?

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9. Mai 2013 um 15:02

Es gibt für mich nur 5 Menschen,
die ich je "Freund" genannt habe. (Bin 38) - 2 sind auseinander gegangen (durch meine Fehler ), mit dem dritten bin ich jetzt verheiratet und die anderen beiden - wohnen jetzt 350km und 500km von mir entfernt. Beide sehe ich nur alle 2 oder 3 Jahre Aber Freunde sind wir dennoch immer geblieben. Auch wenn wir 6 Monate nichts voneinander hören würden, wären wir es danach noch.
Was den einen angeht: Er ist ebenso leidenschaftlicher Gamer wie ich, wir unternehmen 3x die Woche mindestens etwas gemeinsam - nur das wir eben gemeinsam in einer virtuellen Welt sind, nicht physikalischh in einem Raum. Mit dem anderen habe ich die Art von Freundschaft, bei der man sich 5 Jahre nicht sehen kann und sich beim ersten Treffen immer noch von der ersten Sekunde an blind versteht. Wir hören einige Monate nicht voneinander, telefonieren dann oder chatten mal wieder eine Zeit intensiv - und von vorn. Wenn ich in der alten Heimat bin, gehören ihm allein min. 75% meiner Zeit da - sofern es bei ihm gerade geht, wenn er in einer Beziehung ist, üblicher Weise nicht, weil seine Frauen irgendwie immer extrem auf mich reagieren
So viel zu "Freundeskreis wegen umziehen gewechselt" - ich denke nicht, dass das eine wirkliche Freundschaft zwangsläufig beendet.

"Meine alten Freunde kamen nicht mit meinem Erfolg / Perfektionismus klar" - ja kannten die Dich denn nicht?
Was ist für Dich ein "Freund"? Jemand mit dem man gern Zeit verbringt? Das sind nicht Freunde, das sind Bekannte!

Wenn ich "Freund" definieren soll, ist meine Antwort stets "Ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt" (afrikanisches Sprichwort) - Freunde sind die, vor denen Du Dich nie verstellen, nie etwas verbergen, nie etwas zurückhalten musst Perfektionismus inklusive. Die, für die Du mehr geben würdest, als Du selbst behälst und die das gleiche für Dich tun würden.
Wie man sie findet? Das sind Diamanten, man muss lange suchen und man wird höchst selten fündig.

Oder suchst Du Bekannte? Gemeinsam etwas unternehmen, gemeinsam Spaß haben, gemeinsam eine schöne Zeit verbingen und notfalls dem anderen auch noch beim Umzug helfen? Dann musst Du unterhaltsam sein und ja - Zeit investieren.

Was wünschst Du Dir denn von den Menschen, die Du suchst?

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