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Job und...

19. Oktober 2006 um 21:05

Hallo ihr lieben,

ich fang mal an, über mich zu erzählen, meinen Lebensablauf.

Also: Ich bin 20 Jahre alt, habe einen 24-Jahre alten Freund, mit dem ich schon 5 Monate zusammen bin, vorher hatte ich eine 5-Jährige beziehung was die reinste Katastrophe war, wie mir im nachhinein auffällt. Bin ein sehr liebevoller Mensch ( manchmal zu lieb, das haben mir schon viele gesagt, kann schlecht nein sagen )in der Schule von 1. - 10 Klasse habe ich nie richtig aufgepasst, habe kaum gelernt ausser ab und zu, habs dennoch immer geschafft, nicht sitzen zu bleiben. Dann bin ich auf die Berufsschule gegangen, da bin ich aufgelebt, mir machte die Schule richtig spaß, hatte super gute Noten. Allerdings auch nicht viel für mich gelernt sondern immer nur das aus dem Unterricht mit genommen. (das hat bis her immer gereicht) Vor 2 1/2 Jahren habe ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau begonnen, die ich auch ganz gut abgeschlossen habe. Aber nach meiner Ausbildung, ( habe nur 2 Jahre gemacht, habe um 1 Jahr verkürzt) habe ich gemerkt dass das nicht alles ist, was ich möchte. Ich wollte mehr. Also habe ich mich mit Unterstützung von meinem jetzigen Freund für ein Studium angemeldet und zwar Betriebswirtschaft. Das mache ich jetzt noch neben der Arbeit.

Allerdings habe ich seit dem ich das mache, eine phase, dass es mir jeden Tag schlecht geht. Ich denke glaube ich, dass mir das alles zuviel ist. Denn ich habe auch noch eine Skoliose (eine Wirbelsäulenverkrümmung, wenn man mich von vorne angucken würde, sieht meine wirbelsäule leicht aus wie ein S) durch die rotation habe ich einen kleinen rechten Rippenbuckel. Ich kam bisher immer damit klar nur so langsam fangen die schmerzen an. War auch schon einmal in einer Kur für 6 Wochen wo sich vieles gebessert hat, da ich aber danach meine Ausbildung angefangen habe, habe ich vieles schleifen lassen. Also hat sich mein Rücken leider gottes wieder verschlechtert

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll, mein Arzt fragt mich ob mir das Studium so wichtig ist, weil ich eben nur diesen einen Körper habe und ich nur mit diesen einen funktionieren kann.

Das hat mich zum grübeln gebracht. Klar ist mir das Studium wichtig, allerdings ist es auch nicht wirklich das, was ich für mich als traumjob ansehen würde.

Mein Freund will mir in allen Lagen helfen, übertreibt nur manchmal gerne, dass ich nach dem telefonat mit ihn heulen muss weil er so hohe Anforderungen hat, ich habe ihm auch schon gesagt, dass ich das so mache wie ich das für richig halte, dass man darüber reden kann, dass ich auch gerne zuhöre und mich verbessern mag aber ich bin ich. Das versteht er auch.

Mein problem ist einfach nur, dass ich im mom total verzweifelt bin. Mein Alltag sieht im mom so aus:

Mo. 8-17 Uhr arbeiten, danach Lernen und Übungen machen
Di. 8-17 Uhr arbeiten, danach bis 21 uhr Schule, danach Übungen machen,
Mi. 8-17 Uhr arbeiten, danach Lernen und Übungen machen,
Do. 8-17 Uhr arbeiten, danach bis 21 Uhr Schule, danach Übungen machen,
Fr. 8-14.30 arbeiten, danach lernen und übungen machen

Ich weiß, ich sollte nicht rumheulen, schließlich habe ich mich dafür entschieden ein Studium zu machen, aber im mom ist das tweilweise so, dass ich so überfordert bin, lernen möchte, es aber nicht schaffe zu lernen.

Kennt hier jemand auch sowas??? Habt Ihr vielleicht auch mal sowas durchgemacht wie ich?? Ich würde im mom am liebsten alles hinschmeißen, würde am liebsten nur noch heulen und in der ecke sitzen, bin echt fertig....

Wäre euch dankbar, für ein paar Ratschläge oder so...

Ganz lieben Gruß
Maus

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20. Oktober 2006 um 2:14

"Job und... "
Hallo Maus,

du bist ein sehr fleißiges Mädel, denn sonst hättest du nicht schon so viel geschafft!! Bravo!!

Zu deinem Studium neben dem Beruf:
Was hältst du davon, wenn du das Studium NUR als Weiterbildung betrachtest?? und das mehr oder weniger seeeeeeeeeeeeehr locker danben machst, jedes Semester nur ganz wenige Lehrveranstaltungen, und die eben als Weiterbildung betrachtest!!

... ... und irgendwann - vielleicht erst in 10 Jahren? - wird diese Weiterbildung in einer Berufsausübung enden, nämlich dann wenn du das Studium so nebenbei schön langsam abschließt ... oder auch nicht.

Also was ich dir damit raten möchte ist: dem Studium den hohen Stellenwert zu nehmen. Schraube zurück, aber bleibe so lange dran, solange es dich interessiert! Wie gesagt: vielleicht machst du es fertig, dann mündet es in einer neuen Berufsausübung, vielleicht machst du es nicht fertig, dann hast du dich immerhin gut weitergebildet!!

*Tine*

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20. Oktober 2006 um 8:53

Hallo jaja,
ich habe meine Übungen (Gymnastik) vernachlässigt. Dadurch ist es wieder alles schlimmer geworden....

Mein Studium verhindert es so weit, dass ich halt immer lernen muss und mein arzt mir geraten hat, dass ich vielleicht besser noch einmal zur Kur gehen soll. Das ist aber mit dem Studium nicht machbar.

Kann das Studium leider nicht nebenher laufen lassen, weil dies in einer Beurfsschule gemacht wird und man da nur ein jahr wiederholen kann...

Ich denke mir auch, je schneller ich damit fertig bin, desto besser. Dann habe ich vielleicht wenigstens nach diesen 3 1/2 Jahren ruhe..

Im mom macht mich das aber alles ganz schön fertig, weiß nicht, wie ich mich motivieren soll, weiter zu machen..


Lieben Gruß und ein schönes WE

Maus

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20. Oktober 2006 um 8:57
In Antwort auf lyndi_12155738

"Job und... "
Hallo Maus,

du bist ein sehr fleißiges Mädel, denn sonst hättest du nicht schon so viel geschafft!! Bravo!!

Zu deinem Studium neben dem Beruf:
Was hältst du davon, wenn du das Studium NUR als Weiterbildung betrachtest?? und das mehr oder weniger seeeeeeeeeeeeehr locker danben machst, jedes Semester nur ganz wenige Lehrveranstaltungen, und die eben als Weiterbildung betrachtest!!

... ... und irgendwann - vielleicht erst in 10 Jahren? - wird diese Weiterbildung in einer Berufsausübung enden, nämlich dann wenn du das Studium so nebenbei schön langsam abschließt ... oder auch nicht.

Also was ich dir damit raten möchte ist: dem Studium den hohen Stellenwert zu nehmen. Schraube zurück, aber bleibe so lange dran, solange es dich interessiert! Wie gesagt: vielleicht machst du es fertig, dann mündet es in einer neuen Berufsausübung, vielleicht machst du es nicht fertig, dann hast du dich immerhin gut weitergebildet!!

*Tine*

Hallo Tine,
Danke für die lieben Worte.

Kann mein Studium leider nicht nebenher laufen lassen, weil ich dies auf einer Berufsschule mache und man da nur ein Jahr wiederholen kann. Wäre dann eine staatlich geprüfte Betriebswirtin..

Ich denke mir auch, die 3 1/2 Jahre noch und dann hab ich es hinter mir..

Kann mich aber im mom so gut wie gar nicht motivieren und bin echt am Ende mit meinen nerven..

Lieben Gruß und ein schönes WE

Maus

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21. Oktober 2006 um 0:10

Hi Maus!
Ach so, jetzt verstehe ich ... na, das kenne ich zuuuuu gut!

Ich habe erst mit 26 Jahren die Matura (Abitur) an der berufsbegleitenden Handelsakademie in Form der Abendschule nachgeholt (bin aus Österreich). Da musste ich vier Jahre lang TÄGLICH, Montag bis Freitag, von 18:00 bis 22:00 Uhr die Schulbank drücken und während des Tages eben arbeiten ... und es gab die fixen Prüfungstermine, Referatstermine, Projekte etc. etc. etc. etc. ...

Und ich kenne das natürlich auch, wenn man nicht mehr kann ... bääääääääääääh!!!

Hm, aus Erfahrung würde ich sagen: das beste was man tun kann:
* NETZWERKE bilden! Damit meine ich: mit den Klassenkameraden den Lernstoff aufarbeiten und lernen! Gegenseitig Mitschriften austauschen!! Sich organisieren!! Man muss ja nicht immer bei den Lehrveranstaltungn sein, es soll mal der eine, mal der andere mitschreiben und diese Mitschrift dann an alle verschicken. Weiters: Lerngruppen bilden, dass sich z. B. Person A zum Experten in Kapitel X macht, Person B macht sich zum Experten in Kapitel Y ... und dann erklärt der eine dem anderen. man lernt iiiiiiiiiirsinnig viel und zeitsparend, auf diese Art und Weise, weil hinterfragt und diskutiert wird.

Siehst du eine Möglichkeit, hier etwas auf die Beine zu stellen, euch zu organisieren??

Und ich kenne auch die völlige Kraftlosigkeit, nicht von mir, aber von einer Kollegin ... ... ... nun, es könnte durchaus auch der ALLERBESTE Weg sein, das ganze mal für ein paar Jahre völlig wegzulegen und quasi zu vergessen!!!!!!!! mal aufzutanken, sein Leben zu ordnen, seelische/psychische/familiäre Dinge aufzuarbeiten! sich eine Existenzgrundlage aufzubauen und schließlich auch ZU LEBEN!!!!!!!!!!!!! ... denn: die sozialen Ressourcen, die Stabilität des eigenen Lebens und die Unterstützung von seiner unmittelbaren Umwelt sind neben einer DURCHSCHNITTLICHEN Intelligenz MINDESTENS so wichtig, um solchen Belastungen standzuhalten!!

Ich kenne deine Lebenssituation nicht, aber vielleicht wäre nun mal vordergründig ganz anderes viiiiiiiiiel wichtiger???? Die Lernerei wartet ein ganzes Leben lang auf dich! Weiterbilden kann man sich immer wieder, dafür ist man nie zu alt! Was meinst du??

*Tine*

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