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Ja, Burnout, aber Ärztin interessiert es nicht.

22. Juli 2011 um 0:09 Letzte Antwort: 22. Juli 2011 um 17:32

Ich habe ein etwas größeres Problem.
Ich habe relative starke psychische Störungen entwickelt. Nach Diagnosesuchen bin ich aufs Burnout-Syndrom gestoßen.
Es ist keine Frage, es ist nicht mehr auszuschließen, ich bin mittendrin.
Ich habe versucht meiner Hausärztin davon zu erzählen, habe gesagt dass ich mit mir selbst, meiner Umgebung, alles was mir gegeben ist einfach nicht zurechtkomme, ich psychologische Hilfe BENÖTIGE.
Sie hatte eine sehr nette Antwort parat. Nachdem sie doch eher geschmunzelt hat nach dem Motto "ohje, ..." kam sie zu dem Entschluss mir zu sagen - "Ja ich weiß nicht, also Psychologen haben eh erst nach mindestens 8 Monaten hier einen Termin frei, vielleicht solltest du das mal überdenken." Ohne zweifel zu diesem Thema sagt ich ihr, dass mir die Wartezeit egal ist und wenn es mir bis dahin besser ginge könnte ich den Termin halt absagen. Aber sie hat darauf gesagt, dass es eh nichts bringen würde.

Soll ich zu einer anderen Ärztin gehen?

Mir war es so mega peinlich es überhaupt mal angesprochen zu haben, vor allem weil ich mich schon 10 Monate mit dem Thema rumquäle . und dann werde ich so vor den Kopf gestoßen. Ich bin im Boden versunken. Soll man sowas denn nicht ansprechen? Ich meine, mir geht es echt beschissen!!!!!
Mir ist es auch ziemlich peinlich mit anderen engen Freunden darüber zu reden. Man möchte ja niemanden kennen der irgendeine psychische Störung hat.
Mir gefällt das auch nicht, ich hab es mir nicht ausgesucht, aber ich pack das einfach nicht.

Und über die Ärztin sollte sowas schon laufen, ich hab zwar keine Peilung von dem, was die Krankenkasse bezahlt, aber mit meinem Geld kann ich unmöglich einen Therapeuten bezahlen.

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22. Juli 2011 um 9:37

Hallo,
ich möchte dir auch noch einmal sagen, dass du selbständig einen Termin beim Psychologen ausmachen kannst.
Die ersten 5 Sitzungen sind auf alle Fälle kostenfrei und danach entscheidet die Krankenkasse, ob sie auch die weitere Behandlung übernimmt. Das regelt aber alles dein Psychologe.
Zum Thema Hausarzt: Ja, such dir einen neuen! Allgemein brauchst du auch nicht von deinen Problemen zu erzählen, sondern verlangst einfach eine Überweisung zum Psychologen.

Alles Gute und viel Kraft für den weiteren Weg!

Phenyce

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22. Juli 2011 um 16:32

Wie meinst du das mit der Kur?
Darf man sowas einfach beantragen?

Ich finde es zum Kotzen, dass man zum Arzt geht und selber seine Diagnose stellt. Statt dass der Arzt mal fragt, welche Symptome auftreten, mal nachfragt... Immer nur "Ja, was haben sie denn?" Denn dafür bin ich doch dann eigtnlich da. Irgendwas stimmt nicht und ich will wissen was.


Ich meine ich bin 22, da kann man doch noch nicht in Kur oder? Ist das nicht für ältere menschen? <ich hab davon überhaupt keine Ahnung Aber von alleine kommen die Ärzte ja auch nicht mal drauf zu helfen wenn man schon sagt dass man hilfe braucht...

Alles nur Menschen, die täglich ihre Arbeitszeit absitzen und gut ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
und soviel erwarte ich nicht einmal.

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22. Juli 2011 um 17:32

Ärzte sind wirklich manchmal unfähig,
aber es sind nicht alle so. Und wenn man zu einem Arzt geht , dann bitte nicht mit einer fertigen Diagnose. Das kommt nicht gut. Es ist zur Unart geworden , anhand von Beschreibungen im Internet Diagnosen zu stellen.Manche Krankheitsbilder sind so schwierig, dass selbst die Fachleute sich großen Herausforderungen stellen müssen. Viele Krankheitsbilder werden nicht erkannt und nicht entsprechend behandelt und andere bekommen einen Stempel aufgedrückt, weil es so sein könnte.
Gruß Melike

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