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Kann mich anderen nicht öffnen

27. November 2016 um 0:06

Hallo zusammen,

ich habe mich nun endlich dazu entschieden einmal selbst einen Beitrag in einem Forum zu schreiben und wäre dankbar darüber Anregungen zu erhalten oder von ähnlichen Erfahrungen zu hören.
Kurz zu mir: ich bin mittlerweile 21 Jahre alt und habe das Gefühl, dass ich mich seit ungefähr 4 Jahren nicht mehr in persönlicher Hinsicht weiterentwickelt habe. Nachdem ich die Schule mit dem Abitur abgeschlossen hatte, habe ich ein Studium an der Universität begonnen. Während meine Kommilitonen keinerlei Schwierigkeiten damit hatten, neue Freundschaften zu knüpfen, konnte ich nicht auf jemanden zugehen. Mir fiel oftmals kein passendes Thema ein, einen mir fremden Menschen anzusprechen und wenn sich mal ein Gespräch ergab war dieses eher oberflächlich, so dass sich daraus niemals eine Freundschaft hätte entwickeln können.
Schlussendlich hat dies im Laufe der Zeit dazu geführt, dass ich annähernd keine sozialen Kontakte in der Stadt geknüpft habe und mich hier nicht wohlfühle. Ich nutze jede Gelegenheit, um zu meinen Eltern auf Besuch zu fahren und rede mir ein, dass ich lediglich mit dem Uni-Leben nicht zurechtkomme, da ich in meiner Heimat ja noch meine langjährigen Freunde habe. Nach einem Tag an der Uni unternehme ich nahezu nichts außer Fernseh zu schauen, zu kochen oder für die Uni nachzuarbeiten. Das macht mir zwar Spaß und hat außerdem dazu geführt, dass ich einen sehr guten Bachelor-Abschluss absolviert habe, jedoch wünsche ich mir für die Zukunft, dass ich mich von meiner Persönlichkeit her weiterentwickle und mich wohler in meinem sozialen Umfeld fühle. Ich wohne in meiner Stadt zwar mit einer Mitbewohnerin zusammen, jedoch konnte ich mich auch dieser nicht wirklich öffnen, so dass jeder den Großteil seiner Freizeit auf dem jeweils eigenen Zimmer verbracht hat. Darüberhinaus habe ich meine Mitbewohnerin in den letzten 3 Jahren mehrmals gewechselt, was wahrscheinlich auch damit zusammenhängt, dass ich mich nicht auf andere Personen einlassen kann.
Zudem habe ich noch nie eine feste Beziehung geführt, hoffe aber, dass auch ich in Zukunft eine kleine Familie gründe, weiß aber, dass mein aktueller Lebensstil dies nicht zulassen wird. In meinem alten Freundes-/ und Bekanntenkreis führen die meisten schon langjährige Beziehungen, denken darüber nach zusammenzuziehen und sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Dadurch fühle ich mich oft unter Druck gesetzt und bei bestimmten Verantstaltungen ist es auch schlichtweg peinlich ohne Partner von lauter Pärchen umgeben zu sein, die in mir nur den eigenartigen Streber sehen, der zwar ganz nett ist, aber mit dem man keinen ganzen Abend verbringen könnte, weil dieser dann doch zu komisch ist.
Zusammenfassend kann man sagen, dass ich Angst habe davor, den Anschluss zu verlieren und irgendwann vollständig zu vereinsamen. Auch meine alten Freundschaften sind nicht mehr so fest wie früher, da wir immer seltener die Zeit finden etwas zusammen zu unternehmen. Wenn ich diese Freundschaften nicht aufrecht erhalten kann, stehe ich irgendwann alleine da und habe keine Kraft und auch keine Idee, wie ich aus dieser Situation wieder herauskommen kann.

Ich würde mich über Antworten und Gedanken von eurer Seite aus sehr freuen.

Liebe Grüße,
Johanna

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29. November 2016 um 11:22

Liebe Johnana

Ich möchte dir ein Buch empfehlen:
'Meine andere Welt' von Gabrijela Mecky Zaragoza

Gutes Gelingen,
und toi toi toi auf Deinem Weg.

Leo

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29. November 2016 um 20:28

Johanna hab dir eine PN geschickt.

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29. November 2016 um 20:29

Upps wollte nicht zittieren. Hab mich vertan.

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22. Dezember 2016 um 15:32
In Antwort auf sonnesommersee

Liebe Johnana

Ich möchte dir ein Buch empfehlen:
'Meine andere Welt' von Gabrijela Mecky Zaragoza

Gutes Gelingen,
und toi toi toi auf Deinem Weg.

Leo

Lieber Leo,

vielen Dank für deinen interessanten Buchtipp. Ich habe mir gerade den Klappentext durchgelesen und werde mir das Buch, wenn ich Zeit habe durchlesen.

Viele Grüße,
Johanna

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22. Dezember 2016 um 15:57
In Antwort auf juhe95

Hallo zusammen,

ich habe mich nun endlich dazu entschieden einmal selbst einen Beitrag in einem Forum zu schreiben und wäre dankbar darüber Anregungen zu erhalten oder von ähnlichen Erfahrungen zu hören.
Kurz zu mir: ich bin mittlerweile 21 Jahre alt und habe das Gefühl, dass ich mich seit ungefähr 4 Jahren nicht mehr in persönlicher Hinsicht weiterentwickelt habe. Nachdem ich die Schule mit dem Abitur abgeschlossen hatte, habe ich ein Studium an der Universität begonnen. Während meine Kommilitonen keinerlei Schwierigkeiten damit hatten, neue Freundschaften zu knüpfen, konnte ich nicht auf jemanden zugehen. Mir fiel oftmals kein passendes Thema ein, einen mir fremden Menschen anzusprechen und wenn sich mal ein Gespräch ergab war dieses eher oberflächlich, so dass sich daraus niemals eine Freundschaft hätte entwickeln können.
Schlussendlich hat dies im Laufe der Zeit dazu geführt, dass ich annähernd keine sozialen Kontakte in der Stadt geknüpft habe und mich hier nicht wohlfühle. Ich nutze jede Gelegenheit, um zu meinen Eltern auf Besuch zu fahren und rede mir ein, dass ich lediglich mit dem Uni-Leben nicht zurechtkomme, da ich in meiner Heimat ja noch meine langjährigen Freunde habe. Nach einem Tag an der Uni unternehme ich nahezu nichts außer Fernseh zu schauen, zu kochen oder für die Uni nachzuarbeiten. Das macht mir zwar Spaß und hat außerdem dazu geführt, dass ich einen sehr guten Bachelor-Abschluss absolviert habe, jedoch wünsche ich mir für die Zukunft, dass ich mich von meiner Persönlichkeit her weiterentwickle und  mich wohler in meinem sozialen Umfeld fühle. Ich wohne in meiner Stadt zwar mit einer Mitbewohnerin zusammen, jedoch konnte ich mich auch dieser nicht wirklich öffnen, so dass jeder den Großteil seiner Freizeit auf dem jeweils eigenen Zimmer verbracht hat. Darüberhinaus habe ich meine Mitbewohnerin in den letzten 3 Jahren mehrmals gewechselt, was wahrscheinlich auch damit zusammenhängt, dass ich mich nicht auf andere Personen einlassen kann.
Zudem habe ich noch nie eine feste Beziehung geführt, hoffe aber, dass auch ich in Zukunft eine kleine Familie gründe, weiß aber, dass mein aktueller Lebensstil dies nicht zulassen wird. In meinem alten Freundes-/ und Bekanntenkreis führen die meisten schon langjährige Beziehungen, denken darüber nach zusammenzuziehen und sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Dadurch fühle ich mich oft unter Druck gesetzt und bei bestimmten Verantstaltungen ist es auch schlichtweg peinlich ohne Partner von lauter Pärchen umgeben zu sein, die in mir nur den eigenartigen Streber sehen, der zwar ganz nett ist, aber mit dem man keinen ganzen Abend verbringen könnte, weil dieser dann doch zu komisch ist.
Zusammenfassend kann man sagen, dass ich Angst habe davor, den Anschluss zu verlieren und irgendwann vollständig zu vereinsamen. Auch meine alten Freundschaften sind nicht mehr so fest wie früher, da wir immer seltener die Zeit finden etwas zusammen zu unternehmen. Wenn ich diese Freundschaften nicht aufrecht erhalten kann, stehe ich irgendwann alleine da und habe keine Kraft und auch keine Idee, wie ich aus dieser Situation wieder herauskommen kann.

Ich würde mich über Antworten und Gedanken von eurer Seite aus sehr freuen.

Liebe Grüße,
Johanna

Die Oberflächlichkeit im Gespräch ist wahrscheinlich durch deine Verschlossenheit entstanden. Weil du ja Distanz hälst. 
Am einfachsten ist, wenn du die Kontakte über Dinge knüpfst, die dir Spaß machen. Das fängt mit dem Studium an, aber du hast bestimmt noch andere Interessen. Zum Sport verabreden. Irgendwas einfach, beim Essen/Kochen hat man auch Möglichkeiten, warum nicht. 
Und nicht so viel nachdenken, das ergibt so oder halt nicht. Wenn nicht, passte es nicht, und diese Erkenntnis ist ja auch etwas wert.

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