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Kann nicht allein sein

21. Februar 2007 um 21:10 Letzte Antwort: 28. Februar 2007 um 19:42

vielleicht klingt es für euch lächerlich, aber ich würde mich über konkrete tips sehr sehr freuen... das ist sehr wichtig für mich.

habe keinen freund dafür viele freundinnen, die auch (fast) immer auf meine probleme eingehen können, aber jetzt ist der punkt erreicht wo auch sie nicht mehr wissen was sie mit mir anfangen sollen. ich kann keine 2h allein sein!!bekomme ein ganz ungutes gefühl und muss permanent jdn am telefon haben!!! sobald ich mich wohl fühle, aber dann das telefonat endet, fühle ich mich so verdammt einsam und allein und kann nichts mit mir anfangen.

geht es da jdn ähnlich? komme mit dieser abhängigkeit von anderen nicht mehr klar. bitte helft mir.

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26. Februar 2007 um 19:23

So einfach
wie acecat meint ist es nun wirklich nicht... ich kenne diese Gefühle nur zu gut, obwohl sie bei mir noch krasser waren bzw. sind. Ich glaube dass alles einen Ursprung hat, bei mir waren es Probleme mit meinen damaligen Freunden und meinen Eltern. Naja, wenn du mal Lust hast zu quatschen, melde dich. Ich schicke dir dann auch meine E-Mailadresse.
Alles, alles Liebe
Angie

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27. Februar 2007 um 19:43

@acecat, cinderellaprincess und sandy3414
Zuallererst Hallo an alle!
Wahrscheinlich habe ich mich falsch ausgedrückt, sicherlich hat acecat Recht, nur glaube ich nicht dass es für dieses Problem eine Patentlösung gibt. Naja, ich kann nur für mich selber sprechen, und da ich selber betroffen war bzw. bin möchte ich euch meinen Blickpunkt ein bisschen näher bringen.
Bei mir fing es genauso wie bei sandy an und hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer ausgewachsenen Angststörung entwickelt. In dieser Zeit war ich so fertig, dass ich 6 Monate keinen Fuss ausser Haus gesetzt habe, nur um zu erklären dass es wirklich schlimm war. Ich hatte glücklicherweise die Möglichkeit (war kurz nach dem Abi) fast ein Jahr zu Hause zu bleiben und in dieser Zeit wurde mir klar dass der Ursprung viel tiefer lang. In wenigen Worten: ausgelöst wurde alles durch einen Streit mit meiner besten Freundin, doch das war nur der Tropfen der das Fass zum übergehen brachte. Der Grund waren nie verarbeitete Traumen in meiner Kindheit. Heute kann ich sagen, und das beweisen auch die Resultate, dass es für mir der wichtige Weg war, wirklich auf den Grund meiner Probleme gegangen zu sein. Auch wenn in dieser Zeit wahrscheinlich so einige in meinem Dorf in Norditalien dachten ich sei nicht ganz richtig im Kopf. Heute habe ich immer noch an einigen Sachen stark zu knabbern (könnt ihr auch an meinen Beiträgen sehen, würde mich übrigens sehr freuen wenn ihr mir dazu euren Senf abgeben würdet) aber es gut mir im grossen und ganzen gut. Aber dass worum es mir eigendlich ging ist, dass ich im meiner schlimmen Zeit nichts mit so gut gemeinten und auch richtigen Ratschlägen wie die von acecat nichts anfangen konnte. Allein schon aus dem Grund dass ich nicht die Kraft dazu hatt. Wahrscheinlich war mein Beitrag zu voreilig, weil ich alles viel schlimmer gesehen habe als es in Wirklichkeit ist. In meinem heutigen "Zustand" finde ich die Ratschläge von acecat nämlich sehr gut und hilfreich.
Alles Liebe
Angie

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28. Februar 2007 um 19:42

Hallo acecat
Also, ich habe mich in dieser Phase trotz allem gegen Medikamente entschieden, hauptsächlich aus dem Grund, weil die Freundin (24) meines Bruders seit 10 Jahren Antidepressiva schluckt und einfach nicht davon loskommt. Zudem habe ich den Eindruck dass es bei zu Charakterveränderungen gekommen ist (ich kenne sie seit ca.14 Jahren). Irgendwie habe ich immer dass Licht am Ende des Tunnels gesegen. Wenn ich mal 3 Nächte nicht geschlafen habe, habe ich mir gedacht irgendwann werde ich schon umfallen und schlafen. Aber das ist nur möglich wenn man sich eine Auszeit nehmen kann. In dieser Zeit habe ich ansonsten so ziemlich alles probiert: kognitive Verhaltenstherapie, Gespächstherapie, Schüssler Salze, Bachblüten, Pranatherapie, Reiki, Austreibung böser Seelen (der grösste Mist den ich je erlebt habt), Meditation. Heute mache ich noch 2-3mal die Woche Yoga. Ich bin überzeugt davon dass mir eigendlich nur Reiki, Pranatherapie und die Schüssler Salze geholfen haben. Obwohl ich noch dazu sagen muss dass bei mir vor einigen Monaten eine Lebensmittelintolleranz (gegen Aromen und Konservierungsstoffen) festgestellt wurde, die sich ja auch auf die Psyche auswirken kann. Was die Verhaltens und die Gespächstherapie angeht, muss ich sagen dass es bei mir nicht funktioniert hat, weil ich mich nie von meinen Therapeuten verstanden gefühlt habe. Da haben mich die Gespräche mit meiner besten Freundin, die ich seit immer kenne, viel weiter gebracht. Sie studiert mittlerweile in Wien, und obwohl sie mir sehr fehlt, weiss ich dass sie immer für mich da sein wird, so wie ich für sie.
Wahrscheinlich verlieren wir immer mehr aus den Augen dass Freundschaft eines der wichtigsten Dinge im Leben ist.
Viele Liebe Grüsse
Angie

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