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Ist jetzt die richtige Zeit mit dem Kiffen aufzuhören? Depressionen und Angst

5. September 2017 um 20:53 Letzte Antwort: 19. September 2017 um 16:41

Liebe Community, 
das hier ist mein erster Eintrag auf dieser Seite denn ich musste mir einfach irgendwo Rat oder eine Objektive Meinung suchen. 
Ich entschuldige mich für den langen text aber ich muss mir das von der seele schreiben.
Ich leide seit der Kindheit unter ADS welches nie behandelt wurde. Meine Eltern, selbst psychisch instabil (Mutter ein Kind im Kopf und Vater ebenfalls ADS'ler) wussten nicht mit meiner Andersartigkeit umzugehen und ich selbst wusste auch lange nicht was mit mir los ist. Das führte schon im Grundschulalter zu Depressionen. Ich wusste damals natürlich nicht was eine Depression war aber ich kann mich noch erinnern wie ich jeden Tag Hilfe bei meiner Mutter suchte weil ich " so schrecklich traurig" war ohne zu wissen warum. Später kam dann auch selbstverletzendes Verhalten dazu, das alles wurde von meinen Eltern gediegen ignoriert. Durch das ADS und die daraus riesige emotionale Verletzbarkeit fand ich nie wirklich Anschluss und fing an mich im Teenageralter an falsche Freunde die mich ausnutzten und sogar mobbten. Irgendwie habe ich mich aus diesem Sumpf herausgekämpft und echte Freunde gefunden. Doch nun mit 20 habe ich das Gefühl alles kommt wieder hoch. Ich würde mich inzwischen als beliebt bezeichnen und habe mir ein tolles Umfeld geschaffen, doch seit einigen Monaten geht es bergab mit meiner psyche. Es fing an mit selbstzweifeln, vor allen in Gruppen. Obwohl die Leute meine Freunde sind mache ich mir ständig gedanken ob das was ich sage auch gut/lustig/schlau ist und bin dann oft einfach nurnoch still. Ich hatte 3 Panikattacken seitdem und werde nun immer depressiver. Inzwischen weine ich jeden Tag und es macht mich fertig dass ich trotz meines tollen Lebens nicht glücklich sein kann. Ich habe einen wunderbaren Freund doch er hat eigene Probleme und ich habe das Gefühl er ist mit mir überfordert deshalb kann und will ich ihn nicht belasten, er weiß ohnehin nicht wie er richtig auf meine Probleme reagieren soll. Nun ist es so dass ich damals mit 14 angefangen habe zu kiffen und seit einem Jahr konsumiere ich täglich. Am wochenende auch mal diverse andere Drogen und und ab und zu auch mal deb Tag über ein bisschen Nasenkaffee. Nun mache ich mir, wahrscheinlich auch wegen den Depressionen, große Vorwürfe und will alles wieder in den Griff bekommen. Nun habe ich 4 Tage nichts geraucht und leide unter schweren Schlafstörungen mit Weinkrämpfen. Ich war bei Ärzten die mir immer nur irgendwelche Tabletten verschreibsn von denen ich zum Zombie werde und sie deshalb nicht nehmen will. Das würde die Schuldgefühle nur noch größer machen. Ich will bald studieren und habe große Angst davor in diesem Zustand damit anzufangen. Mein Freund kann mir nicht helfen da er negative Dinge schnell verdrängt. Er macht das absolut nicht absichtlich aber wenn ich nichtmehr kann und einen psychischen zusammenbruch habe sagt er einfach garnichts oder schreibt mir nichtmehr.Bevor ihr Urteilt er hatte wirklich selbst schwer zu tragen im Leben. Nun weiß ich nicht ob ivh mir zuviel zumute jetzt auch noch das Kiffen aufzuhören doch ich brauche die Meinung von anderen da die Schuldgefühle sehr an mir nagen würden wenn ich den entzug abbreche. Vorallem da mein Freund jetzt ganz einfach mit kiffen aufgehört hat als wär es Nichts,  dabei haben wir sonst immer zusammen geraucht. Alles in allem habe ich momentan eine Schwere Zeit und würde gerne wissen was ihr zu der ganzen sache sagt.
gruß emseline

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5. September 2017 um 21:07

Es ist immer die richtige Zeit, mit Drogen aufzuhören. Fang' sofort damit an. 

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19. September 2017 um 16:41

Hallöchen =))

Da muss ich dederich recht geben. Jeder Tag der ohne Drogen abgelaufen ist ist ein Tag Stückweit mehr ins reale Leben zurück und bringt dich deinen Zielen näher. 
Ich bin nur aufgrund deiner "Vorgeschichte" der Meinung  das du dir dazu vielleicht Hilfe bei einer Suchtberatung zusätzlich holen solltest. Da musst du auch keine Ängste haben dich zu öffnen, was du bei einem Arzt auch nicht haben musst. Die Leute dort können dich sehr gut beraten und werden dir weiter helfen. 

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