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Ist es möglich sich selber zu therapieren?

24. November 2010 um 22:36

Hallo alle zusammen!

Mich beschäftigt seit ein paar Tagen die Frage ob es wohl möglich ist mich selber zu therapieren.

Es gibt einige Dinge in meinem Leben die mir ziemlich schwer fallen. Auch Verhaltensmuster die immer wieder auftreten belasten mich.

Ich habe mir überlegt eine Art Tagebuch zu führen. Meine Symptome zu dokumentieren wie zB Lustlosigkeit...und anschließend zu analysieren wie woher ich dieses Verhaltensmuster her haben könnte und wie ich möglichst nächstes mal in der selben Situation reagieren könnte um den Teufelsreis aufzulösen.

Meint ihr das ist möglich? Ich könnte zwar auch zu einem Therapeuten gehen aber da ich mich für einen Menschen halte der gut reflektieren kann hoffe und denke ich das ich ein gewisses positive Resultat erzielen könnte.

LG

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24. November 2010 um 22:59

..
Also.. Ich würde sagen ich bin leicht depressiv. Zudem leide ich unter starken Verlustängsten.

Was meint ihr? Sollte ich mich lieder in die Hände eines Profis begeben.. oder ist es möglich?

Mir ging es vor ein paar Jahren viel schlechter. Anfang einer Essstörung ..selbstmord Gedanken.
Aber das habe ich Gott sei dank alles hinter mir! Habe es auch selber aus diesem Loch geschafft.

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24. November 2010 um 23:44

Meinst du?
Klar, ich habe ein bisschen Angst das ich mich selber überforder..aber im Grunde bin ich sehr stabil.
Ich analysiere doch nicht alles. Ich sehe ja was mich belastet und ich mein Verhalten beeinflusst das auch alles.
Ich schreibe halt ne art von Tagebuch und versuche mich zu beobachten.
Ein Therapeut macht doch nichts anderes?!
Ich habe ja keine stark psychischen Erkrakungen. Es geht nur darum mein leben mit der Zeit besser in den "Griff" zu bekommen.

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25. November 2010 um 11:30

..
Im Grunde stabil bedeutet das ich keine Probleme habe wie Magersucht oder das ich mich selber verletzte. Mein Leben ist von außen gesehen ziemlich normal.

Ich brauche doch keine 2. Meinung. Ich weß was mit mir los ist. Ich kenne den Ursprung. Wenn ich sehe wie ich auf bestimmte Situationen ragiere und das ein Problem für mich darstellt kann ich ohne weitere Hilfe an mir arbeiten.

Ich weiß ja nicht was dir passiert ist und wie die Auswirkungen des erlebten für dich waren. Kann es deswegen nicht einschätzen. Ich weiß ja was zu tun ist.
Der Mann hat dir also gesagt das du nicht therapierbar bist und du einfach noch 2-3 Jahre damit leben musst?!
Ist schon ein wenig bescheuert!

Wie gehts dir denn jetzt?

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25. November 2010 um 11:40

Meistens geht das nicht gut
Tendentiell können sich die Leute eher schlechter reflektieren, die glauben, sie könnten das gut und umgekehrt. Und selbst wenn: Genau in den Punkten, die problematisch sind, steht man sich selbst im Weg. Du solltest auch klar zwischen Therapieren und Analysieren unterscheiden.

Wenn du dir selbst im Weg stehst, hilft es in der Regel nichts, wenn du deine Gedanken um dein Verhalten kreisen lässt. Oft sieht man das Wesentliche nur, wenn einem ein externer darauf aufmerksam macht.

Ich kann verstehen, dass man davor Angst hat, sich einem Therapeuten anzuvertrauen, aber du solltest das trotzdem in betracht ziehen, wenn du glaubst, dass etwas bei dir nicht so richtig passt.

Außerdem hat die Menschheit mittlerweile sehr viel Wissen über die menschliche Psyche angesammelt. Laien verfügen einfach nicht über dieses Wissen. Zwar hat man als Laie die Intuition, welche auch schon sehr viel Wert ist; aber mit dem empirisch gesammelte Wissen vieler Generationen ist das nicht zu vergleichen.

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25. November 2010 um 12:12

..
Gestern habe ich über ein für mich schreckliches Erlebnis geschrieben. Ich habe auch in der Nacht davon geträumt. Beim schreiben sind mir viele Details wieder eingefallen.
War schon ein bisschen beängstigend.

Ich werde auf jeden fall weiter machen mit dem schreiben. Und vielleicht werde ich eines Tages einen Therapeuten aufsuchen und ihm meine Texte zeigen...

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25. November 2010 um 19:00


Dass Du gut reflektieren kannst und Dir das auch mal eine "Fachfrau" bestätigt hat (habe grad in dem anderen Thread gelesen), heißt leider nicht, dass Du Dich selbst therapieren kannst.
Selbstreflexion gut zu beherrschen ist eine allgemein gute Eigenschaft im Leben und hilft auch bei einer Therapie. Mehr hat die gute Dame damit jedoch sicher nicht gemeint.
Jedoch Selbst-Therapie...

Zum Thema Selbstreflexion: Warum stellst Du diese Frage "Ist es möglich, sich selbst zu therapieren" hier im Forum? So wie Du schreibst, weißt Du doch eh schon, dass Du es probieren wirst, da Du es bei Dir für möglich hälst, "ein gewisses positives Resultat" zu erzielen?
Was willst Du damit erreichen? Du weißt doch genau, wenn man im Internet so etwas postet, findet sich immer unter den ganzen Antworten irgendein Doofer, der einem genau das schreibt, was man lesen wollte. Was wäre denn das, was Du lesen willst? Und warum willst Du es lesen?

Und nun zur Beantwortung Deiner Frage: Nein es geht nicht, dass Du Dich selbst therapierst. Geh' bitte zum Therapeuten.

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26. November 2010 um 12:49
In Antwort auf zaria_12933812


Dass Du gut reflektieren kannst und Dir das auch mal eine "Fachfrau" bestätigt hat (habe grad in dem anderen Thread gelesen), heißt leider nicht, dass Du Dich selbst therapieren kannst.
Selbstreflexion gut zu beherrschen ist eine allgemein gute Eigenschaft im Leben und hilft auch bei einer Therapie. Mehr hat die gute Dame damit jedoch sicher nicht gemeint.
Jedoch Selbst-Therapie...

Zum Thema Selbstreflexion: Warum stellst Du diese Frage "Ist es möglich, sich selbst zu therapieren" hier im Forum? So wie Du schreibst, weißt Du doch eh schon, dass Du es probieren wirst, da Du es bei Dir für möglich hälst, "ein gewisses positives Resultat" zu erzielen?
Was willst Du damit erreichen? Du weißt doch genau, wenn man im Internet so etwas postet, findet sich immer unter den ganzen Antworten irgendein Doofer, der einem genau das schreibt, was man lesen wollte. Was wäre denn das, was Du lesen willst? Und warum willst Du es lesen?

Und nun zur Beantwortung Deiner Frage: Nein es geht nicht, dass Du Dich selbst therapierst. Geh' bitte zum Therapeuten.

...
Ich habe auch nichrt gesagt das ich duch meine Eigenschaft der Selbstreflexion in der Lage bin mich selber zu therapieren!

Ich habe die Frage gestellt und verschiedene Meinungen einzuholen. Ich werde so oder so mein Vorhaben durchziehen.
Das es mir hilft spüre ich ja. Ob es ein Ersatz für eine therapeutische Behandlung ist sei dahin gestellt.

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26. November 2010 um 13:00

@epilobiumhirsutum2011
Danke für deine Antwort.

Es ist ja so.. ich habe wie gesagt keine großen Störungen.
Es gibt einfach Erlebnisse in meiner Kindheit die mich belasten.
Ich freue mich einfach auf den Tag an dem ich zurück blicken kann und ich keine Magenschmerzen mehr bekomme.

Ich habe durch meine Arbeit an mir selbst festgestellt das die Rollenverteilung in unserer Familie mich oft daran hindert mir etwas zu zu trauen. Durch gewisse Reflexion ist es darüber hinaus ist es mir auch möglich nicht in meinen Erinnerungen unter zu gehen.

Wie ist es denn bei dir? Konntest du durch deine "Therapie" Dinge herraus finden die du voher nicht wahr genommen hast?
lg

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27. November 2010 um 19:53


WOW,, das ist ja echt eine krasse Geschichte!!

Freut mich für dich das es dir wieder besser geht! Ja- es gibt wirklich schlimme Menschen! Es tut mir leid das du so was erleben musstest!
Das Selbstwertgefühl ist so wichtig!! Könnte auch ein bisschen mehr davon gebrauchen! Man lässt sich so viel gefallen.. und das aus Liebe! Im Grunde tut man aber sich keinen Gefallen weil der andere immer weiter und immer weiter geht.

Wünsch dir für die Zukunft alles Gute!

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27. November 2010 um 19:57


Aber sonst gehts noch gut ja?!
Warum er auch immer gelöscht würde.. bestimmt nicht weil sich selber therapiert hat!
Manchen Leuten ist echt nicht mehr zu helfen!!!!

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13. August 2011 um 15:22
In Antwort auf ingeboooorg

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Also.. Ich würde sagen ich bin leicht depressiv. Zudem leide ich unter starken Verlustängsten.

Was meint ihr? Sollte ich mich lieder in die Hände eines Profis begeben.. oder ist es möglich?

Mir ging es vor ein paar Jahren viel schlechter. Anfang einer Essstörung ..selbstmord Gedanken.
Aber das habe ich Gott sei dank alles hinter mir! Habe es auch selber aus diesem Loch geschafft.

Selbes problem
voraus möchte ich eins klar stellen: solche themen sind keine altersfrage. ich werde demnächst gerade mal 15 und habe/hatte auch schon die selben erlebnisse (s. Eintrag darüber). Ich weiß, was die Ursache(n) ist/sind. Ich habe schonmal den Entschluss gefasst, zum Therapeuten damit zu gehen aber ich habe Angst, dass er genauso wie die meisten anderen mir nicht glaubt. Deswegen weiß ich eben nicht, ob ich mich "selber therapieren" (wenn das jz möglich ist) soll oder eben doch zum Spezialisten?

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13. August 2011 um 15:44


hi, ich glaub das hilft schon, Jim Carroll hat das selbe gemacht. Seine Tagebücher haben ihm geholfen von seiner Heroinsucht loszukommen.
lG

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14. August 2011 um 12:37
In Antwort auf kamryn_12432814

Selbes problem
voraus möchte ich eins klar stellen: solche themen sind keine altersfrage. ich werde demnächst gerade mal 15 und habe/hatte auch schon die selben erlebnisse (s. Eintrag darüber). Ich weiß, was die Ursache(n) ist/sind. Ich habe schonmal den Entschluss gefasst, zum Therapeuten damit zu gehen aber ich habe Angst, dass er genauso wie die meisten anderen mir nicht glaubt. Deswegen weiß ich eben nicht, ob ich mich "selber therapieren" (wenn das jz möglich ist) soll oder eben doch zum Spezialisten?

Ihr Lieben!
Als Diplom-Psychologin melde ich mich mal zu Wort:

"Selbst-therapieren" - dem sind natürlich Grenzen gesetzt, weil die "Sicht von außen" und das Fachwissen fehlen. "Selbst-reflektieren" ist natürlich schon ein wichtiger Schritt, aber meist nicht genug - gerade, wenn es um das Einüben neuer Verhaltensmuster oder die Umstrukturierung von Gedankenmustern geht.

Und, Iouenwa, ein guter Therapeut wird Dir immer glauben und Dich in dem, was Du fühlst, ernst nehmen! Wer hat Dir denn bislang nicht geglaubt?

Herzliche Grüße!

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15. August 2011 um 12:08
In Antwort auf kat_12260278

Ihr Lieben!
Als Diplom-Psychologin melde ich mich mal zu Wort:

"Selbst-therapieren" - dem sind natürlich Grenzen gesetzt, weil die "Sicht von außen" und das Fachwissen fehlen. "Selbst-reflektieren" ist natürlich schon ein wichtiger Schritt, aber meist nicht genug - gerade, wenn es um das Einüben neuer Verhaltensmuster oder die Umstrukturierung von Gedankenmustern geht.

Und, Iouenwa, ein guter Therapeut wird Dir immer glauben und Dich in dem, was Du fühlst, ernst nehmen! Wer hat Dir denn bislang nicht geglaubt?

Herzliche Grüße!

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naja das ist ja schon mal beruhigend.
Vorallem Erwachsene wie meine Eltern und (bin im Internat) die Erzieher.

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