Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Kann einfach nicht glücklich sein

Letzte Nachricht: 14. Mai 2014 um 18:52
E
elenor_12441731
06.04.14 um 20:08

Mein Problem ist, dass ich immer etwas brauche über das ich mir Sorgen machen kann. Ich gehe noch zur Schule und habe ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern , habe eigentlich keine triftigen Gründe um mir Sorgen zu machen, und trotzdem finde ich immer irgendwas. Zum Besipiel , als ich einen schlimmen Husten bekam und oft große Atemnot hatte. Ich googelte meine Symptome und bekam natürlich massenhaft Krankheiten ausgespuckt die ich haben könnte. Ich war auch beim Arzt der aber sagte das ich abwarten soll und mein Husten sicherlich weggehen würde . Das war zum Glück auch so, aber dann bildete ich mir neue Krankheiten ein und alle möglichen Schmerzen. Wenn ich Kopfweh hatte dachte ich mir immer "Scheiße, was ist wenn das nicht weggeht? " oder " Oh Gott ich hab dieses und jenes, jetzt kann ich nicht studieren gehen und kann mein Leben wegschmeißen".. Ich habe einfach immer Angst mein Leben nicht richtig leben zu können wegen irgendeiner chronischen Krankheit die ich bekomme. Das gleiche gilt auch für psychische Krankheiten : Sehe ich eine Dokumentation über psych. gestörte Menschen identifizier ich mich gleich mit denen und übertrage die Symptome auf mich selber. Gestern war ich meine Oma im Krankenhaus besuchen und habe auch mit den anderen Patienten gesprochen, eine hat so starke Migräne dass sie nicht mehr arbeiten kann und eine hat so Zwangshandlungen. Das schlägt natürlich sofort ein bei mir , kaum war ich daheim im Bett identifizierte ich mich schon wieder mit damit. Das geht so weit , dass ich die Symptome auch wirklich bekomme oder einfache Schmerzen falsch deute. Wenn ich so zurückblicke , kann ich sagen dass jede meiner 'Krankheiten' wieder verschwunden ist . Einmal dachte ich ich hätt irgendeine Derealisation und fühlte mich wie in Watte gepackt . Ich dachte in dem Moment echt ich bin in einem Traum aus dem ich nicht mehr aufwachen kann, hatte auch extreme Angst. War auch beim Psychologen deswegen und hab so nen Persönlichkeitstest gemacht und der sagte nur dass ich eine ängstliche Person bin und mir nicht immer soviel Gedanken machen sollte, solche Gefühle seien ganz normal in der Pubertät. Und siehe da , ein paar Tage später fühlte ich mich wieder ganz normal. Und in dem Moment als ich das hatte dachte ich echt das vergeht nie mehr.Im Rückblick find ich dass immer lächerlich und denk mir was für ein hoffnungsloses Hypochonder ich doch bin. Ich versuche solche Gedanken zu vermeiden und mich nicht mit sowas zu beschäftigen , aber dass gelingt mir auch nicht immer. Einmal hab ich gedacht ich könnte mich gar nicht verlieben während alle meine Freundinnen einen Freund haben und ich wär nicht ganz normal, mit mir stimmt etwas nicht , tja solange bis ich wieder nen typen seh der mir gefällt. Ich brauch einfach immer etwas über dass ich mir den Kopf zerbrechen kann. ich glaube dass hab ich von meiner Mutter, die in dieser Hinsicht genau gleich ist wie ich. Ich weiß dass ich unglaublich hypochondrisch bin , aber dích kann das einfach nicht abstellen! Hat wer Erfahrungen damit und weiß wie man positiv und frei denken kann?

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K
katla_12341076
14.05.14 um 18:52

Einfach glücklich sein
Hi sempiternal01,

Als ich deine ersten Sätze gelesen habe, dachte ich "Wow, hier schreibt mal jemand, der sehr selbstreflektiert ist."

(du schreibst: "Mein Problem ist, dass ich immer etwas brauche über das ich mir Sorgen machen kann")

Ich glaub, dass es den meisten Menschen so geht.

Viele Dinge in unserer Gesellschaft, in denen es um Geld geht, bauen ja auch genau auf diese Sorgen/Ängste der Menschen!

Z.B. im Krankheitsbereich: "Sie MÜSSEN UNBEDINGT jedes halbe Jahr zum Frauenarzt, denn allein die Tatsache, dass Sie Brüste und eine Gebärmutter haben, macht sie zum hochgradigen Risikopatient für Brust-/Gebärmutterhalskrebs!" -> Frauen rennen ständig besorgt zum Frauenarzt und sehen ihren eigenen Körper als "Risiko", statt ihm zu vertrauen.

Das Problem dabei ist, je mehr man sich sorgt, desto mehr Macht gibt man der Möglichkeit einer Krankheit in seinem Leben. Sprich, wer jahrelang Angst vor einer bestimmten Krankheit hat, hat größere Chancen, die auch zu bekommen.

Du hast schon im Gefühl, dass das extrem mit deinen Gedanken zusammenhängt. Ich kann dir eine Strategie ans Herz legen, die mir extrem geholfen hat/hilft, mit meinen Gedanken bewusster umzugehen und auch bewusst Entscheidungen zu treffen, welche Gedanken mich beeinflussen. Habe vor kurzem dazu ein Video auf youtube gemacht, das ich dir ans Herz lege: https://www.youtube.com/watch?v=l70kq6Tl32Q

Der zweite wichtige Punkt für dich ist, dass du lernst, deinem Körper zu vertrauen. Wenn irgendwas nicht stimmt, dann teilt uns das unser Körper mit, nicht unser Kopf.

Wenn dir das hilft, empfehle ich dir, meinen Newsletter zu abonnieren: http://www.watering-lilies.de/newsletter . Dann schicke ich dir regelmäßig (und kostenlos) Motivationen und Inspirationen für ein glücklicheres, leichteres Leben

Alles Gute für dich!

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