Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Jemand Erfahrung mit der Therapie von Magersucht?

Jemand Erfahrung mit der Therapie von Magersucht?

19. Mai 2017 um 18:08 Letzte Antwort: 24. Mai 2017 um 15:45

Hallo allerseits,
ich arbeite zur Zeit an meiner Abitur-Präsentationsprüfung zum Thema Magersucht, zusätzlich bin ich selbst betroffen.
Gibt es hier jemanden, der bereits Erfahrung mit der Therapie von Magersucht hat und bereit wäre, sich mit mir auszutauschen?
Vielen Dank schon mal, Ellin

Mehr lesen

20. Mai 2017 um 23:19

Hallo ellinxx,

die akute Therapie ist die Erhöhung der Nahrungsaufnahme. Für die weitere Behandlung werden Psychotherapiekonzepte und unterstützend Antidepressiva eingesetzt.

Zunächst erfolgt eine Ernährungstherapie. Dem zugrunde liegt ein Behandlungsvertrag:
gemeinsam werden die angestrebte Gewichtsentwicklung, die täglichen Anzahl an Mahlzeiten und die Toleranzgrenzen festgelegt.
Z.B.: Therapieziel: 3 Mahlzeiten/Tag, 500-1000g Gewichtszunahme/Woche

Bei vitaler Gefährdung (d.h. extrem starkes, lebensbedrohliches Untergewicht/Ernährungszustand) ist gegebenenfalls eine stationäre Zwangsernährung per Magensonde nötig.

Hoffe, das hilft Dir. LG

Gefällt mir
22. Mai 2017 um 20:19

Ich kenne mich sehr gut mit dem Thema aus, da ich vor einem Jahr selbst betroffen war. Ich kam als Notfall sofort in die Notaufnahme. Ich trug eine magensonde und wurde in die geschlossene Psychiatrie verlegt. Die Mahlzeiten werden streng kontrolliert, um zu schummeln muss man schon ein richtiger Fuchs sein. Nach den Mahlzeiten gibt es immer die "Sitzzeit" damit man sich nicht heimlich übergibt und das Essen verdaut. Zwischen den Mahlzeiten gibt es die "Zwischenmahlzeiten". Das sind die Essens Regelung in der Klinik. Zudem wird eine maschinelle Matratze benutzt (je nachdem wie schwer das Untergewicht ist). Therapie ist der wichtigste Bestandteil. Es wird an de 'ich' gearbeitet und an dem Selbstbild. Bei sehr vielen Patienten sind auch Rollenspiele eine sehr effektive Hilfe. Es gibt sehr viele Gruppentherapie Sitzungen. 

Ich hoffe ich ich könnte dir helfen. Ich wünsche dir noch gute Besserung.

Gefällt mir
22. Mai 2017 um 23:23
In Antwort auf xxsaxx1

Ich kenne mich sehr gut mit dem Thema aus, da ich vor einem Jahr selbst betroffen war. Ich kam als Notfall sofort in die Notaufnahme. Ich trug eine magensonde und wurde in die geschlossene Psychiatrie verlegt. Die Mahlzeiten werden streng kontrolliert, um zu schummeln muss man schon ein richtiger Fuchs sein. Nach den Mahlzeiten gibt es immer die "Sitzzeit" damit man sich nicht heimlich übergibt und das Essen verdaut. Zwischen den Mahlzeiten gibt es die "Zwischenmahlzeiten". Das sind die Essens Regelung in der Klinik. Zudem wird eine maschinelle Matratze benutzt (je nachdem wie schwer das Untergewicht ist). Therapie ist der wichtigste Bestandteil. Es wird an de 'ich' gearbeitet und an dem Selbstbild. Bei sehr vielen Patienten sind auch Rollenspiele eine sehr effektive Hilfe. Es gibt sehr viele Gruppentherapie Sitzungen. 

Ich hoffe ich ich könnte dir helfen. Ich wünsche dir noch gute Besserung.

Hallo xxasaxx1,
was ist eine maschinelle Matratze?
Und hoffentlich geht es dir besser? 

Gefällt mir
24. Mai 2017 um 15:45
In Antwort auf cassie_11962844

Hallo xxasaxx1,
was ist eine maschinelle Matratze?
Und hoffentlich geht es dir besser? 

hallo Cara388,
das ist eine Art Luftmatratze die alle 10 Min. ihre Härte umstellt. Bei sehr stark Untergewichtigen, reiben die Knoche nämlich aneinander wenn man zu lange in einer Position liegt. Diese Matratze verhindert das.
Ich bin zwar noch leicht im Untergewicht aber ich habe es zum größten teil überwunden.

Gefällt mir