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Ist mein Sohn wirklich so blöde o. braucht er Hilfe ??

5. August 2014 um 9:18 Letzte Antwort: 10. August 2014 um 11:39

hallöle,

mein sohn ist in einer pflegefamilie aufgewachsen, weil meine partnerin damals psychisch krank war hatte man ihr das kind weg genommen.
zwischendurch hatten wir zwar geheiratet und noch ein kind gezeugt, aber da sie nun wieder eine psychose hat sind wir seit einigen jahren wieder getrennt.
mein sohn ist jetzt 21 und wir haben erst seit seinem 18ten geb. wieder kontakt, nachdem ihn die pflegemutter auf seinen geb. vor die tür gesetzt hatte.
(gab ja ab dem tag kein geld mehr für ihn)
in der pflegefamilie hat er nur scheisse erlebt, die pflegemutter sperrte die lebensmittel tagsüber weg, schalltete den strom ab und hängte seine zimmertür aus.
jetzt lebt er alleine, hat es nur zu einem hauptschulabschluss gebracht und hat deshalb natürlich auch keine lehrstelle bekommen.
das job center hatte ihm eine massnahme angeordnet zu der er aber nicht hin gegangen ist.
als ich davon erfuhr sagte ich ihm das er sich krankschreiben lassen soll, damit er keine sanktion bekommt und ihm das geld gestrichen wird.
mein sohn hielt es aber nicht für nötig zum arzt zu gehen und bekam natürlich eine sanktion und somit auch kein geld mehr.
(ausser miete wird direkt an den vermieter gezahlt)
für strom war kein geld mehr da und somit wurde der abgestellt.
mein sohn hatte die "geniale" idee ein verlängerungskabel von dem nachbar balkon zu sich zu verlegen um dann trotz sperre strom zu haben.
ich schlug ihm vor, seinen kühlschrank zu verkaufen und von dem erlöß die stromschulden zu bezahlen. die monatlichen abschläge hätte ich dann übernommen.
nachdem ich den kühlschrank erfolgreich bei ebay verkauft hatte, wurde dieser aus der wohnung meines sohnes abgeholt, das geld bekam er in bar.
als ich ihn 2 tage später anrief hatte er von den fast 300,- schon 230,- ausgegeben.
von den letzten 70,- kann er die stromrechnung wieder nicht bezahlen und somit ist es nur eine frage der zeit wann der stromdiebstahl auffliegt. zudem hat er ständige post von der polizei im briefkasten die ihn unbedingt sprechen möchte, aber er reagiert weder auf das eine noch auf das andere. er sitzt den ganzen tag mit seinem komischen freund vor der glotze und ist am kiffen und am zocken, aber mir kommt das so vor als wenn er nur darauf wartet, das er entweder aus der wohnung fliegt oder von der polizei verhaftet wird.
wenn ich ihn anrufe, dann höre ich mir immer an wie kacke doch alles ist und wie wenig bock er hat etwas dagegen zu tun, aber das war es dann auch...
wenn ich ihm dann erzähle das ich mit seiner schwester auf einem festival oder im urlaub war und das wir tierischen spass hatten, dann ist immer funkstille, vorher hatte ich immer gefragt ob er mit möchte, aber dieses ständige "kein bock" kann ich auch schon nicht mehr hören.
was meint ihr dazu ??

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5. August 2014 um 9:51

Ohye..
...der ärmste..
hatte es wohl alles andere als leicht..
ich kenne mich mit sowas nicht aus, aber ich glaube, er ist einfach traumatisiert.. es klingt so als wurde er "sein leben lang" fremdbestimmt... es wurden ihm dinge/lebensmittel/lebensgefühl (!!!!) entzogen, liebe wahrscheinlich (von den pflegeeltern) keine gegeben.. da kann man sich nicht entfalten..also klar, tut er grad das nötigste und versucht über die runden zu kommen... das iser ja gewohnt so is er ja großgeworden
dass er auf den urlaub so reagiert, liegt vielleicht daran, dass er selbst sowas nicht kennt? er das zwar auch gerne würde, aber er kommt vielleicht aus seinem trott nicht heraus.. ihm fehlt wohl elan...
tv und kiffen... alles sehr passiv. ein fliehen vor der realität.. verpflichtungen usw? wofür? ihm fehlt perspektive und lebensgefühl..

du solltest ihn auf keinen fall aufgeben.. er braucht hilfe für mich klingt das alles nach trauma.. und er kennts wohl nich anders..

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5. August 2014 um 16:16
In Antwort auf derya_599148

Ohye..
...der ärmste..
hatte es wohl alles andere als leicht..
ich kenne mich mit sowas nicht aus, aber ich glaube, er ist einfach traumatisiert.. es klingt so als wurde er "sein leben lang" fremdbestimmt... es wurden ihm dinge/lebensmittel/lebensgefühl (!!!!) entzogen, liebe wahrscheinlich (von den pflegeeltern) keine gegeben.. da kann man sich nicht entfalten..also klar, tut er grad das nötigste und versucht über die runden zu kommen... das iser ja gewohnt so is er ja großgeworden
dass er auf den urlaub so reagiert, liegt vielleicht daran, dass er selbst sowas nicht kennt? er das zwar auch gerne würde, aber er kommt vielleicht aus seinem trott nicht heraus.. ihm fehlt wohl elan...
tv und kiffen... alles sehr passiv. ein fliehen vor der realität.. verpflichtungen usw? wofür? ihm fehlt perspektive und lebensgefühl..

du solltest ihn auf keinen fall aufgeben.. er braucht hilfe für mich klingt das alles nach trauma.. und er kennts wohl nich anders..

Wenn esw dazu nicht schon zu spät ist...
ich habe grade noch mit ihm telefoniert, weil mich meine tochter gefragt hatte wie lange er seinen ego tripp wohl noch durchziehen wird.
er sagte das sich das mit seiner wohnung jetzt wohl erledigt hätte und das er eigentlich nur noch darauf wartet dort rausgeworfen zu werden. er will dann als penner unter einer brücke wohnen.
ich habe dem zugestimmt und gesagt , das er ja jetzt eh schon ein penner ist und er sich ja dann mal melden kann, wenn er weis welches seine brücke sein wird.
aber du hast natürlich recht, er lebt das leben so wie er es in der pflegefamilie gelernt hat,
Ich habe ihm gesagt, das ihm das pennerleben gut stehen wird, da seine mutter seit einigen jahren ja ebenfalls auf der strasse lebt.
er hatte genug chanzen sein leben in den griff zu kriegen, aber meine hilfe hat er bisher abgelehnt und so langsam ist es mir auch egal ob er sein leben auf die reihe kriegt oder nicht. schliesslich habe ich noch eine 14 jährige tochter und da ich ja alleinerziehend bin ist sie mir wichtiger.

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5. August 2014 um 16:28
In Antwort auf quanah_12921290

Wenn esw dazu nicht schon zu spät ist...
ich habe grade noch mit ihm telefoniert, weil mich meine tochter gefragt hatte wie lange er seinen ego tripp wohl noch durchziehen wird.
er sagte das sich das mit seiner wohnung jetzt wohl erledigt hätte und das er eigentlich nur noch darauf wartet dort rausgeworfen zu werden. er will dann als penner unter einer brücke wohnen.
ich habe dem zugestimmt und gesagt , das er ja jetzt eh schon ein penner ist und er sich ja dann mal melden kann, wenn er weis welches seine brücke sein wird.
aber du hast natürlich recht, er lebt das leben so wie er es in der pflegefamilie gelernt hat,
Ich habe ihm gesagt, das ihm das pennerleben gut stehen wird, da seine mutter seit einigen jahren ja ebenfalls auf der strasse lebt.
er hatte genug chanzen sein leben in den griff zu kriegen, aber meine hilfe hat er bisher abgelehnt und so langsam ist es mir auch egal ob er sein leben auf die reihe kriegt oder nicht. schliesslich habe ich noch eine 14 jährige tochter und da ich ja alleinerziehend bin ist sie mir wichtiger.

Ähm ?!
ernsthaft???

also... um deine titel-frage zu beantworten: JA ER BRAUCHT HILFE! am besten von seiner familie.. und einem psychologen..

indem du sein "vorhaben" noch bestätigst, und ihm zeigst wie egal er dir is, kriegt er doch noch weniger motivation, sich zu ändern.. dann denkt er sich doch erstrecht "aya bin doch eh jedem egal.. was solls.. is ja egal was aus mir wird interessiert sich eh keine sau für mich"...

du kannst dich nich aus der verantwortung stehlen, indem du dich nur um das eine kind kümmerst..
keiner sagt, dass es einfach ist oder sein wird.. aber: das kannst du doch ned zulassen?!

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5. August 2014 um 17:29

Hängen lassen
Hallo.............. Ich finde es schade und auch sehr traurig, das du deinen Sohn hängen lässt. Er hat in seinem Leben wohl nie etwas anderes erfahren, wie soll er dann auch anders sein? Finde über das Jugendamt eine passende Hilfe für ihn bevor es zu spät ist, ich denke das bist du ihm schuldig.

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6. August 2014 um 7:08

Lieblos...
mag sein das sich mein geschreibsel etwas lieblos anhört, aber ich bin mit der situation auch überfordert.
es ist noch keine 3 jahre her als meine frau zum letzten mal die wohnung zerlegt hat und fast all unsere sachen weg geworfen hat.
meine tochter wieder aufzubauen hat schon genug kraft gekostet und da wir erstens so ziehmlich zurückgezogen leben und ich zweitens keine familienangehörige mehr haben die mich irgendwie unterstützen, gehen meine batterien auch bald in den keller.
meine tochter und ich müssten eigentlich auch zum therapeuten oder sowas, denn die ganzen gewaltausbrüche und unterdrückungen der letzten jahre haben auch spuren hinterlassen.
als sich in der zeit der trennung mit meiner frau sich mein sohn meldete und der kontakt stärker wurde, waren wir ganz glücklich.
zu dritt waren wir schon fast wieder eine familie in der wir uns gegenseitig unterstützt haben.
im gegensatz zu mir kann er zb. sehr gut englisch und damit konnte er meiner tochter einiges beibringen was ich nicht konnte.
letzten sommer als die welt noch in ordnung war, habe ich ihm einen prima job bei einem sicherheitsdienst besorgt, bisschen rumlatschen, einen auf wichtig machen und gutes geld dafür bekommen,(habe früher das gleiche gemacht) genau das richtige für ihn. aber er hat immer nur davon geredet wie toll das doch ist, hingegangen ist er aber nicht und dann hatte sich das ja eh erledigt.
dann hatte das job-center druck gemacht das er sich etwas suchen solle, nach einigen bewerbungen fand er auch etwas, aber er brauchte dafür einen vermittlungsgutschein dem die arge ihm aber verweigerte.
also schrieb ich einen lieben brief an den leiter der arge und bat ihn einen vermittlungsgutschein für meinen sohn auszustellen.
der leiter der arge schrieb meinem sohn daraufhin persönlich an und nannte ihm einen termin wann er den schein abholen konnte.
an dem tag als er den abholen sollte verschlief mein sohn aber und den zweiten termin ebenfalls.
also war es letztendlich mit dem vermittlungsgutschein auch dahin...
denn das nächste ding mit der massnahme, er hätte nur zum dok gehen brauchen und sich einen gelben holen....

meinst du ich hätte ihn an die hand nehmen sollen und mit ihm dahin zu gehen ?
ich habe es ihm ja sogar vorgeschlagen, aber..".nein nein, das mache ich schon, kein problem. dann mache ich eben durch...."
aber pustekuchen, nicht mal das hat geklappt.

vielleicht sollte ich doch mal die tante vom jugendamt anrufen und mit der mal quatschen, ich habe jedenfalls keine kraft mehr ihm den hintern zu pudern.

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6. August 2014 um 8:04

Du hast recht
denn wenn du selbst nicht mehr die Kraft hast, kannst du auch deinem Sohn nicht helfen. Ich finde es nur sehr Schade um ihn. Das Jugendamt, oder die Caritas findet auch für Junge Erwachsene eine Lösung speziell in deinem Fall. Gehe vielleicht erst mal ohne ihn hin, und schildere denen den Fall, denn eins verstehe ich nicht, das Jugendamt hat doch bestimmt die Pflegefamilie deines Sohnes besucht und auch Einzelgespräche mit deinem Sohn geführt, da hätte es doch auffällig werden müssen das er keinen Elan hat, außer er hat dem Amt was vorgespielt.
Ich denke du solltest deine letzte Kraft nehmen und ohne ihn, dich auf die Suche nach Hilfe machen. Frag mal bei den Ämtern nach, ob sie betreutes Wohnen anbieten, oder ein Internat wo er eine Ausbildung machen kann, eventuell mit therapeutischer Unterstützung.
Du wirst diesen letzten Weg schaffen, und gib nicht auf denn sonst kehrt nie Ruhe bei euch ein.

LG
Loretta

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6. August 2014 um 8:18
In Antwort auf filou_12861983

Du hast recht
denn wenn du selbst nicht mehr die Kraft hast, kannst du auch deinem Sohn nicht helfen. Ich finde es nur sehr Schade um ihn. Das Jugendamt, oder die Caritas findet auch für Junge Erwachsene eine Lösung speziell in deinem Fall. Gehe vielleicht erst mal ohne ihn hin, und schildere denen den Fall, denn eins verstehe ich nicht, das Jugendamt hat doch bestimmt die Pflegefamilie deines Sohnes besucht und auch Einzelgespräche mit deinem Sohn geführt, da hätte es doch auffällig werden müssen das er keinen Elan hat, außer er hat dem Amt was vorgespielt.
Ich denke du solltest deine letzte Kraft nehmen und ohne ihn, dich auf die Suche nach Hilfe machen. Frag mal bei den Ämtern nach, ob sie betreutes Wohnen anbieten, oder ein Internat wo er eine Ausbildung machen kann, eventuell mit therapeutischer Unterstützung.
Du wirst diesen letzten Weg schaffen, und gib nicht auf denn sonst kehrt nie Ruhe bei euch ein.

LG
Loretta

Jep...
bis zu seinem 13ten lebensjahr hatten wir ja noch kontakt zu ihm und da hatte er mal gefragt warum er nicht bei uns leben darf.
er wirkte sehr traurig und wir haben über unseren anwalt versucht seinem wunsch zu erfüllen, aber bei dem persönlichen gespräch das im beisein der pflegemutter statt fand gab er dann an das er soetwas niemals gesagt hätte.
meine ex frau war sehr sauer darüber und hat ihm das mehrmals vorgehalten.
das er damals schon unter extremen druck gestanden hat ist anscheinend niemanden aufgefallen.

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6. August 2014 um 8:35
In Antwort auf quanah_12921290

Wenn esw dazu nicht schon zu spät ist...
ich habe grade noch mit ihm telefoniert, weil mich meine tochter gefragt hatte wie lange er seinen ego tripp wohl noch durchziehen wird.
er sagte das sich das mit seiner wohnung jetzt wohl erledigt hätte und das er eigentlich nur noch darauf wartet dort rausgeworfen zu werden. er will dann als penner unter einer brücke wohnen.
ich habe dem zugestimmt und gesagt , das er ja jetzt eh schon ein penner ist und er sich ja dann mal melden kann, wenn er weis welches seine brücke sein wird.
aber du hast natürlich recht, er lebt das leben so wie er es in der pflegefamilie gelernt hat,
Ich habe ihm gesagt, das ihm das pennerleben gut stehen wird, da seine mutter seit einigen jahren ja ebenfalls auf der strasse lebt.
er hatte genug chanzen sein leben in den griff zu kriegen, aber meine hilfe hat er bisher abgelehnt und so langsam ist es mir auch egal ob er sein leben auf die reihe kriegt oder nicht. schliesslich habe ich noch eine 14 jährige tochter und da ich ja alleinerziehend bin ist sie mir wichtiger.


Ego-Trip?!?

Informiere Dich mal bei Psychologen / Psychiatern oder anderen SERÖSEN Quellen beispielsweise über die Symptome von schweren Depressionen.

Da gehört dazu, dass man sich so versteckt und es auch gar nicht anders KANN. Dass einem so die Kraft fehlt, dass man sogar einfachste Dinge wie Körperhygiene, Zähne putzen oder ähnliches nicht mehr SCHAFFT. Dass man es nicht SCHAFFT, sich um ganz wichtige Dinge wie Briefe der Polizei nicht zu kümmern. Man ist so gelähmt, dass man sich wirklich um richtig dick wichtige und für Gesunde "ganz einfache" Dinge gar nicht kümmern KANN. Aber die Kompensation, die Flucht, wie Spiele, Fernsehen etc. sind das einzige, was noch geht.

Verwandte, die die Symptome einer schweren und im übrigen lebensbedrohlichen Krankheit als "Ego-Trip" bezeichnen, braucht man echt so dringend wie die Beulenpest.

Wenn Du Deinem Sohn wirklich und nicht nur um Dein eigenes Ego zu beruhigen, helfen willst, dann informiere Dich, bevor Du urteilst und höre auf von dem auszugehen, was *für Dich* jetzt klar und einfach ist. Das kannst Du so wenig vergleichen, wie Du zu einem Querschnittsgelähmten sagen kannst, dass es ja wohl kein Ding ist, mal die 50 Stufen einer Treppe hoch zu gehen und es ein ziemlicher "Ego Trip" ist, dass er da nicht hoch geht.
Informiere Dich. Und zwar nicht in einem Forum.

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6. August 2014 um 8:37

"wo warst du denn in der zeit ?"
ich war arbeiten,
meine frau bevorzugte damals eine lockere beziehung und fühlte sich immer sehr schnell eingeengt.
ich hatte einen prima job und war europa weit für einen veranstaltungsservice unterwegs.
ich war nur alle 14 tage für eine woche zuhause.
ich habe meinen job erst nach der geburt der tochter an den nagel gehängt, aber auch nur weil ich nicht wollte das sich so ein drama wie es mit dem sohn geschah nicht wieder passiert.

zudem bin ich ein mensch der sagt was er denkt und das oft auch sehr direkt.
da ich schon früher zweifel an der seriösität der pflegefamilie hatte, dauerte es nicht lange bis ich dort hausverbot bekam.

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6. August 2014 um 9:19
In Antwort auf quanah_12921290

Lieblos...
mag sein das sich mein geschreibsel etwas lieblos anhört, aber ich bin mit der situation auch überfordert.
es ist noch keine 3 jahre her als meine frau zum letzten mal die wohnung zerlegt hat und fast all unsere sachen weg geworfen hat.
meine tochter wieder aufzubauen hat schon genug kraft gekostet und da wir erstens so ziehmlich zurückgezogen leben und ich zweitens keine familienangehörige mehr haben die mich irgendwie unterstützen, gehen meine batterien auch bald in den keller.
meine tochter und ich müssten eigentlich auch zum therapeuten oder sowas, denn die ganzen gewaltausbrüche und unterdrückungen der letzten jahre haben auch spuren hinterlassen.
als sich in der zeit der trennung mit meiner frau sich mein sohn meldete und der kontakt stärker wurde, waren wir ganz glücklich.
zu dritt waren wir schon fast wieder eine familie in der wir uns gegenseitig unterstützt haben.
im gegensatz zu mir kann er zb. sehr gut englisch und damit konnte er meiner tochter einiges beibringen was ich nicht konnte.
letzten sommer als die welt noch in ordnung war, habe ich ihm einen prima job bei einem sicherheitsdienst besorgt, bisschen rumlatschen, einen auf wichtig machen und gutes geld dafür bekommen,(habe früher das gleiche gemacht) genau das richtige für ihn. aber er hat immer nur davon geredet wie toll das doch ist, hingegangen ist er aber nicht und dann hatte sich das ja eh erledigt.
dann hatte das job-center druck gemacht das er sich etwas suchen solle, nach einigen bewerbungen fand er auch etwas, aber er brauchte dafür einen vermittlungsgutschein dem die arge ihm aber verweigerte.
also schrieb ich einen lieben brief an den leiter der arge und bat ihn einen vermittlungsgutschein für meinen sohn auszustellen.
der leiter der arge schrieb meinem sohn daraufhin persönlich an und nannte ihm einen termin wann er den schein abholen konnte.
an dem tag als er den abholen sollte verschlief mein sohn aber und den zweiten termin ebenfalls.
also war es letztendlich mit dem vermittlungsgutschein auch dahin...
denn das nächste ding mit der massnahme, er hätte nur zum dok gehen brauchen und sich einen gelben holen....

meinst du ich hätte ihn an die hand nehmen sollen und mit ihm dahin zu gehen ?
ich habe es ihm ja sogar vorgeschlagen, aber..".nein nein, das mache ich schon, kein problem. dann mache ich eben durch...."
aber pustekuchen, nicht mal das hat geklappt.

vielleicht sollte ich doch mal die tante vom jugendamt anrufen und mit der mal quatschen, ich habe jedenfalls keine kraft mehr ihm den hintern zu pudern.

Noch mal
es sind Depressionssymptome, dass man "den Kopf völlig in den Sand steckt" und buchstäblich gelähmt ist - auch in Bezug auf fürchterlich wichtige Dinge wie Job, Einkommen, Wohnung, Polizei.
Auch wenn ich Laie bin und selbstverständlich keine Diagnose stellen kann, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass er das einfach nicht anders KANN.
Dass es für einen Gesunden eigentlich ganz einfach und so gar kein Ding wäre, ist völlig irrelevant. Man kann das, was ein Kranker schafft und was nicht und wie leicht es ist oder nicht eben aus der Sicht eines Gesunden nicht beurteilen.

Du wirfst Deinem Sohn die Symptome einer scheren und lebensbedrohlichen Krankheit vor.
Super
DAS ist meiner Meinung nach ein "Ego-Trip".

Das Du dazu keine Kraft hast, verstehe ich. Das ist etwas anderes. Psych. Krankheiten haben immer direkte Auswirkungen auf die Menschen in der Umgebung und es ist keinesweg selbstverständlich oder "richtig", dass die deren Folgen tragen.
Geh auf Distanz wenn Du es nicht schaffst.
Aber komm mal von Deinem hohen Ross wieder runter dabei.

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6. August 2014 um 9:52
In Antwort auf quanah_12921290

Jep...
bis zu seinem 13ten lebensjahr hatten wir ja noch kontakt zu ihm und da hatte er mal gefragt warum er nicht bei uns leben darf.
er wirkte sehr traurig und wir haben über unseren anwalt versucht seinem wunsch zu erfüllen, aber bei dem persönlichen gespräch das im beisein der pflegemutter statt fand gab er dann an das er soetwas niemals gesagt hätte.
meine ex frau war sehr sauer darüber und hat ihm das mehrmals vorgehalten.
das er damals schon unter extremen druck gestanden hat ist anscheinend niemanden aufgefallen.

Klar...
..hat er vor der pflegemutter geleugnet, sowas gesagt zu haben.
wer weiß, was mit ihm passiert wäre, wenn er es zugegeben hätte. totaler schwachsinn sowas im beisein der pflegemutter zu besprechen -_- aber gut, dafür könnt ihr ja nix..

es ist gut, dass du dir selbst eingestehen kannst, überfordert zu sein - wer wäre es da auch nicht ?!
such dir hilfe, professionelle, die dich unterstützen was dein sohn angeht. gib ihm nicht das gefühl, allein zu sein..egal was er für ein mist baut.

und du und deine tochter solltet auf jedenfall zum psychologen.. sowas könnt und müsst ihr auch garnicht allein bewältigen..

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6. August 2014 um 18:46
In Antwort auf an0N_1189750099z

Noch mal
es sind Depressionssymptome, dass man "den Kopf völlig in den Sand steckt" und buchstäblich gelähmt ist - auch in Bezug auf fürchterlich wichtige Dinge wie Job, Einkommen, Wohnung, Polizei.
Auch wenn ich Laie bin und selbstverständlich keine Diagnose stellen kann, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass er das einfach nicht anders KANN.
Dass es für einen Gesunden eigentlich ganz einfach und so gar kein Ding wäre, ist völlig irrelevant. Man kann das, was ein Kranker schafft und was nicht und wie leicht es ist oder nicht eben aus der Sicht eines Gesunden nicht beurteilen.

Du wirfst Deinem Sohn die Symptome einer scheren und lebensbedrohlichen Krankheit vor.
Super
DAS ist meiner Meinung nach ein "Ego-Trip".

Das Du dazu keine Kraft hast, verstehe ich. Das ist etwas anderes. Psych. Krankheiten haben immer direkte Auswirkungen auf die Menschen in der Umgebung und es ist keinesweg selbstverständlich oder "richtig", dass die deren Folgen tragen.
Geh auf Distanz wenn Du es nicht schaffst.
Aber komm mal von Deinem hohen Ross wieder runter dabei.

Ich sitze sicherlich nicht auf dem hohen ross...
ich bin selber schon ganz unten angekommen.

aber danke für den tipp.

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6. August 2014 um 19:28
In Antwort auf quanah_12921290

Ich sitze sicherlich nicht auf dem hohen ross...
ich bin selber schon ganz unten angekommen.

aber danke für den tipp.

Wie würdest Du es sonst nennen, was Du da machst?
im Grunde stehst Du neben einem Querschnittsgelähmten am Fusse einer Treppe und echoffierst Dich, dass der jetzt nicht mal die paar Stufen hochhüpft, wo Du ihn doch zur Treppe geführt hast und auch noch neben ihm hergehen würdest. Überhaupt, was Du nicht alles getan hast, um den zur Treppe zu schieben! Nun schon zum 10. Mal hast Du ihn da hin gefahren!!! Mit Zeit und Kraft und Mühe! Da hast Du Dir so viel Mühe gegeben und der willl da nicht hochhüpfen! Ist doch nun wirklich kein Akt, so ein paar Stufen mal hoch zu steigen! Was für ein faules und undankbares Balg, also wirklich! Dabei ist es doch wichtig, dass er dort hoch geht! Also wirklich wichtig! Und deswegen reisst Du Dir den *** auf, um ihn zur Treppe zu karren und dann bleibt der da unten und geht nicht die paar Stufen hoch? Was für ein *** aber auch!!!

So redest Du die ganze Zeit über Deinen Sohn.
Wie würdest Du es denn bezeichnen, wenn das jemand mit einem Querschnittsgelähmten macht?!?

Du hast nach unserer Meinung gefragt - das ist meine.
Ich hatte schon massive Depressionen und ich habe genug andere gesehen, falls es eine ist, dann hilft es gar nichts, jemanden an den Fuss einer Treppe zu schieben, ob ein mal oder 1000 mal, er KANN nicht hochgehen. Sich zu echauffieren, dass er das dann nicht tut, wo es mit gesunden Beinchen doch ... naja, es ist vielleicht bissl anstrengend, wenn man sonst immer nur Fahrstuhl gefahren ist, man darf eben nicht faul sein, nicht wahr?

Ja, sorry, ich finde das anmassend. Sehr sogar.
Du kannst es Dir nicht vorstellen, dass es unüberwindliche Hindernisse für einen Menschen geben kann, wo Du selbst gerade mal ein kleines Hügelchen siehst. Glaube ich. Aber Du verurteilst Deinen eigenen Sohn ohne zu wissen, worum es überhaupt geht. Du gibt ihm nicht so viel Respekt, mal in Erwägung zu ziehen, dass es vielleicht gar keine Faulheit ist und etwas tieferes dahinter steht, was Du nicht sehen kannst - nein, Du gehst davon aus, das was Du siehst, muss es auch sein. Das ist ein ziemlich hohes Ross.

Liest Du mal, wie Du von Deinem Sohn denkst und sprichst?!? Ja, so einen Papi wünsche ich mir auch, wenn es mir mies geht... nein, halt, so etwas wünsche ich dem ärgsten Feinde nicht.

Dass jemand sich das nicht vorstellen kann - glaube ich, kann ich akzeptieren.
Dass jemand nicht die Kraft hat, da zu unterstützen und zu helfen - weiss ich, kann ich akzeptieren.
Ich nehme es nicht übel und werfe es keinem vor, wenn er da nicht helfen und unterstützen *will* - ich halte nichts von sinnlosen pathetischen Aktionen, die dann letztlich nur beide unglücklich machen.
Aber so verachtend, abwertend davon zu sprechen, dass jemand etwas nicht tut, weil er es wahrscheinlich auf Grund einer Krankheit nicht KANN - wie buchstäblich tausende andere mit der gleichen Krankheit auch, auch unter denen viele angesichts der gleichen Konsequenzen - das verstehe ich nicht, das akzeptiere ich nicht, das möchte ich nicht verstehen, das möchte ich nicht akzeptieren.
Nein, ganz sicher nicht.

Ja, Du sitzt auf einem hohen Ross.
Weil Du davon ausgehst, dass etwas, wo Du kein Problem erkennen kannst, ja wohl auch für andere kein Problem sein kann. Ausser Faulheit eben.
Weil Du wahrscheinlich die Symptome einer lebensbedrohlichen Krankheit als "Faulheit" abstempelst.

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7. August 2014 um 1:51

Nehm ihn an die Hand
zur später Stund, bin ich auf dein Text gestoßen. Ich hoffe ich wiederhole mich nicht, hab alles grob übersprungen.

Es klingt hart was du und ihr durchmacht, aber gebe ihn nicht auf. Dein Sohn braucht weder jemanden vom Jugendamt, das würde er sicherlich nicht brauchen, in denen hat er bestimmt kein Vertrauen mehr, nach früher. Gehe mit ihm zu einem Psychologen. Das was er jetzt ist, kommt nicht seit gestern.

Du schreibst das er einmal gebeten hatte wieder zu euch zu dürfen und hatte alles geleugnet, wegen der Pflegemutter. Für ein Kind ist es nie begreifbar in dem alter wie sehr es zum Nachteil ist, aber es Frist sich fest im Unterbewusstsein. Dann macht ihm noch seine Mutter vorführe. Ich weiß ganz genau, wenn ein Elternteil dem eigenem Kind Vorwürfe macht. Du willst dann nie wieder etwas verlangen oder drum bitten, dann lieber drauf...sorry...scheißen...es könnten sonst Vorwürfe prallen.
Deine Tochter fragt nach seinem Ego Tripp...frag sie doch mal nach ihrem Ego Tripp. Sie ist 14 und bestimmt in der Pubertät wie kann man da noch wollen, das Papi geteilt werden muss, das war früher nicht so und soll heute auch nicht sein. Ich will sie nicht angreifen, die jahre haben sie bestimmt auch getroffen, aber auch sie muss wissen, das sie einen Bruder hat, der keinen Ego Tripp hat, sondern einen Hilfeschrei!

Geh zum Hausarzt deines Sohnes und sprech es an, zwecks psychologischer Holfe usw. Aber bitte bitte kein Jugendamt, dann eher die Brücke!

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7. August 2014 um 1:54

Ach und noch was...
Dein Sohn ist 21, ja?
Klar ein alter indem man vieles alleine machen oder blicken sollte...aber frag dich mal, in welchem Alter dein Sohn sich wirklich befindet. Vielleicht in dem als er zur Pflege kam, innerlich im Unterbewusstsein!

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7. August 2014 um 9:46
In Antwort auf an0N_1270907699z

Nehm ihn an die Hand
zur später Stund, bin ich auf dein Text gestoßen. Ich hoffe ich wiederhole mich nicht, hab alles grob übersprungen.

Es klingt hart was du und ihr durchmacht, aber gebe ihn nicht auf. Dein Sohn braucht weder jemanden vom Jugendamt, das würde er sicherlich nicht brauchen, in denen hat er bestimmt kein Vertrauen mehr, nach früher. Gehe mit ihm zu einem Psychologen. Das was er jetzt ist, kommt nicht seit gestern.

Du schreibst das er einmal gebeten hatte wieder zu euch zu dürfen und hatte alles geleugnet, wegen der Pflegemutter. Für ein Kind ist es nie begreifbar in dem alter wie sehr es zum Nachteil ist, aber es Frist sich fest im Unterbewusstsein. Dann macht ihm noch seine Mutter vorführe. Ich weiß ganz genau, wenn ein Elternteil dem eigenem Kind Vorwürfe macht. Du willst dann nie wieder etwas verlangen oder drum bitten, dann lieber drauf...sorry...scheißen...es könnten sonst Vorwürfe prallen.
Deine Tochter fragt nach seinem Ego Tripp...frag sie doch mal nach ihrem Ego Tripp. Sie ist 14 und bestimmt in der Pubertät wie kann man da noch wollen, das Papi geteilt werden muss, das war früher nicht so und soll heute auch nicht sein. Ich will sie nicht angreifen, die jahre haben sie bestimmt auch getroffen, aber auch sie muss wissen, das sie einen Bruder hat, der keinen Ego Tripp hat, sondern einen Hilfeschrei!

Geh zum Hausarzt deines Sohnes und sprech es an, zwecks psychologischer Holfe usw. Aber bitte bitte kein Jugendamt, dann eher die Brücke!

Wie wahr, wie wahr...
das die geschichte über das jugendamt schief gehen könnte, habe ich auch schon vermutet, denn das vertrauen dazu ist hin.
behörden, ämter all das sind rote tücher für ihn.
ich kann das ja eigentlich auch nachvollziehen, ich war früher nicht viel anders und wenn ich hier mal so die antworten lese, dann muss ich wohl oder übel feststellen, das ich früher wohl selber jede menge depressionen hatte. ich habe auch oft den kopf in den sand gesteckt und habe mich mit alkohol und drogen betäubt,
ich habe das aber eher als "schlechten lauf" abgetan, weil ich mich nach einigen tagen dann selber wieder aufgerappelt habe
.
heute kann ich mir das nicht mehr erlauben, denn schliesslich habe ich eine verantwortung meiner tochter gegenüber.

das sich da andere menschen nicht genauso aufrappeln können, kann ich immer schlecht nachvollziehen und das scheint auch der knackpunkt zu sein warum ich solche zustände nie ernst nehme und dem betroffenen somit keine große hilfe bin.

äusserlich scheint mein sohn älter als er es im inneren ist, da muss ich @riri19871 echt recht geben und von diesen äusserlichkeiten lasse ich mich immer wieder blenden.

das passiert mir aber immer wieder, nicht nur bei menschen, mir kannst du so ziehmlich alles andrehen, hauptsache es sieht gut aus.

ich schaue erst als letzten unter die motorhaube oder in das innere des menschen.

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7. August 2014 um 10:11
In Antwort auf an0N_1189750099z

Wie würdest Du es sonst nennen, was Du da machst?
im Grunde stehst Du neben einem Querschnittsgelähmten am Fusse einer Treppe und echoffierst Dich, dass der jetzt nicht mal die paar Stufen hochhüpft, wo Du ihn doch zur Treppe geführt hast und auch noch neben ihm hergehen würdest. Überhaupt, was Du nicht alles getan hast, um den zur Treppe zu schieben! Nun schon zum 10. Mal hast Du ihn da hin gefahren!!! Mit Zeit und Kraft und Mühe! Da hast Du Dir so viel Mühe gegeben und der willl da nicht hochhüpfen! Ist doch nun wirklich kein Akt, so ein paar Stufen mal hoch zu steigen! Was für ein faules und undankbares Balg, also wirklich! Dabei ist es doch wichtig, dass er dort hoch geht! Also wirklich wichtig! Und deswegen reisst Du Dir den *** auf, um ihn zur Treppe zu karren und dann bleibt der da unten und geht nicht die paar Stufen hoch? Was für ein *** aber auch!!!

So redest Du die ganze Zeit über Deinen Sohn.
Wie würdest Du es denn bezeichnen, wenn das jemand mit einem Querschnittsgelähmten macht?!?

Du hast nach unserer Meinung gefragt - das ist meine.
Ich hatte schon massive Depressionen und ich habe genug andere gesehen, falls es eine ist, dann hilft es gar nichts, jemanden an den Fuss einer Treppe zu schieben, ob ein mal oder 1000 mal, er KANN nicht hochgehen. Sich zu echauffieren, dass er das dann nicht tut, wo es mit gesunden Beinchen doch ... naja, es ist vielleicht bissl anstrengend, wenn man sonst immer nur Fahrstuhl gefahren ist, man darf eben nicht faul sein, nicht wahr?

Ja, sorry, ich finde das anmassend. Sehr sogar.
Du kannst es Dir nicht vorstellen, dass es unüberwindliche Hindernisse für einen Menschen geben kann, wo Du selbst gerade mal ein kleines Hügelchen siehst. Glaube ich. Aber Du verurteilst Deinen eigenen Sohn ohne zu wissen, worum es überhaupt geht. Du gibt ihm nicht so viel Respekt, mal in Erwägung zu ziehen, dass es vielleicht gar keine Faulheit ist und etwas tieferes dahinter steht, was Du nicht sehen kannst - nein, Du gehst davon aus, das was Du siehst, muss es auch sein. Das ist ein ziemlich hohes Ross.

Liest Du mal, wie Du von Deinem Sohn denkst und sprichst?!? Ja, so einen Papi wünsche ich mir auch, wenn es mir mies geht... nein, halt, so etwas wünsche ich dem ärgsten Feinde nicht.

Dass jemand sich das nicht vorstellen kann - glaube ich, kann ich akzeptieren.
Dass jemand nicht die Kraft hat, da zu unterstützen und zu helfen - weiss ich, kann ich akzeptieren.
Ich nehme es nicht übel und werfe es keinem vor, wenn er da nicht helfen und unterstützen *will* - ich halte nichts von sinnlosen pathetischen Aktionen, die dann letztlich nur beide unglücklich machen.
Aber so verachtend, abwertend davon zu sprechen, dass jemand etwas nicht tut, weil er es wahrscheinlich auf Grund einer Krankheit nicht KANN - wie buchstäblich tausende andere mit der gleichen Krankheit auch, auch unter denen viele angesichts der gleichen Konsequenzen - das verstehe ich nicht, das akzeptiere ich nicht, das möchte ich nicht verstehen, das möchte ich nicht akzeptieren.
Nein, ganz sicher nicht.

Ja, Du sitzt auf einem hohen Ross.
Weil Du davon ausgehst, dass etwas, wo Du kein Problem erkennen kannst, ja wohl auch für andere kein Problem sein kann. Ausser Faulheit eben.
Weil Du wahrscheinlich die Symptome einer lebensbedrohlichen Krankheit als "Faulheit" abstempelst.

Vergleich mich nicht mit anderen...
ich war in meinem leben oft genug der queerschnittgelähmte, aber mich hat niemand zur treppe geschoben, da musste ich immer selber hin kriechen.
ich habe zwar im gegensatz zu meinem sohn eine schöne kindheit gehabt, habe aber selber nur nen hauptschulabschluß weil ich schon mit jungen jahren auf die schiefe bahn kam.
als ich 21 war bin ich grade aus dem knast gekommen, ich wusste zwar immer noch nicht was ich wollte, aber ich wusste was ich nicht mehr wollte.
meine karriere habe ich bei festivals und auf dem konzert gelende gemacht, auf koks oder speed und in 48 stunden schichten.
vater wollte ich nie werden, aber kneifen wollte ich auch nicht nachdem es passiert ist.
ich hatte auch viele depressive phasen in meinem leben, aber ich habe mich letztendlich immer selber regeneriert.
und wenn ich das kann, dann gehe ich davon aus das das jeder andere auch kann, und damit könntest du vielleicht recht haben das ich das dann "nur" als faulheit abstempele.

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7. August 2014 um 11:58
In Antwort auf quanah_12921290

Vergleich mich nicht mit anderen...
ich war in meinem leben oft genug der queerschnittgelähmte, aber mich hat niemand zur treppe geschoben, da musste ich immer selber hin kriechen.
ich habe zwar im gegensatz zu meinem sohn eine schöne kindheit gehabt, habe aber selber nur nen hauptschulabschluß weil ich schon mit jungen jahren auf die schiefe bahn kam.
als ich 21 war bin ich grade aus dem knast gekommen, ich wusste zwar immer noch nicht was ich wollte, aber ich wusste was ich nicht mehr wollte.
meine karriere habe ich bei festivals und auf dem konzert gelende gemacht, auf koks oder speed und in 48 stunden schichten.
vater wollte ich nie werden, aber kneifen wollte ich auch nicht nachdem es passiert ist.
ich hatte auch viele depressive phasen in meinem leben, aber ich habe mich letztendlich immer selber regeneriert.
und wenn ich das kann, dann gehe ich davon aus das das jeder andere auch kann, und damit könntest du vielleicht recht haben das ich das dann "nur" als faulheit abstempele.

Ja war ich auch schon sehr oft
da könnte ich sehr, sehr lange und sehr, sehr hässlich Geschichten schreiben, was in meinem Leben schon so alles war. Da waren die depressiven Phasen noch lange nicht das schlimmste, noch nicht einmal die schweren Depressionen.
Ich habe mich auch immer selbst regeneriert.
Aber ich halte anderen auch nicht vor, dass ich für sie etwas tue, was ihnen nicht helfen KANN. So arrogant bin ich in diesem Punkt nicht mehr - nicht obwohl, sondern weil ich weiss, wie es ist, da durch zu gehen.

Nein, auch wenn Du das kannst, darfst Du genau so wenig davon ausgehen, dass das jeder kann, wie Du davon ausgehen kannst, dass ein Querschnittsgelähmter die Treppe hochgehen kann, nur weil Du schon hoch gegangen bist, als Dir die Füsse weh taten.
Eine depressive Phase und eine schwere Depression ist nicht das gleiche und eine schwere Depression bei Person A nicht das gleiche wie bei Person B. Noch einmal: es ist häufig, dass Menschen in einer schweren Depression so etwas einfaches wie tägliche Körperhygiene, das bissl Zähneputzen beispielsweise NICHT SCHAFFEN. Das hattest Du schon? Dass Du nicht mehr die Kraft aufbringen kannst, Dir auch nur die Zähne zu putzen oder mal zu duschen (ja, dass Computerspiele & Co trotzdem geht, ist auch bei den anderen mit dieser Symptomatik so)? Echt jetzt? Glaube ich nicht.

Ich weiss ja nicht, aber "wollte nicht kneifen"? Hm, wenn der Mutter das Sorgerecht entzogen wird, hat doch immer noch der Vater ein Sorgerecht (und irgendwo auch eine Sorgepflicht), auch wenn er mit der Mutter nur "in einer lockeren Beziehung" lebt?

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7. August 2014 um 12:18

??...aber wie geht es jetzt weiter..??
die eine oder andere gute antwort war ja dabei.

jetzt weis ich wenigstens schon mal das er nicht blöde ist, sondern unter einer depression leidet.

aber was für möglichkeiten habe ich jetzt ?

mein sohn wohnt etwa 15 km vom schuss, ein auto habe ich nicht mehr und ich kann ihn höchstens über sein handy erreichen.

heute ist donnerstag und übermorgen fahre ich mit meiner tochter für 9 tage ans meer.
die reise wird auch nicht verschoben oder abgesagt, denn wenn ich das mache, dann steckt spätestens in einer woche mein kopf ebenfalls im sand fest und da gehört er nun mal nicht hin.

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7. August 2014 um 14:04
In Antwort auf quanah_12921290

??...aber wie geht es jetzt weiter..??
die eine oder andere gute antwort war ja dabei.

jetzt weis ich wenigstens schon mal das er nicht blöde ist, sondern unter einer depression leidet.

aber was für möglichkeiten habe ich jetzt ?

mein sohn wohnt etwa 15 km vom schuss, ein auto habe ich nicht mehr und ich kann ihn höchstens über sein handy erreichen.

heute ist donnerstag und übermorgen fahre ich mit meiner tochter für 9 tage ans meer.
die reise wird auch nicht verschoben oder abgesagt, denn wenn ich das mache, dann steckt spätestens in einer woche mein kopf ebenfalls im sand fest und da gehört er nun mal nicht hin.

Auf keinen Fall...
... Euren Urlaub absagen. Gar keine Frage.

Was Du machen kannst? Nun eigentlich müsste Dein Sohn in eine (spezialisierte) Klinik. Aber von allein wird er vermutlich nicht gehen und ob Du ihm helfen (meint so raten, dass er das auch annehmen kann) kannst - hängt sehr davon ab, was ihr für ein Verhältnis zueinander (auf emotionaler Ebene) habt. Wenn das nicht passt, kann es auch sein, dass Du das Gegenteil erreichst, wenn Du ihn dazu drängst.

Eventuell kann ihm im Moment ein Sozialarbeiter weiter helfen - der hat da ein anders Verhältnis zu seinen Klienten als ein Verwandter und andere Möglichkeiten.

Sehr viel kann man als Aussenstehender nicht tun und alles, was man wirklich helfen kann, bedingt in so einer Situation ein sehr, sehr tiefes gegenseitiges Vertrauen und das (Sorry für die Direktheit) sehe ich bei Euch nicht. Wenn das nicht da ist, wüsste ich leider auch nicht, was man sinnvolles tun könnte. Man kommt nicht nahe genug heran (oder besser: "durch"), um etwas zu tun, wenn das nicht da ist.

Im Grunde kann auch ein Arzt Depressionen nicht "heilen" - die können mit Medikamenten unterstützen, die isolierte und geschützte Umgebung der Therapie / Klinik an sich gibt wesentlich bessere Möglichkeiten und die Therapeuten können / sollten Wege zeigen, Techniken zeigen, unterstützen und lenken, um da wieder heraus zu kommen. Aber so wie beispielsweise bei einer Blinddarm-OP, wo man ins Krankenhaus geht und der Arzt den Job macht und dann kommt man geheilt wieder heraus, geht es bei psych. Krankheiten nie.

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7. August 2014 um 19:51
In Antwort auf an0N_1189750099z

Ja war ich auch schon sehr oft
da könnte ich sehr, sehr lange und sehr, sehr hässlich Geschichten schreiben, was in meinem Leben schon so alles war. Da waren die depressiven Phasen noch lange nicht das schlimmste, noch nicht einmal die schweren Depressionen.
Ich habe mich auch immer selbst regeneriert.
Aber ich halte anderen auch nicht vor, dass ich für sie etwas tue, was ihnen nicht helfen KANN. So arrogant bin ich in diesem Punkt nicht mehr - nicht obwohl, sondern weil ich weiss, wie es ist, da durch zu gehen.

Nein, auch wenn Du das kannst, darfst Du genau so wenig davon ausgehen, dass das jeder kann, wie Du davon ausgehen kannst, dass ein Querschnittsgelähmter die Treppe hochgehen kann, nur weil Du schon hoch gegangen bist, als Dir die Füsse weh taten.
Eine depressive Phase und eine schwere Depression ist nicht das gleiche und eine schwere Depression bei Person A nicht das gleiche wie bei Person B. Noch einmal: es ist häufig, dass Menschen in einer schweren Depression so etwas einfaches wie tägliche Körperhygiene, das bissl Zähneputzen beispielsweise NICHT SCHAFFEN. Das hattest Du schon? Dass Du nicht mehr die Kraft aufbringen kannst, Dir auch nur die Zähne zu putzen oder mal zu duschen (ja, dass Computerspiele & Co trotzdem geht, ist auch bei den anderen mit dieser Symptomatik so)? Echt jetzt? Glaube ich nicht.

Ich weiss ja nicht, aber "wollte nicht kneifen"? Hm, wenn der Mutter das Sorgerecht entzogen wird, hat doch immer noch der Vater ein Sorgerecht (und irgendwo auch eine Sorgepflicht), auch wenn er mit der Mutter nur "in einer lockeren Beziehung" lebt?

Hätte hätte fahrradkette...
ich war damals nicht bereit um ein kind alleine groß zuziehen, ich habe im rock and roll gearbeitet, war nur 1-2 mal im monat zu hause und jeden tag zugedröhnt.
das hätte ich niemals alleine hingekriegt, ich habe ja nicht mal mein eigenes leben hingekriegt.
wäre ich damals so drauf gewesen wie heute, wäre das kein problem gewesen, aber nicht vor 20 jahren.

und um das andere nochmal anzusprechen,
ja, ich habe es auch über wochen nicht gepackt mir wenigstens die zähne zu putzen oder duschen zu gehen, ich habe mich höchstens mal bewegt wenn die drogen alle waren, aber da ich immer an der quelle gelebt habe, kam dieses eher selten vor.

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8. August 2014 um 9:57

Das ist die Depression unserer Jugend.
So geht es den meisten. Zerrüttetes Elternhaus, keine Perspektive, keine Verantwortung, kiffen, kein Gefühl, dumpf sein. Entzugsklinik sollte der erste Anlauf sein.

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8. August 2014 um 10:35
In Antwort auf quanah_12921290

Hätte hätte fahrradkette...
ich war damals nicht bereit um ein kind alleine groß zuziehen, ich habe im rock and roll gearbeitet, war nur 1-2 mal im monat zu hause und jeden tag zugedröhnt.
das hätte ich niemals alleine hingekriegt, ich habe ja nicht mal mein eigenes leben hingekriegt.
wäre ich damals so drauf gewesen wie heute, wäre das kein problem gewesen, aber nicht vor 20 jahren.

und um das andere nochmal anzusprechen,
ja, ich habe es auch über wochen nicht gepackt mir wenigstens die zähne zu putzen oder duschen zu gehen, ich habe mich höchstens mal bewegt wenn die drogen alle waren, aber da ich immer an der quelle gelebt habe, kam dieses eher selten vor.

Und wie schaffst Du es da,
Dir jetzt einzureden, dass ein naher Verwandter, der doch eigentlich ein Fremder ist, Dir da hätte mit einem ganz tollen Job helfen können und Du ausserdem damals das Geld ganz bestimmt für sinnvolle Dinge ausgegeben hättest etc. ?!?

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9. August 2014 um 7:42
In Antwort auf an0N_1189750099z

Und wie schaffst Du es da,
Dir jetzt einzureden, dass ein naher Verwandter, der doch eigentlich ein Fremder ist, Dir da hätte mit einem ganz tollen Job helfen können und Du ausserdem damals das Geld ganz bestimmt für sinnvolle Dinge ausgegeben hättest etc. ?!?

???
sorry, aber ich verstehe deine frage nicht.
kannst du deine worte bitte so anordnen, das sie einen sinnvollen satz ergeben.

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10. August 2014 um 11:39
In Antwort auf quanah_12921290

???
sorry, aber ich verstehe deine frage nicht.
kannst du deine worte bitte so anordnen, das sie einen sinnvollen satz ergeben.

...
der gleiche Sinn mit anderen Worten in einer anderen Reihefolge:

Du glaubst doch wohl selbst nicht, das *Dir* in dieser Situation damals ein quasi unbekannter Vater auf die Art, wie Du Deinem Sohn jetzt "hilfst" hätte helfen können.

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